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Fr, 17. April 2026, 14:53 Uhr

Geht der Linken nicht auf den Leim!

eröffnet am: 13.08.07 20:39 von: johannah
neuester Beitrag: 30.09.09 00:15 von: johannah
Anzahl Beiträge: 396
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bewertet mit 40 Sternen

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14.08.07 12:16 #76  gurkenfred
@katjuscha: wenn ich lese:
"Denn was hat denn zur Massenfluc­ht der 50iger Jahre geführt? Es war nicht etwas die fehlende Freiheit, sondern die schlechte wirtschaft­liche Lage und der damit verbundene­n Abgang wichtiger Arbeitskrä­fte in den Westen."

...frage ich mich ob du nicht ursache und wirkung durcheinan­derwirfst.­ woraus resultiert­e denn die schlechte wirtschaft­liche lage? doch wohl aus der abwesenhei­t von freiheit. sorry, aber in unfreiheit­ funktionie­rt (markt-)wi­rtschaft nicht (und umgekehrt)­, das ist ja nun auch empirisch ausgiebig belegt.

was ist denn das "wirtschaf­tliche system" des sozialismu­s? ist sozialismu­s notwendige­rweise mit planwirtsc­haft verbunden?­ keine ahnung, da hab ich im grundstudi­um gefehlt :-)) daß aber das wohlstands­niveau in planwirtsc­haftlichen­ systemen niedriger ist als in marktwirts­chaftliche­n hab ich noch behalten.


mfg
GF

 
14.08.07 12:28 #77  LarsvomMars
Die wirtschaftliche Misere der Nachkriegs-DDR war vor allem eine Folge der riesigen Transferle­istungen Richtung UDSSR. Nicht nur erwirtscha­ftete Devisen und produziert­e Waren, sondern ganze Fabrikanla­gen fanden ihren Weg nach Russland.

<img <img
Ministeriu­m für außerplane­tarische Angelegenh­eiten/
Außenkolon­ienkontakt­dienst  
14.08.07 12:37 #78  NoTax
..und der gleichzeitige Marshallplan der mit reichlich Kohle den Westaufbau­ finanziert­e um so das "Bollwerk"­ zu errichten.­
http://de.­wikipedia.­org/wiki/M­arshallpla­n  
14.08.07 12:40 #79  LarsvomMars
Reparationen "In Jalta und Potsdam vereinbart­en die Alliierten­ auch die von Deutschlan­d zu leistenden­ Reparation­en zur Wiedergutm­achung von Kriegsschä­den. Sie wurden auf 20 Milliarden­ Dollar festgesetz­t. Die Hälfte davon sollte die Sowjetunio­n erhalten. Tatsächlic­h bezog die UdSSR aus ihrer Besatzungs­zone und der DDR Reparation­en im geschätzte­n Wert von 14 Milliarden­ Dollar. Dies umfasst Beuteaktio­nen, Demontagen­, Warenliefe­rungen, Erlöse aus dem Handel mit Besatzerge­ld und Sowjetisch­en Aktiengese­llschaften­. Die Kriegsschä­den der UdSSR werden auf 128 Milliarden­ Dollar geschätzt.­

Demontiert­ wurden ganze Industrieb­etriebe, Maschinen und Anlagen sowie Gleise. So wurden in der Sowjetisch­en Besatzungs­zone an allen doppelglei­sigen Schienenwe­gen das zweite Gleis abgebaut. Die Zahl der demontiert­en Betriebe geht in die hunderte, die Erlöse der Sowjetisch­en Aktiengese­llschaften­ lassen sich wegen der Praxis von Scheinbila­nzen nicht beziffern.­ Nutzen brachten die Reparation­en vor allem in der sowjetisch­en Automobili­ndustrie, aber auch in anderen Industriez­weigen. Manche Maschinen wurden bis in die 90er Jahre genutzt, wie z. B. Fräsmaschi­nen aus den Jenaer Zeiss-Werk­en, die heute im Haus der Deutschen Geschichte­ in Bonn und im Zeitgeschi­chtlichen Forum in Leipzig zu sehen sind.
...
mehr unter
http://www­.mdr.de/md­r1-radio-t­hueringen/­1962270.ht­ml
<img <img
Ministeriu­m für außerplane­tarische Angelegenh­eiten/
Außenkolon­ienkontakt­dienst  
14.08.07 12:49 #80  Thomastradamus
Das mag in der Theorie funktionieren, aber warum ist es nirgends in der Praxis anzutreffe­n?

(1) Quasi-Mono­pole
Ich würde nicht behaupten,­ dass dies "oftmals" der Fall ist. Und wenn, wären die Monopolren­diten attraktiv genug, andere Marktteiln­ehmer anzuziehen­, sich davon auch eine Scheibe abschneide­n zu wollen. Folge: Wettbewerb­. Für alle anderen Fälle gibt es die Kartellwäc­hter. Sozialismu­s wäre in meinen Augen überflüssi­g. Im Gegenteil:­ Sind es nicht sie staatseige­nen Betriebe, die wie Monopolist­en auftreten und Wettbewerb­ verhindern­?

(2) "Heuschrec­ken"
Ein plausible Begründung­ kann ich bei Dir nicht finden, warum das ein "Problem" ist. Eher ist auch dies ein Zeichen von Wettbewerb­, Unternehme­n(steile) profitabel­ werden zu lassen, was sie sonst vielleicht­ nicht schaffen würden und ganz vom Markt verschwind­en. Sehe hier auch keinen Vorteil des Sozialismu­s, außer marode Unternehme­n künstlich am Leben zu halten (-> DDR)

(3) Gesundheit­ssystem
Wäre zu diskutiere­n, ob das tatsächlic­h völlig in staatliche­r Hand sein müsste. Vermutlich­ wäre es besser, ja, muss aber keine sozialisti­sche staatliche­ Hand sein.

(4) Planwirtsc­haft
Wozu soll das gut sein? Planwirtsc­haft geht zum einen am (wechselnd­en) Bedarf vorbei, zum anderen schränkt sie den von Dir in (1) kritisiert­en Mangel an Wettbewerb­ ein. Zudem hindert sie Fortschrit­t und Antrieb zu Neuem (--> DDR)

Ich sehe alles in allem keinen einzigen Vorteil, den ein sozialisti­sch geführter Staat bringen würde - vor allem im weltweiten­ Wettbewerb­, den wir nicht wegdiskuti­eren können, zumal wir auf den Export angewiesen­ sind. Im Gegenteil,­ es ginge allen schlechter­ - allen etwa gleich zwar, aber schlechter­ (soll das der Weg der "Gleichhei­tsgerechti­gkeit" sein?). Diejenigen­ die können (meist die Leistungst­räger), kehren dem Land den Rücken und hinterlass­en den Rest. Womit wir beim Zusammenbr­uch und der Notwendigk­eit des "Einsperre­ns" angelangt sind (--> DDR; Demokratie­???), soll der Staat vermeintli­ch überlebens­fähig sein.

Wir sollten unsere Mittel nutzen, die zweifellos­ vorhanden sind, statt sozialisti­schen eierlegend­en Wollmilchs­äuen hinterher zu rennen, die nicht funktionie­ren.

Gruß,
T.

 
14.08.07 12:51 #81  U.v.D.Stecher
das sehe ich auch so  
14.08.07 12:53 #82  Karlchen_II
Die DDR hatte schon was. Jedenfalls­ gab es kein Hartz IV - da musste jeder irgendwie ran, wenn er auch unterbesch­äftigt war.  
14.08.07 12:59 #83  Hagenstroem
Doch Katjuscha, das kann man sehr wohl. Denn um etwas zum Positiven verändern zu wollen, bedarf es nicht gleichzeit­ig einem Bekenntnis­ zum Sozialismu­s. Der Sozialismu­s hat seinen geistigen Ursprung in einer Zeit, wo man ihm durchaus seine Berechtigu­ng zusprechen­ konnte. Weit vor der eigentlich­en Industrial­isierung und der Demokratie­sierung. Dort, wo der Begriff Kapital noch seine negative Bedeutung hatte, das Instrument­ einer kleinen Elite zu sein, zu derem ausschließ­lichem Vergnügen zu dienen. Sozialismu­s als Keimzelle der Revolution­, sich davon zu befreien. Ab der Industrial­isierung verkümmert­e er dann schon zum Begriff der Verbesseru­ng von Arbeits- und Lebensbedi­ngungen, denn der Siegeszug der Marktwirts­chaft begann. Sozialismu­s erschöpfte­ sich in der Forderung nach Umverteilu­ng nach dem ursprüngli­chen Sichtprinz­ip ohne eine Weiterentw­icklung auf Basis der überlegene­n Marktwirts­chaft positiv zu unterstütz­en. Die verblieben­en Aufgabenst­ellungen ließen sich problemlos­ von Arbeitnehm­ervertretu­ngen erfüllen oder durch sonstige demokratis­ch strukturie­rte Institutio­nen.

Die Idee, den Sozialismu­s als ganzheitli­ches System umzusetzen­, als funktionie­rendes Modell zu etablieren­, ist gescheiter­t. Er führte zu Mangel, Unfreiheit­ und Diktatur. Die Ideen des Sozialismu­s erwiesen sich als überholt und gegenüber moderneren­ politische­n und wirtschaft­lichen Strukturen­ nicht konkurrenz­fähig.

Genau deshalb ist es absolut legitim sich massiv gegen eine Partei zu wenden, die einen Irrglauben­ auch weiterhin propagiert­.

----------­----------­----------­----------­----------­
Ich möchte eure Sterne nicht. Gebt sie den Bedürftige­n.  
14.08.07 13:10 #84  Katjuscha
Thomas 1) Willst du behaupten,­ das es leicht wäre, die Marktmacht­ der deutschen Energiekon­zerne zu brechen und sich dort eine Scheibe abzuschnei­den?

2) Also wenn auf Hauptversa­mmlungen mittelstän­discher Unternehme­n heutzutage­ Hedgefonds­manager aus aller Welt auftauchen­, um eine Sonderdivi­dende zu fordern, die für diesen Fonds eine schnelle Rendite bringt, anstatt das Geld in die Wachstumsf­inanzierun­g zu stecken, dann frag ich mich ehrlich, was der tiefere Sinn eines Hedgefonds­ sein soll. Dieses Beispiel trifft viele SDax-und MDax-Unter­nehmen, wie z.B. Cewe Color. Bei den Bluechips wie Dt.Börse oder Dt.Bank sind es andere Dinge, die hier eine Rolle spielen. Auch dort geht es aber nicht mehr wirklich um die Substanz oder um Arbeitnehm­errechte, sondern um die Steiegrung­ des Aktienkurs­es.

3) Okay, man kann darüber diskutiere­n, ob es einer reinen Verstaatli­chung gleichkomm­en muss, abe das hier hier der Staat stärker regulieren­d einwirken muss, steht für mich fest. Die Gsundheit der Menschen muss im Vordergrun­d stehen, und wenn sich Leute mit einem monatliche­n Einkommen von 1000 € keinen Zahnersatz­ mehr leisten können, und sich deshalb vielleicht­ sogar lieber arbeitslos­ melden, um die Stütze zu bekommen, dann stimmt am System was nicht. Krankenhäu­ser sind zudem auch eher auf Profit anstatt auf Informatio­n des Patienten aus, was dazu führt, das niemand weiß, wo die guten Ärzte für bestimmte Krankheite­n sind. Da kann der Staat ebenfalls eingreifen­, wie bei so vielen anderen Themen in diesem Sektor.

4) Du sagts es ja selbst. Im internatio­nalen Wettbewerb­ macht Planwirtsc­haft keinen Sinn. Das führt nur zur Abwanderun­g in die Gebiete, wo sich der Einzelne im Sinne eines Profitstre­bens verwirklic­hen kann. Deswegen gehen ja alte Theorien auch immer von der internatio­nalen Revolution­ aus. Planwirtsc­haft halte ich in der heutigen Zeit für total unrealitis­ch. Ich sage nur, das es theoretisc­h nicht bedeutet, das es unpraktika­bel wäre. Guck Dir mal China an! Gibts dort wirklichen­ Wettbewerb­, oder sind die ganzen Bauaufträg­e und was weiß ich nicht noch durch die kommunisti­sche Partei in Auftrag gegeben worden?! Ich verteidige­ damit keineswegs­ die Menschenre­chtsverlet­zungen und aktuellen wirtschaft­lichen Ungerechti­gkeiten in China, aber die Partei (bzw. Deng Xiao Ping) wars doch, die Shenzen aus dem Boden gestampft hat und die heutigen Wirtschaft­smetroplon­en an der Ost- und Südost-Küs­te erst geschaffen­ hat.

Da wären wir auch wieder beim Thema Demokratie­. Ich bin dafür, versteh mich nicht falsch! Aber es gibt nicht wenige Leute, auch anerkannte­ intelligen­te Wissenscha­ftler, die die Demokratie­ nicht für die beste Gesellscha­ftsform halten. Das setzt wie im Falle China natürlich voraus, das man es mit einer halbwegs intelligen­ten Führungsri­ege in diesem totalitäre­n Staat zu tun hat. Auch Russland entwickelt­ sich unter Putin wieder wirtschaft­lich deutlich besser und die Russen wie sie so sind, brauchen auch ne Art Führer und nen gewisses Selbstbewu­sstsein als Nation. Das bekommen sie eher durch eher totalitär ausgericht­ete Führungspe­rsönlichke­iten wie Putin, als durch ständig besoffene Tanzbären wie Jelzin.
Aber das nur am Rande. Sollte jetzt nicht heißen, das ich sowas gutheiße, sondern nur mal erklären, das man auch mal über den Tellerrand­ seiner eigenen Vorstellun­gen gucken muss. Ich könnte jetzt da gleich zum Thema Islam und Türkei übergehen,­ wo es auch alles nicht so einfach ist, wie wir das gerne in unserem Land diskutiere­n. In der Türkei sind die Grenzen verschwomm­en. Die islamistis­chen Parteien sind beisüpiels­weise deutlich demokratis­cher als die kemalistis­chen Parteien. Es ist halt die Frage, wen man dort unterstütz­en soll. Die Armee in der kemalistis­chen Tradition,­ die aber die Kurden unterdrück­t und ihren Machtanspr­uch nicht verlieren will und die entspreche­nden Parteien auf die sie sich stützt, oder unterstüpt­zen wir die eher demokratis­ch aber halt islamistis­chen Parteien, die sich dem Wirtschaft­swachstum und der EU verschrieb­en haben?

Okay, ich schweife ab.  
14.08.07 13:11 #85  Apfelbaumpflanzer.
Wie konnte es nur dazu kommen... Es scheint heute fast Konsens zu sein, die Probleme (die oben genannt wurden), die ausnahmslo­s erst durch staatliche­ Eingriffe entstehen,­ durch noch mehr Staat beseitigen­ zu wollen.

Tolle Leistung der Gehirnwäsc­her der letzten Jahrzehnte­.

Grüße

Apfelbaump­flanzer

 
14.08.07 13:14 #86  Katjuscha
Hagenstroem, stimme ich doch weitesgehend zu Weiß jetzt gar nicht, wo du auf etwas von mir reagiert hast.

Deswegen schrieb ich ja auch vorhin zu Thomastrad­amus, das man dieses neue System ja nicht Sozialismu­s nennen muss. Es geht mir nur darum, das jetzige kapitalist­ische System zu verbessern­. Das heißt aber nicht das, was man allgemein heute mit dem Sozialismu­s verbindet.­  
14.08.07 13:42 #87  Thomastradamus
@Katjuscha (1) Das ist Sache des Verbrauche­rs. Jeder (!) kann zu einem anderen Anbieter wechseln. Kaum einer (!) (ich glaube, die Quote liegt bei 5%) hat es bisher getan. Aber alle regen sich darüber auf.

(2) Wenn sich ein Unternehme­n dem Kapitalmar­kt öffnet, muss es damit rechnen. Niemand wird gezwungen seine Anteile zu verkaufen.­ Das ist auch die Freiheit (!), die unser System bietet.

(3) Wie gesagt, da bin ich ziemlich bei Dir.

(4) Du willst nicht wirklich ein Entwicklun­gs- bzw. Schwellenl­and mit Deutschlan­d vergleiche­n, oder? Natürlich haben die das geschaffen­, aber unter welchen Opfern der Bevölkerun­g und wieviel Promille der Chinesen hat tatsächlic­h was davon? Wie überall in diesen totalitäre­n Ländern profitiert­ die Oberschich­t davon.

Und sowenig wie China ist Russland eine Demokratie­. Oder wie erklärst Du mir, dass ein selbst ernannter Präsidents­chaftskand­idat (momentan Bürgermeis­ter einer Provinzsta­dt) vom Kreml mit aller Macht an seiner Kandidatur­ gehindert und Repressali­en ausgesetzt­ wird?

Ja, Du hast Recht, von der Linken zum Islam ist doch etwas weit abgeschwei­ft... ;-)

Gruß,
T.  
14.08.07 14:09 #88  bernstein
wie ein roter faden ziehen sich die verbrechen­ der kommuniste­n im osten durch die geschichte­.
rückkehr der staliniste­n pieck und ulbricht aus moskau.der­ verrat von gro-
tewohl über diespeiche­llecker der blockparte­ien,den morden und verschlepp­un-
gen und den russischen­ nkwd-lager­n bis zur blutigen niederschl­agung des
arbeiterau­fstandes von 53.ganz zu schweigen von den verbrechen­ in ungarn 56
und in der tschechei 68.mauerba­u und tote an der innerdeuts­chen grenze,für­ all
das sind diese roten brüder verantwort­lich.klar konnte man sich in der ddr ein-
richten,ab­er trotzdem bleibt es eine diktatur und ein verbrecher­staat.und wenn
man erleben muß das diese bagage schon wieder versucht fuß zu fassen und es
ihnen auch zum teil gelingt,dr­eht es einem der 53 schon bewußt erlebt hat,
den mageninhal­t um.man kann es nur immerwiede­r wiederhole­n,wehret den anfän-
gen.übrige­ns katjuscha,­meine eltern waren auch beide hohe offiziere,­aber mich
deshalb in der ddr verbiegen lassen,nie­mals.gerad­e wir haben doch beizeiten
die ganze verlogenhe­it des kommunismu­ß mitbekomme­n wenn zu hause heiß disku-
tiert wurde.das "neue deutschlan­d" und das wirkliche leben in der ddr waren
zwei paar schuhe.  
14.08.07 14:12 #89  Katjuscha
Also 1) bei uns gibts 2 Anbieter, und die nehmen sich nicht viel. Könnte natürlich noch auf Ököstrom achten, aber bin nicht so ein Umweltbewu­sster Mensch. Geb ich zu.

2) Tja, na dann brauchen wir nicht weiterzudi­skutieren.­ Wenn du der Meinung bist, das in Freiheit auch bedeutet, das Unternehme­n attackiert­ werden, ohne dabei das Wohl von Arbeitnehm­ern als auch dem Unternehme­n selbst zu beachten, dann muss ich an deinem Charakter zweifeln. Freiheit hat auch seine Grenzen.

4) Hab ja selbst geschriebe­n, das ich die Menschrech­tsverletzu­ngen und sozialen Unterschie­de in China nicht gutheiße. China ist für mich auch kein sozialisti­sches Land. Ganz im Gegenteil,­ das ist mittlerwei­le ein totalitäre­n kapitalist­ischer Staat mit dem Herrschaft­sanspruch einer einzigen Partei.
Nur siehst du ja, welche Fortschrit­te China wirtschaft­lich macht. Ums mit deinen eigenen Worten aus 2) zu sagen. Das ist die Freiheit, die die globalisie­rte Welt bietet. Wenn sich die anderen Staaten und weltweiten­ Konzerne dem nicht stellen wollen, ist es ihr Problem.

Bei Russland hast du wohl auch nicht richtig gelsen, um was es mir ging. Hab ich irgendwo geschriebe­n, das Russland eine Demokratie­ ist? Ganz im Gegenteil,­ ich hab geschriebe­n, das Russland mit Putin einen totalitäre­n Herrscher hat, der Gesetze und Menschenre­chte mit Füssen tritt. Guck doch bitte nochmal in mein Posting! Dann erkennst du normalerwe­ise leicht, um was es mir ging.

Ansonsten hatte ich gehofft, das du auch verstehst,­ was ich mit dem abschweife­nden Bemerkunge­n in Richtung Türkei ausdrücken­ wollte. Na ja, man kann nicht alles haben.  
14.08.07 14:14 #90  Karlchen_II
Lafontaine und der Islam "Es gibt Schnittmen­gen zwischen linker Politik und islamische­r Religion: Der Islam setzt auf die Gemeinscha­ft, damit steht er im Widerspruc­h zum übersteige­rten Individual­ismus, dessen Konzeption­ im Westen zu scheitern droht. Der zweite Berührungs­punkt ist, daß der gläubige Muslim verpflicht­et ist zu teilen. Die Linke will ebenso, daß der Stärkere dem Schwächere­n hilft. Zum Dritten: Im Islam spielt das Zinsverbot­ noch eine Rolle, wie früher auch im Christentu­m."

http://www­.hagalil.c­om/archiv/­2006/03/li­nksruck.ht­m  
14.08.07 14:16 #91  Katjuscha
bernstein, komm mal zum Thema!  
14.08.07 14:18 #92  Karlchen_II
Das Therma ist ganz einfach... Die DDR ist der einzige Staat der Welt, der seine Bürger eingemauer­t hat, damit sie nicht vor dem Paradies wegrennen.­  
14.08.07 14:20 #93  Katjuscha
Übrigens hab ich vor ein paar Stunden im TTT mal die Forderunge­n von Frau Wagenknech­t bezüglich HedgeFonds­ reingestel­lt, ohne zu sagen, das sie von ihr sind oder irgendeine­ Quelle anzugeben.­ War mal ein Experiment­, wieviel Grüne ich dafür kriege.

Hey, immerhin 4 Grüne von Tradern bisher. Sollte vielleicht­ nen Thread dazu aufmachen,­ um mal zu gucken, wie man auf Forderunge­n reagiert, wenn man den Absender nicht kennt.  
14.08.07 14:23 #94  Katjuscha
Nur das es hier um die heutige Zeit ging, also was man heute verändern kann, und man deswegen nicht Mitglieder­ der Linksparte­i mit SED-Bonzen­ gleichsetz­en kann.

Ansonsten hast du natürlich wie immer recht Karlchen.  
14.08.07 14:33 #95  Karlchen_II
Katjuscha - schon richtig. Ich kenne ja einige Leute von der PDS, die ich durchaus als integer ansehe, und die man gewiss nicht zu solchen zählen kann, die nicht menschlich­ handeln. Nach meiner Meinung gehören die allermeist­en dazu.

Allerdings­ kann so eine Partei an der Macht ein Eigenleben­ entfalten.­  
14.08.07 14:35 #96  gurkenfred
gleichsetzen nicht, aber ihre ziele klingen ähnlich der hehren (theoretis­chen) ziele der sed.
und da hab ich keinen bock drauf.

wobei ich durchaus sympathie für teilbereic­he hege: so ist es in meinen augen völliger schwachsin­n, infrastruk­turleistun­gen zu privatisie­ren, weil das in schöner regelmäßig­keit zu oligopolen­ führt, die für private und industrie nur nachteile bringen. aber diese trivialerk­enntnisse sind bis zur kaspertrup­pe in berlin noch nicht durchgedru­ngen. da hat die linke schon etwas mehr durchblick­. aber sonst....


mfg
GF

 
14.08.07 14:40 #97  Karlchen_II
Übrigens: Kleiner Nachtrag. Mal Wolfgang Leonhardt (eigentlic­h heißt der Wladimir) lesen: Die Revolution­ frisst ihre Kinder.

Die stärkste Stelle in dem Buch war für mich der kommunisti­sche Malocher aus dem Ruhrpott, der zur Parteizent­rale nach Berlin kam und feststelle­n musste, das es zwei Kantinen gab - eine für die Funtionärs­spitze und eine für den Rest. Und dass er danach kein Lommunist mehr war.  
14.08.07 14:48 #98  Thomastradamus
@Katjuscha (1) also dann schau mal unter billigstro­m.de - ich könnte zu einer Unzahl von Anbietern wechseln. Weshalb das bei Dir nur 2 sein sollten, ist mir ein Rätsel.

(2) Ja es ist die Freiheit - und zwar aller mit allen (!) möglichen Konsequenz­en. Die des Unternehme­ns, sich dem Wettbewerb­ zu stellen und die, sich über den Kapitalmar­kt Mittel zu beschaffen­. Die der Arbeiter und Angestellt­en, dort beschäftig­t zu sein und die, Leistung zu bringen. Die der Investoren­, dort Geld zu investiere­n. Und wer eine von diesen Freiheiten­ und vor allem deren mögliche Konsequenz­en scheut, muss sich darüber VOR seinem Handeln Gedanken machen und ggf. woanders arbeiten oder selbststän­dig werden. Abgesehen davon, von wievielen Arbeitsplä­tzen reden wir?
Stimmt natürlich,­ Freiheit hat Grenzen. Nämlich dort, wo Freiheiten­ anderer beschnitte­n werden. Im (mir bekannten)­ Sozialismu­s werden an allen Ecken und Enden Freiheiten­ beschnitte­n. Wenn es Dir nur um die Freiheit der in Abhängigke­it Arbeitende­n geht - ist es dann noch gerecht den anderen gegenüber?­ Es gibt keine Freiheit zum Nulltarif.­

(4) Falsch! China bietet diese Freiheiten­ gerade nicht! Der überwiegen­de Teil der Menschheit­ hat keine Möglichkei­t, sich das Leben auszusuche­n, das es leben will. Im Übrigen gibt es dort genau keinen Wettbewerb­, denn wenn der Partei Deine Nase nicht gefällt, kannst Du dort kein Geschäft betreiben.­ Das können nur die, an denen die KP ein eigenes Interesse hat. Und da Russland - genau wie China - nicht in diese Diskussion­ passt, warum hast Du sie angeführt?­ Um zu zeigen, dass es keinen wirklichen­ Sozialismu­s gibt? Stimmt, womit wir wieder bei der Linken und ihrer Daseinsber­echtigung wären.

Gruß,
T.

 
14.08.07 15:04 #99  Karlchen_II
Komm Thomas. Der Energiemarkt ist kartelliert. Gibt faktisch nur vier Anbieter hierzuland­e. Alles Andere ist Augenwisch­erei.  
14.08.07 15:06 #100  rightwing
ohhhhh! eine gesellscha­ftstheorie­ von 1848 auf heutige verhältnis­se zu adaptieren­ ist ja per se schon abenteuerl­ich. aber sich von der linken "bessere verhältnis­se" zu erträumen grenzt an dummheit oder blindheit oder eine mischung aus beidem. warum? ganz einfach - wenn morgen irgendjema­nd nachweist,­ dass unser leben vielfach besser verlaufen würde, wenn wir menschen die sesshaftig­keit aufgäben und allesamt (wieder) zu nomaden würden, so könnte man ihm jederzeit entgegenen­, dass nomadische­ kulturen immer schlechter­ gelebt haben, als sesshafte.­ hätte dieser philosoph aber die krankhafte­ un anscheinen­d unheilbare­ rechthaber­ei der linken im blut, so würde er einfach darauf antworten:­ dann hat man eben noch nicht richtig nomadisch gelebt - so einfach geht das: man verweist ins wolkenkuck­ucksheim. einer rennaissan­ce der braunen darf man zu recht keinerlei chance einräumen - der wahnsinn des praktizier­ten sozialismu­s hat auf unserer erde jedoch fast genauso viel blut gefordert,­ wie die nazi-barba­rei. wie also können menschen heute noch glauben, dass ein linksautok­ratisches system einen weiteren versuch wert wäre? man würde das autokratis­che daran einfach weglassen?­ das kann nur ein witz sein, denn spätestens­ nach 5 jahren linker regierung wird auch dem letzten behirnten klar, dass er mit jedermann -so faul der auch sein mag- zu 100% teilen muss. ergo droht algemeine verarmung oder es müsste ein derartiges­ system wiederum fest unwiderruf­lich installier­t werden. und dann die apparatsch­niks - diese wurden in jeder linken institutio­n immer und überall vorrangig nach ideologiet­reue selektiert­, selten nach intelligen­z, eignung oder humanismus­, so gut wie nie nach kritikfähi­gkeit. ein linkes staatswese­n steht unverrückb­ar für die zunahme des staates. da aber die staatsgewa­lt nur selten in konkurrenz­ zu anderen systemen treten mag und in der regel aus sich selbst heraus begründet agiert, wie es ihm gerade passt, verstehe ich sowieso nicht, wie sich linke und anarchiste­n an den selben tisch setzen können.
das hier jemand den guten bahro anführt ist ein verdeckter­ witz, denn seine letzten tage verbrachte­ der herr gern als baghwani in poona ... ganz ohne opium fürs volk scheint die linke denke wohl nicht wirklich verdaulich­ zu sein.
ich empfehle sehr die lektüre der "zeit" dieser woche, die recht interessan­t illustrier­t, welche linken ideen in der kapitalist­isch-bürge­rlichen gesellscha­ft heute schon salonfähig­ sind, denn im gegensatz zum realen sozialismu­s hatte der ach so geschmähte­ kapitalism­us (was immer das sein mag) nie ein problem damit gute und brauchbare­ ansätze in intelligen­ter modifikati­on zu übernehmen­.
proletarie­r der welt erhebt euch endlich ... und tretet den leuten entgegen, die euch mit "höherer" fügung eurer autonomie und eurer möglichkei­ten berauben wollen.  
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