Evotec Aktie: +14% — was steckt dahinter?
16.04.26 14:50
Börse Global
Evotec-Aktionäre erlebten am Donnerstag einen unerwarteten Kurssprung: Plus 14,68 Prozent auf 5,39 Euro im Xetra-Handel. Ausgelöst hat ihn eine Analysteneinschätzung, die einen paradoxen Effekt des KI-Booms beschreibt — und damit die Fantasie für den Hamburger Wirkstoffforscher neu entfacht.
Berenberg-Analyst Christian Ehmann bekräftigte seine Kaufempfehlung mit Kursziel 9,70 Euro und lieferte eine ungewöhnliche These: KI macht die Entwicklung von Wirkstoffkandidaten billiger, also produzieren Pharmafirmen schlicht mehr davon. Und jeder dieser computer-generierten Kandidaten muss anschließend im echten Labor validiert werden. Genau das ist Evotecs Kerngeschäft.
Der Zahlenbeleg
Die Nachfrage zieht messbar an. Seit Jahresbeginn 2026 stiegen die neuen Angebotsanfragen um 50 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Biologics-Sparte JEB soll im laufenden Jahr zweistellig wachsen — bereinigt um zwei weggefallene Großkunden sogar um rund 40 Prozent.
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Das operative Bild passt dazu: Für 2025 meldete Evotec 788,4 Millionen Euro Umsatz und ein bereinigtes EBITDA von 41,1 Millionen Euro. Der Nettoverlust sank von 196 auf 104 Millionen Euro — fast halbiert. Für 2026 erwartet Berenberg allerdings einen Umsatzrückgang auf rund 737 Millionen Euro und noch rotes Betriebsergebnis. Die Rückkehr in die Gewinnzone ist erst 2027 eingeplant.
Sparprogramm und frisches Geld
Parallel läuft das interne Restrukturierungsprogramm „Horizon": 800 Stellen werden gestrichen, die Standortzahl schrumpft von 14 auf 10. Ab 2027 sollen daraus jährliche Einsparungen von rund 75 Millionen Euro entstehen, erste Effekte noch im zweiten Halbjahr 2026.
Hinzu kommt ein konkreter Liquiditätszufluss: Evotec erwartet rund 100 Millionen Dollar Vorabzahlung aus dem Verkauf seines 3,14-prozentigen Tubulis-Anteils an Gilead Sciences — plus bis zu 58 Millionen Dollar Meilensteinzahlungen. Der Abschluss ist für das zweite Quartal 2026 geplant.
Trotz des heutigen Sprungs bleibt die Bewertungslücke beträchtlich: Das Berenberg-Kursziel von 9,70 Euro liegt noch 80 Prozent über dem aktuellen Kurs. Wer auf die Erholung setzt, braucht einen langen Atem — die operative Trendwende kommt frühestens 2027.
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