Bloomberg Softs: Kakao-Short-Squeeze!
11.04.26 08:15
Börse Global
Der Bloomberg Softs Subindex trotzte am Freitag einem eigentlich bärischen Marktumfeld und schloss mit einem Plus von 0,65 Prozent bei 56,31 Punkten. Während der jüngste WASDE-Bericht der US-Regierung die Getreidemärkte unter Druck setzte, retteten deutliche Kursgewinne bei Kakao und Kaffee die Bilanz der Genussmittel. Ein schwächelnder US-Dollar und zunehmende Klimarisiken in Brasilien gaben den Ausschlag für die späte Rallye.
Dynamik nach dem Agrarbericht
Die Volatilität nahm nach Veröffentlichung des Berichts des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) spürbar zu. Während die Prognosen für Mais und Soja die Märkte belasteten, navigierte der Sektor der "Soft Commodities" durch eine gespaltene Landschaft. Der US-Dollar-Index gab leicht nach, was institutionelle Fonds dazu zwang, ihre massiven Short-Positionen bei Kakao glattzustellen. Gleichzeitig meldeten Wetterdienste zunehmenden Trockenstress im brasilianischen Arabica-Gürtel, was die Sorgen um die künftige Versorgung befeuerte.
Kakao und Kaffee im Aufwind
Die Performance innerhalb des Index war am Freitag höchst unterschiedlich, wobei vor allem technische Faktoren und Ernteprognosen die Kurse bewegten:
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- Kakao (ICE NY): Mit einem Sprung von 2,66 % auf 3.246 USD der Tagessieger. Nachdem die Unterstützung bei 3.100 USD hielt, löste dies eine massive Eindeckungswelle bei Leerverkäufern aus.
- Kaffee (Arabica): Legte um 2,18 % auf 300,10 US-Cent zu. Marktbeobachter verwiesen auf strukturelle Ernteschäden in Westafrika und die anhaltende Dürre in Brasilien.
- Rohzucker: Verlor 1,22 % auf 13,75 US-Cent. Ein hohes Angebot aus Indien und eine verbesserte Ernteprognose in Thailand belasteten den Preis, obwohl steigende Rohölpreise die Nachfrage nach Ethanol stützten.
- Baumwolle: Notierte fast unverändert bei 73,22 US-Cent. Hier hielten sich optimistischere Wetteraussichten in den USA und höhere Produktionskosten die Waage.
Ausblick auf die Industriedaten
In der kommenden Woche richtet sich die Aufmerksamkeit der Händler auf den 16. April. Dann werden die Verarbeitungsdaten (Grind-Data) für Europa und Nordamerika veröffentlicht, die Aufschluss über die tatsächliche weltweite Nachfrage nach Kakao geben. Zudem bleibt die geopolitische Lage zwischen dem Iran und den USA ein Unsicherheitsfaktor für energieintensive Rohstoffe wie Zucker und Baumwolle. Sollte Kakao die Marke von 3.200 USD nachhaltig verteidigen, könnte dies das Ende der monatelangen Talfahrt signalisieren.
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