Alcatel Abschied von Trackingaktie
10.02.03 13:27
iWatch
Wie die Experten von "iWatch" berichten hat sich Alcatel (WKN 661900) von der Trackingaktie Alcatel Optronics (WKN 579911) verabschiedet.
Hinter den anhaltenden geopolitischen Turbulenzen gerieten Unternehmensmeldungen in den Hintergrund. Alcatel habe diesen Augenblick der Unaufmerksamkeit genutzt, um sich von einem Abenteuer aus Zeiten des Internetbooms zu verabschieden: Der Trackingaktie.
Zu Zeiten, als JDS Uniphase und Nortel mit KUVs nahe dem dreistelligen Bereich gehandelt und das KGV, so vorhanden, auch schon einmal vierstellig geworden sei, habe sich das Telekomunternehmen in seiner Bewertung benachteiligt gesehen. Mit inflationären Bewertungsniveaus hätten Unternehmen der optischen Netzwerkausstatter Wettbewerber übernehmen können, gezahlt worden sei mit Aktien.
So habe Alcatel eine Trackingaktie an die Börse gebracht, die ausschließlich den Geschäftsbereich der optischen Netzwerkausstattung des Unternehmens abbilden sollte. Mit dieser Aktie Alcatel Optronics sollte dann nach Vorstellung der Unternehmensleitung das Mitmischen im Übernahmespiel der Branche erleichtert werden.
Die Trackingaktie habe niemals Bewertungsniveau von Wettbewerbern erzielen können, nicht einmal mit der Bewertung der eigenen Alcatelaktie habe dieses künstliche Konstrukt schließlich mithalten können.
Am Dienstag letzter Woche vor Börsenbeginn jedoch sei dieses Abenteuer beendet worden: So habe Alcatel diese Woche den Rückkauf dieser Aktien zu einem Preis nahe des Aktienpreises der Mutter angeboten. Aktionäre der Alcatel Optronics Aktien hätten sich somit über einen Aufschlag von 66% freuen können.
Die Experten von "iWatch" sehen darin ein weiteres Mosaiksteinchen im Prozess der Bereinigung der kranken Auswüchse des Internetbooms: Schon damals habe man nicht verstanden, wie man einen Teil eines Unternehmens anders bewerten solle als das Unternehmen insgesamt, würden doch am Ende eines Jahres die Gewinne ohnehin nach Gutdünken des Vorstandes verteilt. Entweder ein Unternehmensbereich werde ausgegliedert oder nicht. Eine gesonderte Beobachtung ohne rechtliche Bindung sei nach Erachten der Experten Augenauswischerei und habe somit wunderbar in die Zeit des Internetbooms gepasst.
Anlass für diesen Schritt sei die Veröffentlichung des Quartalsergebnisses von Alcatel in dieser Woche gewesen. Die Umsätze seien im Jahresvergleich um 33% eingebrochen. Allerdings habe gleichzeitig der Quartalsverlust im Vergleich zum Vorjahr gesenkt werden können.
Der Ausblick sei nicht sehr ermutigend gewesen: Die Umsätze würden 25% - bis 30% unter den Vorjahresumätzen bleiben. Allerdings werde man durch ein aktives Kostenmanagement sowohl die Ertragssituation verbessern als auch den Cashflow erhöhen. Die Anleger seien negativ überrascht gewesen, habe Alcatel doch Anfang Januar von verbesserten Umsätzen gesprochen.
Gemeinsam mit Alcatel ging die Telekombranche am vergangenen Dienstag auf Tauchstation: Lucent, Nortel, Nokia, Ericsson und Motorola hätten allesamt Verluste von 1% bis 3% verbucht. Ericsson, aufgrund von eigenen schlechten Quartalszahlen, sei gar um 9% gefallen.
Hinter den anhaltenden geopolitischen Turbulenzen gerieten Unternehmensmeldungen in den Hintergrund. Alcatel habe diesen Augenblick der Unaufmerksamkeit genutzt, um sich von einem Abenteuer aus Zeiten des Internetbooms zu verabschieden: Der Trackingaktie.
Zu Zeiten, als JDS Uniphase und Nortel mit KUVs nahe dem dreistelligen Bereich gehandelt und das KGV, so vorhanden, auch schon einmal vierstellig geworden sei, habe sich das Telekomunternehmen in seiner Bewertung benachteiligt gesehen. Mit inflationären Bewertungsniveaus hätten Unternehmen der optischen Netzwerkausstatter Wettbewerber übernehmen können, gezahlt worden sei mit Aktien.
So habe Alcatel eine Trackingaktie an die Börse gebracht, die ausschließlich den Geschäftsbereich der optischen Netzwerkausstattung des Unternehmens abbilden sollte. Mit dieser Aktie Alcatel Optronics sollte dann nach Vorstellung der Unternehmensleitung das Mitmischen im Übernahmespiel der Branche erleichtert werden.
Am Dienstag letzter Woche vor Börsenbeginn jedoch sei dieses Abenteuer beendet worden: So habe Alcatel diese Woche den Rückkauf dieser Aktien zu einem Preis nahe des Aktienpreises der Mutter angeboten. Aktionäre der Alcatel Optronics Aktien hätten sich somit über einen Aufschlag von 66% freuen können.
Die Experten von "iWatch" sehen darin ein weiteres Mosaiksteinchen im Prozess der Bereinigung der kranken Auswüchse des Internetbooms: Schon damals habe man nicht verstanden, wie man einen Teil eines Unternehmens anders bewerten solle als das Unternehmen insgesamt, würden doch am Ende eines Jahres die Gewinne ohnehin nach Gutdünken des Vorstandes verteilt. Entweder ein Unternehmensbereich werde ausgegliedert oder nicht. Eine gesonderte Beobachtung ohne rechtliche Bindung sei nach Erachten der Experten Augenauswischerei und habe somit wunderbar in die Zeit des Internetbooms gepasst.
Anlass für diesen Schritt sei die Veröffentlichung des Quartalsergebnisses von Alcatel in dieser Woche gewesen. Die Umsätze seien im Jahresvergleich um 33% eingebrochen. Allerdings habe gleichzeitig der Quartalsverlust im Vergleich zum Vorjahr gesenkt werden können.
Der Ausblick sei nicht sehr ermutigend gewesen: Die Umsätze würden 25% - bis 30% unter den Vorjahresumätzen bleiben. Allerdings werde man durch ein aktives Kostenmanagement sowohl die Ertragssituation verbessern als auch den Cashflow erhöhen. Die Anleger seien negativ überrascht gewesen, habe Alcatel doch Anfang Januar von verbesserten Umsätzen gesprochen.
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