WENG FINE ART (518160) Geld mit Kunst...
01.10.25 14:05
#12226
CEOWengFineA.
Artnet-HV
Flucht vor dem Showdown:
https://www.handelsblatt.com/arts_und_style/...howdown/100159167.html
https://www.handelsblatt.com/arts_und_style/...howdown/100159167.html
01.10.25 21:10
#12227
jerobeam
Pabst
Dass Hr Pabst "freiwillig" gegangen ist ist ja erstmal eine positive Nachricht. Hoffentlich ist er auch bei den Tochterfirmen nicht mehr auf der payroll.
Seine Schwester hat ja scheinbar noch die Mitteilung zur HV verfasst, ist also wohl noch angestellt.
Seine Schwester hat ja scheinbar noch die Mitteilung zur HV verfasst, ist also wohl noch angestellt.
02.10.25 12:35
#12228
crunch time
Man sollte nicht so sehr auf die Artnet HV schauen
Gibt ja schließlich genug organisatorische und operative Probleme im eigenen Haus jetzt erst einmal zu lösen. Das Kapitel Artnet ist ja für WFA vorbei und die Aktien verkauft. Wozu so kindisch immer wieder nachtreten? Wäre besser anstatt immer nur selbstgefällig mit dem Finger auf andere Leute zu zeigen jetzt erst einmal wieder selber mehr Glaubhaftigkeit und Transparenz bei der WFA zu entwickeln. Der trostlose Kursverlauf zeigt ja auch, daß da offenbar Defizite an Glaube für eine gute Perspektive bestehen. Da wäre bei der WFA HV ja dann die Gelegenheit zu zeigen, ob man dem Streubesitz wirklich hinreichend reinen Wein einschenken will wie genau es mit ArtXX weitergeht oder ob weiter nur so wage und eher Wischiwaschi formuliert was Sache ist.
02.10.25 12:54
#12229
Scansoft
Ich mag die
WFA Aktie/Unternehmen. Letztlich hat man hier einen Smallcap in Reinform. Operativ und vom Geschäftsmodell siehst zwar derzeit mau aus, aber vielleicht bekommt man ja die Token Geschichte irgendwann richtig zum Laufen. Dann gäbe es wieder ein positives Narrativ und der Kurs würde endlich das Tal des Vergessens verlassen. Bis dahin bleibt es spannend was da noch so an Ideen vom CEO kommen.
02.10.25 16:18
#12230
DagobertBull
@CEOWengFine.
Aktionärsstruktur zum 30.09.2025: Eigene Aktien St.125.000
Somit war das ARP aktiv und hat St.10.000 Aktien gekauft.
Somit war das ARP aktiv und hat St.10.000 Aktien gekauft.
02.10.25 17:05
#12231
CEOWengFineA.
Crunch Time
Man hat echt Nachteile wenn man nicht in der Lage ist, richtig zu lesen (und wahrscheinlich auch nicht richtig zu verstehen) ...
Für uns ist weder das Artnet-Kapitel am Ende, noch das Neuendorf-Thema. Und was Sie als "kindisch" beschreiben wird unser Vorgehen gegen die Verantwortlichen unterstützen. Dazu in Kürze mehr ...
Und immerhin können wir in diesem Jahr das zwanzigste Mal hintereinander seit AG-Gründung eine Dividende an die Aktionäre ausschütten, während das Artnet nicht einmal geschafft hat!
Für uns ist weder das Artnet-Kapitel am Ende, noch das Neuendorf-Thema. Und was Sie als "kindisch" beschreiben wird unser Vorgehen gegen die Verantwortlichen unterstützen. Dazu in Kürze mehr ...
Und immerhin können wir in diesem Jahr das zwanzigste Mal hintereinander seit AG-Gründung eine Dividende an die Aktionäre ausschütten, während das Artnet nicht einmal geschafft hat!
02.10.25 19:12
#12232
meryll77
5Y Low
auf TGT ist der Weng Schrott nun schon unter 4, nahe dem 5Y Low .. darunter dürfte es schnell Richtung Penny gehen .. vll. kauft ja Onkel Dagobert nen paar Stücke dazu *lol*
02.10.25 19:54
#12233
CEOWengFineA.
Scansoft
Vielleicht reagiert die WFA-Aktie wie eine Option auf den Kunstmarkt? Derzeit wird das Papier mit weniger als dem Konzern-EK bewertet, womit der "Unternehmenswert" sozusagen Null ist. Verständlich nach der Entwicklung der letzten beiden Jahre. Wenn sich die Situation ändert, ist der Leverage natürlich sehr hoch, denn dann steigen die stillen Reserven und die Gewinne aus dem Trading parallel.
Die WFA ist in der Tat ein "Smallcap in Reinkultur" wie Sie es beschreiben - dies allerdings nicht mit den ganz großen Risiken, weil die starke Bilanz einen guten Floor bildet.
Vor diesem Hintergrund haben wir uns entschieden, sukzessive Aktien zurückzukaufen.
Die WFA ist in der Tat ein "Smallcap in Reinkultur" wie Sie es beschreiben - dies allerdings nicht mit den ganz großen Risiken, weil die starke Bilanz einen guten Floor bildet.
Vor diesem Hintergrund haben wir uns entschieden, sukzessive Aktien zurückzukaufen.
03.10.25 17:10
#12234
DagobertBull
@Smaria
Es gibt auf der Hauptversammlung ein Buffet?
Da wird es aber wie schon oft erlebt Aktionäre mit Tupperdosen und Plastikbeuteln geben die sich Ihre "Naturaldividende" sichern (mit einem Grinsen)
Für mich wird es die erste Hauptversammlung der Weng Fine Art.
Da wird es aber wie schon oft erlebt Aktionäre mit Tupperdosen und Plastikbeuteln geben die sich Ihre "Naturaldividende" sichern (mit einem Grinsen)
Für mich wird es die erste Hauptversammlung der Weng Fine Art.
03.10.25 18:04
#12235
jerobeam
Fressaktionäre
das Verhalten dieser "Fresser" ist einfach nur widerlich. Bestes Argument für einen 100:1 reverse split. Wenn die Aktie 400€ kostet überlegt sich so ein Tourist schon genau ob sich das lohnt eine einzige Aktie zu kaufen.
03.10.25 18:18
#12236
Smaria
Das vorletzte Mal
Hab ich brav Herrn Weng zugehört, dann war das Buffet zur Pause leider fast komplett leer. Letztes Jahr gab es dann Portiönchengänge, da haben wir jeweils eins abbekommen.
Ich meine, Herr Weng schrieb nach dem Artnet Deal, dass wir Leckeres zur HV bekommen.
Ich meine, Herr Weng schrieb nach dem Artnet Deal, dass wir Leckeres zur HV bekommen.
04.10.25 07:30
#12237
DagobertBull
@jerobeam
Um das zu verhindern war ich schon auf Hauptversammlungen die Bons ausgeteilt haben und schon war das "Problem" erledigt.
04.10.25 11:22
#12238
CEOWengFineA.
HV Folklore
Ich habe "null" Probleme mit den HV-Touristen. Sie sind eben Teil der Veranstaltung wie z.B. auch "Person Müller". Ich subsummiere das unter "HV Folklore". Man sollte nicht alles so bierernst nehmen.
04.10.25 12:35
#12239
jerobeam
Folklore
Folklore ist ja schön und gut, aber wenn man vor leeren Auslagen steht bloss weil man weiter zugehört hat und sich für die Gesellschaft interessiert fördert das nicht gerade das Verständnis für dieses Verhalten. Ich mag auch die Diskussionen mit anderen im Rahmen der Versammlung. Aber dann doch gemeinsam nach der Veranstaltung.
04.10.25 13:23
#12240
CEOWengFineA.
jerobeam
Da Erziehung, Etikette und Stil heutzutage eine immer geringere Rolle spielen, wird sich das nicht verbessern. Aber die Zukunft wird leider eh "virtuell" sein und dann gibt es auch nur noch virtuell Essen ;-)
04.10.25 19:15
#12241
nuuj
HV`s
lassen manchmal tief blicken. Die Fresserei ist oft der Anlass für den Besuch. Ein Beispiel war die letzte HV von Hoch Tief. Alles ältere Herrschaften. Sie stellten sich in Reihe für eine Minigummibärchentüte. Die Beschwerden waren groß, dass nur Fahrkarten für den VRR ausgegeben waren. Und dann das Gedränge. Ist schon erstaunlich, wie sich ältere Herrschaften noch so schnell bewegen können. Da ging es bei der HV von DHL wesentlich gesitteter zu. Aixtron ist die normalste HV. Braves zuhören und brav in die Schlagen stellen.
Herrn Müller erlebte ich bei der letzten HV schon im Zug nach D. Konnte es kaum erwarten, dass die Türen aufgingen. Motzte einfach herum. Und nach der HV trafen wir ihn in der Unterführung im Kölner Hbf. Mit Fahrrad und allerlei Zeugs daran. Ist m.M.n. ein armer Teufel. Kriegt so nix auf die Reihe. Na ja, wie dem auch sei, die HV in D wird es zeigen. Kenne das Gebäude durch häufigen Besuch von Fobis bei der Börse Düsseldorf. Da schwant mir die nächste Schlacht. Ich hoffe nur, dass der RE der Bahn pünktlich ist. Interessant wird die allemal. Die "freien" Millionen müssen irgendwie geplant werden. Da gibt es einen CFO jetzt. Das ist dann anscheinend ein Erfordernis. Die Kunst ist halt , mit Kunst Geld zu verdienen.
Das ist schwierig genug.
Herrn Müller erlebte ich bei der letzten HV schon im Zug nach D. Konnte es kaum erwarten, dass die Türen aufgingen. Motzte einfach herum. Und nach der HV trafen wir ihn in der Unterführung im Kölner Hbf. Mit Fahrrad und allerlei Zeugs daran. Ist m.M.n. ein armer Teufel. Kriegt so nix auf die Reihe. Na ja, wie dem auch sei, die HV in D wird es zeigen. Kenne das Gebäude durch häufigen Besuch von Fobis bei der Börse Düsseldorf. Da schwant mir die nächste Schlacht. Ich hoffe nur, dass der RE der Bahn pünktlich ist. Interessant wird die allemal. Die "freien" Millionen müssen irgendwie geplant werden. Da gibt es einen CFO jetzt. Das ist dann anscheinend ein Erfordernis. Die Kunst ist halt , mit Kunst Geld zu verdienen.
Das ist schwierig genug.
04.10.25 21:54
#12242
CEOWengFineA.
nuuj
"Person Müller" ist wirklich kein "armer Teufel" - er sitzt auf einem Millionen-Depot. Er spielt halt seine Rolle. Warum genau, kann ich nicht sagen. Ich habe einen guten Kontakt zu ihm. Wir hatten noch nie ein Problem miteinander.
Ich bin froh, dass ich nach 30 Jahren bald hoffentlich eine Vielzahl von Aufgaben abgeben kann. Mit dem Einzelkämpfertum kommt man in der Welt von heute nicht mehr wirklich vorwärts.
Ja, es ist in der Tat eine Kunst, mit "Kunst" Geld zu verlieren. Derzeit sicherlich ähnlich schwer wie im Autozuliefererbereich oder im Journalismus. Aber es gibt hoffnungsvolle Ansätze für uns, die mich für 2026 vorsichtig optimistisch werden lassen.
Ich bin froh, dass ich nach 30 Jahren bald hoffentlich eine Vielzahl von Aufgaben abgeben kann. Mit dem Einzelkämpfertum kommt man in der Welt von heute nicht mehr wirklich vorwärts.
Ja, es ist in der Tat eine Kunst, mit "Kunst" Geld zu verlieren. Derzeit sicherlich ähnlich schwer wie im Autozuliefererbereich oder im Journalismus. Aber es gibt hoffnungsvolle Ansätze für uns, die mich für 2026 vorsichtig optimistisch werden lassen.
08.10.25 11:29
#12243
CEOWengFineA.
Noch ein letztes Mal zu Artnet ...
Hauptversammlung von Artnet findet ohne Vorstand statt -
WFA kündigt an, gegen Verantwortliche von Artnet juristisch vorzugehen
Als größte Aktionärin war die Weng Fine Art (WFA) seit vielen Jahren turbulente Hauptversammlungen der artnet AG (Artnet) in Berlin gewöhnt. Die ordentliche Hauptversammlung (HV) vom 29. September 2025 brachte allerdings wieder ganz neue Facetten, weil der Artnet-Alleinvorstand, Jacob Pabst, am Abend vor der Veranstaltung unvermittelt und für alle überraschend zurückgetreten ist. Da in der Kürze der Zeit kein neuer Vorstand bestellt werden konnte, bekamen die Aktionäre eine Artnet-HV ohne Geschäftsführung zu sehen, bei welcher ein Aufsichtsrat den Bericht des Vorstands vorlas und die Anwälte der Gesellschaft die Fragen der Aktionäre bearbeiteten.
Nach Meinung verschiedener Rechtsberater hätte nach dem Rücktritt von Jacob Pabst die Veranstaltung verschoben werden müssen. Der Aufsichtsrat unter dem Vorsitz von Pascal Decker hat jedoch am Termin der HV festgehalten. Nach dessen Angaben hat die Artnet beratende Kanzlei Noerr aus Frankfurt den Aufsichtsrat von Artnet nicht darauf hingewiesen, dass eine HV ohne einen Vorstand aktienrechtlich nicht stattfinden kann und damit sämtliche Beschlüsse anfechtbar sind. Die Weng Fine Art (WFA) hat allerdings darauf verzichtet, Widerspruch zu Protokoll zu erklären, weil eine nochmalige Veranstaltung der ordentlichen HV nur den neuen Eigentümern von Artnet schaden würde.
Im Verlauf der HV fasste der Vorstand der WFA, Rüdiger K. Weng, noch einmal die Geschichte von Artnet seit ihrem Börsengang 1999 zusammen. Diese startete mit einem Börsenprospekt, der nach Ansicht von Weng eine Vielzahl von falschen Angaben enthielt. In den folgenden Jahren wurden die seinerzeit eingenommenen etwa 57 Mio. EUR fast vollständig aufgezehrt, insbesondere durch Missmanagement und stark überhöhte Gehälter und Beratungskontrakte sowie Spesenabrechnungen von Mitgliedern der Familie Neuendorf. Am Ende war das Eigenkapital fast vollständig aufgezehrt. Irgendeine Dividende oder sonstige Ausschüttungen hat in den Jahren 1999 bis 2025 kein einziger Aktionär gesehen. Wie der Aufsichtsrat auf der HV bestätigte, hat dagegen allein Hans Neuendorf, der schon 2012 als Vorstand zurücktreten musste und seitdem nur noch als Aufsichtsrat tätig war, neben seiner Aufsichtsratstantieme seit 2018 mehr als 1,8 Mio. EUR an „Honoraren“ erhalten. Schon im Sonderprüfungsbericht wurde festgehalten, dass es zweifelhaft sei, ob diesen Zahlungen überhaupt nennenswerte Leistungen gegenüberstanden.
Die Hauptversammlung wurde von Pascal Decker, Vorsitzender des Aufsichtsrats, wenig souverän geleitet. Offensichtlich hatte Decker den Willen, die Veranstaltung möglichst schnell über die Bühne zu bringen, was ihm allerdings vor dem Hintergrund der vielen Ungereimtheiten nicht gelang.
Die Verwaltung der WFA, ehemals größte Aktionärin von Artnet, hat sich entschlossen, sowohl zivil- als auch strafrechtlich gegen Mitglieder der Familie Neuendorf vorzugehen, um mögliche, breit angelegte Untreuehandlungen untersuchen zu lassen. Dies hat Vorstand Rüdiger K. Weng auf dieser Hauptversammlung nochmals bestätigt.
Das von der Familie Neuendorf betriebene System mit dem Ziel, die eigenen Entnahmen zu maximieren, war vor allem auch deshalb über so viele Jahre erfolgreich, weil sich immer wieder Helfer und Unterstützer gefunden haben: Dazu gehörte nach Einschätzung der WFA auch der ehemalige Aufsichtsrat unter Leitung von Pascal Decker, Berlin, der bereits im August 2018 zum Vorsitzenden gewählt worden ist. Trotz umfangreicher Aufklärung über die Verhältnisse bei Artnet durch die WFA hat Decker, Jurist und Kunstmarktkenner, erst nach etwa fünf Jahren versucht, gegenzusteuern. Leider verteidigte er auch noch auf der aktuellen HV pauschal die Versäumnisse, die während seiner Amtszeit entstanden sind und bereits Thema der letzten Hauptversammlungen waren.
Eine weitere nachhaltige Unterstützerin des Systems war nach Einschätzung der WFA die im August 2020 in den Artnet-Aufsichtsrat gewählte Frau Michaela Diener (Hochschule für angewandte Wissenschaften, Hamburg), seit August 2020 im Aufsichtsrat von Artnet, die als Freundin der Familie ausschließlich die Interessen der Neuendorfs im Aufsichtsrat vertreten hat, anstatt sich für alle Aktionäre einzusetzen. Die Forderung der WFA nach Beendigung dieser für Artnet schädlichen Personalie wurde erst im Februar 2025 erfüllt. Die WFA will untersuchen lassen, ob die Handlungen des ehemaligen Aufsichtsrats auch strafrechtlich Relevanz haben, selbst wenn sich einzelne Mitglieder nicht persönlich bereichert haben sollten.
Ein weiterer Unterstützer des für Artnet fatalen „System Neuendorf“ war die Anwaltskanzlei Noerr aus Frankfurt, die von der Gesellschaft bezahlt wurde, nach Ansicht der WFA aber vor allem das Vorgehen der Neuendorf-Familienmitglieder zulasten der anderen Anteilseigner juristisch gestützt hat. Fraglich ist auch, warum die von Sophie Neuendorf veröffentlichten Pressemitteilungen, die z.T. falschen und irreführenden Inhalt hatten, nicht von Noerr korrigiert worden sind. Jedenfalls konnten sich viele Aktionäre über Jahre kein realistisches Bild von der Situation bei Artnet machen.
Nachdem die WFA und Rüdiger K. Weng über die letzten Jahre verstärkt den Verkauf von Artnet an einen der sich bewerbenden Investoren vorangetrieben hat, gehört das Unternehmen heute zu fast 100 % einem Konsortium unter Führung des anglo-amerikanischen Investors Andrew Wolff. Mit ihm hatte die WFA seit 2021 einen möglichen Aktienverkauf diskutiert. Rüdiger K. Weng, Vorstand der WFA: „Artnet ist jetzt vollständig in den Händen eines seriösen und zuverlässigen Investors, der nach unserer Einschätzung nicht nur die Vision, sondern auch das Kapital hat, die Marktführerschaft im Kunst-Onlinegeschäft über die Firmen Artnet und Artsy zu übernehmen. Weil wir an die Person und seine Vision glauben, haben wir von Beginn an Wolffs Vorhaben unterstützt und am Ende auch anderen Aktionären empfohlen, dasselbe zu tun. Andrew Wolff hat erkannt, dass die entscheidenden Assets von Artnet, der Brand, der Traffic und die Relations sich zwar nicht in der Bilanz widerspiegeln, aber dennoch einen hohen Wert beim Aufbau der von ihm angestrebten Marktführerschaft haben werden. Wir werden ihn auch weiter nach unseren Möglichkeiten bei seinem Vorhaben unterstützen“, erklärt Rüdiger K. Weng.
Die Verwaltung der WFA will das Kapitel Artnet für sich auf ihrer nächsten HV am 31. Oktober 2025 abschließen. Dort haben die Aktionäre noch einmal die Gelegenheit, Fragen zu diesem Komplex zu stellen.
WFA kündigt an, gegen Verantwortliche von Artnet juristisch vorzugehen
Als größte Aktionärin war die Weng Fine Art (WFA) seit vielen Jahren turbulente Hauptversammlungen der artnet AG (Artnet) in Berlin gewöhnt. Die ordentliche Hauptversammlung (HV) vom 29. September 2025 brachte allerdings wieder ganz neue Facetten, weil der Artnet-Alleinvorstand, Jacob Pabst, am Abend vor der Veranstaltung unvermittelt und für alle überraschend zurückgetreten ist. Da in der Kürze der Zeit kein neuer Vorstand bestellt werden konnte, bekamen die Aktionäre eine Artnet-HV ohne Geschäftsführung zu sehen, bei welcher ein Aufsichtsrat den Bericht des Vorstands vorlas und die Anwälte der Gesellschaft die Fragen der Aktionäre bearbeiteten.
Nach Meinung verschiedener Rechtsberater hätte nach dem Rücktritt von Jacob Pabst die Veranstaltung verschoben werden müssen. Der Aufsichtsrat unter dem Vorsitz von Pascal Decker hat jedoch am Termin der HV festgehalten. Nach dessen Angaben hat die Artnet beratende Kanzlei Noerr aus Frankfurt den Aufsichtsrat von Artnet nicht darauf hingewiesen, dass eine HV ohne einen Vorstand aktienrechtlich nicht stattfinden kann und damit sämtliche Beschlüsse anfechtbar sind. Die Weng Fine Art (WFA) hat allerdings darauf verzichtet, Widerspruch zu Protokoll zu erklären, weil eine nochmalige Veranstaltung der ordentlichen HV nur den neuen Eigentümern von Artnet schaden würde.
Im Verlauf der HV fasste der Vorstand der WFA, Rüdiger K. Weng, noch einmal die Geschichte von Artnet seit ihrem Börsengang 1999 zusammen. Diese startete mit einem Börsenprospekt, der nach Ansicht von Weng eine Vielzahl von falschen Angaben enthielt. In den folgenden Jahren wurden die seinerzeit eingenommenen etwa 57 Mio. EUR fast vollständig aufgezehrt, insbesondere durch Missmanagement und stark überhöhte Gehälter und Beratungskontrakte sowie Spesenabrechnungen von Mitgliedern der Familie Neuendorf. Am Ende war das Eigenkapital fast vollständig aufgezehrt. Irgendeine Dividende oder sonstige Ausschüttungen hat in den Jahren 1999 bis 2025 kein einziger Aktionär gesehen. Wie der Aufsichtsrat auf der HV bestätigte, hat dagegen allein Hans Neuendorf, der schon 2012 als Vorstand zurücktreten musste und seitdem nur noch als Aufsichtsrat tätig war, neben seiner Aufsichtsratstantieme seit 2018 mehr als 1,8 Mio. EUR an „Honoraren“ erhalten. Schon im Sonderprüfungsbericht wurde festgehalten, dass es zweifelhaft sei, ob diesen Zahlungen überhaupt nennenswerte Leistungen gegenüberstanden.
Die Hauptversammlung wurde von Pascal Decker, Vorsitzender des Aufsichtsrats, wenig souverän geleitet. Offensichtlich hatte Decker den Willen, die Veranstaltung möglichst schnell über die Bühne zu bringen, was ihm allerdings vor dem Hintergrund der vielen Ungereimtheiten nicht gelang.
Die Verwaltung der WFA, ehemals größte Aktionärin von Artnet, hat sich entschlossen, sowohl zivil- als auch strafrechtlich gegen Mitglieder der Familie Neuendorf vorzugehen, um mögliche, breit angelegte Untreuehandlungen untersuchen zu lassen. Dies hat Vorstand Rüdiger K. Weng auf dieser Hauptversammlung nochmals bestätigt.
Das von der Familie Neuendorf betriebene System mit dem Ziel, die eigenen Entnahmen zu maximieren, war vor allem auch deshalb über so viele Jahre erfolgreich, weil sich immer wieder Helfer und Unterstützer gefunden haben: Dazu gehörte nach Einschätzung der WFA auch der ehemalige Aufsichtsrat unter Leitung von Pascal Decker, Berlin, der bereits im August 2018 zum Vorsitzenden gewählt worden ist. Trotz umfangreicher Aufklärung über die Verhältnisse bei Artnet durch die WFA hat Decker, Jurist und Kunstmarktkenner, erst nach etwa fünf Jahren versucht, gegenzusteuern. Leider verteidigte er auch noch auf der aktuellen HV pauschal die Versäumnisse, die während seiner Amtszeit entstanden sind und bereits Thema der letzten Hauptversammlungen waren.
Eine weitere nachhaltige Unterstützerin des Systems war nach Einschätzung der WFA die im August 2020 in den Artnet-Aufsichtsrat gewählte Frau Michaela Diener (Hochschule für angewandte Wissenschaften, Hamburg), seit August 2020 im Aufsichtsrat von Artnet, die als Freundin der Familie ausschließlich die Interessen der Neuendorfs im Aufsichtsrat vertreten hat, anstatt sich für alle Aktionäre einzusetzen. Die Forderung der WFA nach Beendigung dieser für Artnet schädlichen Personalie wurde erst im Februar 2025 erfüllt. Die WFA will untersuchen lassen, ob die Handlungen des ehemaligen Aufsichtsrats auch strafrechtlich Relevanz haben, selbst wenn sich einzelne Mitglieder nicht persönlich bereichert haben sollten.
Ein weiterer Unterstützer des für Artnet fatalen „System Neuendorf“ war die Anwaltskanzlei Noerr aus Frankfurt, die von der Gesellschaft bezahlt wurde, nach Ansicht der WFA aber vor allem das Vorgehen der Neuendorf-Familienmitglieder zulasten der anderen Anteilseigner juristisch gestützt hat. Fraglich ist auch, warum die von Sophie Neuendorf veröffentlichten Pressemitteilungen, die z.T. falschen und irreführenden Inhalt hatten, nicht von Noerr korrigiert worden sind. Jedenfalls konnten sich viele Aktionäre über Jahre kein realistisches Bild von der Situation bei Artnet machen.
Nachdem die WFA und Rüdiger K. Weng über die letzten Jahre verstärkt den Verkauf von Artnet an einen der sich bewerbenden Investoren vorangetrieben hat, gehört das Unternehmen heute zu fast 100 % einem Konsortium unter Führung des anglo-amerikanischen Investors Andrew Wolff. Mit ihm hatte die WFA seit 2021 einen möglichen Aktienverkauf diskutiert. Rüdiger K. Weng, Vorstand der WFA: „Artnet ist jetzt vollständig in den Händen eines seriösen und zuverlässigen Investors, der nach unserer Einschätzung nicht nur die Vision, sondern auch das Kapital hat, die Marktführerschaft im Kunst-Onlinegeschäft über die Firmen Artnet und Artsy zu übernehmen. Weil wir an die Person und seine Vision glauben, haben wir von Beginn an Wolffs Vorhaben unterstützt und am Ende auch anderen Aktionären empfohlen, dasselbe zu tun. Andrew Wolff hat erkannt, dass die entscheidenden Assets von Artnet, der Brand, der Traffic und die Relations sich zwar nicht in der Bilanz widerspiegeln, aber dennoch einen hohen Wert beim Aufbau der von ihm angestrebten Marktführerschaft haben werden. Wir werden ihn auch weiter nach unseren Möglichkeiten bei seinem Vorhaben unterstützen“, erklärt Rüdiger K. Weng.
Die Verwaltung der WFA will das Kapitel Artnet für sich auf ihrer nächsten HV am 31. Oktober 2025 abschließen. Dort haben die Aktionäre noch einmal die Gelegenheit, Fragen zu diesem Komplex zu stellen.
08.10.25 17:14
#12244
jerobeam
11.16
Ich dachte immer der höchste gezahlte Preis in den letzten Monaten wäre relevant... aber die Gutachter wissen das wohl besser (clown emoji)
08.10.25 19:34
#12245
straßenköter
@jerobeam
Vorerwerbspreise spielen bei Squeeze Outs gar keine Rolle. Gezahlt wird der höhere Wert aus Ertragswert und 3M Durchschnittskurs.
08.10.25 21:19
#12246
CEOWengFineA.
Squeeze-out
Sie haben das sehr schnell durchgezogen - incl. Gutachten und o.k. des Richters, was dafür spricht, dass der Preis absolut fair ist, was ich auch immer betont habe.
08.10.25 21:46
#12247
jerobeam
straßenköter
schon klar, ich finde es nur ein bischen armselig den Übernahmerechtlichen SO nicht zu machen (wäre ja problemlos möglich gewesen) um sich 0.09€ für ein paar verbliebene Aktien zu sparen. Ich kann mich irren, aber die Kosten für die Gutachten und die zusätzliche HV dürften insgesamt deutlich höher sein als was man sich da "gespart" hat.
08.10.25 21:51
#12248
CEOWengFineA.
Squeeze-out
Ich hätte auch die 11,25 EUR angeboten - die 11,16 EUR sehen in der Tat nicht besonders gut aus. Die Beweggründe für die Reduzierung des Preises kenne ich nicht. Aber es sind weniger als 1 % Differenz und es sind auch nur 5 % der Aktien betroffen, so dass ich mir da nicht viele Gedanken zu mache. Ich hatte mehrfach eindringlich und öffentlich davor gewarnt, in einem Squeeze-out auf einen höheren Preis zu spekulieren!
09.10.25 09:52
#12249
CEOWengFineA.
Spareffekt
Dieser beträgt etwa 40/45.000 EUR. Das kann eigentlich nicht der Grund für diese Entscheidung gewesen sein. Auf der HV wird man nachfragen können.
09.10.25 15:08
#12250
CEOWengFineA.
Squeeze-out
Da die Bestätigung des gerichtlich bestellten Gutachters bereits vorliegt, kann die finale Artnet-HV jetzt einberufen werden.
Der Prüfungsbericht über die Höhe der Gegenleistung müsste dann auch Anlage zur HV-Einladung sein. Ich gehe davon aus, dass dieser Preis deutlich unter den 11,16 EUR liegt und dass am Ende der 3-M-Durchsnittskurs bezahlt werden musste. Den hätte man freiwillig auf 11,25 EUR erhöhen können, aber das musste natürlich nicht so gemacht werden. Ich gehe davon aus, dass der Preis nach "Schema F" von den beratenden Anwälten festgelegt worden ist und es keine Erörterungen darüber gegeben hat.
Der Prüfungsbericht über die Höhe der Gegenleistung müsste dann auch Anlage zur HV-Einladung sein. Ich gehe davon aus, dass dieser Preis deutlich unter den 11,16 EUR liegt und dass am Ende der 3-M-Durchsnittskurs bezahlt werden musste. Den hätte man freiwillig auf 11,25 EUR erhöhen können, aber das musste natürlich nicht so gemacht werden. Ich gehe davon aus, dass der Preis nach "Schema F" von den beratenden Anwälten festgelegt worden ist und es keine Erörterungen darüber gegeben hat.

