Global Fashion Group SA
WKN: A2PLUG / ISIN: LU2010095458Global Fashion Group AG - Thread!
| eröffnet am: | 20.06.19 23:11 von: | BorsaMetin |
| neuester Beitrag: | 20.04.26 23:00 von: | trustone |
| Anzahl Beiträge: | 7452 | |
| Leser gesamt: | 3520551 | |
| davon Heute: | 275 | |
bewertet mit 20 Sternen |
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12.01.26 14:38
#6976
Börsentrader200.
Cash vs Kurs
Wann ist die faire Bewertung erreicht? Kann ja wohl kaum mehr lange dauern
12.01.26 17:37
#6977
Goethe21
Die Kommunikation zu der Aktion
wird nicht mehr hier im Forum dargestellt. Alle weiteren Informationen werden an die Teilnehmer per Mail verschickt. 33543630
13.01.26 19:26
#6980
Börsentrader200.
Neubewertung
Wenn wir eine Neubewertung bekommen dann sehen wir hier ganz andere Kurse
14.01.26 14:02
#6981
Netfox
Ja- wenn wir eine Neubewertung bekommen.
Für mich stellt sich eher die Frage, WANN wir eine Neubewertung bekommen. Aktuell ist es doch eher so, dass der Handel quasi eingeschlafen ist. Je nachdem ob ein Käufer oder eher ein Verkäufer ungeduldig wird, stehen wir mit ein paar lächerlich Euro Umsatz entweder bei 40 oder bei 25 Cent. Ein wirkliche Neubewertung wird es erst geben, wenn die Nachfrage deutlich steigt.
Dass GFG immernoch unter Cashniveau notiert, liegt entweder an der grundsätzlichen Ignoranz der Börse an GFG oder an der weiterhin bestehenden Befürchtung, dass der Cashberg weiter abschmilzt.
Dass GFG immernoch unter Cashniveau notiert, liegt entweder an der grundsätzlichen Ignoranz der Börse an GFG oder an der weiterhin bestehenden Befürchtung, dass der Cashberg weiter abschmilzt.
15.01.26 10:22
#6982
ExcessReturn
Aus meiner Sicht als bereits Long
Investierter besteht neben der Unterbewertungs- / Turnaround Phantasie, die die Grundlage für eine nachhaltige Neubewertung von GFG legen kann, sobald wir weitere deutliche Belege für die erfolgreiche Umsetzung hin zum positiven FCF und dann auch zu einem positiven Nettoergebnis sehen, vor allem aufgrund KI hier deutliche Phantasie, die derzeit aber überhaupt nicht im Aktienkurs reflektiert ist:
M.E. ist GFG (wie auch weitere e-commerce Platformen) der große Gewinner der gigantischen Investitionen in KI (die GFG erfreulicherweise nicht selbst tragen muss), denn sowohl auf der Produktionsseite (z.B. Modefotos, Produktauswahl, Produktmengen etc.) kann GFG dank KI deutlich kostengünstiger arbeiten, als auch auf der Verkaufsseite das Angebot deutlich attraktiver machen (z.B. durch maßgeschneiderte Produktempfehlungen, professionelles Customer Targeting etc.). Ich gehe durch diese Entwicklungen von einem deutlichen Profitabilitäts-Schub aus, der insbesondere bei Dafiti gerade durch KI auch in Ansätzen schon erkennbar wird.
Dazu kommt noch, dass sich mittelfristig durch Agentic Commerce auch weitere Wachstumsfelder für GFG erschließen lassen. Aufgrund der Größe und Technologieexpertise von GFG werden die GFG Platformen hier in einer deutlich besseren Position gegenüber kleineren Anbieter oder auch dem stationären Handel sein, in dem sie ihr Produktangebot maschinenlesbar anbieten können.
Dazu kommt natürlich auch noch die Übernahmephantasie und vielleicht findet sich ja auch ein cleverer Weg, die steuerlichen Verlustvorträge in Milliardenhöhe von GFG in Luxemburg durch einen Übernehmer zu nutzen.
Was meint Ihr?
M.E. ist GFG (wie auch weitere e-commerce Platformen) der große Gewinner der gigantischen Investitionen in KI (die GFG erfreulicherweise nicht selbst tragen muss), denn sowohl auf der Produktionsseite (z.B. Modefotos, Produktauswahl, Produktmengen etc.) kann GFG dank KI deutlich kostengünstiger arbeiten, als auch auf der Verkaufsseite das Angebot deutlich attraktiver machen (z.B. durch maßgeschneiderte Produktempfehlungen, professionelles Customer Targeting etc.). Ich gehe durch diese Entwicklungen von einem deutlichen Profitabilitäts-Schub aus, der insbesondere bei Dafiti gerade durch KI auch in Ansätzen schon erkennbar wird.
Dazu kommt noch, dass sich mittelfristig durch Agentic Commerce auch weitere Wachstumsfelder für GFG erschließen lassen. Aufgrund der Größe und Technologieexpertise von GFG werden die GFG Platformen hier in einer deutlich besseren Position gegenüber kleineren Anbieter oder auch dem stationären Handel sein, in dem sie ihr Produktangebot maschinenlesbar anbieten können.
Dazu kommt natürlich auch noch die Übernahmephantasie und vielleicht findet sich ja auch ein cleverer Weg, die steuerlichen Verlustvorträge in Milliardenhöhe von GFG in Luxemburg durch einen Übernehmer zu nutzen.
Was meint Ihr?
15.01.26 12:00
#6983
Zwiebelritter
Egal wie man es dreht...
Völlig egal welchen Taschenrechner ich verwende oder wie konservativ ich rechne:
Die Substanz Wert aller Assets (Töchter): ca. 200-250 Mio. Euro (alleine The Iconic sollte über 150 Mio. wert sein) Netto-Cash: ca. 90 Mio. Euro -> Innerer Wert: über 300 Mio. Euro
Der Preis Aktuelle Market Cap: ca. 60 Mio. Euro
Das Problem (und der Trigger) Holdingkosten: ca. 25-30 Mio. Euro p.a.
Sobald klar ist, dass die operativen Gewinne diese Holdingkosten decken (und das wird immer absehbarer), muss die Neubewertung kommen. Nicht früher, aber dann gewaltig.
Die Verlustvorträge interessieren mich nicht, bzw. gibt es noch als Bonbon dazu.
Die Substanz Wert aller Assets (Töchter): ca. 200-250 Mio. Euro (alleine The Iconic sollte über 150 Mio. wert sein) Netto-Cash: ca. 90 Mio. Euro -> Innerer Wert: über 300 Mio. Euro
Der Preis Aktuelle Market Cap: ca. 60 Mio. Euro
Das Problem (und der Trigger) Holdingkosten: ca. 25-30 Mio. Euro p.a.
Sobald klar ist, dass die operativen Gewinne diese Holdingkosten decken (und das wird immer absehbarer), muss die Neubewertung kommen. Nicht früher, aber dann gewaltig.
Die Verlustvorträge interessieren mich nicht, bzw. gibt es noch als Bonbon dazu.
15.01.26 13:13
#6984
maurer0229
Nebeninfo
Einzelhandelsumsätze Brasilien wesentlich höher als erwartet.
Erwartet wurden auf Monatsbasis 0,3% vs. 1,0%, auf Jahresbasis 0,2% vs. 1,3%.
https://de.investing.com/economic-calendar
Erwartet wurden auf Monatsbasis 0,3% vs. 1,0%, auf Jahresbasis 0,2% vs. 1,3%.
https://de.investing.com/economic-calendar
16.01.26 10:00
#6985
hyy23x
Taschenrechner
@Zwiebel:
Ich würde sogar insofern sagen, dass der Wert noch höher liegt. Bei einem M&A Geschäft spielen Potentiale auch eine Rolle, wie eben die Plattform-Ökonomie; das Inventory usw.
Des Weiteren bin ich davon überzeugt, dass die Gross-Margin in die Nähe der 50% laufen wird. Für mich bleiben zwei Trigger für eine vollständige Neubwertung: Profitabilität & Umsatzwachstum. Sollte beides im Einklang gelingen, wäre es perfekt.
Dann halte ich die paar 0,4X Cent sogar für zu konservativ. Sondern eher die Phantasie > 1.00€
Keine Kauf-Halteempfehlung ;-)!
Ich würde sogar insofern sagen, dass der Wert noch höher liegt. Bei einem M&A Geschäft spielen Potentiale auch eine Rolle, wie eben die Plattform-Ökonomie; das Inventory usw.
Des Weiteren bin ich davon überzeugt, dass die Gross-Margin in die Nähe der 50% laufen wird. Für mich bleiben zwei Trigger für eine vollständige Neubwertung: Profitabilität & Umsatzwachstum. Sollte beides im Einklang gelingen, wäre es perfekt.
Dann halte ich die paar 0,4X Cent sogar für zu konservativ. Sondern eher die Phantasie > 1.00€
Keine Kauf-Halteempfehlung ;-)!
16.01.26 10:54
#6986
Chaecka
Trends
Um den obigen Beitrag besser einordnen zu können, anbei ein Grafik zu Bruttomarge und Umsatz der vergangenen Jahre.
Ich denke nicht, dass die Bruttomarge noch nennenswert gesteigert werden kann, denn dafür dürfte der Wettbewerbsdruck durch MercadoLibre zu gross sein.
Wünschen würde ich mir, dass bei gleichbleibender Bruttomarge der Umsatz in Q4/25 nicht mehr unter dem von Q4/24 (EUR 234 Mio.) liegt.
Ich denke nicht, dass die Bruttomarge noch nennenswert gesteigert werden kann, denn dafür dürfte der Wettbewerbsdruck durch MercadoLibre zu gross sein.
Wünschen würde ich mir, dass bei gleichbleibender Bruttomarge der Umsatz in Q4/25 nicht mehr unter dem von Q4/24 (EUR 234 Mio.) liegt.
16.01.26 23:00
#6987
Katjuscha
Du weißt doch ganz genau dass der Umsatz
niedriger ausfallen wird.
Die Bruttomarge wird natürlich weiter gestiegen sein, mindestens um einen Prozentpunkt, vielleicht sogar knapp 2 Prozentpunkte.
Und was ein Wunder, alles trotz Mercadolibre als Konkurrenz seit Jahren.
Die Bruttomarge wird natürlich weiter gestiegen sein, mindestens um einen Prozentpunkt, vielleicht sogar knapp 2 Prozentpunkte.
Und was ein Wunder, alles trotz Mercadolibre als Konkurrenz seit Jahren.
17.01.26 12:52
#6988
Chaecka
@Katjuscha
Du gehörst hier ja auch eher zu der Fraktion der Realisten.
(Abgesehen von deiner Hoffnung, dass sich das Steuerrecht um 180 Grad dreht und man mit Verlustvorträgen wieder handeln kann).
Einige stellen ja schon eine "Neubewertung" in Aussicht. Es gibt aber objektiv nullkommanull Indizien dafür, dass sich hier etwas substanziell ändert.
Die Bruttomargen sind heute schon in der Nähe von 50% (SEA hat sie ja sogar schon überschritten).
Solange der Umsatzrückgang anhält, wird es nicht die gewünschten Kurssteigerungen in Richtung 1Euro geben.
Die wegfallenden Zölle in Mercusur werden in erster Linie denen helfen, die in Europa brasilianische Waren verkaufen.
Ob GFG überproportional davon profitieren wird, wenn künftig KI-Agenten einkaufen gehen? In erster Linie sehe ich dadurch Druck auf die Bruttomarge bei allen e-Commerce-Unternehmen.
Ich bin hier eingestiegen, nachdem die Umsatzrückgang immer niedriger wurden. Leider wurden sie danach wieder heftiger. Daher würde ich heute nicht mehr einsteigen.
Du hast da schon den richtigen Blick: Darauf setzen, dass der Cash Drain nachlässt und das Management irgendwann eine Idee hat, wie man das Unternehmen in die Gewinnzone bringen kann, die heute noch Lichtjahre entfernt scheint.
Mehr als das Prinzip Hoffnung ist es aber leider nicht. Meiner Meinung nach wird das Geeiere um die 30 Cent noch eine Weile weitergehen.
(Abgesehen von deiner Hoffnung, dass sich das Steuerrecht um 180 Grad dreht und man mit Verlustvorträgen wieder handeln kann).
Einige stellen ja schon eine "Neubewertung" in Aussicht. Es gibt aber objektiv nullkommanull Indizien dafür, dass sich hier etwas substanziell ändert.
Die Bruttomargen sind heute schon in der Nähe von 50% (SEA hat sie ja sogar schon überschritten).
Solange der Umsatzrückgang anhält, wird es nicht die gewünschten Kurssteigerungen in Richtung 1Euro geben.
Die wegfallenden Zölle in Mercusur werden in erster Linie denen helfen, die in Europa brasilianische Waren verkaufen.
Ob GFG überproportional davon profitieren wird, wenn künftig KI-Agenten einkaufen gehen? In erster Linie sehe ich dadurch Druck auf die Bruttomarge bei allen e-Commerce-Unternehmen.
Ich bin hier eingestiegen, nachdem die Umsatzrückgang immer niedriger wurden. Leider wurden sie danach wieder heftiger. Daher würde ich heute nicht mehr einsteigen.
Du hast da schon den richtigen Blick: Darauf setzen, dass der Cash Drain nachlässt und das Management irgendwann eine Idee hat, wie man das Unternehmen in die Gewinnzone bringen kann, die heute noch Lichtjahre entfernt scheint.
Mehr als das Prinzip Hoffnung ist es aber leider nicht. Meiner Meinung nach wird das Geeiere um die 30 Cent noch eine Weile weitergehen.
17.01.26 13:05
#6989
Chaecka
Zum Thema Substanzwert
Es ist natürlich zulässig, Substanzwerte zu ermitteln und vielleicht liegt der bei GFG ja wirklich über der aktuellen MK.
Dabei werden nur zwei Dinge vergessen:
1. Die drei Einheiten sind ja auch deswegen so schlank, weil viel administrative Tätigkeiten im Headquarter liegen und dort bezahlt werden. Damit ergibt es wenig Sinn, bei der Berechnung des Substanzwertes das Headquarter ausser Acht zu lassen.
2. Wenn ich mich bei einem Unternehmen beteilige, das einen "Substanzwert" von 100 hat, aber jedes Jahr 10 versenkt und ich an den Substanzwert nicht herankomme: Was nutzt es mir dann, wenn die MK unter dem Substanzwert liegt?
Merke:
a) Die MK hängt an den Markterwartungen
b) Der Substanzwert stimmt ohnehin nie. Das sieht man, wenn tatsächlich verwertet werden muss.
Daher kann man sich zwar hohe Substanzwerte einreden. Es führt aber ausser Selbstbetrug zu Nichts. Es geht um Ertragswerte.
Dabei werden nur zwei Dinge vergessen:
1. Die drei Einheiten sind ja auch deswegen so schlank, weil viel administrative Tätigkeiten im Headquarter liegen und dort bezahlt werden. Damit ergibt es wenig Sinn, bei der Berechnung des Substanzwertes das Headquarter ausser Acht zu lassen.
2. Wenn ich mich bei einem Unternehmen beteilige, das einen "Substanzwert" von 100 hat, aber jedes Jahr 10 versenkt und ich an den Substanzwert nicht herankomme: Was nutzt es mir dann, wenn die MK unter dem Substanzwert liegt?
Merke:
a) Die MK hängt an den Markterwartungen
b) Der Substanzwert stimmt ohnehin nie. Das sieht man, wenn tatsächlich verwertet werden muss.
Daher kann man sich zwar hohe Substanzwerte einreden. Es führt aber ausser Selbstbetrug zu Nichts. Es geht um Ertragswerte.
17.01.26 15:17
#6990
Börsentrader200.
Chart / Volumen usw.
Wer lässt hier Beiträge löschen?
Im Chart ist klar ein Volumensanstieg zu sehen! Wie kann man das übersehen. Es gab sogar einen Trendbruch nach oben!
Die Linien (Widerstände) könnt ihr euch nun selber raussuchen.
Wer nicht versteht was MA und EMA bedeuten, dem ist auch nicht zu helfen.
Im Chart ist klar ein Volumensanstieg zu sehen! Wie kann man das übersehen. Es gab sogar einen Trendbruch nach oben!
Die Linien (Widerstände) könnt ihr euch nun selber raussuchen.
Wer nicht versteht was MA und EMA bedeuten, dem ist auch nicht zu helfen.
17.01.26 15:23
#6991
Börsentrader200.
Sichtweise
Freefloat / Cash und Übernahme / JV Phantasien werden hier gerne ausgeblendet.
Wer sagt eigentlich das GFG eigenständig bleiben will?
Wer sagt eigentlich das GFG eigenständig bleiben will?
17.01.26 19:41
#6992
Zwiebelritter
@Chaeka / Theorie vs. Praxis.
Zwei Punkte dazu:
Der Cashburn ist gestoppt (EBITDA positiv), die Substanz schmilzt also nicht mehr weg. Dein Argument ist damit veraltet.
Das Sicherheitsnetz: Glaubst du ernsthaft, Großaktionäre (Kinnevik/Rocket) und das Board lassen den Laden sehenden Auges in die Insolvenz oder eine sinnlose Kapitalerhöhung laufen? Bevor das passiert, wird zerschlagen oder teilverkauft.
Gegenfrage an dich: Rechne mir bitte mal ein realistisches Szenario vor, in dem der Zerschlagungswert (Assets minus Schulden) unter der aktuellen Market Cap von lächerlichen 60 Mio. € liegt? Selbst mit massiven Abschlägen ist das mathematisch kaum darstellbar.
Und noch was: Einen strategischen Käufer interessieren die Headquarter-Kosten herzlich wenig , die fallen bei einer Übernahme nämlich als erstes weg (Synergien), deshalb zieht die auch niemand vom Asset-Wert ab.
Ob wir die 1-2€ sehen? Möglich! Aber dass wir dauerhaft noch tiefer fallen, ist bei der Substanz und den Interessen der Eigentümer EXTREM!!! unwahrscheinlich.
wünsche ein schönes Wochenende
Der Cashburn ist gestoppt (EBITDA positiv), die Substanz schmilzt also nicht mehr weg. Dein Argument ist damit veraltet.
Das Sicherheitsnetz: Glaubst du ernsthaft, Großaktionäre (Kinnevik/Rocket) und das Board lassen den Laden sehenden Auges in die Insolvenz oder eine sinnlose Kapitalerhöhung laufen? Bevor das passiert, wird zerschlagen oder teilverkauft.
Gegenfrage an dich: Rechne mir bitte mal ein realistisches Szenario vor, in dem der Zerschlagungswert (Assets minus Schulden) unter der aktuellen Market Cap von lächerlichen 60 Mio. € liegt? Selbst mit massiven Abschlägen ist das mathematisch kaum darstellbar.
Und noch was: Einen strategischen Käufer interessieren die Headquarter-Kosten herzlich wenig , die fallen bei einer Übernahme nämlich als erstes weg (Synergien), deshalb zieht die auch niemand vom Asset-Wert ab.
Ob wir die 1-2€ sehen? Möglich! Aber dass wir dauerhaft noch tiefer fallen, ist bei der Substanz und den Interessen der Eigentümer EXTREM!!! unwahrscheinlich.
wünsche ein schönes Wochenende
17.01.26 21:22
#6993
Katjuscha
Der Cashburn ist nicht gestoppt
Man muss schon noch von 10-20 Mio Cashburn in 2026 und rund 30 Mio Nettoverlust ausgehen, allerdings bei immernoch rund 100-105 Mio Netcash. Wenn man dann 2027 den Cashburn nahezu gestoppt hat, wozu dann ab 2027 aber der Umsazzrückgang gestoppt sein muss, starten wir bei 100 Mio Netcash in eine neue Zeit.
Und soll mir doch niemand erzählen, das wäre unrealistisch. Wie schnell das gehen kann, zeigt ja Westwing. Im Grunde erinnert GFG immer um ein Jahr verzögert an Westwing, mit dem Unterschied, dass GFG aufgrund der Bewertung unter Cash einen größeren Hebel für den Kurs hat.
Man kann sich ja Westwing mal die Entwicklung der letzten drei Jahre anschauen. Dort ist zwar der Nettoverlust im Vergleich geringer gewesen, das liegt aber auch daran dass GFG höhere Abschreibungen bei geringem Capex hat, und Westwing zusätzlich noch die Zinsen sozusagen in den CF aus Finanztätigkeit auslagert, aufgrund der Leasingkosten. Deshalb ist GFG bei der Entwicklung von EBITDA und FCF sehr gut vergleichbar, nur um ein Jahr verzögert. Auch die Gründe für die Margenanstiege sind ähnlich. Und ohne die Währungseffekte wäre es auch beim Umsatz nicht allzu weit weg. GFG ist jetzt schon faktisch bereinigt ohne Umsatzverlust. Vielleicht wächst man schon 2026 ein wenig.
Und soll mir doch niemand erzählen, das wäre unrealistisch. Wie schnell das gehen kann, zeigt ja Westwing. Im Grunde erinnert GFG immer um ein Jahr verzögert an Westwing, mit dem Unterschied, dass GFG aufgrund der Bewertung unter Cash einen größeren Hebel für den Kurs hat.
Man kann sich ja Westwing mal die Entwicklung der letzten drei Jahre anschauen. Dort ist zwar der Nettoverlust im Vergleich geringer gewesen, das liegt aber auch daran dass GFG höhere Abschreibungen bei geringem Capex hat, und Westwing zusätzlich noch die Zinsen sozusagen in den CF aus Finanztätigkeit auslagert, aufgrund der Leasingkosten. Deshalb ist GFG bei der Entwicklung von EBITDA und FCF sehr gut vergleichbar, nur um ein Jahr verzögert. Auch die Gründe für die Margenanstiege sind ähnlich. Und ohne die Währungseffekte wäre es auch beim Umsatz nicht allzu weit weg. GFG ist jetzt schon faktisch bereinigt ohne Umsatzverlust. Vielleicht wächst man schon 2026 ein wenig.
18.01.26 00:36
#6994
Chaecka
Experten
Ich bin immer wieder gerührt davon, in welch erlauchtem Kreis ich mich hier bewege:
Der eine schreibt grundsätzlich Müll, vergibt aber schwarze Sterne an Beiträge, die er nicht versteht und der andere kennt nicht den Unterschied zwischen Cash Flow und EBITDA.
Na, Glückwunsch!
Der eine schreibt grundsätzlich Müll, vergibt aber schwarze Sterne an Beiträge, die er nicht versteht und der andere kennt nicht den Unterschied zwischen Cash Flow und EBITDA.
Na, Glückwunsch!
18.01.26 10:23
#6995
Zwiebelritter
ok
@Katjuscha Der Westwing-Vergleich trifft es perfekt. Das Polster ist mehr als dick genug für den Turnaround, egal ob wir dieses Jahr eine schwarze oder rote Null schreiben.
@Chaecka Kannst deine Goldwaage wieder einpacken! Den Unterschied kenne ich sehr gut. Der Punkt ist: Positives EBITDA ist der Vorläufer. Wer wartet, bis der Free Cashflow perfekt glänzt, kauft halt nicht mehr zu 0,30 sondern zu 1,00. Ich handle hier die Zukunft, nicht den Rückspiegel.
@Chaecka Kannst deine Goldwaage wieder einpacken! Den Unterschied kenne ich sehr gut. Der Punkt ist: Positives EBITDA ist der Vorläufer. Wer wartet, bis der Free Cashflow perfekt glänzt, kauft halt nicht mehr zu 0,30 sondern zu 1,00. Ich handle hier die Zukunft, nicht den Rückspiegel.
18.01.26 10:28
#6996
Zwiebelritter
Chaeka
Schade, dass du meine Frage zum Rechenbeispiel (Zerschlagungswert < Market Cap) übergangen hast.
Ich werte das mal als stillschweigende Zustimmung, dass es mathematisch schlicht nicht darstellbar ist, den Firmenwert aktuell unter 60 Mio. zu rechnen,selbst im Worst Case.
Damit sind wir uns beim Chance-Risiko Verhältnis ja eigentlich einig.
18.01.26 12:02
#6997
Chaecka
@Zwiebelritter
Sorry für den Tiefschlag. Ich werte die EBITDA/Cash- Verwechslung als Schusselfehler, davor bin ich auch nicht gewahrt.
Deine Beiträge sind zumeist durchdacht, was dich wohltuend von Börsentrader abhebt, auf den sich mein nächtlicher Furor in erster Linie bezog.
Ich komme allerdings zu anderen Ergebnissen:
1.
Der Vergleich mit Westwing ist unzulässig, weil Westwing in der Vergangenheit schon Net Income erzielte, für 2025 ein positives Ergebnis erzielt und die Schätzungen für 2026 von einer weiteren Steigerung ausgehen. Die Umsätze steigen dort ausserdem. Das scheint ein echter Turnaround zu sein (den ich allerdings nicht mehr aktiv miterleben, weil ich irgendwann meine Position verkaufte).
Ein positives Ergebnis ist für GFG ist in weiter Ferne, es gibt auf Sicht weiter Cash Burn und die Umsätze fallen weiter.
2.
Der vermeintliche Substanzwert, den Katjuscha immer gut erklärte, veranlasste mich (zusammen mit den geringer werdenden Umsatzrückgängen und steigenden Bruttomarge) hier ja auch zum Einstieg. Ich halte es jedoch für keine Option, dass GFG sich von den drei Einheiten trennt, das Headquarter schließt und die dann verbliebene Liquidität an die Aktionäre ausschütten.
Daher finde ich diesbezügliche Überlegungen für eher nicht so kursrelevant.
Für wahrscheinlicher halte ich es, dass das Unternehmen weiter herumkrautert, weiter Verluste erwirtschaftet und das Vermögen der Aktionäre langsam verzehrt.
Hier fehlt seit langem eine gute Idee, wir das Unternehmen wieder auf die Füße kommt (deshalb ja auch Scansofts Idee, aus Anlegerseite Druck aufzubauen).
Im Grunde war hier ja die Geschäftsidee, über Russlandgeschäft Geld zu verdienen. Vielleicht hätte das auch irgendwann geklappt. So bleibt es einstweilen ein Unternehmen, dass noch nie in seiner Geschichte Geld verdient hat, sich das auf Sicht auch nicht ändern wird und bei dem die Gläubiger durch Forderungsverzicht geholfen haben, es noch eine Weile am Leben zu halten.
Die Frage ist, ob die Liquidität ausreicht, bis es eine Idee gibt. Noch bin ich guter Hoffnung. Auch wenn ich nicht weiss, woher diese kommen soll.
Deine Beiträge sind zumeist durchdacht, was dich wohltuend von Börsentrader abhebt, auf den sich mein nächtlicher Furor in erster Linie bezog.
Ich komme allerdings zu anderen Ergebnissen:
1.
Der Vergleich mit Westwing ist unzulässig, weil Westwing in der Vergangenheit schon Net Income erzielte, für 2025 ein positives Ergebnis erzielt und die Schätzungen für 2026 von einer weiteren Steigerung ausgehen. Die Umsätze steigen dort ausserdem. Das scheint ein echter Turnaround zu sein (den ich allerdings nicht mehr aktiv miterleben, weil ich irgendwann meine Position verkaufte).
Ein positives Ergebnis ist für GFG ist in weiter Ferne, es gibt auf Sicht weiter Cash Burn und die Umsätze fallen weiter.
2.
Der vermeintliche Substanzwert, den Katjuscha immer gut erklärte, veranlasste mich (zusammen mit den geringer werdenden Umsatzrückgängen und steigenden Bruttomarge) hier ja auch zum Einstieg. Ich halte es jedoch für keine Option, dass GFG sich von den drei Einheiten trennt, das Headquarter schließt und die dann verbliebene Liquidität an die Aktionäre ausschütten.
Daher finde ich diesbezügliche Überlegungen für eher nicht so kursrelevant.
Für wahrscheinlicher halte ich es, dass das Unternehmen weiter herumkrautert, weiter Verluste erwirtschaftet und das Vermögen der Aktionäre langsam verzehrt.
Hier fehlt seit langem eine gute Idee, wir das Unternehmen wieder auf die Füße kommt (deshalb ja auch Scansofts Idee, aus Anlegerseite Druck aufzubauen).
Im Grunde war hier ja die Geschäftsidee, über Russlandgeschäft Geld zu verdienen. Vielleicht hätte das auch irgendwann geklappt. So bleibt es einstweilen ein Unternehmen, dass noch nie in seiner Geschichte Geld verdient hat, sich das auf Sicht auch nicht ändern wird und bei dem die Gläubiger durch Forderungsverzicht geholfen haben, es noch eine Weile am Leben zu halten.
Die Frage ist, ob die Liquidität ausreicht, bis es eine Idee gibt. Noch bin ich guter Hoffnung. Auch wenn ich nicht weiss, woher diese kommen soll.
18.01.26 12:02
#6998
Scansoft
Um die Nettocashposition
nochmal einzuordnen. Ende 2024 hat GFG 164 Mill. Nettocash ausgewiesen. Leasingkosten für 2025 sind 19 Mill, Capex wird mit 15 Mill. erwartet. Wenn GFG 2025 10 Mill. Ebitda schafft, dann kommen wir 2025 mit rd. 140 Mill Nettocash raus. Für FCF Break even braucht's dann 2026 rd. 35 Mill. Ebitda. Wenn GFG mit 5% wächst, wäre es machbar.
18.01.26 12:13
#6999
Zwiebelritter
Chaecka Schwamm drüber..
Nur kurz dazu: Wer wartet, bis die Gewinne sprudeln (wie bei Westwing heute), zahlt eben Premium. Ich wette auf die Phase davor. Und dass Großaktionäre tatenlos beim Geldverbrennen bis zur Null zusehen, halte ich für ausgeschlossen.
Damit ziehe ich hier den Stecker. Ich merke, dass ich hier zu viel Zeit verbrenne, um das Offensichtliche zu diskutieren. Das bringt meinem Depot genau 0,0 % Rendite. Ich gehe zurück in den 'Deep Dive'-Modus (Fakten statt Forum) und überlasse die Bühne wieder den Propheten.
Viel Erfolg weiterhin an alle Investierten.
Damit ziehe ich hier den Stecker. Ich merke, dass ich hier zu viel Zeit verbrenne, um das Offensichtliche zu diskutieren. Das bringt meinem Depot genau 0,0 % Rendite. Ich gehe zurück in den 'Deep Dive'-Modus (Fakten statt Forum) und überlasse die Bühne wieder den Propheten.
Viel Erfolg weiterhin an alle Investierten.
18.01.26 14:52
#7000
Katjuscha
Scansoft, hast dich verrechnet oder verschrieben
Bei deiner Rechnung wären es dann 130 Mio Netcash. Ich gehe eher von 125 Mio aus, und 2026 dann 105-110 Mio, da ich nicht an 35 Mio. EBITDA glaube, sondern eher 20-23 Mio.
Aber egal, wenn man 2027 dann wachsen sollte, gehen wir mit um die 100 Mio Netcash in eine Phase mit Wachstum ohne Cashburn. Dann wird hier eine Neubewertung ausgelöst, weil GFG dann ganz anders wahrgenommen würde.
Aber klar, letztlich muss GFG das auch erstmal beweisen. Man ist aber auf einem sehr guten Weg, wie die Margenentwicklung der letzten 6-7 Quartale zeigt.
Aber egal, wenn man 2027 dann wachsen sollte, gehen wir mit um die 100 Mio Netcash in eine Phase mit Wachstum ohne Cashburn. Dann wird hier eine Neubewertung ausgelöst, weil GFG dann ganz anders wahrgenommen würde.
Aber klar, letztlich muss GFG das auch erstmal beweisen. Man ist aber auf einem sehr guten Weg, wie die Margenentwicklung der letzten 6-7 Quartale zeigt.


