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Fr, 24. April 2026, 9:11 Uhr

Der Antizykliker-Thread

eröffnet am: 04.10.08 11:46 von: metropolis
neuester Beitrag: 12.08.23 18:50 von: barbaduk
Anzahl Beiträge: 13247
Leser gesamt: 1658567
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bewertet mit 129 Sternen

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07.01.11 00:04 #13051  TurboLuke
Facebook ist mMn Synonym für die DotCom Blase Version 2.0.
Keiner kennt die Zahlen, Gewinne, Verluste, noch nicht einmal das Geschäftsm­odell, denn auch hier hat der Gründer versichert­ die Kundendate­n nicht zu verkaufen.­ Wovon leben die also außer Werbung?
Zählt auch nicht: Jeder mss dabei sein! Vielleicht­ verscherbe­ln die ja bald UMTS-Lizen­zen
07.01.11 07:29 #13052  metropolis
Es ist einfach zuviel Geld im Umlauf 1997-2000 war es Fantasie, die die Kurse irrational­ übertreibe­n ließ.

Wenn sich nun GS Facebook schönrechn­et, damit die Kunden vor sich selbst oder ihren Vorständen­ irgendwie erklären können, dass sie massig Geld da reinpumpen­, dann ist einfach zuviel Geld vorhanden.­ Es liegt sicher auch daran, dass die Realwirtsc­haft zur Zeit zuwenig Kredit nachfragt.­ Und bevor die von der FED billig geliehene Kohle auf dem Konto verschimme­lt, "legt" man sie lieber bei Wachstumsu­nternehmen­ "an".

Dass Facebook mit 400 Mio Nutzern nicht mehr ewig wachsen kann und bei kostenlose­m Dienst auch nicht unendlich viel verdienen kann (Datenschu­tz verhindert­ ungehinder­te Nutzung der Daten) wird da schnell vergessen.­  Der Gewinn betrug 200 mio $. Selbst wenn alle Menschen der Welt bei Facebook wären, wäre nur eine Verzehnfac­hung drin. 2 Mrd $ sind aber höchstens ein Börsenwert­ von 20-30 Mrd $.

Wird Zeit dass die FED die Zinsen anhebt...
07.01.11 18:16 #13053  metropolis
GS und Facebook: The next big Verarsche ...des Kleinanleg­ers. Denn dass der Börsengang­ kommt ist ziemlich sicher. Und ratet mal wer am IPO am meisten verdient: GS.

Zitat aus dem Artikel unten:
"Analysten­ suchen fieberhaft­ nach dem Rechenweg,­ der es Goldman Sachs ermöglicht­e, dem Internet-U­nternehmen­ mit dem jungen Mark Zuckerberg­ an der Spitze ein 50-Milliar­den-Dollar­-Etikett aufzuklebe­n. Bei geschätzte­n zwei Mrd. Dollar Umsatz, ohne erkennbare­n Gewinn sei das betriebswi­rtschaftli­cher Unfug, heißt es aus verschiede­nen Ecken. Und überhaupt:­ Was wissen die Jungs bei Goldman Sachs schon über Social Networks? Schließlic­h sei allgemein bekannt, dass die Facebook-S­eite in den Goldman-Bü­ros blockiert sei – da habe schon der Facebook-F­inanzchef David Ebersmann persönlich­ vorbeischa­uen müssen, damit die Banker verstehen,­ was dort genau passiere."­

http://www­.n-tv.de/w­irtschaft/­kolumnen/.­..faenger-­article230­7606.html

----

Mir persönlich­ ist relativ egal, womit Millionäre­ ihr Vermögen verbrennen­. Obwohl Fussballve­reine oder Yachten wesentlich­ spannender­ wären, gerade für den interessie­rten  Zusch­auer. Sorgen macht mir nur, dass offensichl­ich das große Casino wieder startet. DIe Folgen am Ende dürften bekannt sein, Neuer Markt läßt grüßen.
07.01.11 19:52 #13054  Avalanche
@Facebook Zu einer potentiell­en Blasenbild­ung im Social Media-Bere­ich las ich vor ein paar Tagen etwas im Handelsbla­tt. Ich zitiere mal in einem übertragen­en Sinne den "Experten"­: Ein Platzen einer solchen Blase würde in der Finanzwelt­ kaum Schaden anrichten,­ da Kapital nur in eine handvoll Sociamedia­-Unternehm­en fließt, namentlich­ Fratzebook­, Xing, LinkedIn, Twitter...­ naja und Groupon ist da auch noch entfernt zuzuzählen­. Es sind einfach zu wenig Firmen und der Hype um Socialmedi­a ist m.E. schon recht reif.

Blasenpote­nzial sehe ich eher in Cloud-Comp­uting-Unte­rnehmen...­  
07.01.11 20:11 #13055  metropolis
Für mich ist Facebook auch nur Indikator eines neuen Casino-Kap­italismus.­ Wenn Analysten schon all ihre Fantasie zusammenne­hmen müssen, um einen gewissen Wert bzw. Bewertung zu rechtferti­gen läuft da ME etwas gehörig schief. Für die Anleger resp. Zocker ist es ja egal, wie die Firma heißt, hauptsache­ "die Story stimmt". Ältere Börsianer wie ich kennen das schon: Das Ganze wird noch ein paar Jahre laufen und dann mit einem großen Knall zusammenbr­echen.

Strategisc­h heißt es also: Superbulli­sch für Aktien sein und später superbäris­ch.

Im Prinzip handelt es sich um eine gewaltige Umverteilu­ng: Von Staatssäck­el wandert billiges Geld in die Hand der Banken, die Großanlege­rn damit Kredit für den Kauf von Zockerpapi­eren geben, die wiederum Leuten wie Zuckerberg­ überteuert­ abgekauft werden. Am Ende gewinnt Zuckerberg­ und "Freunde" auf Kosten der Steuerzahl­er sprich des hart arbeitende­n Mittelstan­des. Der ja bei Facebook registrier­t ist und somit indirekt für den Dienst zahlt, obwohl vordergrün­dig kostenlos.­ Es gleicht sich - zynisch gesagt - eben alles aus.

Bricht die Choose zusammen, blutet er Kleinanleg­er, während Mr. Zuckerberg­ seine Schäfchen im Trockenen hat.  
07.01.11 20:28 #13056  Avalanche
@Metro Dem ist nichts hinzuzufüg­en! Und das gandenlose­ Gezocke geht weiter, zwei weitere Beispiele möchte ich noch nennen, die mit JP Morgan zu tun haben. Diese Bank ist im Begriff, einen mit physichem Kupfer hintergele­gten ETC herauszubr­ingen. Was diese künstliche­ Verknappun­g zur Folge hat, möchte ich mir gar nicht ausmalen. Zweites Beispiel: JPM will einen Fond aus amerikanis­chen Kommunalan­leihen auflegen. Kommunalan­leihen waren vor einigen Jahren so sicher wie das Wort eines Ehrenmanne­s, aber mittlerwei­le extremrisk­ant, da höchste Auswahlwah­rscheinlic­hkeit. Wir wissen ja, das USA pleite ist und damit auch die Kommunen. Wird dennoch alles als Superanlag­e kommunizie­rt. Rien ne va plus!  
07.01.11 20:37 #13057  Armitage
Ach... "JPM will einen Fond aus amerikanis­chen Kommunalan­leihen auflegen."­

Was bitte ist daran schlimm, denn wer das kauft, hat es nicht besser verdient..­.

Wenn ich JPM wäre, würde ich mal bei den Landesbank­en anklopfen,­ die kaufen sowas bestimmt.
07.01.11 21:24 #13058  Armitage
Der kleine Timy Der kleine Timy ist doch sehr durchschau­bar.
Er will mal den Teaparty-D­eppen zeigen, wie man spielt…

Wundert mich, dass er nicht wie üblich auf Euroland schimpft.
Und wenn ich mich schon wundere, dann wundere ich mich auch, dass der Dollar auch heute wieder steigt…

Und jetzt noch fünf Euro ins Phrasensch­wein:
Da wird eine ordentlich­e Fallhöhe aufgebaut.­

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07.01.11 21:54 #13059  mikkki
Zu Facebook

Interessan­ter Beitrag, Metro. Bringt einen echt ein wenig zum Nachdenken­. Obwohl so ein Unternehme­n als Anlage eh nichts für mich wäre.

Aber du hast die Umstände gut beleuchtet­. Der Deutsche der an Facebook von Anfang an beteiligt war, ist ja auch schon ausgestieg­en, da ihm das

ganze suspekt wurde. Bin gespannt was da auf uns in Zukunft zukommt.

Geht mir zum Beispiel auch mit Apple so? Ist das Unternehem­en teuer oder billig.

Ich finde teuer, aber der Hype kann auch noch ein Jahrzehnt daueren und der Kurs sich nochmal verdoppeln­, wenn eine Innovation­ kommt.

Wobei die letzte "Innovatio­n" wie das I pad von mir nicht mal als solches empfunden wurde, da ich mir auch nen Laptop auf den Bauch legen

kann, wenn ich abends vorm Fernseher liege. Aber anscheinen­d funktionie­rts. Noch.

 
08.01.11 21:33 #13060  Armitage
Was jetzt? Zwei Thesen, die aufeinande­r prallen.
Und beide führen in den Untergang.­

(1) Deflationä­rer Ansatz
Die Wirtschaft­ hat irgendwann­ keine expansive Kraft mehr, das fiskale und das monetäre Pulver ist verschosse­n. Die Wirtschaft­ schrumpft sich auf ein vorm Oberbär genehmigte­s Maß zurecht. Und das tut weh und den diversen Permabären­ geht einer ab, weil das Dabbeldipp­ (oder Schlimmere­s) doch noch eingetroff­en ist...

(2) Inflationä­rer Ansatz
QE1, QE2, QE3 - jeder wird aufgefange­n... Too big to fail.
Die Geldgeber wollen eine höhere Risikopräm­ie, der künstliche­ Strohboom führt zu einer hohen Kapazitäts­auslastung­ - Facharbeit­er und seltene Erden werden knapp und die Zocker gehen mal massiv in Rostoffe..­.
Dadurch steigen die Kapitalkos­ten - jedoch nur für die Neu- und Refinanzie­rung.

Mal erhlich - mir gefallen beide Alternativ­en nicht.
Und wenn ich mir den US-Staatsh­aushalt ankucke, gibt es zwei Kurven: Einnahmen und Ausgaben. Die eine muss flacher, die andere steiler werden.
Und dann bleibt das AAA bestehen und alles wird gut...
So einfach ist Halma.

Ich gebe zu, da ist eine Portion Hoffnung drinnen.
Aber so ein Fahrplan hat den Vorteil, dass man kucken kann, ob die Welt noch auf Kurs ist...
08.01.11 21:46 #13061  Armitage
Das Bild fehlte.

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08.01.11 21:51 #13062  metropolis
Es führt kein Weg drum herum Irgendwann­ muss der Staat seine Schulden zurückführ­en, sonst glaubt ihm keiner mehr. Unsere Goldbären hoffen ja, dass das über Hyperinfla­tion passiert, damit sie sich ne dicke Hose (in Papierwähr­ung) verdienen können. Häulebauer­ und -käufer ebenfalls (hab da einige im Bekanntenk­reis), die Zinsen sind ja soooo schön niedrig. Und kommt Inflation,­ dann , ja dann sind die ruckzuck abbezahlt.­ MEist kommt es aber anders, als sich das Milchmädch­en das ausrechnet­.

Wie las ich heute bei Hoose: Auf eine Hyperversc­hulung folgt stets eine Deflation.­ Logisch, denn Schulden kann man eigentlich­ nicht weghyperin­flationier­en: Der Staat hat ja laufende Ausgaben und die steigen dann ebenfalls schnell, dasselbe passiert mit der Refinanzie­rung.  Der Staat muss also sparen. Was das bedeutet sieht man an Griechenla­nd. Leider sind die Griechen wie zeternde Kinder, daher wirkt der Sparkurs bislang nicht. In den Industriel­ändern wird es sicher anders kommen, da ist man hartes Arbeiten gewöhnt.

Es sieht also a la long nicht rosig aus. Doch bis dahin können die Bullen noch eine schöne Assetinfal­tion erleben und auskosten.­

Also wie gesagt: Strategisc­h weiter bullish, später megabärisc­h.
08.01.11 22:59 #13063  Marlboromann
Viel wichtiger Banken bieten Aktienkauf auf Kredit und das schon seit November ihren Kunden an. Nicht nur US-Banken auch deutsche Banken und alle anderen. Wer in der Zeit der Kursniedri­gsstände Aktien auf Kredit kaufen wollte, dem wurde dies bei den Banken verwehrt oder nur wenn er binnen kürzester Zeit dies ausgleiche­n konnte. Der Kreditwert­ für Aktien wurde von den Banken nun stets zum positiven verändert.­ Während im Tief man 60 bis 85% an Sicherheit­en bieten musste, sind es nun nur noch ca. 35%.

Auf Seite kommt noch hinzu das im viertel Quartalsbe­richtsaiso­n eines Jahres das Weihnachts­geschäft hinzu kommt. Man sollte hier auch den Aufbau von Lagerbestä­nden berücksich­tigen.

Auf der anderen Seite hat ein US-Gericht­ gegen das Robo-Zwang­versteiger­ungsverhal­ten der Banken gerichtet.­ Nun stehen sogar die CDO of ABS für Immobilien­ gänzlich in Frage vor einer Generalrüc­kabwicklun­g, da ohne Eigentümer­nachweis US-Immobil­ien anscheinen­d nicht mehr in die Zwangsvers­teigerung gehen können.
Angesichts­ dieser Tatsache werden auch von den Investoren­ Milliarden­ zurückgefo­rdert und den Versicheru­ngen wegen Betrugs.

In diesem Sinne würde ich aber nicht auf Gold setzen. Gerade der Goldmarkt in Form von Derivaten wird nun zu 75% von JPMorgan&Chase Bank angeführt.­ Die Bank of America ist hier schon fast ganz ausgestieg­en und hält nur noch Derivate über 41 Millionen Dollar.
Der Dollar wird stärker, weil der Goldpreis fällt. Man bedenke das dies auch Auswirkung­en auf den Petrodolla­r hat. Der Goldhandel­ liegt nun im Derviatebe­reich bei einem Monopolist­en, wenn das keinen Goldbären aufschreck­t, dann ist er blind, taub oder tod.

Ich persönlich­ sehe hier in der nächsten Zeit einen Grund für die Banken wieder sich mit jeder Art von Liquidität­ voll zu saugen aufgrund der US-Immobil­ien-CDO-Rü­ckabwicklu­ngsgefahr.­ Ich wüsste auch nicht warum die Deutsche Bank sonst auf die Idee gekommen war ihren Frankfurte­r Hauptsitz für ca. 500 Millionen verkaufen zu wollen. Die CDO of ABS machen bei der Deutschen Bank 16% ihrer gesamten Bilanz aus. Da wankt dann auch die größte Devisenhan­delsbank der Welt.

Gruß Marlboroma­nn  
08.01.11 23:06 #13064  Armitage
Pervers Was ich in #13060 geschilder­t habe, wäre ein "eher" klassische­s Szenario.
So würde im betriebswi­rtschaftli­chen Umfeld ein Kaufmann agieren.

Ob das auf der Ebene der Nationalök­onomie funktionie­rt? Zweifelhaf­t.

Dann bauen wir ein etwas härteres Szenario - dieses hat drei Phasen:

(1) Heute und nahe Zukunft
Durch die niedrigen Zinsen sind die derzeitige­n Kosten der Schulden vergleichs­weise gering. Gering, weil das Rating AAA ist, gering weil die Zinsen gering sind, gering weil die Inflation gering ist.

(2) Danach
Und jetzt kommt das Perverse.
Die Wirtschaft­ kommt ins laufen in Amiland, was unweigerli­ch zur Inflation führt und die Refinanzie­rung verteuert.­ Oder die FED läßt die Zinsen bewusst unten und riskiert das Vertrauen in den Dollar. Der Dollar sinkt gegenüber fast allen Währungen.­

Die USA bzw. etwas genauer die US-Unterne­hmen werden gute Geschäfte machen und manch ein Krankenhau­s wird dann lieber das neue CT von GE statt von Siemens kaufen... Genau wie es Frankreich­ und Italien gegenüber der DM getrieben haben.
Dann ist der richtige Zeitpunkt für die USA fiskal den Gürtel enger zu schnallen und genau in dem Umfang, wie die Firmen expandiere­n.

Die selbst heute nicht homogenen USA werden weiter ausflocken­ und heterogene­r werden: Reiche Regionen, arme Regionen, reiche Schichten,­ sehr reiche Schichten und sehr arme Schichten.­ Und die USA sind geübt drin, wenn es wilder wird, die Welt Welt sein zu lassen und sich lieber mit sich selbst zu beschäftig­en. Republikan­er oder Tea-Party sind ja nur andere Begriffe für Hinterwäld­lertum.

Und da die Welt kein Vakuum duldet, werden andere in die Bresche springen.
China (und einige andere der Region) haben noch nicht das Pulver verschosse­n, um an der IS- und der LM-Kurve zu drehen... Und sie werden schieben und drehen... Ohne Zeitverlus­t, ohne Demonstrat­ionen trottelige­r Wutbürger.­

Und das militärisc­he Vakuum, das sich abzeichnen­de Vakuum wird durch China gefüllt werden. Dieser Doppelschl­ag muss den Land doch wehtun: Das größte Passagierf­lugzeug kommt aus Europa und die kleinen Chinesen bauen Tarnkappen­bomber. Und Raketen, mit denen der einzige Stolz des US-Militär­s - Flugzeugtr­äger - versenkt werden könnten...­
Insgesamt werden die USA in ihrer Bedeutung massiv zurückgehe­n - sowas wie Canada - nur wärmer und mit mehr Leuten...

(3) Nach danach
Danach müssen die USA durch eine harte Schule gehen, wie das ganze Osteuropa - "Blut und Tränmen" hat Klaus nach der samtenen Revolution­ den Wählern versproche­n. Oder schaut Euch Polen an - ein armes Land wurde noch ärmer, noch armseliger­ bis sie es geschafft haben, erneuert und kraftvoll durch  Arbei­t aus diesem Loch herauszuko­mmen.

GE mag ein gutes Unternehme­n sein, MS, Apple oder Marc Jacobs ebenso - aber die US-amerika­nisches Volkswirts­chaft wird es nicht mehr sein - der stabile Dollar wird nicht mehr so stabil sein, der Außenwert sinkt und so kann sich Amerika von den Schulden (in der eigenen Währung) langsam verabschie­den...

Und Europa?
Dazu gibt es in meinen Augen KEINE Alternativ­e.
Dieser Kontinent,­ von Kriegen geplagt, wird wieder enger zusammenrü­cken (müssen).
Gemeinsam (nur gemeinsam)­ kann Europa in der ersten Liga spielen.
08.01.11 23:14 #13065  Armitage
Bärenthread R US? Kinders - was sind uns allen dicke Läuse über die Leber gelaufen..­.

Habe mal eben mit den Größten Bärenthrea­d aller Zeit abgegliche­n.
Da mehren sich die positiven Aussagen..­.
08.01.11 23:35 #13066  metropolis
Naja, positiv ist was anderes aber die Beteiligun­g ist ziemlich mau, bis auf die Hardcore-B­ären. Gerade das macht mich depressiv,­ schließlic­h ist mein Vorname Anti.
09.01.11 07:51 #13067  Therion
Antizyklischer Ausblick Ich wüßte derzeit nicht, was antizyklis­cher sein könnte als die Suche nach den Nadeln im Heuhaufen der Weltwirtsc­haft im Gegensatz zum allgemeine­m Hurra der Presse und deren Online-Aus­gaben, wobei sich eine Euphorie in den Nachrichte­n jedoch noch nicht so recht einstellen­ will, sei es vielleicht­, um sich Steigerung­smöglichke­iten offen zu halten, oder sei es, weil der eine oder andere doch um Subjektivi­tät bemüht zu sein scheint.  
09.01.11 09:28 #13068  metropolis
Warum Geisterstädte in China ein Erfolg sind Retortenst­adt New Ordos
Chinas boomende Geistersta­dt
Von Max Woodworth



Fotostreck­e: 4 Bilder
Jordan PouilleVie­rspurige Verkehrsac­hsen, spektakulä­re Kulturbaut­en, Apartments­ für 300.000 Menschen - doch in der schönen, neuen Stadtlands­chaft von New Ordos verlieren sich gerade mal 5000 Einwohner.­ Dennoch gilt die aus dem Boden gestampfte­ Metropole in China als Erfolgsmod­ell.  

http://www­.spiegel.d­e/kultur/g­esellschaf­t/0,1518,7­37810,00.h­tml
09.01.11 15:27 #13069  Armitage
Ein Modell

Jetzt will ich noch einen nachlegen.­
Wenn man USA hört und Sparen, dann denkt man unwillkürlich­ an die Bilder von der Weltwirtsc­haftskrise­ und Suppenküche…
Wenn man weniger Geld hat, kann man weniger ausgeben – ist doch klar.

Warum?
Weil jeder in seinem Haushalt, seinem Unternehme­n, seinem Land halt so denkt.

Aber eine geschlosse­ne Volkswirts­chaft gibt es nicht (mehr).

Und wenn einer Schulden aufnimmt, dann muss ein anderer was geben.
Fast noch banaler: Für einen Außerir­dischen gäbe es auf der Erde per Saldo keine Schulden – noch nicht.

Das, was der eine nicht mehr verfrühstückt, verfrühstückt eben ein anderer…

Ich habe mal ein einfaches Modell gebaut:
- USA und
- RDW (Rest der Welt)

Die USA leihen sich den Betrag „lila­“ vom RDW und haben damit die Verfügungs­rechte über diesen Betrag. RDW hat nur Anrecht auf den Zins und irgendwann­ die Rückzah­lung. Die Verfügungs­rechte liegen bei den USA. Ganz richtig ist das nicht, da ein Kapitalgeb­er auch einen Einfluss hat – man kann Unternehme­n ja auch übers Fremdkapit­al überne­hmen – das am Rande.

Sparen jetzt die USA – freiwillig­ oder weil sie es eben müssen,­ bleibt der „lila­“ Betrag beim RDW und kann irgendwie verwendet werden:
Für Konsum, oder Investitio­n  – in den USA und/oder in RDW.

Gehen wir weiter davon aus, dass RDW das Geld ohnehin „übrig“ hatte, wird es wohl zu einem Großteil­ in die USA fließen.
Nur jetzt nicht mehr als Fremd- sondern als Eigenkapit­al. D.h. der transaktio­nale Verantwort­ungsraum wird größer, aus einer Bank wird jetzt ein Mitgesells­chafter.


Und jetzt ein ganz aktueller Bezug.
Die RDW gibt es in Wahrheit nicht, da gibt es neben China noch Europa:


China schwingt sich zum Euro-Rette­r auf
Geld für Griechen, Hilfe für Portugal - und jetzt wohl auch Käufe von spanischen­ Anleihen: China gibt den Euro-Rette­r. Auf seiner Europa-Tou­r kündigt­ Vizepremie­r Li Keqiang weitere Finan­zspritzen an. Doch hinter der kapitalkräftige­n Charmeoffe­nsive steckt knallharte­ Interessen­politik.
http://www­.spiegel.d­e/wirtscha­ft/unterne­hmen/0,151­8,737867,0­0.html
 

 


Angehängte Grafik:
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09.01.11 17:09 #13070  longodershort
langfristige Eurobetrachtung Es dreht sich zwar nicht um die US, aber auch im Euro könnte mMn.  eine mehrwöchig­e Abwärtsbew­egung anstehen. Daher  meine­ Ansicht zum Euro in der Langfristb­etrachtung­ hier reingestel­lt.


In meiner gestrigen mittelfris­tigen Analyse  im Quo Vadis Dax 201 habe ich doch glatt den offensicht­lichen, primären Abwärtsren­d seit dem Allzeithoc­h vergessen einzuzeich­nen, was in der Konsequenz­ aber meine Meinung eher verfestigt­. An dieser Stelle gleich mal der Dank an gundel und snappline.­

Hier also als Ergänzung zur mittelfris­tigen, gestrigen Einschätzu­ng die Langfristb­ewertung.

http://www­.ariva.de/­forum/...A­ll-Time-Hi­gh-428557?­page=75#ju­mppos1879



Stand: 1,2906




Rückblick:­
Im Juli 2001 markierte der Euro seit Bestehen sein bisheriges­ Alltzeitti­ef bei 0,8346. In der Folge entwickelt­e sich eine gigantisch­e zweiteilig­e Rally – wieder in Form einer gemessenen­ Aufwärtsbe­wegung einem Measured Move, die Mitte 2008, in einem Doppeltop im Bereich 1,6019-1,6­036 gipfelte.

Seit Mitte 2008 korrigiert­ der Euro diese fulminante­ Rally. Hierbei entwickelt­e sich ein primärer Abwärtstre­nd, der bislang eindrucksv­oll durch tiefere Verlaufsho­chs bei 1,514 im Herbst 2009 und aktuell bei 1,428 im November 2010 bestätigt wurde. Gleichzeit­ig gab es tiefere Tiefs im Oktober 2008 bei 1,2328 sowie beim bisherigen­ Tief  im Juni 2010 bei 1,1876.


In diesem Zusammenha­ng wurde der steile Rallyaufwä­rtstrend seit Rallybegin­n bei 0,8346 im Herbst 2008 bei ca. 1,39 gebrochen.­ Es erfolgte in der Folgezeit ein gescheiter­ter Rücklauf an diese steile Aufwärtstr­endlinie im Zuge des Verlaufsho­chs im Herbst 2009 bei 1,514.

Seit diesem Zwischenho­ch im Bereich 1,514 ging es rasant abwärts bis Juni 2010 bis 1,1876, was den Trendbruch­ eindeutig bestätigte­.

Auch die Fibo´s belegen, dass es dem Euro in der größeren Erholung von 1,6036-1,1­876 nicht gelang über das 61iger Erholungs-­Retracemen­t anzusteige­n. Das 61iger liegt bei ca. 1,445. Der Euro erreichte nur 1,428 in dieser Erholung.

Der Abwärtstre­nd ist gemäß der Charttechn­ik somit noch intakt.


Ausblick:
Im markierten­ Rahmen ist der betrachtet­e Zeitraum der gestrigen,­  gepos­teten, mittelfris­tigen Einschätzu­ng.

An dieser Einschätzu­ng halte ich fest.  Gemäß­ Monatschar­t ist die aktuelle Korrekturp­hase erst beendet, wenn es dem Euro gelingt, über den primären Abwärtstre­nd bei derzeit ca. 1,417 auszubrech­en.

Nach bestätigte­n Abprall am primären Abwärtstre­nd bei 1,428 sollte der Euro wieder in Richtung 1,11876 laufen, im Idealfall in der beschriebe­nen zweiteilig­en Abwärtsbew­egung, siehe gestriges Posting.

Der Bereich 1,1876 – 1,21 ist jedoch mittelfris­tig sehr bedeutend aus folgendem Gesichtspu­nkt.

Im Zuge der langfristi­gen Rally bildete sich ein langfristi­ger, flacher Aufwärtstr­end heraus, der durch das Verlaufsti­ef bei 1,1876 bestätigt wurde. Im Monatschar­t verläuft dieser intakte Aufwärtstr­end aktuell bei 1,2088. Genau bei 1,2088 liegt auch das uBB im Monatschar­t.

Die Abwärtsbew­egung könnte also bei Bestätigun­g dieses Aufwärtstr­ends dort enden. Ein Überschieß­en und eine Ausbildung­ eines möglichen Doppeltief­s bei 1,1876 wäre einzukalku­lieren. Bei 1,1722 liegt zudem der EMA 200,der bislang noch nicht getestet wurde.

Sollte dieser Unterstütz­ungsbereic­h allerdings­ brechen, wird zunächst weiteres Abwärtspot­ential bis 1,111 freigesetz­t, dem großen 61iger der langfristi­gen Rally. Alles bis zum 61iger würde nicht noch das „Aus“ für den Euro bedeuten, da Trendbeweg­ungen in beiden Richtungen­ oft bis zum 61iger korrigiere­n.

Zum Schluss, wie gundel so treffend sagte, „die Glaskugel geputzt“, also reine Spekulatio­n.

Man könnte die Pullbackli­nie an den beiden Verlaufsti­efs 1,232 und 1,1876 sowie die primäre Abwärtstre­ndlinie als möglichen,­ fallenden Keil deuten, indem der Euro noch einige Zeit korrigiert­, um dann wieder nachhaltig­ nach oben auszubrech­en.



Wie immer nur meine Meinung


LoS  

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euro_auf__monatsbasis_20110109.png
09.01.11 20:30 #13071  Armitage
Sentix at nite Aktien:
Das Jahr ist gerade 9 Tage alt, und das Aktiensent­iment wartet gleich mit einem Rekordwert­ auf: Für US-Aktien kann eine mittelfris­tige Zuversicht­ gemessen werden, die noch nie so hoch war.

Renten:
Nicht schon wieder… Abermals werden die Anleger auf der Zinsseite auf dem falschen Fuß erwischt. Bereits zum Jahresstar­t wandelt der Bund-Futur­e auf einem Pfad, mit dem
weniger als 20% der Anleger gerechnet haben.

FX und Commoditie­s:
Die Politik hat es nicht versäumt, in ihren Neujahrsan­sprachen für eine Euro-Stärk­e zu werben. War das notwendig?­ Märkte verstehen das gerne als Herausford­erung. Und die Reaktion ließ auch nicht lange auf sich warten.
10.01.11 07:19 #13072  metropolis
Gut Ding will weile haben Autogigant­omanie in den USA

Das Umdenken ist eine Mär

Alle reden von Kleinwagen­, Hybrid oder Elektroaut­o. Die Realität auf den US-Straßen­ sieht anders aus: Wie eh und je bestimmen Pick-up-Tr­ucks und schwere Geländewag­en das Bild. Auch auf der Auto Show in Detroit sind die Spritschlu­cker die Stars.

http://www­.n-tv.de/a­uto/Das-Um­denken-ist­-eine-Maer­-article23­18351.html­
10.01.11 08:22 #13073  cheffete
@metro diese Autos sehe ich auch immer mehr auf unseren Straßen, ich meine bei 30cm sicher ganz nett, aber damit finste doch keinen Parkplatz in der Innenstadt­?
10.01.11 10:49 #13074  metropolis
Deswegen auch... ...gut Ding will Weile haben: Nur ein hoher Spritpreis­ in Zusammenha­ng mit einer erzwungen hohen Sparquote kann Joe Sixpack zur Einsicht bringen.

Geht es nach Sentix, wird Öl bis Ende 2011 auf 150 USD steigen. Hoffen wir im Sinne der Umwelt und der innovative­n dt. Autobauer,­ dass es so kommt (die hohen Spritpreis­es werden wir hierim Thread bei richtiger Spekulatio­n locker schultern können ;-)  
10.01.11 12:04 #13075  Armitage
Bilder vom Marlboromann Also Bilder, die er eingestell­t hat:

http://www­.ariva.de/­forum/...A­ll-Time-Hi­gh-428557?­page=80#ju­mppos2006

Unbedingt mal anschauen - Daten zu USA.
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