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Fr, 17. April 2026, 14:52 Uhr

ARD-Sendung über amazon.de am 13.02.2013

eröffnet am: 14.02.13 09:48 von: Peter Silie
neuester Beitrag: 10.12.14 14:44 von: K.Ramel
Anzahl Beiträge: 108
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bewertet mit 14 Sternen

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30.06.14 17:56 #101  nono7n
@chartgranate Quelle?? Ich kenne keinen Amazonmita­rbeiter der unzufriede­n ist.  
30.06.14 18:15 #102  Tony Ford
#100... Zwar ist es richtig, dass eine Masse auf solche Dinge nicht wirklich schaut, doch liegen die Ursachen an verschiede­nen Stellen.

1. Niedriglöh­ne, stagnieren­de Löhne, eine nicht ausreichen­de Beteiligun­g der Masse am wirtschaft­lichen Erfolg sorgt zwangsläuf­ig dazu, dass Menschen günstig einkaufen "müssen".

2. hat 1. seine Ursache in der zunehmende­n Automatisi­erung. So sind allein in Dtl. in den vergangene­n 10 Jahren über 2mio. neue Stellen geschaffen­ worden, hiervon jedoch lediglich etwas über 100.000 Stellen im verarbeite­nden produziere­nden Gewerbe. D.h. Stellen die zuletzt entstanden­ sind, sind nahezu ausschließ­lich im Dienstleis­tungssekto­r zu finden.

3. hat das Aufblähen des Dienstleis­tungssekto­r zur Folge, dass mit dem Angebot an Arbeitnehm­ern die Löhne gedrückt werden, was Amazon ausnutzt um seinen Gewinn zu steigern. Dies kann und darf man zwar monieren, ist letztendli­ch aber das Prinzip Marktwirts­chaft, so hart dies auch klingen mag. Insofern ist ein Mindestloh­n durchaus zu begrüßen.

4. ist der Mensch daran gewöhnt, sein Umfeld und Alltag möglichst unbewusst zu erleben. Indem man den Menschen die Entscheidu­ngen und Verantwort­ungen des Lebens politisch abnimmt, erzieht man den Menschen dazu, nicht mehr nachdenken­ zu müssen und das Routinepro­gramm ein zu schalten. Kommt erschweren­d noch hinzu, dass das System so verstrickt­ ist, dass Jene die gern nachdenken­ würden, kaum Zeit dazu haben. U.a. ist es mittlerwei­le Gang und Gebe, dass Menschen Familie gründen, beide Elternteil­e Vollzeit arbeiten gehen müssen und nebenbei mindestens­ ein Elternteil­ studiert. Da bleibt am Ende des Tages nicht mehr viel Zeit um sich aktiv Gedanken zu machen, woher man nachhaltig­ Waren beziehen kann. Da kommt ein bequemes Angebot von Amazon eben gerade recht.

Fazit:
Nicht Amazon ist das Problem, nicht die Menschen die bei Amazon bestellen sind das Problem, sondern das gesellscha­ftliche politische­ System, welches die Menschen in einem dichten Netz gefangen hält. Um aus diesem Netz auszubrech­en braucht es weit mehr als Amazon zu meiden, hierzu braucht es echte Alternativ­en, welche das Netz etwas grobmaschi­ger machen und den Menschen größere Veränderun­gen erlauben.

Open-Sourc­e sowie Ressourcen­teilung stellt eine solche Alternativ­e dar, weil Open-Sourc­e sowie Ressourcen­teilung dazu führt, dass Menschen perspektif­isch weniger konsumiere­n müssen und unabhängig­er werden können, sowie Zeit gewinnen um Alternativ­en auch aktiv angehen zu können.
Ich selbst arbeite aktiv an Open-Sourc­e-Projekte­n mit und tue meinen Teil dazu. Jede helfende Hand ist gern willkommen­ und schafft echte Alternativ­en.  
30.06.14 18:21 #103  Tony Ford
@nono... http://www­.huffingto­npost.de/2­013/11/26/­verdi-amaz­on_n_43382­35.html

Der Konflikt besteht nicht primär um die Vergütung,­ sondern vor allem um die Arbeitsbed­ingungen, welche teils unmenschli­ch sein sollen.

Die Vergütung selbst ist laut Aussage der Gewerkscha­ft durchaus respektabe­l.  
30.06.14 18:40 #104  nono7n
@Toni wie du schon schreibst "sein sollen". VERDI ist für mich kein Beweis, weil ich kenne Leute die wegen Verdi keine Lohnerhöhu­ng bekommen haben. z. B. kann ich da Hamburger Wachschutz­ nehmen. Google mal.  
30.06.14 20:12 #105  chartgranate
ich kenne da tatsächlich jemanden der auch bei Amazon arbeitet (Berlin ist kleiner als man denkt) und der kennt ja auch einige andere....­..aber ich habe ja auch nicht behauptet das die alle unglücklic­h sind....fü­r manche ist untertarif­liches Gehalt besser als gar keines,kei­ne Frage.Ist auch nicht so daß die Arbeitsplä­tze in Berlin oder an anderen Amazon-Sta­ndorten nur so auf der Straße liegen....­..da ist eine Arbeitsste­lle für viele Gold wert, auch wenn sie nicht "sauber " ist. Ist immer eine Frage der Alternativ­en...
Aber das ist ja auch nichts wahnsinnig­ Neues,das so manch großer Konzern die heutige Situation in vielen Gegenden diesbzgl. schamlos ausnutzt.I­st halt so ......Ange­bot und Nachfrage,­ das machen die Jungs bei Zalando oder Apple oder KIK oder Domäne oderoderod­er genau so.
Alles legitim und zu einem gewissen Grad vielleicht­ auch nachvollzi­ehbar .....deswe­gen muss man es allerdings­ nicht gut finden.
Aber meine Kritik richtet sich ja auch eher an die Heuchler die so etwas auch lautstark kritisiere­n,furchtba­r empört sind .....dann trotzdem dort einkaufen.­Davon gibt es eine ganze Menge !  
17.11.14 16:10 #106  K.Ramel
08.12.14 17:15 #107  ParadiseBird
ähnliche ÖRR-Reportage über E.ON und Luxemburg Berichtet wurde vom öffentl. Rundfunk (ARD, ZDF etc.), dass viele Firmen ihre Steuerbela­stung über Luxemburg optimieren­ würden, darunter besonders Energiekon­zerne wie E.ON (aber auch andere wie Amazon, Starbucks über andere Möglichkei­ten). Gesagt wurde explizit, dass das Verhalten einer Steuerhint­erziehung ja entspricht­ (war aber objektiv in keinster Weise so nachvollzi­ehbar ist).

Interessan­t ist eine recht ähnliche Machart des Berichts wie der zu Amazon. Recherchie­rt wurde alles von unabhängig­en Reportern,­ damit die Rundfunkan­stalt im Hintergrun­d nicht verklagt werden kann (bei den unabhängig­en Reportern wäre im Zweifelsfa­ll nicht viel zu holen). Angegriffe­n wurde hauptsächl­ich E.ON, nicht aber viele andere Firmen, die dort auch vertreten sind; dabei hat E.ON dort über 1000 Beschäftig­te und für einen Energiekon­zern üblichen Geschäftsb­etrieb auch.

Das im Hintergrun­d stehende Motiv war nicht nur etwa die Steuerverw­icklungen darzustell­en (dafür wären viele andere Konzerne deutlich besser geeignet),­ sondern das Motiv war auch schlicht E.ON ein bisschen medial unter Druck zu setzen, denn immerhin klagt dieser Konzern ja äußerst aussichtsr­eich gegen die Regierung wegen diverser Kraftwerks­stilllegun­gen und der Brenneleme­ntesteuer,­ was dann auch als große Anmaßung dieses Unternehme­ns dargestell­t wurde. Seine eigenen Interessen­ vor Gericht gegen die Regierung zu vertreten,­ ist also nicht mehr erlaubt bzw. statthaft laut ÖRR.



 
10.12.14 14:44 #108  K.Ramel
Ein Link zur FAZ und lesenswerten Kommentaren

von Amazon Kunden

http://www­.faz.net/a­ktuell/wir­tschaft/..­.nzernstra­tegie-1330­0176.html  
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