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Fr, 17. April 2026, 18:47 Uhr

DMG Mori AG

WKN: 587800 / ISIN: DE0005878003

Gildemeister Outperformance


10.10.03 12:35
Frankfurter Sparkasse

Die Analysten der Frankfurter Sparkasse sind der Meinung, dass die Chancen für eine Outperformance der Aktie von Gildemeister (ISIN DE0005878003 / WKN 587800) nicht schlecht stehen.

Gildemeister sei mit einem Konzernumsatz von 1,033 Mrd. Euro in 2002 der weltweit führende Hersteller von zerspanenden Werkzeugmaschinen. Größter Konkurrent sei die japanische Firma Mazak mit einem Konzernumsatz von rund 1 Mrd. Euro. Danach folge mit weitem Abstand die ThyssenKrupp-Tochter, Metal Cutting, die einen Umsatz von etwa 660 Mio. Euro auf sich vereinigt habe sowie weitere japanische Wettbewerber. Aufgrund seiner breiten Produktpalette, die sich von einfachen Standardmaschinen bis hin zu High-Tech-Maschinen für sehr komplexe Fertigungsaufgaben erstrecke und auch Zukunftstechnologien wie Lasern umfasse, gehöre Gildemeister zu den Technologieführern in seinem Bereich.

Dem konjunkturellen Abschwung der letzten Jahre habe sich auch der sehr zyklische Werkzeugmaschinenbausektor nicht entziehen können, was dazu geführt habe, dass Gildemeister in 2002 erstmals seit 1995 wieder rote Zahlen geschrieben habe. Während auch im laufenden Geschäftsjahr weiterhin eine nur verhaltende Nachfrage nach den Produkten feststellbar sei und Gildemeister im ersten Halbjahr die Verlustzone nicht habe verlassen können, würden sich die Hoffnungen insbesondere auf eine Verbesserung der Konjunkturindikatoren und einen erfolgreichen Verlauf der bedeutenden Fachmesse EMO richten, die im vierten Quartal stattfinde.

Nachdem Gildemeister einschneidende Maßnahmen zur Wiedererlangung der Profitabilität eingeleitet habe, zudem mit weiteren Kostensenkungen und Einsparungen aufwarte, werde für 2003 trotz eines wahrscheinlichen Umsatzrückgangs von rund 3% die Rückkehr in schwarze Zahlen als möglich erachtet. Phantasie für die Zukunft biete vor allem der stetig wachsende Verbrauch im boomenden chinesischen Markt, der in 2002 bereits 18% des weltweiten Absatzvolumens von 32,8 Mrd. Euro auf sich vereinigt habe. Deutlich zunehmend, und mit 10% im weltweiten Vergleich auf Platz vier liegend, werde dieser Standort auch bei der Produktion immer wichtiger. Gildemeister dürfte hier entsprechend von seiner Produktion in Schanghai profitieren.

Überhaupt sollte das Geschäft von Gildemeister aufgrund der weltweit flächendeckenden Vertriebs- und Servicenetzstruktur des Unternehmens durch einen konjunkturellen Aufschwung besondere Impulse erfahren. Dies dürfte dann auch gute Möglichkeiten bieten, die bei rund 373 Mio. Euro liegende Nettoverschuldung deutlich zu reduzieren. Der Aktienkurs von Gildemeister habe auf die vermehrten Konjunkturhoffnungen bereits mit einem kräftigen Anstieg reagiert, wodurch sich nun die Bewertung mit einem 2004er KGV von 16 als recht ambitioniert darstelle.

Trotz allem stehen die Chancen der Gildemeister-Aktie für eine Outperformance nicht schlecht, falls sich die hohen Erwartungen erfüllen sollten, so die Analysten der Frankfurter Sparkasse. Da der spekulative Charakter dieser Aktie jedoch recht hoch sei, sollte ein enges Stop-Loss-Limit gesetzt werden.





 
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