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Fr, 17. April 2026, 21:20 Uhr

DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

DAX abhängig von US-Daten


16.11.01 09:39
LB Schleswig-Holstein

Am vergangenen Montag habe die Welt die Luft angehalten, als die Bilder vom tragischen Flugzeugunglück veröffentlicht worden seien, so die Analysten der Landesbank Schleswig Holstein in einem aktuellen Marktkommentar.

Die Marktteilnehmer hätten nervös reagiert und hätten die Kurse in Erinnerung an den 11. September auf Talfahrt geschickt. Als sich abgezeichnet habe, dass der Absturz kein weiteres Attentat sondern ein Unfall gewesen sei, habe sich der Markt jedoch schnell wieder erholen können.

Für weitere positive Impulse hätten auch die überraschend guten US-Einzelhandelsumsätze gesorgt, die im Oktober um 7,1 Prozent gestiegen seien.

In der laufenden Quartalsberichtsaison habe unter anderem Infineon seine Zahlen für das vierte Quartal veröffentlicht. Bezeichnend für die positive Marktstimmung sei gewesen, dass der Ausblick, den Vorstandsvorsitzender Schumacher gegeben habe, kaum Folgen für den Kurs gehabt habe. Schumacher habe bekannt gegeben, dass der Konzern in den kommenden zwei Quartalen nicht aus den roten Zahlen kommen werde. Versöhnlich habe den Markt die Tatsache gestimmt, dass Infineon noch über genügend Barreserven verfüge, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen.

Auch der Versorger E.ON habe gemeldet, dass ein deutlich höherer operativer Gewinn in den ersten drei Quartalen dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr erwirtschaftet worden sei. Wie erwartet sei das Betriebsergebnis um 55 Prozent auf 2,86 Milliarden Euro gestiegen. Im gleichen Zeitraum habe sich der Umsatz leicht um sieben Prozent auf 64,30 Milliarden Euro verringert.

Der Maschinen- und Anlagenbauer Linde habe bekannt gegeben, dass der Umsatz in den ersten neun Monaten 6,185 Milliarden Euro und das Nettoergebnis 155 Millionen Euro betragen habe Insgesamt hätten die Zahlen unter den Erwartungen der Analysten gelegen. Durch das schwächere dritte Quartal habe sich der Vorstand dazu veranlasst gesehen, die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr leicht zurückzunehmen. Für Umsatz und operatives Ergebnis werde ein Wachstum von acht Prozent angestrebt.

Völlig unbeeindruckt habe sich die deutsche Börse von der jüngsten Regierungskrise in Deutschland gezeigt. Sollten die Abgeordneten des deutschen Bundestages am Freitag nicht für die Politik des Bundeskanzlers votieren, sei eine Auflösung des Parlamentes möglich. In diesem Fall gehe man bei der Landesbank Schleswig Holstein davon aus, dass sich dies nur kurzfristig auf den Aktienmarkt auswirken werde.

Zur Zeit notiere der DAX oberhalb seines ehemaligen Widerstandes bei 5.000 Punkten. Setze der DAX seinen Trend fort, diene diese Marke zukünftig als Unterstützung. In den kommenden Tagen erwarte man weitere US-Konjunkturdaten, wie die Verbraucherpreise und Kapazitätsauslastung. Sollten diese Zahlen ebenfalls besser als erwartet ausfallen, halte man eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung bis zunächst 5.200 Punkte für möglich. Zudem würden in der kommenden Woche mit MAN und RWE zwei weitere Unternehmen aus dem DAX Quartalszahlen veröffentlichen.





 
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