Aktienmärkte im Fokus
17.04.07 16:24
Conrad Hinrich Donner Bank
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Das Jahr 2006 endete mit einem Kursplus von 22% im DAX, so die Analysten der Conrad Hinrich Donner Bank.
Für einen Großteil der Investoren habe das Jahr mit dem Gefühl geendet, die Jahresendrally verpasst zu haben. Ein Teil dieser Investoren habe somit auf eine Korrektur der Märkte gehofft, um zu niedrigeren Kursen einsteigen zu können. Nachdem der DAX Ende Februar die Marke von 7.000 Punkten erreicht habe, habe eine Korrektur eingesetzt und der Markt habe binnen fünf Tagen ca. 550 Punkte eingebüßt. Erste Anleger hätten diese Situation zum Aufbau ihrer Positionen genutzt. Infolge der zweiten Korrekturwelle, die den DAX ebenfalls auf das Niveau von 6.450 Punkten gedrückt habe, habe sich ein weiterer Teil der Anleger positioniert und der DAX habe sich in Richtung der 7.000 Punkte-Marke erholen können.
Die Konjunktur laufe besser, als es die Volkswirte im vergangenen Jahr prognostiziert hätten. Dies wirke sich auch auf das Umsatz- und Gewinnwachstum der Unternehmen aus. Entsprechend würden die Aktienanalysten derzeit ihre Prognosemodelle anpassen. Anhand des positiven Gewinnrevisionstrends lasse sich erkennen, dass die Erwartungen der Analysten an die künftigen Unternehmensentwicklungen zu konservativ gewesen seien und nach oben hätten revidiert werden müssen.
Die Analysten würden davon ausgehen, dass sich dieser Trend im Rahmen der Veröffentlichung der Zahlen für das erste Quartal weiter fortsetzen werde. Der Gewinnrevisionstrend sei immer dann positiv, wenn die Analysten ihre Schätzungen für die einzelnen Unternehmen tendenziell heraufsetzen würden. Bei unveränderten Aktienkursen führe dies zu attraktiveren Bewertungskennzahlen, wie beispielsweise einem niedrigeren Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) oder zu einer höheren Dividendenrendite, wenn ein Teil der zusätzlich erwarteten Gewinne ausgeschüttet werde.
Auch die gestiegene Gewinnrendite - der erwirtschaftete Gewinn je Aktie in Prozent des Aktienkurses - zeige, dass Aktien weiterhin günstig bewertet seien, da sich die Unternehmensgewinne besser als die Kursnotierungen entwickelt hätten. Derzeit liege die Gewinnrendite des DAX bei ca. 7,50%. Der langjährige Durchschnitt liege bei 6%, während ein Tiefpunkt bei 3% markiert worden sei, als der DAX im Jahr 2000 auf 8.000 Punkte geklettert sei.
Die stärkere Binnennachfrage und die gesunkenen Arbeitslosenzahlen hätten in Verbindung mit der unter 2% liegenden Inflationsrate die Konsumtitel zu den begehrtesten Aktien aufsteigen lassen. Ende 2006 habe die Meinung dominiert, dass die Mehrwertsteuererhöhung in Deutschland die Branche tendenziell belasten würde. Heute wisse man, dass die Tragweite dieser Erhöhung überschätzt worden sei, da ein Großteil der Preiserhöhungen bereits im vergangenen Jahr sukzessive habe durchgesetzt werden können.
Die beiden Subindices im STOXX 600, die jeweils die größten europäischen Unternehmen aus den Bereichen Konsumservice und Konsumgüter enthalten würden, hätten seit Jahresbeginn um ca. 10% zugelegt. Und auch die jüngste Korrektur der Märkte habe den Branchen wenig anhaben können.
Die Wertentwicklung der einzelnen Branchen könnte unterschiedlicher kaum sein. Zu den wichtigsten Themen, die in diesem Jahr an den Aktienmärkten gespielt würden, zähle die Welle von Fusionen und Übernahmen. MAN und Scania, E.ON und Endesa (jüngst gescheitert), Barclays und ABN AMRO sowie Porsche und Volkswagen hätten die Märkte in den letzten Monaten stark bewegt. Das weiterhin niedrige Zinsniveau begünstige das Umfeld für Übernahmen zusätzlich, da insbesondere Private Equity-Gesellschaften ihre Zielunternehmen mit einem hohen Fremdkapitaleinsatz erwerben würden. Durch diesen enormen Hebel seien selbst Übernahmen deutscher DAX-Titel nicht mehr ausgeschlossen.
Ein weiteres interessantes Thema erscheine den Analysten der Conrad Hinrich Donner Bank die Klimaproblematik. Nachwachsende Rohstoffe, effiziente Ressourcennutzung und ausgereifte Techniken zur Senkung des CO²-Ausstoßes würden künftig immer wichtiger werden.Einige Investoren würden sich derzeit an die späten 90er Jahre erinnern und einen Kursrutsch wie im Jahr 2000 befürchten. Der DAX sei zwischen 1995 und 2000 von ca. 1.900 Punkten auf über 8.000 Punkte gestiegen. Zwar habe es innerhalb dieser Jahre mehrere kleine Korrekturen von ca. 10% gegeben, jedoch nur eine große 1998, in der die Notierungen um über 35% eingebrochen seien, ehe sich das Platzen der Technologieblase im Jahr 2000 ereignet habe.
Seit 2003 würden die Notierungen deutscher Aktien wieder deutlich steigen. Die Performance des DAX belaufe sich seitdem auf über 200%. Doch die Situation heute sei mit der vor sieben Jahren in keiner Weise zu vergleichen. Betrachte man die konjunkturelle Situation im Jahr 2000, so sei zu erkennen, dass die Haupttriebkraft der Export gewesen sei, der mit zweistelligen Zuwachsraten zum stärksten Aufschwung seit der Wiedervereinigung beigetragen habe.
Jedoch sei das gute Konjunkturbild durch die aus eigener Kraft unzureichende Wachstumsdynamik getrübt worden. Die Binnenkonjunktur sei wiederum deutlich hinter der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zurückgeblieben. Das Bild sehe heute anders aus, da man derzeit einen selbsttragenden Aufschwung mit einer zunehmenden Binnennachfrage erlebe.
Gleichzeitig sei die Stimmung der Investoren derzeit eher neutral bis pessimistisch, obwohl man mit einem KGV von ca. 14 im DAX günstige Aktienbewertungen habe. Im Jahr 2000 habe das KGV im DAX in der Spitze bei über 30 gelegen, während bei den 6,2 Mio. Aktionären Euphorie bezüglich der künftigen Kursentwicklung dominiert habe. Ein direkter Vergleich schließe sich somit aus. Die Kurssteigerungen der letzten Jahre hätten zu keiner Erhöhung des Bewertungsniveaus geführt und auch bei den verbliebenen 4,2 Mio. Aktionären keinen übertriebenen Optimismus geweckt.
In Verbindung mit der anziehenden Binnennachfrage würden die Analysten der Conrad Hinrich Donner Bank das Umfeld für Dividendentitel weiterhin für attraktiv halten und an ihrem Kursziel von 8.000 Punkten im DAX im Laufe des Jahres 2007 festhalten. (Ausgabe vom 2. Quartal 2007) (17.04.2007/ac/a/m)
Für einen Großteil der Investoren habe das Jahr mit dem Gefühl geendet, die Jahresendrally verpasst zu haben. Ein Teil dieser Investoren habe somit auf eine Korrektur der Märkte gehofft, um zu niedrigeren Kursen einsteigen zu können. Nachdem der DAX Ende Februar die Marke von 7.000 Punkten erreicht habe, habe eine Korrektur eingesetzt und der Markt habe binnen fünf Tagen ca. 550 Punkte eingebüßt. Erste Anleger hätten diese Situation zum Aufbau ihrer Positionen genutzt. Infolge der zweiten Korrekturwelle, die den DAX ebenfalls auf das Niveau von 6.450 Punkten gedrückt habe, habe sich ein weiterer Teil der Anleger positioniert und der DAX habe sich in Richtung der 7.000 Punkte-Marke erholen können.
Die Konjunktur laufe besser, als es die Volkswirte im vergangenen Jahr prognostiziert hätten. Dies wirke sich auch auf das Umsatz- und Gewinnwachstum der Unternehmen aus. Entsprechend würden die Aktienanalysten derzeit ihre Prognosemodelle anpassen. Anhand des positiven Gewinnrevisionstrends lasse sich erkennen, dass die Erwartungen der Analysten an die künftigen Unternehmensentwicklungen zu konservativ gewesen seien und nach oben hätten revidiert werden müssen.
Die Analysten würden davon ausgehen, dass sich dieser Trend im Rahmen der Veröffentlichung der Zahlen für das erste Quartal weiter fortsetzen werde. Der Gewinnrevisionstrend sei immer dann positiv, wenn die Analysten ihre Schätzungen für die einzelnen Unternehmen tendenziell heraufsetzen würden. Bei unveränderten Aktienkursen führe dies zu attraktiveren Bewertungskennzahlen, wie beispielsweise einem niedrigeren Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) oder zu einer höheren Dividendenrendite, wenn ein Teil der zusätzlich erwarteten Gewinne ausgeschüttet werde.
Auch die gestiegene Gewinnrendite - der erwirtschaftete Gewinn je Aktie in Prozent des Aktienkurses - zeige, dass Aktien weiterhin günstig bewertet seien, da sich die Unternehmensgewinne besser als die Kursnotierungen entwickelt hätten. Derzeit liege die Gewinnrendite des DAX bei ca. 7,50%. Der langjährige Durchschnitt liege bei 6%, während ein Tiefpunkt bei 3% markiert worden sei, als der DAX im Jahr 2000 auf 8.000 Punkte geklettert sei.
Die stärkere Binnennachfrage und die gesunkenen Arbeitslosenzahlen hätten in Verbindung mit der unter 2% liegenden Inflationsrate die Konsumtitel zu den begehrtesten Aktien aufsteigen lassen. Ende 2006 habe die Meinung dominiert, dass die Mehrwertsteuererhöhung in Deutschland die Branche tendenziell belasten würde. Heute wisse man, dass die Tragweite dieser Erhöhung überschätzt worden sei, da ein Großteil der Preiserhöhungen bereits im vergangenen Jahr sukzessive habe durchgesetzt werden können.
Die Wertentwicklung der einzelnen Branchen könnte unterschiedlicher kaum sein. Zu den wichtigsten Themen, die in diesem Jahr an den Aktienmärkten gespielt würden, zähle die Welle von Fusionen und Übernahmen. MAN und Scania, E.ON und Endesa (jüngst gescheitert), Barclays und ABN AMRO sowie Porsche und Volkswagen hätten die Märkte in den letzten Monaten stark bewegt. Das weiterhin niedrige Zinsniveau begünstige das Umfeld für Übernahmen zusätzlich, da insbesondere Private Equity-Gesellschaften ihre Zielunternehmen mit einem hohen Fremdkapitaleinsatz erwerben würden. Durch diesen enormen Hebel seien selbst Übernahmen deutscher DAX-Titel nicht mehr ausgeschlossen.
Ein weiteres interessantes Thema erscheine den Analysten der Conrad Hinrich Donner Bank die Klimaproblematik. Nachwachsende Rohstoffe, effiziente Ressourcennutzung und ausgereifte Techniken zur Senkung des CO²-Ausstoßes würden künftig immer wichtiger werden.Einige Investoren würden sich derzeit an die späten 90er Jahre erinnern und einen Kursrutsch wie im Jahr 2000 befürchten. Der DAX sei zwischen 1995 und 2000 von ca. 1.900 Punkten auf über 8.000 Punkte gestiegen. Zwar habe es innerhalb dieser Jahre mehrere kleine Korrekturen von ca. 10% gegeben, jedoch nur eine große 1998, in der die Notierungen um über 35% eingebrochen seien, ehe sich das Platzen der Technologieblase im Jahr 2000 ereignet habe.
Seit 2003 würden die Notierungen deutscher Aktien wieder deutlich steigen. Die Performance des DAX belaufe sich seitdem auf über 200%. Doch die Situation heute sei mit der vor sieben Jahren in keiner Weise zu vergleichen. Betrachte man die konjunkturelle Situation im Jahr 2000, so sei zu erkennen, dass die Haupttriebkraft der Export gewesen sei, der mit zweistelligen Zuwachsraten zum stärksten Aufschwung seit der Wiedervereinigung beigetragen habe.
Jedoch sei das gute Konjunkturbild durch die aus eigener Kraft unzureichende Wachstumsdynamik getrübt worden. Die Binnenkonjunktur sei wiederum deutlich hinter der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zurückgeblieben. Das Bild sehe heute anders aus, da man derzeit einen selbsttragenden Aufschwung mit einer zunehmenden Binnennachfrage erlebe.
Gleichzeitig sei die Stimmung der Investoren derzeit eher neutral bis pessimistisch, obwohl man mit einem KGV von ca. 14 im DAX günstige Aktienbewertungen habe. Im Jahr 2000 habe das KGV im DAX in der Spitze bei über 30 gelegen, während bei den 6,2 Mio. Aktionären Euphorie bezüglich der künftigen Kursentwicklung dominiert habe. Ein direkter Vergleich schließe sich somit aus. Die Kurssteigerungen der letzten Jahre hätten zu keiner Erhöhung des Bewertungsniveaus geführt und auch bei den verbliebenen 4,2 Mio. Aktionären keinen übertriebenen Optimismus geweckt.
In Verbindung mit der anziehenden Binnennachfrage würden die Analysten der Conrad Hinrich Donner Bank das Umfeld für Dividendentitel weiterhin für attraktiv halten und an ihrem Kursziel von 8.000 Punkten im DAX im Laufe des Jahres 2007 festhalten. (Ausgabe vom 2. Quartal 2007) (17.04.2007/ac/a/m)
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