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Fr, 17. April 2026, 12:13 Uhr

TELECOM ITALIA SPA STND FUT

WKN: 852568 / ISIN: IT0001127429

Telecom Italia noch nicht k.o.


13.04.99 00:00
vwd

Angezählt, aber noch nicht k.o. - so präsentiert sich der italienische Telekommunikationsriese Telecom Italia SpA, Rom (WKN 852568), in der Übernahmeschlacht mit Olivetti. Gesucht wird der sog. "Weiße Ritter", der das Unternehmen vor der feindlichen Offerte der Ing. C. Olivetti & C. SpA, Ivrea (WKN 'DTZ' 865153), rettet. Dieser - oder eine Partnerschaft - müsse den Aktienkurs so steigern, daß Olivetti das Gebot nicht mehr aufrecht erhalten könne, sagten Anleger und Analysten am Montag. Doch sei ein solcher Retter nicht leicht zu finden, die Übernahmeauseinandersetzung könne mithin noch einige Wochen dauern. Der Ausgang sei unsicher, und das bis zum Schluß, sind sich Beobachter sicher. Telecom Italia war es am Samstag nicht gelungen, ihre Aktionäre gegen Olivetti hinter sich zu scharen. Nun sei das Management des Unternehmens unsanft gelandet, hieß es. Doch das Spiel sei noch nicht zuende - auch wenn dem Verwaltungsratsvorsitzenden Franco Bernabe nur noch wenige Handlungsmöglichkeiten geblieben seien. Mark Anderson von der Londoner Filiale der Royal Bank of Canada sieht entweder eine Partnerschaft, die kurzfristig eine satte Gewinnerhöhung bringe, oder eine direkte freundliche Übernahme als letzte Mittel von Telecom Italia, den unwillkommenen Antrag von Olivetti abzuwehren. Die direkte Übernahme sei allerdings die weniger wahrscheinliche Variante, sagte Anderson. "Es geht um eine Menge Geld - und um ein politisches Minenfeld in Italien", betonte der Analyst. Zwar hatte die italienische Regierung bislang ihre Neutralität in der Auseinandersetzung erklärt, unklar ist jedoch, wie sie einem neuen - fremden - Angebot gegenüberstehen wird. Die Veto-Rechte, die mit der Sperrminorität des 3,4-prozentigen Anteils des italienischen Schatzamtes verbunden sind, könnten andere Investoren abschrecken. Doch auch eine Partnerschaft sei nicht die Ideallösung. Deirdre Ernest, Analystin bei Caboto Sim in Mailand, sieht den niedrigen Aktienkurs von Telecom Italia vor allem in der fehlenden internationalen Allianz der Gesellschaft begründet. Dieser müsse durch eine Verbindung sehr schnell steigen, um Olivetti auf Abstand halten zu können. Hier stelle sich die Frage, ob die Zeit für eine solche Aktion ausreiche, oder ob Bernabe nicht bereits für den Olivetti-Präsidenten Roberto Colaninno die Arbeit mache. Potentielle Partner wie die British Telecom, die Deutsche Telekom AG oder die France Telecom, seien bereits bei Konkurrenten in Italien beteiligt. Dennoch sei die Telecom Italia noch nicht aus dem Rennen, so Analyst Anderson versöhnlich. Dies sei vor allem aus dem Blickwinkel der Aktionäre eine gute Nachricht.


 
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