Rohm Semiconductor: Verlierer mit Zukunftspotenzial?
27.07.25 01:30
Börse Global
Der japanische Halbleiterhersteller Rohm steckt in der Krise – doch nicht alles ist düster. Während der Konzern zum ersten Mal seit über einem Jahrzehnt einen Nettoverlust meldet, positioniert er sich gleichzeitig in zukunftsträchtigen Märkten. Kann das Unternehmen die aktuelle Durststrecke überstehen?
Branche unter Druck
Die Halbleiterbranche für Leistungselektronik befindet sich im Umbruch. Mehrere Player wie JS Foundry und Wolfspeed sind bereits unter dem Druck hoher Schulden und nachlassender Nachfrage nach Elektrofahrzeugen kollabiert. Rohm spürt diese Marktturbulenzen deutlich: Im Geschäftsjahr bis März 2025 verbuchte das Unternehmen einen Nettoverlust von 50 Milliarden Yen bei einem Umsatz von 448 Milliarden Yen.
Die Gründe für die roten Zahlen sind vielfältig:
- Anhaltende Anpassungen der Lagerbestände nach der Pandemie
- Hohe Fixkosten durch massive Investitionen in Siliziumkarbid-Technologie (SiC)
- Verlangsamung des Wachstums im EV-Markt
Licht am Horizont
Trotz der aktuellen Herausforderungen könnte Rohm langfristig profitieren. Das Unternehmen ist ein wichtiger Player in zwei vielversprechenden Wachstumsmärkten:
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IGBT-Module für Elektrofahrzeuge: Der Markt für diese Leistungshalbleiter soll 2025 ein Volumen von 4,85 Milliarden Dollar erreichen und bis 2033 mit einer jährlichen Wachstumsrate von 21,5% expandieren.
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Optoelektronik: Dieses Segment könnte sich von 43,6 Milliarden Dollar (2021) auf 130,7 Milliarden Dollar bis 2031 mehr als verdreifachen.
Besonders die strategischen Investitionen in SiC-Technologie könnten sich mittelfristig auszahlen. Diese Halbleiter der nächsten Generation bieten höhere Effizienz und sind besonders für Elektrofahrzeuge und erneuerbare Energien relevant.
Fazit: Geduldsprobe für Anleger
Rohm durchlebt aktuell eine schwierige Phase, die sich in der jüngsten Kursentwicklung widerspiegelt. Doch die langfristige Ausrichtung auf Wachstumsmärkte und Zukunftstechnologien könnte dem Unternehmen helfen, die derzeitige Branchenflaute zu überstehen. Ob die Investitionen in SiC und andere Schlüsseltechnologien letztlich Früchte tragen, wird sich jedoch erst in den kommenden Jahren zeigen.
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