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Sa, 18. April 2026, 12:58 Uhr

WTI Rohöl NYMEX Rolling

WKN: COM072 / ISIN: XD0015948363

ROUNDUP: Deutlich fallende Öl- und Gaspreise dämpfen Inflationssorgen


17.04.26 16:29
dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Preise für Öl und Gas sind nach Meldungen über eine Öffnung der Straße von Hormus am Freitag deutlich gefallen und haben Inflationssorgen gedämpft. Die Finanzmärkte reagierten zum Teil kräftig auf die Nachricht, dass der Iran Handelsschiffen die Durchfahrt durch die Straße von Hormus für die verbleibende Dauer der geltenden Waffenruhe wieder erlauben will.



Außenminister Abbas Araghtschi schrieb auf X, die Schiffe müssten auf einer vom Iran vorgegebenen Route fahren. Auch US-Präsident Donald Trump erklärte, die Meerenge sei wieder offen.



Preise für Öl und Gas auf Talfahrt



Mit die stärkste Marktreaktion zeigte sich bei den Ölpreisen. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni kostete zuletzt 88,81 US-Dollar und damit mehr als zehn Prozent weniger als am Vortag. Einen ähnlich starken Einbruch gab es auch beim Preis für Rohöl aus den USA. Hier fiel die Notierung für Öl der Sorte WTI um mehr als elf Prozent auf 83,81 Dollar je Barrel.



Auch der Preis für europäisches Erdgas geriet deutlich unter Druck. An der Börse in Amsterdam gab die Notierung für den richtungweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat um mehr als 9 Prozent auf 38,54 Euro je Megawattstunde (MWh) nach.



Renditen von Staatsleihen fallen - Gold wird teurer



Mit dem Rückgang der Preise für Öl und Gas haben auch die Inflationserwartungen einen Dämpfer bekommen. Die Folge ist ein deutlicher Rückgang der Renditen an den Anleihemärkten. Die Rendite für Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren fiel unter die Marke von 3,0 Prozent. Sie lag am Nachmittag bei 2,96 Prozent und damit 0,07 Prozentpunkte tiefer am Vortag. Auch in den übrigen Ländern der Eurozone gingen die Renditen mehr oder weniger deutlich zurück.



Mit den gedämpften Inflationssorgen ging es für die Preise für Edelmetallen nach oben. Weil Edelmetalle keine Zinsen abwerfen, verstärkt ein Rückgang der Renditen für Staatsanleihen die Nachfrage nach Gold oder Silber. An der Metallbörse in London wurde ein Feinunze (etwa 31,1 Gramm) am Nachmittag bei 4.873 Dollar gehandelt und damit etwa 87 Dollar höher als am Vortag. Der Preis für Silber stieg um etwa fünf Prozent auf 82,42 Dollar je Unze.



Neben den Edelmetallen profitierte auch der Bitcoin von den gedämpften Inflationserwartungen. Die älteste und bekannteste Kryptowährung kostete auf der Handelsplattform Bitstamp zeitweise 77.415 US-Dollar und damit so viel wie seit Anfang Februar nicht mehr./jkr/stw








 
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