Nordic American Tankers Ltd
WKN: 394869 / ISIN: BMG657731060Nordic American Tankers Aktie: Südholkurs eingeschlagen?
19.09.25 23:48
Börse Global
Ein legendärer TV-Investor warnt, die Quartalszahlen enttäuschten massiv - doch die Aktie des Tanker-Spezialisten steigt munter weiter. Was treibt diesen scheinbar irrationalen Kurs eigentlich an? Die Antwort liegt in einer zweifelhaften Strategie, die Anleger in die Falle locken könnte.
Jim Cramer, der bekannte US-Börsenexperte, riet am Donnerstag deutlich von Nordic American Tankers ab. Kein Wunder: Das Unternehmen verfehlte im zweiten Quartal die Erwartungen der Analysten deutlich. Statt des prognostizierten Gewinns von 0,03 USD je Aktie landete NAT bei einem Verlust von 0,02 USD. Der Umsatz blieb mit 40,15 Millionen USD weit hinter den erwarteten 53,35 Millionen USD zurück.
Die verlockende Dividendenfalle
Dennoch kletterte die Aktie zuletzt auf ein neues Sechs-Monats-Hoch. Der Grund dafür ist so simpel wie gefährlich: eine extrem hohe Dividendenrendite von bis zu 12,46 Prozent. Doch dieser scheinbare Segen entpuppt sich bei näherer Betrachtung als Fluch:
- Die Ausschüttungsquote liegt bei über 400 Prozent - ein untrügliches Zeichen für nicht nachhaltige Dividendenzahlungen
- Bereits im dritten Quartal 2024 kürzte NAT die Dividende um 67 Prozent
- Die aktuelle Zahlung von 0,10 USD pro Aktie stellt die 112. konsekutive Quartalsdividende dar
Kann ein Unternehmen, das Verluste schreibt, solche Ausschüttungen wirklich dauerhaft stemmen? Die Zahlen sprechen eine klare Sprache.
Analysten bleiben skeptisch
Während private Anleger der verlockenden Dividende hinterherjagen, zeigen sich professionelle Investoren deutlich zurückhaltender. Das Short-Interesse an der Aktie stieg im letzten Monat um über 5 Prozent und liegt jetzt bei 6,77 Prozent. Im Klartext: Immer mehr Trader wetten aktiv auf fallende Kurse.
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Auch die Bewertungskennzahlen geben Grund zur Sorge. Mit einem KGV von 45,36 liegt NAT deutlich über dem Branchendurchschnitt. Das konservative Analystenkursziel von 3,00 USD impliziert ein Abschlagspotenzial von fast 9 Prozent zum aktuellen Kurs.
Modernisierung gegen Widerstände
Trotz der finanziellen Herausforderungen treibt NAT seine Flottenerneuerung voran. Das Unternehmen mit seinen 20 Suezmax-Tankern erwarb kürzlich zwei moderne Schiffe für jeweils 66 Millionen USD. Die Finanzierung erfolgte zur Hälfte über Leasing-Vereinbarungen, während ältere Einheiten verkauft wurden.
Eine 150-Millionen-USD-Refinanzierung mit Beal Bank sowie Barkassen von 86 Millionen USD sollen zusätzliche Stabilität signalisieren. Doch reicht das, um die hohe Dividendenzahlung bei gleichzeitigen Verlusten zu rechtfertigen?
Immerhin zeigen Insider Vertrauen: CEO Herbjorn Hansson erhöhte seine Beteiligung im Juni auf 9,4 Millionen Aktien. Doch ist das echtes Vertrauen oder nur Beruhigungspille für nervöse Anleger?
Die nächsten Quartalszahlen am 25. November werden zeigen, ob NAT die Trendwende schafft - oder ob die gefährliche Dividenden-Lotterie ein böses Ende nimmt.
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