Multitude Aktie: Starke Signale
11.03.26 10:50
Börse Global
Heute liefert Multitude gleich auf zwei Fronten positive Nachrichten: eine erfolgreiche Anleiheemission und ein Analystenhaus, das kurz vor den Quartalszahlen optimistisch bleibt. Was steckt dahinter?
Kapitalstruktur neu geordnet
Die Tochtergesellschaft Multitude Capital Oyj hat heute erfolgreich nachrangige Daueranleihen im Volumen von 70 Millionen Euro platziert – und das Interesse der Investoren übertraf die Erwartungen. Institutionelle Anleger aus Kontinentaleuropa, den Nordics und Großbritannien zeichneten die Papiere. Der Kupon liegt bei drei Monaten EURIBOR zuzüglich 8,90 Prozent, der Ausgabepreis bei 96,00 Prozent des Nennwerts.
Der strategische Hintergrund ist klar: Die Emission dient in erster Linie der vorzeitigen Refinanzierung älterer Anleihen aus dem Jahr 2021, bevor dort im Juli 2026 ein Zinsstufeneffekt greift. Rund 19,2 Millionen Euro dieser älteren Papiere wurden bereits im Rahmen eines Umtauschangebots in die neuen Titel überführt. CFO Bernd Egger bezeichnete die Transaktion als Ausdruck einer disziplinierten Kapitalmarktstrategie.
Zusätzlich hat Fitch Ratings heute das eigenständige Kreditprofil der Gruppe auf „BB-" angehoben – eine Stufe höher als bisher. Das Langfrist-Rating der Muttergesellschaft bleibt bei „B+" mit stabilem Ausblick, während die Multitude Bank PLC sogar auf „BB-" hochgestuft wurde.
Q4-Zahlen morgen: Prognose könnte übertroffen werden
Pünktlich zum Veröffentlichungstag der Quartalszahlen morgen kommt von Analysten eine klare Positionierung: BUY-Empfehlung mit einem Kursziel von 11 Euro auf Sicht von zwölf Monaten.
Für das vierte Quartal 2025 rechnen die Analysten mit einem Zinsertrag von 62,8 Millionen Euro – ein Rückgang von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Haupttreiber dahinter ist das Consumer-Banking-Segment, das durch frühere Portfolioverkäufe und das Niedrigzinsumfeld belastet wird. Gegenläufig entwickelt sich das Wholesale-Banking-Segment, das ein Wachstum von rund 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 7,9 Millionen Euro erzielen dürfte.
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Besonders auffällig ist die Entwicklung der Provisions- und Gebührenerträge: Diese sollen sich im Jahresvergleich nahezu verdoppelt haben – auf 4 Millionen Euro. Das kapitalleichte Partnerschaftsmodell hat in jedem Quartal des Jahres 2025 die Erwartungen übertroffen.
Unter dem Strich wird ein Nettogewinn von 6,3 Millionen Euro für Q4 erwartet. Das wäre zwar weniger als die 7,5 Millionen Euro im starken Vorjahreszeitraum, brächte das Gesamtjahresergebnis 2025 aber auf rund 26,5 Millionen Euro – und damit über die eigene Prognose von 24 bis 26 Millionen Euro. Die erwartete Dividende liegt bei 0,31 Euro je Aktie, nach 0,44 Euro im Vorjahr, das allerdings eine Sonderausschüttung von 0,20 Euro enthielt.
Die Kreditqualität des Kreditbuchs hat sich dabei langfristig verbessert: Die Ausfallquote sank über sieben Jahre von 31,5 auf 15,2 Prozent, während das Kreditvolumen im gleichen Zeitraum von 468 auf 880 Millionen Euro wuchs – ein bemerkenswerter Qualitätsfortschritt trotz erheblicher Skalierung.
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