Microsoft Antitrust-Prozeß verzögert sich
23.03.99 00:00
vwd
Die nächste Phase im Antitrust-Prozeß gegen die Microsoft Corporation, Redmond, deren Beginn für Mitte April geplant war, könnte sich um einige Wochen verzögern. Das könnte bedeuten, daß die Verhandlungen in dem Grundsatzprozeß erst Anfang Mai an einem Gericht in Washington wiederaufgenommen werden. Beide Seiten bereiten sich seit Anfang März auf die Widerlegungsverhandlungen und die Präsentation von jeweils zwei Widerlegungszeugen und einem Experten vor. Das Justizministerium und 19 US-Bundesstaaten werfen Microsoft vor, illegal das Windows-Monopol zu nutzen, um Wettbewerb durch den Konkurrenten Netscape im Browser-Markt zu verhindern.
Microsoft hat die Anschuldigungen zurückgewiesen und auch seine Monopolstellung mit dem Argument bestritten, daß der Wettbewerb in der High-Tech-Industrie für die einzelnen Unternehmen zu hart sei, um dauerhaft eine dominante Position halten zu können. Beide Seiten haben sich nach eigenen Angaben noch nicht entschieden, welche Zeugen sie vor Gericht präsentieren werden. Es gilt aber als wahrscheinlich, daß die Regierung u.a. Steve Case, den Chief Executive von America Online, vorladen wird, der nach der Übernahme von Netscape durch AOL ein wertvoller, aber auch umstrittener Zeuge wäre. Einige Microsoft-Insider sind davon überzeugt, daß die vom Unternehmen genannten Zeugen nicht aus den Reihen der Unternehmensleitung kommen werden, obwohl neun der zwölf bisherigen Zeugen Executives gewesen seien. Die Manager würden sich gegenüber dem prozeßerprobten Regierungsanwalt David Boies benachteiligt fühlen. Nach Angaben von Associate General Counsel Tom Burt ist der wahrscheinlichste Kandidat Richard Schmalensee, ein Ökonom des Massachusetts Institute of Technology (MIT), der bereits in der ersten Prozeßrunde für Microsoft ausgesagt hatte. Außerdem hätte das Unternehmen vom Gericht eingeforderte Dokumente über die Fusion von AOL und Netscape untersucht. Es sei daher möglich, daß sich einer der Widerlegungszeugen von Microsoft mit den Auswirkungen der Fusion befassen werde.
Microsoft gab bisher keinen Kommentar zu einem Bericht des "Wall Street Journal" (WSJ) über Pläne des Unternehmens zur Aufnahme von Vergleichsgesprächen im Antitrust-Verfahren ab. Ein Microsoft-Sprecher lehnte am Montag die Stellungnahme zu dem ebenfalls am Montag veröffentlichten WSJ-Artikel ab. Das WSJ hatte berichtet, daß Microsoft mit dem US-Justizministerium und 19 Bundesstaaten in Vergleichsgespäche eintreten wolle. Das Justizministerium teilte unterdessen mit, keinen Vergleichsvorschlag von Microsoft erhalten zu haben.
Microsoft hat die Anschuldigungen zurückgewiesen und auch seine Monopolstellung mit dem Argument bestritten, daß der Wettbewerb in der High-Tech-Industrie für die einzelnen Unternehmen zu hart sei, um dauerhaft eine dominante Position halten zu können. Beide Seiten haben sich nach eigenen Angaben noch nicht entschieden, welche Zeugen sie vor Gericht präsentieren werden. Es gilt aber als wahrscheinlich, daß die Regierung u.a. Steve Case, den Chief Executive von America Online, vorladen wird, der nach der Übernahme von Netscape durch AOL ein wertvoller, aber auch umstrittener Zeuge wäre. Einige Microsoft-Insider sind davon überzeugt, daß die vom Unternehmen genannten Zeugen nicht aus den Reihen der Unternehmensleitung kommen werden, obwohl neun der zwölf bisherigen Zeugen Executives gewesen seien. Die Manager würden sich gegenüber dem prozeßerprobten Regierungsanwalt David Boies benachteiligt fühlen. Nach Angaben von Associate General Counsel Tom Burt ist der wahrscheinlichste Kandidat Richard Schmalensee, ein Ökonom des Massachusetts Institute of Technology (MIT), der bereits in der ersten Prozeßrunde für Microsoft ausgesagt hatte. Außerdem hätte das Unternehmen vom Gericht eingeforderte Dokumente über die Fusion von AOL und Netscape untersucht. Es sei daher möglich, daß sich einer der Widerlegungszeugen von Microsoft mit den Auswirkungen der Fusion befassen werde.
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