Kraft Heinz Aktie: Spaltung oder Spaltpilz?
27.10.25 10:02
Börse Global
Der Lebensmittelriese Kraft Heinz steht vor einem historischen Wendepunkt. Während das Unternehmen am 29. Oktober seine Q3-Zahlen vorlegt, bereitet es gleichzeitig die größte Umstrukturierung seiner Geschichte vor: die Aufspaltung in zwei eigenständige Konzerne. Doch die Anleger sind skeptisch – die Aktie kämpft weiter mit dem Abwärtstrend und notiert nahe dem Jahrestief. Kann die radikale Transformation den angeschlagenen Konzern wieder zum Leben erwecken?
Düstere Q3-Prognose belastet die Stimmung
Die Erwartungen für das dritte Quartal sind alles andere als rosig. Analysten rechnen mit Umsätzen von 6,26 Milliarden Dollar – ein Rückgang um zwei Prozent im Jahresvergleich. Noch drastischer fällt die Gewinnprognose aus: Mit 57 Cent je Aktie wird ein Einbruch um 24 Prozent erwartet.
Besonders bitter: Die bereinigte Bruttomarge soll um 140 Basispunkte auf nur noch 32,9 Prozent abstürzen. Schuld sind vor allem gestiegene Kosten und ungünstige Produktmixe, die ursprünglich für das zweite Quartal erwartete Belastungen haben sich ins dritte Quartal verschoben.
Historische Spaltung als Rettungsanker
Die wahre Sensation liegt jedoch in der angekündigten Konzernaufspaltung. Ab der zweiten Jahreshälfte 2026 sollen zwei eigenständige Unternehmen entstehen:
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- Global Taste Elevation Co.: Fokus auf Gewürze, Soßen und Geschmacksverstärker mit 15,4 Milliarden Dollar Umsatz (59,7 Prozent des Gesamtumsatzes)
- North American Grocery Co.: Konzentration auf Lebensmittelmarken wie Kraft Mac & Cheese und Oscar Mayer mit 10,4 Milliarden Dollar Umsatz (40,3 Prozent)
Die Strategie dahinter ist klar: Jedes Unternehmen soll sich auf seine Kernstärken konzentrieren und so wieder Wachstum generieren. Analysten von Longleaf Partners Fund sehen sogar Potenzial für einen kombinierten Aktienkurs von über 40 Dollar je Anteil.
Anleger bleiben skeptisch
Trotz der großen Pläne zeigen sich die Märkte wenig begeistert. Die Aktie verlor in diesem Jahr bereits knapp 18 Prozent und steht mit einem aktuellen Kurs nahe der 25-Dollar-Marke deutlich unter Druck. Das 52-Wochen-Hoch von über 36 Dollar scheint in weiter Ferne.
Die Skepsis hat durchaus ihre Berechtigung: Die Aufspaltung wird voraussichtlich 300 Millionen Dollar an Synergieverluste zur Folge haben. Zudem kämpft der Konzern weiterhin mit rückläufigen Absatzvolumen und dem schwierigen makroökonomischen Umfeld.
Mit der Verstärkung des Vorstands durch drei neue unabhängige Direktoren signalisiert Kraft Heinz zwar Entschlossenheit für den Wandel. Ob die radikale Kur jedoch ausreicht, um das angeschlagene Unternehmen wieder auf Erfolgskurs zu bringen, wird sich spätestens mit den Q3-Zahlen zeigen.
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