Geberit will an die Börse
22.04.99 00:00
vwd
Das Schweizer Sanitärtechnikunternehmen Geberit International plant seinen Börsengang für den Juni 1999. Es sei vorgesehen, die Aktien an der Schweizer Börse zu notieren. Im ersten Quartal 1999 habe die Gruppe ihren Umsatz um 11,4 Prozent auf CHF 298,4 Mio. steigern können. Währungsbereinigt habe der Anstieg bei 11 Prozent gelegen. Davon entfielen 4,1 Prozentpunkte auf die im Februar übernommene Caradon Terrain. Gleichzeitig sei die Anzahl der Mitarbeiter auf über 4.000 gewachsen. In Osteuropa habe sich der Umsatz im ersten Quartal um 32,5 Prozent, in Italien um 12,2 Prozent, in den Niederlanden um 16,1 Prozent und in Frankreich um 20,5 Prozent erhöht. Der Bereich "Wasserversorgungssysteme" weise ein Umsatzwachstum von 22,3 Prozent, "Abwassersysteme" von 15,3 Prozent und "Installationssysteme" von 9,3 Prozent auf. Für das laufende Jahr rechne man mit einem weiterhin positiven Geschäftsverlauf. Im Geschäftsjahr 1998 sei der Umsatz um 7,9 Prozent auf CHF 1.032,2 Mio. gewachsen. Die operativen Ergebnisse seien deutlich stärker als der Umsatz gestiegen. Der EBIT wurde mit CHF 140,4 (Vorjahr: CHF 79,9) Mio. ausgewiesen. Der Netto-Cash-Flow habe CHF 152,1 (101,3) Mio. erreicht. Das Nettoergebnis habe CHF 37,4 Mio. nach einem Verlust von CHF 1,7 Mio. 1997 betragen. Die Eigenkapitalquote habe sich auf 18,7 von 12,4 Prozent verbessert. Die Investitionen hätten sich auf CHF 67,5 (49,9) Mio. belaufen. Für das laufende Jahr erwarte Geberit einen positiven Geschäftsverlauf in der Größenordnung des Vorjahres. Das Ergebnis des ersten Quartals stütze diese Erwartungen. Ab dem Jahr 2000 würden die Ergebnisse durch zurückgehende Amortisationen auf immaterielle Anlagen deutlich entlastet. Dadurch werde der Betriebsgewinn im Jahr 2000 um über CHF 25 Mio. entlastet und in den Folgejahren um über CHF 30 Mio. Diese Entwicklung werde auch dem Nettogewinn zugute kommen, der dadurch in 2000 mit CHF 20 Mio. und in den Folgejahren mit CHF 25 bis 30 Mio. positiv beeinflußt werde.
