Aker Carbon Capture: 410% Rendite!
11.11.25 10:12
Börse Global
Die Ära von Aker Carbon Capture ist beendet - doch was für ein Finale! Der norwegische Carbon-Capture-Pionier wurde nach fünfjähriger Börsenkarriere liquidiert und bescherte seinen Aktionären eine spektakuläre Rendite von 410 Prozent gegenüber dem ursprünglichen IPO-Preis.
Liquidierung mit Rekordrendite
Die vollständige Abwicklung markiert das Ende einer außergewöhnlichen Erfolgsstory. Seit dem Börsengang 2020 verteilte das Unternehmen insgesamt 5,2 Milliarden Norwegische Kronen (8,66 Kronen pro Aktie) an seine Aktionäre. Damit übertraf die Gesamtrendite das Fünffache des ursprünglichen Ausgabepreises von 1,70 Kronen pro Aktie.
Die finale Liquidierungsdividende von 0,137 Kronen pro Aktie wurde am 17. Oktober 2025 ausgezahlt, kurz bevor das Unternehmen aus dem Handelsregister gelöscht und von der Osloer Börse endgültig entfernt wurde.
Strategischer Exit durch SLB-Partnerschaft
Der Weg zur Liquidierung begann mit der wegweisenden Partnerschaft mit SLB im März 2024. In diesem Deal erwarb SLB 80 Prozent des Geschäfts von Aker Carbon Capture für 4,12 Milliarden Kronen in bar und gründete das Joint Venture SLB Capturi. Diese Transaktion allein generierte beträchtliche Bareinnahmen, die umfangreiche Dividendenzahlungen ermöglichten.
Die strategische Überprüfung nach dem SLB-Deal führte zum Ergebnis: Die Veräußerung aller Vermögenswerte und die Ausschüttung der Erlöse boten den optimalen Weg für Aktionäre. Das Unternehmen sah sich mit Wachstumsbeschränkungen konfrontiert - darunter eine dreijährige Sperrfrist für die verbleibenden 20 Prozent an SLB Capturi und wettbewerbsrechtliche Beschränkungen.
Exit-Transaction maximiert Wert
Im Mai 2025 vollzog Aker Carbon Capture den finalen Schritt: Den Verkauf der restlichen 20 Prozent an SLB Capturi an Aker Carbon Capture HoldCo AS. Der unabhängige Finanzberater SEB Corporate Finance bestätigte, dass der Transaktionspreis:
- Deutlich über den Analystenzielen lag
- Einen substantiellen Aufschlag auf den letzten Handelstag bot
- 65-70 Prozent Premium zum 12-Monats-Durchschnittskurs bedeutete
Die Exit-Transaction befreite das Unternehmen zudem von erheblichen Garantieverpflichtungen gegenüber SLB und ermöglichte die Freigabe verteilbarer Rücklagen.
Widerstand erfolglos
Trotz des spektakulären Ergebnisses regte sich Widerstand. Aktionäre um Andreas Møller, die mehr als 5 Prozent der Aktien hielten, forderten eine außerordentliche Hauptversammlung am 29. Oktober 2025 zur Untersuchung der Exit-Transaction.
Das Unternehmen lehnte diese Forderungen entschieden ab. Der Vorstand betonte, es gebe "keine Grundlage für die vorgeschlagene Untersuchung" und solche Schritte würden nur Ausschüttungen verzögern und reduzieren. Alle relevanten Informationen seien ordnungsgemäß veröffentlicht worden.
Technologie-Erbe lebt weiter
Während Aker Carbon Capture als Börsenunternehmen Geschichte ist, lebt die Technologie in SLB Capturi weiter. Das Joint Venture hat bereits mehrere Großprojekte in Europa sichergestellt, darunter das weltweit erste CCS-Projekt in industriellem Maßstab für ein Zementwerk und Anlagen in den Niederlanden, Dänemark und Norwegen.
Die Carbon-Capture-Technologie, die eine Mischung aus Wasser und organischen Amin-Lösungsmitteln zur CO₂-Absorption nutzt, erwies sich als vielseitig einsetzbar - von Gas- und Kohlekraftwerken über Zementwerke bis hin zu Müllverbrennungsanlagen.
Template für Carbon-Capture-Sektor?
Kann der erfolgreiche Exit von Aker Carbon Capture als Blaupause für andere Technologieunternehmen im Carbon-Capture-Sektor dienen? Die Transaktion bestätigt die kommerzielle Tragfähigkeit von CO₂-Abscheidungstechnologien und zeigt, wie kleinere Innovatoren durch Partnerschaften mit größeren Playern Wert schaffen können.
Der globale Carbon-Capture-Markt expandiert weiterhin, getrieben von verschärften Regulierungen und Unternehmensverpflichtungen zur Dekarbonisierung. Die fortlaufende Projektpipeline von SLB Capturi deutet auf starke Nachfrage nach der ursprünglich von Aker Carbon Capture entwickelten Technologie hin - das Erbe des Pioniers wirkt also weiter.
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