Adler Group: Zwischen Hoffnungsschimmer und Schuldenberg
29.05.25 05:40
Börse Global
Die Adler Group steht an einem kritischen Punkt. Während das Immobilienunternehmen seine Schuldenlast reduziert und sich auf sein Berliner Wohnungsportfolio konzentriert, zeigen die aktuellen Quartalszahlen weiterhin tiefrote Zahlen. Kann der Konzern den Turnaround schaffen?
Fokussierung auf Berliner Bestand
Nach dem Verkauf der Beteiligung an Brack Capital Properties und des Portfolios in Nordrhein-Westfalen konzentriert sich die Adler Group nun fast ausschließlich auf ihren Berliner Wohnungsbestand. Mit rund 17.900 Einheiten und einer Leerstandsquote von nur 1,5% zeigt das Kerngeschäft stabile operative Kennzahlen:
- Mietwachstum (like-for-like): +1,9%
- Durchschnittsmiete: 8,31 €/m² (deutlich gestiegen)
- Netto-Mieteinnahmen Q1: 37 Mio. € (Vorjahr: 51 Mio. €)
Trotz der Portfolioverkleinerung hält das Unternehmen an seiner Jahresprognose für Netto-Mieteinnahmen zwischen 127 und 135 Millionen Euro fest.
Schuldenberg bleibt Herausforderung
Die Finanzierungsbemühungen zeigen erste Erfolge: Der Loan-to-Value-Ratio konnte von 72,7% auf 67,9% gesenkt werden. Doch die Bilanz bleibt angespannt:
- Operatives Ergebnis Q1: -35 Mio. €
- Gesamtverschuldung: 3,8 Mrd. €
- Durchschnittliche Finanzierungskosten: 6,4%
Ein Lichtblick ist die geplante Rückkaufaktion von Schuldverschreibungen im Volumen von 300 Millionen Euro, für die sich bereits 80% der Anleger bereiterklärt haben. Gleichzeitig läuft eine Konsultation zur Vereinfachung der Kreditkonditionen.
Die Aktie notiert aktuell bei 0,26 Euro - weit entfernt vom 52-Wochen-Hoch von 0,43 Euro, aber deutlich über dem Tiefststand von 0,14 Euro. Ob die jüngsten Maßnahmen ausreichen, um das Vertrauen der Investoren nachhaltig zurückzugewinnen, bleibt abzuwarten. Die hohen Finanzierungskosten und der weiterhin negative Cashflow zeigen, dass der Weg zur Stabilisierung noch lang sein dürfte.
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