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Sa, 18. April 2026, 1:53 Uhr

Stephen Miran erzeugt ein Chaos mit System & Trumps 3 Masterplan Instrumente


13.08.25 10:31
Stephan Heibel

Grafik einer blauen Waage vor hellblauem Hintergrund mit gelber Fabrik links und gelbem US-Dollar-Zeichen rechts. Darunter der Schriftzug „Chaos mit Kalkül – Dollar im Visier“. Die Darstellung steht für die Strategie von Stephen Miran unter Donald Trump, mit Zoll-Chaos, bilateralen Deals und einem geplanten „Mar-a-Lago Accord“ den US-Dollar gezielt zu schwächen.,,,,,,,,ChatGPT fragen


Mehr als nur Zölle

Donald Trump verfolgt ein übergeordnetes Ziel: den US-Dollar zu schwächen und so der heimischen Industrie Vorteile im globalen Wettbewerb zu verschaffen. Kernarchitekt dieser Strategie ist sein Chef-Wirtschaftsberater Stephen Miran, der einen 3-Stufen-Plan entworfen hat – mit bewusstem Einsatz von wirtschaftlichem Druck, gezielten Entlastungen und einem geplanten internationalen Währungsabkommen.


Überblick: Trumps 3 Instrumente zur US-Dollarschwächung
  1. Zoll-Chaos – Handelszölle und Sanktionen als kurzfristige Schockwellen, um Handelspartner unter Druck zu setzen.
  2. Deals, Deals, Deals – Bilaterale Abkommen als gezielte Entlastung, die Abhängigkeiten schaffen und strategische Kontrolle sichern.
  3. Mar-a-Lago Accord – Geplantes internationales Währungsabkommen nach historischem Vorbild des Plaza-Accords, um den US-Dollar dauerhaft zu schwächen.
Chaos mit System – Trumps strategische Handschrift

Wir leben in einer Empörungsgesellschaft: Entscheidungen, die nicht dem eigenen Vorteil dienen, werden reflexartig kritisiert. Kaum jemand fragt nach den übergeordneten Zielen, die hinter einer Maßnahme stehen. Stattdessen beherrscht Empörung die Schlagzeilen – im Fall von Donald Trump oft mit dem Etikett eines „erratischen Regierungsstils“.


Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich viele seiner Methoden für katastrophal halte. Doch seine strategischen Ziele kann ich nachvollziehen – und solange mir kein besserer Weg einfällt, diese Ziele zu erreichen, halte ich mich mit vorschneller Kritik zurück.


Stephen Miran – Architekt der Dollarschwächung

Wer die eigentliche Logik hinter Trumps Politik verstehen will, muss seinen Chef-Wirtschaftsberater Stephen Miran kennen. Er gilt als Architekt eines 3-Stufen-Plans, der zunächst mit Zoll-Chaos gezielten wirtschaftlichen Druck erzeugt, dann in einer Phase bilateraler Deals Entlastungen verteilt – und schließlich in einem internationalen Währungsabkommen münden soll, dem „Mar-a-Lago Accord“. Ziel: eine strukturelle Schwächung des US-Dollars, um der heimischen Industrie im globalen Wettbewerb Vorteile zu verschaffen.


Zölle als Schockwellen

Die Mechanik ist klar: Zölle und Sanktionen wirken wie Schockwellen auf Handelspartner. Neue Abgaben auf Halbleiter, Pharma oder sogar Goldimporte halten die Unsicherheit hoch, treiben die Märkte in die Defensive und verschieben die Verhandlungsposition zu Gunsten der USA.


Deals als gezielte Entlastung

Anschließend folgen gezielte Einzelabkommen – etwa Zollkürzungen für japanische Autos oder militärische Kostenbeteiligungen der NATO-Partner –, die nicht den „fairen Handel“ herstellen, sondern die ökonomische Belastung der Handelspartner fein dosieren. Für die Gegenseite wirken diese Deals wie eine Erleichterung – tatsächlich dienen sie der Fortsetzung des strategischen Drucks.


Mar-a-Lago Accord als Endziel

Erst wenn der Druck hoch genug ist, kommt Instrument Nr. 3 ins Spiel: ein Abkommen nach historischem Vorbild des Plaza-Accords von 1985, bei dem koordinierte Devisenmarkt-Interventionen den US-Dollar um rund 40 % abschwächten. Miran will die heutigen Partner ähnlich an den Verhandlungstisch bringen – mit dem Unterschied, dass er das Chaos als Hebel bewusst einsetzt, um bessere Konditionen für die USA zu erzwingen.


Signalwirkung für die Finanzmärkte

Die jüngste Nominierung Mirans in die US-Notenbank verstärkt diesen Kurs. Offiziell ist er nur „Platzhalter“, bis über die Nachfolge von Fed-Chef Powell entschieden ist – faktisch aber sitzt damit ein prominenter Befürworter eines schwachen US-Dollars direkt am geldpolitischen Hebel. Für die Märkte ist das ein Signal: Die Strategie zur Dollarschwächung wird nicht nur handelspolitisch, sondern auch geldpolitisch abgesichert.


Bedeutung für Privatanleger

Für Anleger bedeutet Mirans Plan zur Dollarschwächung: Wechselkursbewegungen rücken stärker in den Fokus. Ein schwächerer Dollar kann Renditen von US-Anlagen für Euro-Investoren schmälern, während US-Exportwerte profitieren. Rohstoffe wie Gold und auch Bitcoin könnten durch die Dollarabwertung zusätzlichen Rückenwind erhalten. Wer global investiert, sollte Währungsrisiken aktiv im Blick behalten und gezielt Branchen oder Anlageklassen berücksichtigen, die von einem schwachen Dollar profitieren.


Details dazu finden Sie in unserer Heibel-Ticker Ausgabe Heibel-Ticker 25/32 - Stephen Miran erzeug ein Chaos mit System.






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