Nel Asa: Es geht dahin!
22.06.24 12:34
Dr. Bernd Heim
Liebe Leserinnen und Leser,
für die Aktie von Nel Asa eht es langsam, aber sicher dahin. Die Notierungen haben kurz vor dem Ende der Woche mit dem Minus von -3,3 % noch einmal die aktuelle Richtung bestätigt. Der Titel ist bei nur noch gut 0,48 Euro angelangt.
Die Aktie hat damit innerhalb der vergangenen fünf Tage deutlich mehr als 12 % verloren. Der Abwärtstrend ist nicht zu leugnen – und wird nach Meinung von Chartanalysten noch einmal in ein größeres Drama führen können.
Nel Asa: Das sind dramatische Verluste!
Die Aktie hat dabei bis zur Unterstützung bei 40 Cent kaum noch nennenswerte Unterstützungen. Dies wären bis dahin noch einmal annähernd 20 % Verlustpotenzial. Der Titel hat damit den herrschenden Abwärtstrend klar bestätigt.
Die Kurse sind wohl vor allem deshalb abgestürzt, weil das Börsendebüt der Tochter von Cavendish Hydrogen anfangs nicht geglückt war. Die Kurse der Aktie halbierten sich in atemberaubender Geschwindigkeit von wenigen Tagen.
Möglicherweise hat die Börse im Fall von Nel Asa bis dato nicht festgestellt, dass die Kurse von Cavendish Hydrogen sich schon wieder erholt haben.
Oder die Börsen realisieren ggf., wie sich die wirtschaftliche Situation von Cavendish Hydrogen und vor allem der Muttergesellschaft Nel Asa tatsächlich offensichtlich darstellen. Nel Asa wird im laufenden Jahr im operativen Geschäft mit hoher Sicherheit ein Minus einfahren.
Das Minus soll sich nach den vorliegenden Schätzungen auf ca. -35 Millionen Euro erstrecken. Das wiederum wäre im Vergleich zum vorhergehenden Jahr eine deutliche Verbesserung. Doch auch hierfür ist noch nicht klar, wie sich diese Verbesserung um gut 50 % herstellen lassen soll.
Diese Zahlen sind entscheidend:
Der Umsatz soll sich nach den aktuellen Schätzungen von ca. 150 auf 180 Millionen Euro erhöhen. Wenn gleichzeitig die Verluste um ca. 40 Millionen Euro sinken sollen, müsste Nel Asa gleich wesentlich profitabler arbeiten. Es gibt keine Meldung dazu, wie dies geschehen sollte.
Evtl. kann das Unternehmen mehr Aufträge, die schon im vergangenen Jahr gewonnen wurden, abschließen. Die Kosten für die Akquisition neuer Aufträge “könnten” geringer ausfallen – dies wiederum würde sich dadurch erklären, dass das Unternehmen auch sehr viel weniger Aufträge hat.
Geringere Kosten also würden unmittelbar dadurch erklärt, dass das Auftragseingangsbuch klar leerer würde. Wäre dies eine gute Nachricht? Sicherlich nicht.
Damit ist deutlich, dass Nel Asa die aktuellen Schätzungen zu besseren Ergebnissen nicht unterfüttern kann. Bis dato jedenfalls nicht. Damit wird wiederum dem früheren kurzfristigen Aufwärtstrend wieder der Boden entzogen.
Deshalb schließt sich auch der Kreis. Die Abwärtsbewegung ist sowohl charttechnisch wie auch technisch relativ gut unterfüttert und zeigt an, dass es abwärts gehen könne. Die Überraschung: Analysten sind hier optimistischer!
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