6,5% Terragon 19/24 auf Festzins
WKN: A2GSWY / ISIN: DE000A2GSWY7Insolvenz der Gesellschaft
06.07.22 16:16
#1
Horst07
Insolvenz der Gesellschaft
Hhm, die Gesellschaft ist nun insolvent. Wieviel kann man nun als Gläubiger noch von der Anleihe erwarten ?
Immerhin keine nachrangig Anleihe. Der heutige Kurscrash von -88% hat mich schockiert. Warum erst heute ?
Immerhin keine nachrangig Anleihe. Der heutige Kurscrash von -88% hat mich schockiert. Warum erst heute ?
16.07.22 13:56
#2
Horst07
Kann niemand etwas zur Terragon sagen ?
Habe bisher noch nie als Gläubiger eine Insolvenz mitmachen müssen. Wie geht das nun weiter ? Außer den Insolvenz Meldungen im Internet und beim Berliner Gericht habe ich nicht weiteres mitbekommen …
18.07.22 16:24
#3
csmic
Insolvenz
Mittelstandsaanleihen haben in Deutschland eine schlechte Prognose, meist wird umfirmiert und die Anleihe ist dann wertlos / gehört einer wertlosen Firmentochter. Ein gemeinsamer anwaltlicher Vertreter betreut die Anleihe dann noch ein paar Jahre und schneidet sich dafür jedes Jahr ein saftiges Stück vom Kuchen ab bis nichts mehr da ist. Siehe German Pellets, Schefenacker, Steilmann usw.
Wenn allerdings die Gesellschaft nicht überschuldet ist sondern tatsächlich nur illiquide , d.h. ohne Cash wie es die GF darstellt und wenn in der Situation nicht Kunden und Dienstleister abspringen dann ist die Anleihe vielleicht noch nicht ganz verloren.
Es wird Flat gehandelt, man zahlt also im Augenblick tatsächlich nur den Kurswert.
Wenn allerdings die Gesellschaft nicht überschuldet ist sondern tatsächlich nur illiquide , d.h. ohne Cash wie es die GF darstellt und wenn in der Situation nicht Kunden und Dienstleister abspringen dann ist die Anleihe vielleicht noch nicht ganz verloren.
Es wird Flat gehandelt, man zahlt also im Augenblick tatsächlich nur den Kurswert.
18.07.22 16:45
#4
neu-bert
für die Anleihe in der Insolvenz
ist es etwas anders als in einer "Restruktuierung" auf Initiative der Schuldnerin (hier Terragon).
Denn nun geht es nicht darum, die Insolvenz auf Kosten der Anleihegläubiger zu verhindern. Es geht nun darum, für die Gläubiger das beste herauszuholen. Das wird der Insolvenzverwalter schon machen.
Und wenn die Projekte tatsächlich was wert sind, dann werden sie verwertet und der Erlös (bei Abzug der üppigen Verwalterhonorare) an die Gläubiger ausgeschüttet.
Oder die Projekte können von der Gesellschaft mit anderen Partnern realisiert werden. Pech haben aber alle Gläubiger (außer Mitarbeiter). Sie werden was bluten.
Der gemeinsame Vertreter der Anleihe ist eigentlich nur die Verteilerstelle von Geld und Information. Auch bei Abzug der üppigen Vertreterhonorare.
Denn nun geht es nicht darum, die Insolvenz auf Kosten der Anleihegläubiger zu verhindern. Es geht nun darum, für die Gläubiger das beste herauszuholen. Das wird der Insolvenzverwalter schon machen.
Und wenn die Projekte tatsächlich was wert sind, dann werden sie verwertet und der Erlös (bei Abzug der üppigen Verwalterhonorare) an die Gläubiger ausgeschüttet.
Oder die Projekte können von der Gesellschaft mit anderen Partnern realisiert werden. Pech haben aber alle Gläubiger (außer Mitarbeiter). Sie werden was bluten.
Der gemeinsame Vertreter der Anleihe ist eigentlich nur die Verteilerstelle von Geld und Information. Auch bei Abzug der üppigen Vertreterhonorare.
18.07.22 16:49
#5
neu-bert
Und noch was, glaubt nicht der Geschäftsführung
Nicht, daß die lügen. Nicht wissentlich, höchstwarscheinlich. Die haben ja Zeit und auch eigenes Geld reingeseckt. Und bei Terragon glaubt der Geschäftsführer wohl auch an sich und seine Arbeit.
Aber das macht auch blind, allgemein- und betriebsblind.
Manch ein Macher kann sich nicht vorstellen, gescheitert zu sein.
Ich hatte mal einen Geschäftspartner, dessen Privathaus ist versteigert worden. Und er selbst schwadronierte noch über Steuersparmodelle.
Aber das macht auch blind, allgemein- und betriebsblind.
Manch ein Macher kann sich nicht vorstellen, gescheitert zu sein.
Ich hatte mal einen Geschäftspartner, dessen Privathaus ist versteigert worden. Und er selbst schwadronierte noch über Steuersparmodelle.
20.07.22 09:34
#6
neu-bert
Zu schön, um wahr zu sein
Der Kurs der Anleihe auf 6,9 bis 7,2
außer Gettex. Dort 30,1. laut ARIVA
Habe 4000 in Frankfurt gekauft.
Aber Verkauf in München geht nicht. Die Anleihe ist wohl dort nicht mehr gelistet und dann gibt's 'n Fantasiekurs.
Computer schlägt Mensch oder so ähnlich.
außer Gettex. Dort 30,1. laut ARIVA
Habe 4000 in Frankfurt gekauft.
Aber Verkauf in München geht nicht. Die Anleihe ist wohl dort nicht mehr gelistet und dann gibt's 'n Fantasiekurs.
Computer schlägt Mensch oder so ähnlich.
20.07.22 10:52
#7
Manstein
Gettex Kurs ist vom 29.06.2022
In Frankfurt 7,20 € Brief und in München 30,20 € Geld ?
So eine einfache Arbitrage gibt es an den Börsen nicht !
So eine einfache Arbitrage gibt es an den Börsen nicht !
20.07.22 23:05
#9
Horst07
Und wann hören wir von Terragon
wieviel jeder Gläubiger aus der Insolvenzmassefür seine Anleihen bekommt ?
Oder gibt das das Gericht in Berlin /Charlottenburg bekannt ?
Oder gibt das das Gericht in Berlin /Charlottenburg bekannt ?
22.07.22 21:38
#10
Horst07
Was haltet ihr von dem Angebot vom 22.08. HTL zur
Übernahme zu einem Prozent Nennwert? Ich finde das einerseits gut, dass jemand Interesse zeigt. Doch 1% ist wirklich wenig. Da sollte aus der Insolvenz Maße eventuell mehr herauszubekommen sein.
Was denkt ihr ?
Was denkt ihr ?
23.07.22 10:01
#11
neu-bert
Da bittet der Kartenleger den Wahrsager
um einen Blick in die Glaskugel.
Niemand, außer der Insolvenzverwalter könnte antworten.
Grund soll das Nichtzustandekommen eines Projektes in Duisburg sein. Zuerst verzögerte es sich, es erfolgten Zinsstundung und sogar Bareinzahlung von 3 Mio (oder so). Dann platzte der Handel.
Solche Projekte sind ja nichts anderes als der Bebauungsplan und ggf. Kaufoptionen für's Grundstück. Oder, im schlechtesten Fall ein gekauftes Grundstück; ggf. noch nicht bezahlt.
Oftmals ist auf Kante kalkuliert und bei den vorherrschenden rasch gestiegenen Preisen dürfte die Berechnung nicht mehr passen. Ziel der selbstverwaltenden Insolvenz ist ja, solche Fesseln zu lösen.
Am besten ist, Ihr sucht Euch einen guten engagierten (also besser keinen Anwalt) als gVertreter. Der wird in den Gläubigerausschuß eintreten und hat dadurch sehr gute Sicht. Und dann hoffen oder bei Astro TV anrufen.
Mehr als 1 % dürfte es aber werden.
Niemand, außer der Insolvenzverwalter könnte antworten.
Grund soll das Nichtzustandekommen eines Projektes in Duisburg sein. Zuerst verzögerte es sich, es erfolgten Zinsstundung und sogar Bareinzahlung von 3 Mio (oder so). Dann platzte der Handel.
Solche Projekte sind ja nichts anderes als der Bebauungsplan und ggf. Kaufoptionen für's Grundstück. Oder, im schlechtesten Fall ein gekauftes Grundstück; ggf. noch nicht bezahlt.
Oftmals ist auf Kante kalkuliert und bei den vorherrschenden rasch gestiegenen Preisen dürfte die Berechnung nicht mehr passen. Ziel der selbstverwaltenden Insolvenz ist ja, solche Fesseln zu lösen.
Am besten ist, Ihr sucht Euch einen guten engagierten (also besser keinen Anwalt) als gVertreter. Der wird in den Gläubigerausschuß eintreten und hat dadurch sehr gute Sicht. Und dann hoffen oder bei Astro TV anrufen.
Mehr als 1 % dürfte es aber werden.
24.07.22 12:02
#12
Horst07
Glaskugel hat keiner,das ist klar.Projekt Duisburg
kann eventuell in Teilen rückabgewickelt oder übergeben sprich verkauft werden.
Bei der aktuellen wirtschaftliche Lage ist m.E. eine vernünftige und vor allem stabile Kalkulation wegen Unsicherheit aufgrund Inflation , Materialengpässen und Arbeitsmarkt kaum machbar.
Danke für die Info … ich werde das Angebot also wahrscheinlich nicht annehmen. Und hoffen, dass der Insolvenzverwalter ein mehrfaches als 1% heraus holen kann.
Bei der aktuellen wirtschaftliche Lage ist m.E. eine vernünftige und vor allem stabile Kalkulation wegen Unsicherheit aufgrund Inflation , Materialengpässen und Arbeitsmarkt kaum machbar.
Danke für die Info … ich werde das Angebot also wahrscheinlich nicht annehmen. Und hoffen, dass der Insolvenzverwalter ein mehrfaches als 1% heraus holen kann.
08.02.23 15:26
#13
csmic
Terragon Insolvenz
hat noch jemand (ausser mir) versäumt die Forderung beim Insolvenzverwalter anzumelden? Ich bin gerade dabei.
http://www.terragon-ag.de/pressemitteilungen/...zlei-eckert-bestellt/
https://eckert.law/
https://www.schuldnerberatung.de/nachtraegliche-forderungsanmeldung/
http://www.terragon-ag.de/pressemitteilungen/...zlei-eckert-bestellt/
https://eckert.law/
https://www.schuldnerberatung.de/nachtraegliche-forderungsanmeldung/
09.02.23 09:30
#14
csmic
Terragon Insolvenz
Antwort bekommen: Die Gesamtsumme aus der Anleihe von 25 Mio wurde durch Herrn Rechtsanwalt Nieding, Frankfurt bereits angemeldet, der die Anleihegläubiger vertritt. Unsere Rechte seien damit entsprechend gewahrt. Nieding + Barth Rechtsanwaltsaktiengesellschaft
09.02.23 19:37
#15
kidcarson
das ist in deutschland die regel
Anleihen werden in aller Regel mit dem Emissionsvolumen angemeldet, etwas anderes ist es im Ausland siehe Hyela hier will das Insolvenzgericht, dass sich jeder Gläubiger extra anmeldet eine globale Anmeldung wird nicht akzeptiert
