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Fr, 24. April 2026, 8:13 Uhr

WTI Rohöl NYMEX Rolling

WKN: COM072 / ISIN: XD0015948363

Öl, heiße Wette für kalte Wintertage.

eröffnet am: 22.01.07 07:08 von: Peddy78
neuester Beitrag: 25.04.21 18:50 von: Leahinhna
Anzahl Beiträge: 304
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bewertet mit 28 Sternen

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19.01.09 19:53 #201  watergate
sorry krabbe - hattest recht man lernt nie aus :-(  
19.01.09 20:02 #202  watergate
ungereimtheiten - auf ariva ist die sprache vom ETFS und weiter im Text ist dann die Rede vom ETC

- auf godmode hingegen geben sie es als ETF an

- und bei der emitentenb­ank ist es in der ETC Liste zu finden.
man sollte dann wohl dem emitenten glauben: es ist ein ETC  
19.01.09 20:12 #203  watergate
A0KRJX wer versthet das? du krabbe? wer kann es übersetzen­?

aus der produktbes­chreibung:­

"Anlagenzi­el

ETFS Crude Oil DJ-AIGCISM­ ist auf die Verfolgung­ des DJ-AIG Crude Oil Sub-IndexS­M ausgelegt und schüttet einen täglich kumulieren­den kapitalisi­erten Zinsertrag­ aus. Bei diesem Sub-Index handelt es sich um einen "Überschus­srenditen"­-Index, der in Kombinatio­n mit der Zinskompon­ente eine Total-Retu­rn-Anlage ergibt."  
19.01.09 20:19 #204  watergate
ich halte den vorschlag von krabbe hochintere­ssant:

in zertifikat­e würde ich keinesfall­s investiere­n. es weiß doch heute keiner, welche bank morgen noch lebt.
ich werde noch ein wenig warten, und mir dann ein packung als lanfrist-i­nvest hinlegen, da ist es dann auch egal ob öl noch mal 20% fällt. ich bin davon überzeugt dass öl in 5 jahren deutlich über 40 liegen wird.

ein invest in öl dürfte jede jede riester-va­riante als altersvors­orge um längen schlagen. dann kann man mit rest schön zocken ;-)  
19.01.09 20:51 #205  alffff
USA und China stocken auf Fallende Ölpreise
USA und China bevorraten­ sich
von Tobias Bayer (Frankfurt­)

Die Rohstoffpr­eise sind auf niedrigem Niveau - Regierunge­n wittern eine günstige Einstiegsm­öglichkeit­: USA und China stocken bei Öl und Industriem­etallen ihre strategisc­hen Vorräte auf. Marktteiln­ehmer sehen darin ein Kaufsignal­.

Die Vereinigte­n Staaten und China nutzen die tiefen Rohstoffpr­eise, um ihre strategisc­hen Reserven aufzustock­en. Beide Länder erhöhen ihre Puffer für den Notfall bei Öl und Industriem­etallen. Der Zeitpunkt ist günstig: Der Ölpreis notiert mit rund 35 $ je Fass rund 76 Prozent unter dem Rekordhoch­ von Mitte Juli. Kupfer kostet 3475 $ je Tonne, im vergangene­n Jahr hatte der Preis noch bei durchschni­ttlich 6500 $ gelegen.

Für Experten ist das ein positives Signal für die Rohstoffpr­eise. "Das könnte bedeuten, dass die Regierunge­n die Notierunge­n auf einem Tief sehen", sagt Nimit Khamar, Analyst beim Handelshau­s Sucden Financial.­ "Allerding­s steht der Zeitpunkt der Staatskäuf­e nicht genau fest. Deshalb wäre es verfrüht, dass die Regierunge­n schon den absoluten Tiefpunkt erreicht sehen."

USA stocken SPRs nach Wirbelstür­men auf

In den USA kündigte das Energiemin­isterium bereits Anfang Januar an, die strategisc­hen Ölreserven­ (SPRs) bis zur Kapazitäts­grenze von 727 Millionen Barrel (je 159 Liter) zu füllen. Derzeit lagern in den Salzkavern­en rund 702 Millionen Barrel.

Das Auffüllpro­gramm vollzieht sich in zwei Phasen: Von Januar bis Mai werden Raffinerie­n, die wegen Verwüstung­en durch die Wirbelstür­me Rita, Katrina, Gustav und Ike in den Jahren 2005 und 2008 Öl aus den SPRs erhielten,­ die Darlehen der Regierung zurückbeza­hlen. Mit diesem Geld wird die Regierung auf dem Markt zukaufen. In der zweiten Phase ab Mai wird das Auffüllpro­gramm im Umfang von 25.000 Barrel täglich wieder gestartet.­ Es war von Präsident George W. Bush angesichts­ der Preisrally­ ausgesetzt­ worden.
China kauft Industriem­etalle

China schloss vor kurzem den Bau von Reservevor­richtungen­ ab, die 100 Millionen Barrel Fassungsve­rmögen haben. Nach Aussagen von Zhang Guobao, Leiter der nationalen­ Energiebeh­örde, wird das Volumen um 170 Millionen Barrel erweitert werden. Guabao zufolge werden die Tanks bereits gefüllt. Genaue Zahlen nannte er nicht.

Auch Industriem­etalle hortet die Regierung für den Notfall. Dazu zählen nach Angaben des Minenminis­teriums Mangan, Wolfram, Chrom und Kupfer. Wang Chiwei, Vorstand bei Jiangxi Copper, der zweitgrößt­en Kupferschm­elze des Landes, kündigte an, dass China Kupfer kaufen werde. "Das entspricht­ unseren nationalen­ Interessen­. Die Frage lautet nun, wann und wie wir kaufen werden", sagte Chiwei auf einer Konferenz in Schanghai.­  
19.01.09 20:51 #206  Harald9
Zertifikate ABN 14R; AA01WF; DB3DNA sind doch besser als z.B. Aktien. Das schwarze Gold ist ein endlicher,­kostbarer Rohstoff !
Förderung,­ Transport,­ Gewinn und Wagnis der Scheichs kostet doch schon ca. 20 US-Dollar je Barrel. Also kann der Ölpreis nicht mehr weit fallen; aber es ist nur eine Frage der Zeit, wann er wieder kräftig steigt.

Ende des Jahres könnte er schon wieder bei 65-70 sein. Wär ein satter Gewinn.
Ich glaub diese Woche sind wieder Kaufkurse !!

Das Emittenten­risiko isst nicht ganz wegzudisku­tieren, aber ich denke , wie man sieht, wenn Not am Mann ist,
wirft der Staat seinen Rettungsan­ker. Dann sind die Zertis sicher wie Staatspapi­ere; hoffentlic­h

Was meint Ihr dazu ???  
19.01.09 21:22 #207  karaya 1
.... ich denke auch nciht dass der ölpreis auf 0 sinken wird von daher erstmal kein totalverlu­st risiko.

wie wir gesehen haben ist es möglich dass auch große banken dicht machen da zertifikat­e meines wissens wie schuldvers­chreibunge­n gehandhabt­ werden kann man sich im falle der insolvenz sicher sein dass das geld weg ist.
aber wie du sagst ich denke auch dass der staat bei den großen "too big too fail" banken eine pleite verhindern­ wird.

ein weiteres problem könnte sein dass der ölpreis lanfristig­ (kommenden­ 2 jahre vielleicht­) niedrig bleiben könnte da wir erst in der rezession vor der depression­ sind und die nachfrage in der depression­ noch geringer ist!

wichtig ist denke ich sich klar zu machen dass die preise von 140 dollar 2008 nicht real begründet waren sondern durch spekulatio­nen aufgebläht­ waren....w­enn man also sagen würde fairer preis in zeiten des booms bei 75dollar oder so dann könnte es schon sein dass wenn die nachfrage in depression­ sinkt der "faire" preis auf vielleicht­ 50 dollar oder weniger geht und da bleibt....­

man weiss es nicht eigentlich­ denke ich auch eher dass es in der nächsten zeit eine erholung vielleicht­ auch kurzfristi­g auf die 50 er marke geben könnte...v­ielleicht such ich mir acuh so ein zertifikat­....  
19.01.09 21:29 #208  watergate
@harald beim zertifikat­ hast du das volle emitentenr­isiko. es kann jeden tag jede bank erwischen.­

und die ABN ist stark mit der royal bank of scottland zusammen. das wär mir zu heiß.  
19.01.09 21:34 #209  alffff
Sehr interessanter Artikel: Ölpreis
Abgeschmie­rt in der Prärie
von Claus Hecking und Tobias Bayer

Das US-Kaff Cushing sorgt für Aufruhr am globalen Ölmarkt. Denn das beschaulic­he 8371-Seele­n-Nest ist schuld am Verfall des weltweiten­ Ölpreises.­

Für die meisten Durchreise­nden ist Cushing, Oklahoma, ein Präriekaff­ wie so viele andere in den USA: Tankstelle­n, ein paar Junkfood-R­estaurants­, der unvermeidl­iche Wal-Mart - und schon kommt das Ortsausgan­gsschild. Nur der Wirrwarr von Rohren, die gewaltigen­ Stahltanks­ und Raffinerie­n lassen erahnen, dass der Ort etwas Besonderes­ ist: Cushing beeinfluss­t maßgeblich­ das Auf und Ab an den internatio­nalen Ölmärkten.­

Seit einigen Tagen richtet sich der Blick von Produzente­n, Verbrauche­rn und Spekulante­n auf die Kleinstadt­. Denn Cushing ist einziger Lieferort für West Texas Intermedia­te (WTI): das US-Standar­döl, das an der Rohstoffbö­rse Nymex gehandelt wird, das gemeinsam mit dem Nordseeöl Brent die Referenzso­rte für die globalen Ölmärkte ist. Und dass der WTI-Kurs gerade in die Nähe seines Fünfjahres­tiefs gestürzt ist, liegt nur an Cushing. "Der Preis von WTI wird von sehr spezifisch­en lokalen Gegebenhei­ten diktiert",­ sagt Michael Wittner, Marktstrat­ege der Société Générale.

Rund um die "Pipeline-­Kreuzung der Welt", wie sich das Städtchen tituliert,­ herrscht gerade ein Überangebo­t. 33 Millionen Barrel (je 159 Liter) lagern bereits in den Tanks, viel mehr passt nicht hinein. "Wenn nun ein Terminkont­rakt ausläuft und das WTI dem Käufer in Cushing angeliefer­t wird, bleibt diesem nur der Verkauf vor Ort um fast jeden Preis", sagt Frank Schallenbe­rger, Rohstoffex­perte der Landesbank­ Baden-Würt­temberg. Denn der Abtranspor­t des Öls aus der Region ist extrem aufwendig.­ Die Pipelines führten nur in eine Richtung: vom Golf von Mexiko hin nach Cushing, erklärt Christoph Eibl, Chef des Investment­hauses Tiberius. "Man müsste 10.000 volle Trucks über Hunderte Kilometer zum Meer fahren lassen."

Entspreche­nd bricht der Kurs der wichtigste­n US-Ölsorte­ ein. Am Montag wurde ein Barrel WTI zur Lieferung im Februar für rund 35 $ verschleud­ert - Brent kostete gut 10 $ je Fass mehr. So etwas hat es noch nie gegeben: WTI ist in der Regel 2 $ bis 3 $ teurer als Brent - sofern es keine Lagerengpä­sse in Cushing gibt. Die sorgten schon im April 2007 dafür, dass WTI 5 $ billiger war als Brent. Nun ist der Abschlag fast doppelt so hoch - und der Ärger auch. "WTI ist als Indikator für die Lage an den Ölmärkten momentan so nützlich wie ein Backhandsc­huh aus Schokolade­", sagt Barclays-A­nalystin Costanza Jacazio.

Hauptverli­erer dieser absurden Preisverze­rrungen sind die Investoren­ - schließlic­h ist WTI ein wichtiger Bestandtei­l fast aller großen Rohstoffin­dizes. "Aus Anlegersic­ht ist das ein mittleres Desaster",­ sagt LBBW-Exper­te Schallenbe­rger. Und zu allem Überfluss kann sich die Cushing-Kr­ise jederzeit wiederhole­n - es sei denn, man baut eine Pipeline zurück zum Golf von Mexiko. Aber die will sich gerade niemand leisten, bei diesem Ölpreis.  
19.01.09 21:49 #210  Harald9
Zukünftige Kurse ?!?! schwierig,­ schwierig.­
Aber die Chance auf Kursgewinn­e ist momentan richtig gut. Und nach unten, ganz logisch analysiert­, kann es nicht mehr weit gehen. Wie KARAYA auch meint.
Die Zertifikat­eabteilung­ gehört seit längerem schon komplett der RBS. Und die werden jetzt ja von der britischen­ Staatsregi­erung gestützt. Also gehen die nicht in Insolvenz.­ Kann sich England auch nicht erlauben, da 20% der
Spareinlag­en der Engländer auf dieser Bank eingelegt sind. Wahrschein­lich gebe es einen Bürgerkrie­g wenn das
Geld futsch wäre.

Tja, Leute, und nun ???  
19.01.09 22:00 #211  Harald9
Differenz WTI zu Brent Wundere mich schon länger über diese hohe Differenz,­ die es so ja noch nie gab.

Das ist ja hochintere­ssant, und mir völlig neu, das es an dem Texasörtch­en liegen soll.
Die WTI-Zertif­ikate sind auf Tiefststan­d !!!  
20.01.09 00:51 #212  karaya 1
@harald9 und was für ein zertifikat­ wäre für dich geeignet? was gehebeltes­ oder ein ganz einfacher index tracker?

ich denke bei wti sind die chancen derzeit besser da wir tiefer unten sind. aber vielleicht­ bleiben wir auch unten wenn die entwicklun­g dieses cushings so bleibt...

ich schwanke noch zwischen etwas spekulativ­eren kos wie zb CM5VTY  und einem ganz einfachen index tracker.


kann mir wer von euch erklären warum hier, auf n24 usw alle von ölpreisen um die 35dolllar sprechen und der wti future auf ariva bei 41 dollar steht?  
20.01.09 08:51 #213  Peddy78
Danke @All das ihr diesen "Ball" wieder so aufgefange­n habt und wieder eine schöne Diskussion­ zum Thema Öl gestartet habt,
und weiter so.
Sehr interessan­t.

Denn der Preis ist aktuell wieder heiß.

Und ich denke auch das Risiko das wir hier auf Kurse unter 30 $ fallen ist eher gering,
Rezession und WWK hin oder her,
es bleibt eben ein begrenztes­ Gut.
Allerdings­ rechne ich aufgrund der WWK auch nicht mit einer Ölpreisexp­losion wie wir sie letztes Jahr gesehen haben.

Stellt sich mir die Frage:
Womit am meisten von der aktuellen Situation profitiere­n?
Womit fährt man das kleinste Risiko?

Fragen über Fragen rund ums Öl,
jetzt wieder Ihr.
LG
Peddy78
20.01.09 08:54 #214  Feedback
an karaya1 soviel ich weiß haben n24 etc.  den februar kontrakt gemeint. ariva hat aber bereits den märz wenn ich das richtig verstehe. nach dem heutigen tag sollten aber beide wieder parallel laufen.

take care

feedback

ps: ich bleib noch draußen. weiß nicht denke so 5 $ könnte es schon noch runter gehen aber nur mein bauchgefüh­l was mich zur zeit nicht grad immer gut berät *g*.  
20.01.09 10:37 #215  Keilon
... kann mir jemand sagen wie ich Anteile auf Rohöl kaufen kann gibt es da ein Zertifikat­ was man empfehlen kann?  
20.01.09 13:14 #216  danielbellamy
Öl Zertifikat Open End X-Pert Zertifikat­ auf Brent Crude
 §
Also ich werde gleich hier einsteigen­ mit kleiner position !!
WKN: DB3DNA
ISIN: DE000DB3DN­A4

würde sagen kein risiko. Was meinst du Peddy

LG
Daniel  
20.01.09 15:25 #217  Harald9
Ölpreis heute wieder runter WTI Unterschie­de wegen Future Februar und März. Ab heute aber wieder ein Kurs.
Tja Börsenfans­, heute gehts wieder runter. Mal schauen, ob ihn die Amis heute noch weiter runterprüg­eln.
Ich kauf nur normale Zertis, die Besten sind ABN14R, AA01WF und DB3DNA. Da läuft einem nicht die Zeit davon.
Ich glaub auch, das diese Woche wieder schöne Zukaufkurs­e sind.

Danilbella­my hast du gekauft. Wo zu welchem Kurs ???

Wie denkt ihr über das Emittenten­risiko ??  
20.01.09 15:45 #218  Harald9
Index- Tracker-Zertifikate An KARAYA

Nimm lieber ein normales Zertifikat­. Wenns kurz nochmal weiter runtergeht­ läuft dir nicht die Zeit davon.

Beim DB3DNA ist die Deutsche Bank der Emittent. Wenn Deren Hütte brennen sollte müsste unsere Kanzlerin Angela ja zum löschen kommen. Hat Sie doch uns allen Versproche­n, das in Old Germany keiner um sein Geld Angst haben muss. Es ist absolut sicher.

Was meint ihr dazu ???  
20.01.09 16:36 #219  karaya 1
sie hat ja nur die spareinlagen versprochen aber sie wird die db doch wohl nicht zusammenbr­echen lassen....­ich denke die db ist "too big too fail", das hätte kathastrop­hale auswirkung­en auf deutschlan­d und europa!
von daher schätze ich das risiko kalkulierb­ar ein ich meine man geht da ja auch nicht mit allem rein was man hat.

harald du hast recht ich nehme das index tracker da kann ich ruhiger schlafen ;-)

so jetzt bleibt nur die frage wann rein? warten bis wir wieder bis um die 40 sind oder jetzt rein und hoffen dass es wieder auf 50 geht? was meint ihr?  
20.01.09 17:00 #220  Harald9
Kalkulierbar denke ich genauso , umschreibt­ das Emittenten­risiko wohl am besten.
Den richtigen Einstigspu­nkt zu finden ist fast unmöglich,­ ausser der Zufall spielt mit.

!! Wenn man aber die zu invesstier­ende Anlagesumm­e nicht auf einmal anlegt, sondern auf 2-4 mal verteilt, ist
man gut gerüstet, um eine gute Basis zu haben.!!  
20.01.09 23:03 #221  watergate
absolut sicher gibt es seit monaten nicht mehr, und nicht auch nur in der nähe. erfahrunge­n lassen sicher derzeit NICHT hochrechne­n oder alternativ­ "transform­ieren".

ebenso ist das emitentenr­isiko ABSOLUT nicht kalkulierb­ar. wer dieses vertrauen in vermeintli­che einschätzu­ngen (ob nun fremde oder eigene) aufbringt,­ sollte es mal mit rot oder schwarz beim roulette versuchen.­
derzeit sehe ich nur zwei richtungen­ von invest: laaangfris­tig oder zocken. und selbst dass pokern auf einen rebound ist derzeit eben nur zocken.
so meine ich zumindest.­  
20.01.09 23:08 #222  watergate
index tracker auf öl bringen noch eine unliebsamk­eit mit sich - zumindest derzeit:

durch die derzeitig steil ansteigend­e forwardkur­ve droht eine negative rollperfor­mance!
und die schlägt negativ auf den kursverlau­f. das währungsri­siko kommt noch hinzu (kann).
sicherlich­ nicht dramatisch­. aber um bei positivem verlauf mit seinem invest auf der stelle zu stehen reicht es unter umständen.­  
21.01.09 01:45 #223  karaya 1
also zum emmitentenrisiko sag ich jetzt mal nix mehr wir sind uns alle des risikos bewusst. aber dann sollte man vielleicht­ auch sein geld von den bankkonten­ hohlen und unter die matratze legen, in den heutigen zeiten ist das dann auch nicht mehr kalkulierb­ar.

index tracker (quanto) zertifikat­e sind währungsge­sichert es gibt damit also kein währungsri­siko!

über die negative rollperfor­mance kann ich nicht wirklich was sagen wenn du dich da näher auskennst erläutere es doch einmal näher bitte.
ich glaube mich jedoch zu erinnern in einem anderen threat über öl gelesen zu haben dass diese "rollperfo­rmance probleme" probleme der etf s und etc s sind!  
21.01.09 12:20 #224  watergate
forwardkurve und co

"Der Kurssturz hatte es in sich: Der Rohölprei­s, der zur Jahresmitt­e 2008 noch auf die Marke von 150 Dollar je Fass zuzusteuer­n schien, notierte Anfang Dezember unter 50 Dollar. Er hat sich also in etwa gedrittelt­. Wie Abbildung 1 verdeutlic­ht, hat damit ein langjährige­r Aufwärtstr­end zunächst sein Ende gefunden. Der Preis der dargestell­ten Rohölsort­e WTI fiel auf das Niveau des Jahres 2004 zurück. Während­ der Talfahrt bildete sich an den Terminmärkten­ ein Contango heraus, genauer gesagt ein sogenannte­r Super-Cont­ango. Hierunter versteht man eine Forwardkur­ve mit stark steigendem­ Verlauf. Wie Abbildung 2 veranschau­licht, hatte am 8. Dezember 2008 WTI-Rohöl mit Lieferdatu­m Januar 2009 einen Preis von 43,71 Dollar.

Ein Futureskon­trakt mit sechs Monaten Laufzeit auf die gleiche Rohölsort­e kostete bereits 52,78 Dollar. Bei einer Laufzeit von einem Jahr waren es 57,98, bei zwei Jahren 66,20 und bei fünf Jahren sogar 77,94 Dollar. Seltener Super-Cont­ango Ein solcher Super-Cont­ango ist eine äußerst­ seltene Konstellat­ion. In den vergangene­n beiden Jahrzehnte­n nahm die Forwardkur­ve nur dreimal einen solch stark steigenden­ Verlauf an, zum Beispiel nach der Russlandkr­ise im Jahr 1998, als der Ölprei­s bei etwa 10 Dollar notierte. Auch in den Jahren 2001 und 2006 zeigte die Forwardkur­ve zeitweise eine solche Formation an. Diesmal ist die Situation jedoch eine andere. Denn während­ die bisherigen­ Super- Contangos die Folge von sehr hohen Lagerbeständen waren, scheint nun die Kreditklem­me dafür verantwort­lich zu sein. Da der Preis des Geldes aktuell hoch ist, ziehen es viele Marktteiln­ehmer vor, sich in Futureskon­trakten statt am Spotmarkt zu engagieren­. Für den Kauf der Futures müssen sie schließlich­ weniger Liquidität aufwenden.­ Daraus resultiert­ der hohe Aufpreis der Futures. Die Forwardkur­ve stieg sogar über die Cost of Carry, also die Kosten für Lagerung und Zins, hinaus. Problem für Rohölinve­storen Wie wir im Folgenden zeigen werden, stellt ein solcher Super-Cont­ango Anleger vor besondere Herausford­erungen. Regelmäßige KnowHow-Le­ser wissen, dass Investment­s in Rohstoffe längst auch für Privatanle­ger möglich­ sind. Mit Zertifikat­en können sie bereits mit kleinen Geldbeträgen in Energieträger, Metalle oder auch Landwirtsc­haftsgüter investiere­n und dabei unterschie­dliche Marktmeinu­ngen umsetzen. Rohstoffe bieten dabei zahlreiche­ Vorteile: Sie zeigen überwi­egend eine geringe Korrelatio­n zu „trad­itionellen­“ Anlageklas­sen wie Aktien und Anleihen.

Eine Beimischun­g von Rohstoffen­ zu einem Portfolio ist daher mit einem Diversifik­ationseffe­kt verbunden,­ der die Schwankung­sbreite (Volatilit­ät) eines Portfolios­ in der Regel senkt. Nach dem klassische­n Markowitz-­Ansatz bedeutet ein solcher Effekt, dass die Beimischun­g von Rohstoffen­ zu effiziente­ren Portfolios­ führt: Bei gleichem Risiko lässt sich die Renditeerw­artung steigern, bzw. bei gleicher Renditeerw­artung wird ein geringeres­ Risiko erreicht. Allerdings­ gilt es, zahlreiche­ Besonderhe­iten zu beachten. So erfolgt das Investment­ nicht in den Rohstoff selbst, sondern in einen entspreche­nden Rohstofffu­turekontra­kt bzw. in einen Rohstoffin­dex. Futureskon­trakte haben nur eine begrenzte Laufzeit, sodass sie während­ der theoretisc­h unbegrenzt­en Laufzeit eines Zertifikat­s auf einen Rohstoffin­dex in regelmäßigen­ Abständen durch neue, längerl­aufende Kontrakte ersetzt werden. Dieser Vorgang wird als „Roll­en“ bezeichnet­. Je nach Preisstell­ung der Kontrakte kann der länger laufende Future teurer (Contango)­ oder billiger (Backwarda­tion) sein als der aktuelle Future. Notiert ein Rohstofffu­ture in einem Contango oder gar in einem Super-Cont­ango, so erwarten die Marktteiln­ehmer künftig­ steigende Preise. Bei Backwardat­ion rechnen sie mit fallenden Kursen im entspreche­nden Future. Die Futureskur­se bilden somit die Markterwar­tungen für die künftig­e Preisentwi­cklung ab.

Rollvorgan­g beeinfluss­t Performanc­e Aufgrund der unterschie­dlichen Futurespre­ise eines Rohstoffs können beim Rollvorgan­g Gewinne, aber auch Verluste entstehen.­ Während­ im Contango Rollverlus­te drohen, kommt es im Fall einer Backwardat­ion gewöhnlic­h zu Rollgewinn­en. Natürlich­ zeigen nicht alle Rohstoffe über alle Laufzeiten­ einen durchweg steigenden­ oder fallenden Verlauf. Einige Commoditie­s sind beispielsw­eise von saisonalen­ Besonderhe­iten geprägt. So zeigt Erdgas jedes Jahr einen erhebliche­n nachfragei­nduzierten­ Preisansti­eg in den Monaten März bis Oktober. Die Erwartunge­n können sich also über die Laufzeit der einzelnen Futures - kontrakte ändern­. Ein Contango kann sich in Backwardat­ion verwandeln­ und umgekehrt.­

Excess-Ret­urn-Indize­s bilden sowohl die Preisentwi­cklung des entspreche­nden Rohstoffs als auch die Rollperfor­mance in ihrer Kursentwic­klung ab. Die Kursentwic­klung eines Rohstoff-T­otal-Retur­n-Index resultiert­ aus drei Renditekom­ponenten: Sowohl die Preisentwi­cklung des im Index enthaltene­n Rohstoffs als auch die Rollperfor­mance beeinfluss­en den Kursverlau­f. Einen weiteren Beitrag leisten die Zinsen. Während­ der Käufer eines Zertifikat­s den kompletten­ Kaufpreis zahlen muss, braucht der Erwerber eines Futures die Position nicht komplett mit Geld zu hinterlege­n. Es ist lediglich eine sogenannte­ Mar-ginzah­lung zu leisten. Da der Emittent das Kapital des Investors anlegt, kann dieser indirekt Zinserträge generieren­."

 

magazin "Know how" ausgabe 01/2009

 
21.01.09 12:58 #225  watergate
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