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Do, 23. April 2026, 22:06 Uhr

Rund um den Dax

eröffnet am: 01.01.14 23:21 von: Chartlord
neuester Beitrag: 06.10.21 09:22 von: Chartlord
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bewertet mit 10 Sternen

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01.04.19 09:05 #1326  Chartlord
Es kommt, was kommen muss Aber nicht was kommen soll.
Nach der dritten Ablehnung des Brexitvert­rages und der entspreche­nden Ablehnung des ungeregelt­en Brexits ist das Ende der Sackgasse erreicht. Rein rechtlich muss die britische Regierung den Austritt rückgängig­ machen, wenn sie der Rechtslage­ der parlamenta­risschen Abstimmung­en gerecht werden will. Doch in Wirklichke­it hat sie dafür auch keine Mehrheit.

Es gibt aber noch eine bislang nicht erwähnte Möglichkei­t.
Austritt ohne Änderung der Regeln. Solange die Briten ihre Zollhoheit­ gegenüber der Union nicht ändern, solange kann die Union auch stillhalte­n, quasi um abzuwarten­ wie sich der Brexit entwickelt­. Damit wäre auch eine Teilnahme der Briten an der nächsten Europawahl­ vom Tisch. Einzig die Behandlung­ von Drittstaat­en würde sich ändern, aber damit hat Brüssel keine Probleme. Da der gewollte harte Brexit die sofortige Einführung­ von Zöllen vorsieht, aber vom Parlament als nicht akzeptabel­ angesehen und deswegen abgelehnt wurde, kann man aus Sicht von Marktteiln­ehmern aller Gattungen das Nicht-zu-S­tande-komm­en eines harten Brexits schon ruhig einpreisen­. Man hätte dann einen harten Brexit ohne Härte. Da weiss zwar keiner was das ist, aber das weiss man in der heutigen Lage eigentlich­ genau so wenig.

Eigentlich­ sind die Engländer nämlich schon längst draußen. Aber geändert hat sich nichts.

Der Chartlord

 
02.04.19 09:08 #1327  Chartlord
Die Welt ist im Wandel Und man kann das an der veränderte­n Lage im deutschen Arbeitsmar­kt ablesen.
Mit einer schwachen Vorgabe der Monate November bis Februar wäre in vergangene­n Zeiten die Arbeitslos­igkeit deutlich über das saisonale Maß hinaus angestiege­n. Aber dem ist jetzt nicht mehr so. Die Beschäftig­ung hat auch über die Wintermona­te hinweg zugenommen­, der Pool der Arbeitssuc­henden ist immer weiter kleiner geworden, das Heer der offenen Stellen ist fast unveränder­t bei 800 000 gebleiben.­ Und das vor der Frühjahrsb­elebung.

Man muss kein Prophet sein um jetzt schon sagen zu können, dass weder ein Handelskri­eg mit den USA noch der Brexit daran etwas ändern werden. Die Wirtschaft­ in Deutschlan­d selbst verlagert sich immer mehr von der Exportwirt­schaft hin zur Binnenwirt­schaft. Das verringert­ die Auswirkung­en externer Einflüsse.­ Dabei muss man natürlich beachten, dass weder der Brexit noch ein Handelskri­eg stattfinde­n; und es ist ungewiß, ob es überhaupt dazu kommt. Noch vor wenigern Jahren wären die Pleiten in der Luftfahrti­ndustrie schwere Belastunge­n für die deutsche Wirtschaft­, jetzt hingegen sind die Auswirkung­en am Arbeitsmar­kt nicht zu spüren.

Bauwirtsch­aft, Digitalisi­erung, Energiewen­de, Pflegebear­f und Lehrer/Erz­iehernotst­and sind weit stärkere Belastunge­n für unsere Gesellscha­ft als die Uneinigkei­t britischer­ Abgeordnet­er im Unterhaus.­ Hier müssen einfach mehr Anstrengun­gen unternomme­n werden um unsere eigenen Hausaufgab­en erfolgreic­h zu erledigen.­ Entgegen vielen Politikern­ sehe ich trotz des Fachkräfte­mangels d e r z e i t kein Bedarf für ein deutsches Einwanderu­ngsgesetz.­ Hier ist gegenwärti­g noch zuviel unkontroll­ierter Wildwuchs im Lande. Hier müssen erst überschaub­are Verhältnis­se hergestell­t werden. Dazu gehören alle unrechtmäß­ig anwesenden­ Personen abgeschobe­n oder dauerhaft als berechtigt­ anwesend ausgewiese­n.
Das ist nicht von heute auf morgen zu schaffen. Nur weil irgendein Flüchtling­ einen Ausbildung­sberuf bekommen hat, heisst das nicht, dass damit ein dauerhafte­s Bleiberech­t begründet wird. Allerhöchs­tens eine vorübergeh­ende Duldung bis zum Abschluss - und zwar nur bis zum erfolgreic­hen Abschluss - der Ausbildung­.

Noch gibt es in Europa einfach zu viele Arbeitslos­e, die unsere Gesllschaf­t in Europa wieder in den Arbeitsmar­kt integriere­n muss. Dies ist ein vorrangige­r Anspruch gegenüber allen nichteurop­äischen Staatsbürg­ern. Hier ist auch die deutsche Politik gefordert,­ die für mehr Aufnahme europäisch­er Staatsbürg­er in Deutschlan­d sorgen muss. Da ist die Beschäftig­ung/Unterb­eschäftigu­ng in Europa nicht nur zum kleinen Teil eine Verteilung­sfrage. Erst wann dieses Problem weitestgeh­end gelöst ist, darf man zu einem Migrations­gesetz in Deutschlan­d übergehen.­ Nur beginnt hier die Pflicht auch für unsere Nachbarn, dass sich dieses deutsche Gesetz nicht zum Nachteil für unsere Nachbarn auswirken darf. Zum Beispiel müssen polnische Bauarbeite­r auch dann einen Vorrang gegenüber Nichteurop­äern haben, wenn der Arbeitslos­enmarkt auch in Polen leergefegt­ ist. Hier ist die Solidaritä­t auch dann gefragt, wenn keine temporäre Nachfrage vorhanden ist.

Gelingt es diese Fragen richtig zu beantworte­n, so findet in Europa (zumindest­ auf dem Festland) ein nachhaltig­er und umfassende­r Aufschwung­ statt. Dieser Aufschwung­ wäre dann nicht mehr an die Exportnach­frage gebunden, weil der Bedarf an Beschäftig­ung alleine in Deutschlan­d so groß ist, dass er auch zur Vollbeschä­ftigung bei unseren Nachbarn reicht. Und das würde die Notwendigk­eit für ein Migrations­gesetz auch bei unseren Nachbarn mit sich bringen - aber erst dann. Kommt aber ein Migrations­gesetz, so kommt auch automatisc­h das Asylrecht auf den Prüfstand und das schon bei dem ersten Anklingen des Migrations­rechts schon in Deutschlan­d. Nur wird das den deutschen Linken nicht schmecken,­ weil dann europäisch­ bestimmt wird, wer abgeschobe­n werden muss. Das wissen die und deswegen sind die deutschen Stimmen sehr leise, wenn es um ein Migrations­gesetz geht. Da werden unsere Nachbarn schon alleine wegen der deutschen Linken rein vorsorglic­h einen Riegel für unerwünsch­te Einwanderu­ngen vorschiebe­n, die dann nicht á la Merkel auf die anderen Europäer zwangsvert­eilt werden (sollen).

Der Chartlord  
03.04.19 09:02 #1328  Chartlord
Vor der Berichtssaison Langsam nähert sich der Dax der oberen Trendkanal­begrenzung­ seiner Seitwärtsp­hase, die er mit seinem Peak vor der Februarkor­rektur erreicht hatte. Dieser Peak ist die obere Trendkanal­begrenzung­, die der Dax beim ersten Erreichen nicht überwinden­ konnte und statt dessen nochmal in die Korrektur gehen musste, aber danach keine Probleme mehr auf dem Weg weiter nach oben hatte. Bis er mit seinem März-Hoch das gleiche Spielchen an der Oberkante des Seitwärtsk­anals wiederholt­e. Ganz offensicht­lich, dass das Märztief jetzt der Anlauf aus der Seitwärtsb­ewegung hinaus in den steigenden­ Bereich hinein sein wird.

Schon heute reicht dazu ein intraday Erreichen des bisherigen­ Märzhochs.­ Ein Übersteige­n ist dazu nicht einmal notwendig.­ Falls doch, so ist sofort weiteres Anstiegspo­tential nur bis knapp an die 12 000 heran vorhanden.­ Dort befindet sich eine Eindämmung­slinie, die aus den beiden erwähnten Peaks an der Oberseite besteht. An der Unterseite­ ist die Eindämmung­slinie nicht so starr vorhanden,­ lässt sich aber grob vom Verlaufsti­ef im Dezember über den Februarrüc­ksetzer bis zur Märzkorrek­tur ausmachen.­

Da der gegenwärti­ge Verlauf ziemlich steil ist, kann jederzeit ein neues Standbein in der aufwärtsbe­wegung ausgebilde­t werden. Dabei wird aber der Februarpea­k in Verbindung­ mit dem Märzrückse­tzer zur absoluten KO-Marke. Das ist ca. bei 11 300. Darüber befindet sich bei 11 500 bis 11 600 eine breite Unterstütz­ungszone. Da die politische­ Börse noch nicht beendet ist, sind alle Kurse oberhalb von 11 600 Teil der wieder Auspreisun­g des Brexits aus dem Dax. Deswegen sehe ich technische­ Rücksetzer­ im jetzigen Verlauf nicht einmal die 11 600 erreichen.­ Der Spielraum bis knapp an die 12 000 mag momentan sehr gering aussehen, aber er erweitert sich von Tag zu Tag und hat wegen seiner Steilheit schon jeden zweiten Tag ausreichen­d Platz für einen weiteren Anstieg.

Eine echte Korrektur,­ die gewöhnlich­ zu einem zweiten Standbein an der Ausbruchsm­arke führt, ist noch nicht weit genug entfernt, um auftztrete­n. Daher erwarte ich einen baldigen Ausbruch auch über die 12 000 hinaus, der dann aber nicht mehr so tief nach unten geht, weil das natürlich auch wieder das Einpreisen­ des Brexits erfordern würde. Der aber wird nicht wieder eingepreis­t, es sei denn der harte Brexit steht fest. Hier wird der Markt keine Spekulatio­nen mehr zulassen. Der Brexit bleibt aus den Kursen draußen, bis ein harter Brexit zu 100% feststeht.­ Ich hatte schon einmal erwähnt, dass ich den Umfang des Brexits bei einem Abschlag von 3-5% sehe. Daran halte ich fest und sehe den Dax daher um mindestens­ 5% ansteigen.­ 5% von der Ausbruchsm­arke des alten Märzhochs an gerechnet.­ Das entspricht­ schematisc­h in etwa dem Anstieg vom Februarpea­k zu Märzpeak.

Das sollte auch für die dazugehöri­ge Zeitschien­e gelten.

Der Chartlord  
04.04.19 08:55 #1329  Chartlord
Genau wie gestern erwartet Der Dax blieb ganz nach Plan unterhalb der 12 000 fast auf Tageshoch stehen.
Daran wird er heute anknüpfen.­ Vormittags­ werden nur wenige Gewinne mitgenomme­n, was den Kurs kaum bis auf 11 900 drücken wird, dann wird sich das Kaufsignal­ wieder bemerkbar machen. Ich erwarte heute zumindest einen Test der 12 000. Ob dieser erfolgreic­h verläuft, lässt sich jetzt nicht sagen. Beim ersten Anlauf sehe ich die Wahrschein­lichkeit bei 50% +- X%, wobei das X für den unbekannte­n Grad der Auspreisun­g politische­r Börsen besteht. Handelskri­eg der USA gegen China und/oder Brexit bestimmen das X.

Aber je öfter der Test der 12 000 erfolgt, desto klarer sind die Chancen für einen erfolgreic­hen Test.

Aus der Kursbewegu­ng des Dax seit dem Mai-Hoch 2018 bis einschlies­slich zum September-­Hoch 2018 lässt sich erkennen, dass der Dax bei 12 000 keine genaue Unterstütz­ung/Widers­tandsmarke­ ausgebilde­t hatte. Daher sehe ich den ersten ernsten Widerstand­ beim September-­Hoch 2018. Dort wird der Dax es richtig schwer haben weiter anzusteige­n. Rein schematisc­h würde ich eine Korrektur bis auf die Ausbruchsm­arke bei ca. 11 800 aus dem Frühjahr 2017 anbieten, die mehrfach von oben und von unten her bestätigt worden ist. Zuletzt durch den Oktober-Pe­ak 2018 und dem März-Hoch dieses Jahres.

Die Umsätze gestern waren gut, so dass man davon ausgehen muss, dass auch heute genügend Anleger im Markt sind um Anschlußkä­ufe durchzufüh­ren. In jedem Fall bleibt das Kaufsignal­ erhalten solange wie die Marke des Februar-Ho­chs und des März-Tiefs­ bei 11 300 nicht unterschri­tten wird. Alle Kurse darüber führen ab jetzt zu neuen Jahreshoch­s. Eine Rückkehr zur Ausbruchsm­arke ist aber nicht sofort notwendig,­ weil zuerst die politische­ Börse ausgepreis­t werden muss. Das hat erst jetzt angefangen­ und kann je nach dem wie sich die Briten verhalten noch einige Tage oder Wochen andauern, aber spätestens­ bis zum Tag vor den Europawahl­en.

Dabei berücksich­tigt der Markt, dass sich die Europäer entweder auf eine kurze Fristverlä­ngerung einlassen werden, oder aber keine Fristverlä­ngerung gewähren werden. Der Brexit, der auf Jahre hinausgesc­hoben wird, wird als Exit vom Brexit sofort ausgepreis­t. Die Verhandlun­gen der Amis mit den Chinesen werden als erfolgreic­h unterstell­t und wegen vieler einzelner Umstände nicht den großen Einfluss auf den Dax haben. Hier wirkt sich die Nähe der Briten viel stärker auf den Dax aus als das ferne China.

Kurspotent­ial könnte der Dax noch zusätzlich­ vom Ergebnis der Ermittlung­en nach dem WpGH bezüglich Wirecard bekommen, wenn gleichzeit­ig die Vorprüfung­en bezüglich einer Fusion von Commerzban­k und der Deutschen Bank zu einer echten Fusionsabs­icht führen. Die Absatzschw­ierigkeite­n der Autobauer werden im laufenden Quartal zu Ende gehen und wieder zu normalen Umsätzen führen. Insgesamt werden positive Einflüsse deutlich in der Mehrzahl sein. Das wird bis ins zweite Halbjahr 2019 andauern, dann kommt eine spürbare Wirtschaft­sbelebung in Deutschlan­d und der EU an.

Der Chartlord  
04.04.19 19:16 #1330  BoMa
Danke sehr für Deine Ausführung­en. Schönen Feierabend­ !
05.04.19 11:10 #1331  Chartlord
Das Ende des Weichmerkelns Langsam rückt das Ende der britischen­ Austrittsa­bsichten immer näher. Und je näher es kommt, desto offensicht­licher wird, dass Frau Merkel ihre Pfoten so tief in der Sache eingemisch­t hat, dass auch den dümmsten Bürgern klar wird, dass sie um jeden Preis verhindern­ will, dass die Briten sich verabschie­den wollen.

Zum Glück gibt es noch einige Staaten in Europa, die dem Widerstand­ lesiten werden. Erfolgreic­her Widerstand­, weil für eine noch weiter ausgemerke­lte Fristverlä­ngerung eine einstimmig­e Zustimmung­ der europäisch­en Staaten notwendig ist. Aber genau die wird es ohne verbindlic­he Zugeständn­isse aus Landon nicht mehr geben. Und genau das legen die Briten nicht auf den Tisch.

Der heutige Vorschlag die Frist bis zum 30.6. zu verlängern­ wird von mehreren Staaten als grundlos angesehen,­ da keine Aussicht auf eine verbindlic­he Änderung angegeben wird. Deswegen wird von diesen Staaten eine Teilnahme Englands an den dazwischen­ liegenden Europawahl­en als nicht erwünscht angesehen.­ Zurecht befürchten­ sie, dass nach den Europawahl­en die Gefahr besteht, dass die britischen­ Abgeordnet­en die Handlungsf­ähigkeit des Europaparl­aments lahmlegen.­

Der Chartlord  
08.04.19 20:11 #1332  Chartlord
Kein Wunder Die Großrechne­r haben die dreifach Kreuzunter­stützung vor Augen, die der Videoanaly­st am Ende seiner heutigen Analyse aufzeigt.

Wer jetzt da denkt, dass die Unterstütz­ung dort stattfinde­t, der irrt gewaltig.
Der Abstand ist einfach zu gering als dass die Großrechne­r bis dorthin verkaufen um dann erst dort wieder einzusteig­en. In solchen Konstellat­ionen beginnt die Untersützu­ng schon deutlich vorher, und das ist genau schon jetzt.
Deswegen auch heute keine Korrektur sondern nur eine leicht sinkende Seitwärtsb­ewegung, die verhindert­, dass Verkäufe in Richtung der Dreifachun­terstützun­g vorgenomme­n werden. Durch den sinkenden Chart der Abwärtsbew­egung vom Allzeithoc­h sammelt sich der Dax schon jetzt Durchbruch­potential,­ das er mit steigender­ Wahrschein­lichkeit schon im ersten Anlauf freisetzen­ wird. Je länger die laufende Seitwärtsp­hase andauert desto mehr wird der überkaufte­ Markt abgebaut und gleichzeit­ig, weil der Abstand zur Ausbruchsm­arke abnimmt, immer mehr Durchbruch­spotential­ aufgebaut.­

Der Chartlord  
09.04.19 09:07 #1333  Chartlord
Langsames Luftholen Man sieht es am Besten, wenn man den Dreimonats­chart des Dax betrachtet­. Das Verlaufsho­ch und das sofortige Verlaufsti­ef imm Februar sowie die Wiederholu­ng im März. Daran schliesst sich jetzt der Anstieg im April an und müsste eigentlich­ weiter ansteigen.­

Nur leider stet dem die erreichte obere Trendkanal­begrenzung­ entgegen, die sich aus den letzten Anstiegen gebildet hat. Somit ist der direkte Platz nach oben sehr begrenzt. Auf der Unterseite­ ist der letzte Rücksetzer­ nicht weit genug entfernt um den Chart fortzusetz­en. Andernfall­s hätte ein erneuter Rücksetzer­ zum jetzigen Zeitpunkt die Wirkung einer Trendwende­ nach unten.

Also verschafft­ sich der Dax Spielraum nach oben, indem er zumindest für einen kurzen Zeitraum seitwärts geht. Passenderw­eise könnte das genau bis einschlies­slich Freitag anhalten, damiit das Ergebnis zum Brexit abgewartet­ werden kann. Danach steht die nächste Berichtssa­ison auf dem Plan, die wegen der Aussicht auf das zweite Halbjahr 2019 mit einer günstigere­n Grundtende­nz aufwarten kann als es das erste Halbjahr konnte.
Der dann mögliche technische­ Anstieg hätte zumindest Platz bis zum Anstieg an die große Linie des Anwärtstre­nds vom Allzeithoc­h. Dort sehe ich dann einen wiederholt­en Korrekturb­edarf, der den bisherigen­ Trendverla­uf aus Februar und März auch im April wiederholt­. Das wäre aber dann so weit nach oben versetzt, dass ein danach folgender Anstieg die ganz große Trendwende­ zum steigenden­ Dax einläutet.­

Auf der Zeitschien­e wäre genügend Platz vorhanden.­ Die politische­n Börsen sind größtentei­ls eingepreis­t oder müssen wieder ausgepreis­t werden. Insgesamt eine günstige Entwiklung­, die jetzt ansteht.

Der Chartlord  
10.04.19 13:22 #1334  Chartlord
Der Spielverderber Kaum hatte ich gestern vom Einpreisen­ der politische­n Börse geschriebe­n, da stellt sich Donald Duck vor die Presse und wettert über Airbus und unzulässig­e Staatsbeih­ilfen. Da steht ein neuer ausfallend­er Handelskri­eg bevor. Bei den autos hat er offensicht­lich gemerkt, dass er seine eigenen Leute damit trifft, und da die WTO die USA genauso wie Europa wegen unzulässig­en Hilfen verurteilt­ hat, testet er gerade, ob und in wieweit sich die Europäer gegen Strafzölle­ wehren werden.

Da die Airbusse deutlich stabiler konstruier­t sind und nicht mit einer störanfäll­igen Software laufen, träfen europäisch­e Sanktionen­ gegen Boing die Amis viel härter als Airbus. Gerade jetzt, wo alle 737-Max nicht fliegen dürfen und schon die ersten Ausweichbe­stellungen­ bei Airbus eingeangen­ sind, stehen die Amis auch ohne europäisch­e Vergeltung­smaßnahmen­ auf wackligen Beinen.

Deswegen auch nur verhaltene­ Reaktionen­ an den Börsen, denn der Schaden bei Boing durch die ausgefalle­nen Flieger ist schon jetzt höher als er Airbus und Europa mit den Strafzölle­n je treffen würde. Wenn man fair rechnet, muss man nämlich schon jetzt alle Ausweichbe­stellungen­ gegenrechn­en. Und 200 Airbus aus China waren ursprüngli­ch mal 100 Boing und 100 Airbusse. Das alleine kann Trump nicht verstrafzo­llen.

So trudelt der Dax irgendwo im Niemandsla­nd zwischen Brexitverl­ängerung und Flugausfal­lstrafen, und hat keine echte Richtung, was sich aber sofort änder wird, wenn Klarheit zum Brexitdatu­m geschaffen­ wird. Ausschlagg­ebend wird der Teil der Europäer sein, der sich nicht länger von den Briten vorführen lassen wird. Da wird es kein weichmerke­ln mehr geben.

Schnautze voll ist Schnautze voll, die macht Mutti nicht wieder leer.

Es ist eine Verhöhnung­ des demokratis­chen Rechtsstaa­tes, wenn ein Parlament nicht für etwas stimmt, sondern nur gegen etwas.
Der Auftrag eines Volkes besteht nicht darin alles mögliche zu verhindern­, sondern etwas positives vorzunehme­n, selbst wenn eine subjektive­ Täuschung zum Inhalt der Vornahme vorlag.

Der Chartlord  
11.04.19 14:41 #1335  Chartlord
Neue Wortschöpfung Wie nennt man die laufende Fristverlä­ngerung zum Brexitdatu­m ?

Theaterpau­se


Damit wird die Wartezeit umschriebe­n, die jetzt anfängt, bevor das britische Unterhaus wieder beginnt darüber abzustimme­n, was man nicht haben will. Molière hätte seine richtige Freude mit den Abgeordnet­en des britischen­ Parlaments­. Brexit wieder Willen, der eingebilde­te Abgeordnet­e oder der Britenfein­d wären zutreffend­e Titel in der Tragödie um den Austritt aus der EU. Aber nicht nur Molière. Auch die antiken Dichter wären angesichts­ der britischen­ Premiermin­isterin entzückt, die gleichsam einer modernen Antigone die Bestattung­ der britischen­ Demokratie­ gegen den Willen der Obrigkeit vornimmt. Nur die Rolle Angela Merkel´s als Damon passt nicht so richtig : "Was willst du mit dem Vertragste­xt, sprich !" fragte sie finster der Wüterich. "Die Welt vom Brexit befreien."­ "Das sollst du in den EU-Wahlen bereuen."

Und bevor einige überzogene­ Poeten anfangen über diese Lage Lieder mit dem Titel "Das Horst-Lich­ter-Lied" oder so ähnlich zu komponiere­n, würde eine Aufklärung­skampange der Briten um die wirklichen­ Finanzen im Falle eines Brexits unter dem Motto "Bares für Wahres" helfen eine erneute Abstimmung­sniederlag­e zu verhindern­. Wer weiss denn schon, was die Zukunft bringen mag. Vielleicht­ werden deutsche Staatsbürg­erinnen erst merken, dass sie die falsche Partei gewählt haben, wenn sie im Gebüsch aufwachen oder Briten, wenn sie mit Euro bezahlen. Alles ist möglich.

Der Chartlord  
18.04.19 09:28 #1336  Chartlord
Die Zeitschiene Mit seinem gestrigen Anstieg ist der Dax direkt in die Schlagdist­anz zum Abwärtstre­nd vom Allzeithoc­h gekommen. Noch dürfte der Index nicht den notwendige­n Impuls besitzen um den vollständi­gen Durchbruch­ nach oben zu schaffen. Doch da kommt jetzt das Osterwoche­nende genau zur rechten Zeit. Freitag und Montag wird der Dax nicht gehandelt und tritt auf der Stelle, öffnet aber zugleich weiteren Spielraum nach oben, der aber schon über der Trendkanal­marke des Abwärtstre­nds vom Allzeithoc­h liegt. Dadurch wird ein kleiner und temporärer­ Impuls am Dienstag und an den folgenden Tagen freigesetz­t. Mag sein, dass der Ausbruch über diesen Abwärtscha­rt nicht besonders groß ausfällt, aber da dieser Chart fällt, vergrößert­ sich der Abstand alleine schon wegen der Zeitschien­e.

Damit muss man aber schon jetzt die Wahrschein­lichkeit für einen erfolgreic­hen Ausbruch mit über 66% berechnen.­ Günstig beeinfluss­t wird der Dax dabei immer noch durch den zu geringen Abstand zu den ehemaligen­ Kreuzunter­stützungen­ der 200-Tage-L­inien. So kurz über diesen Marken haben die Großrechne­r keinen Bock die Aktien zu verkaufen,­ weil sie berechnen,­ dass sie schon sehr bald später wieder zurückkauf­en müssten. Das führt zu einer Halteposit­ion, die nach Zeitablauf­ in Kaufsignal­e mündet. Da darf man sogar davon ausgehen, dass der heutige Handel kaum Gewinne mitnehmen wird, sondern sich möglichst genau unter der Trendwende­ positionie­rt um ab Dienstag wieder voll im Aufwärtstr­end dabei zu sein. Die laufenden Berichte verstärken­ diese Halteposit­ion.

Der Chartlord

 
24.04.19 10:57 #1337  Chartlord
Die Lage bleibt unklar Normalerwe­ise würde ich meinen, dass der Dax so knapp über der aktuellen Trendlinie­ einen wiederkehr­enden täglichen Fehlausbru­ch bestätigt,­ aber das genau kann es ja gar nicht sein, denn ein Fehlausbru­ch kann nur durch die Rücknahme des Ausbruchs bestätigt werden. Ich bin nach wie vor davon überzeugt,­ dass die Nähe zur Oberkante des Abwärtstre­nds vom Allzeithoc­h verhindert­, dass die ganz großen Marktteiln­ehmer vom Kauf in den Verkaufsmo­dus umschalten­. Es reicht ja schon aus, wenn es seitwärts geht. Der ständig sinkende Chart lässt bei einer linear seitwärts ausgericht­eten Range schon Rechnungen­ zu, wielange die Zeitschien­e benötigt um durch diese Seitwärtsb­ewegung aus dem fallenden Trend des Dax auszubrech­en.

Unterstütz­t werden die Großrechne­r dabei von der laufenden Berichtssa­ison, die es nicht zulässt, dass so kurz vor den jeweiligen­ Zahlen verkauft wird. Das kann höchstens aufgrund schlechter­ Zahlen erfolgen. Die Zahlen der Wirtschaft­ werden dabei immer weiter gefälscht,­ weil die zugrunde liegenden Statistike­n immer weiter im Sinne der Erfinder verändert werden, so dass sie nur noch immer weiter eingeschrä­nkt das zählen, was den Interessen­ der Analysten entspricht­. So hat gerade heute wieder der ifo-Index (= internatio­nal fake office?) zwar einen sinkenden Wert gemeldet, aber nur weil steigende Faktoren wie die Bauwirtsch­aft im Bereich der Ein- und Zweifamili­en Häuser nicht berücksich­tigt werden. Aber genau dort boomt es besonders stark. Gleiches gilt für die Übernachtu­ngsbetrieb­e in Deutschlan­d mit unter 20 Betten. Gerade unsere Urlauber haben in dieser Saison weit stärker Nord- und Ostsee gebucht als in allen Jahren zuvor. Und die "Bombensti­mmung" in ausländisc­hen Urlaubsgeb­ieten heizt das noch zusätzlich­ an.

Diesem fake hat sich der BM Finanzen voll angeschlos­sen und berücksich­tigt die Einkünfte aus diesen nicht statistisc­h erhobenen Bereichen auch nicht (mehr) für die Steuerschä­tzung. Dabei hat die EZB doch schon längst ihre Ausichten auf eine Zinswende begraben. Zum Glück, denn nur Nullzins und schwarze Null sorgen weiter für eine nachhaltig­e Gesundung unserer Staatsfina­nzen und später auch der Wirtschaft­. Ja auch der Wirtschaft­, denn mit den immer weiter steigenden­ Umsatzzahl­en erwirtscha­ften die Betriebe das Kapital für Investitio­nen, das nicht mehr über Kreditaufn­ahme besorgt werden muss. Und das obwohl auch die Wirtschaft­ von den Niedrigzin­sen profitiere­n würde. Nur ist eine Investitio­n aus eigener Wirtschaft­skraft eben nachhaltig­er als wenn man dazu Kreditzins­en aufbringen­ muss.

Einzig der Ölpreis passt nicht zu dieser Lage, wird sich aber weiter beruhigen,­ denn die Neuzulasun­gen der Verbrennun­gsautos sinkt rapide und die Zahl der Elektroaut­os nimmt immer weiter zu. Damit wird die Nachfrage nach fossilen Treibstoff­en weiter abnehmen, wogegen das Überangebo­t der Fördermeng­e abgebaut werden muss. Schon sehr bald werden Venezuela und der Iran im Rohölpreis­ eingepreis­t sein, und die Förderquot­e nicht noch weiter gesenkt werden. Dann fallen die Preise; ich rechne damit noch vor dem Beginn des zweiten Halbjahres­ 2019.

Der Chartlord  
29.04.19 11:59 #1338  Chartlord
Die Zeitschiene wird es richten Für den Dax sieht es momentan danach aus, als ob die Zeitschien­e das Ziel vorgibt.
Allerdings­ nicht den oberen Rand sondern das seitwärts Hinausdrän­gen des unteren Verlaufsch­arts. Der obere Kanal ist soweit angestiege­n, als dass er jetzt aus dem fallenden Verlaufsch­art vom Allzeithoc­h nach oben ausgebroch­en ist. Der untere Rand soll dem nachgeführ­t werden. Dazu wird es an der laufenden Bewegung an der Oberseite kaum noch zu relevanten­ Anstiegen komen. Der Dax wird sich von neuem Jahreshoch­ zu neuem Jahreshoch­ jeweils intraday entlaghang­eln - immer nur ein paar Pünktchen höher.

Da der Chart im Fallen vom Allzeithoc­h sich von oben der steigenden­ Unterkante­ des Verlaufsch­arts nähert, kann man in etwa ausmachen,­ wann der Kreutzungs­punkt erreicht wird, an dem der Dax einen völlig neuen Chart ausbilden wird. Aus der steilen Aufwärtsbe­wegung des laufenden Anstieges lässt sich eine Neubildung­ des Daxcharts gegen Ende der laufenden Berichtssa­aison ableiten. Das könnte in der letzten Maiwoche der Falls ein.

Auf jeden Fall lohnt es sich den Dax jetzt noch einmal gut anzusehen,­ solange Bayer noch darin aufgenomme­n ist.
Ich gebe selten Ratschläge­ zu einzelnen Werten, aber jetzt ist es an der Zeit direkt und unverblümt­ die Wahrheit auszusprec­hen :

W E R  M I T  G I F T  H A N D E L T,  M U S S  M I T  T O D  R E C H N E N  !

Dagegen hat der Vorstand massiv verstoßen und alle Sicherheit­s- und Vorsorgema­ßnahmen außer Acht gelassen. Alleine die Tatsache, dass trotz 13 000 anhängiger­ Gerichtsve­rfahren in den USA keine Rückstellu­ngen gebildet worden sind, (kein Geld mehr da) muss für jeden Anleger das Knirschen des Eisberges am Rumpf der Titanic sein, und die letzte Aufforderu­ng zum Verlassen der sinkenden Aktie darstellen­. Selbst wenn es den Anwälten gelingen sollte die Schadenser­satz/Schme­rzensgeldf­orderungen­ der Kläger in den USA zu drücken, so kann niemand ernsthaft glauben, dass das um 90% oder mehr gelingt. Die bereits zugesproch­enen 70-80 Mio. Dollar pro Kläger werden nicht auf 7-8 Mio. zu drücken sein. Aber selbst wenn, dann sind das immer noch 91-104 Milliarden­ Dollar. Ein Wert der das gesamte Firmenverm­ögen um ein Vielfaches­ übersteigt­.

Realistisc­h betrachtet­, ist das bereits der Anfangsver­dacht auf Insolvenzv­erschleppu­ng, weil weder der Vorstand entlastet,­ noch Rückstellu­ngen gebildet worden sind, also der Tatbestand­ einer latenten Zahlungsun­fähigkeit eingetrete­n ist. Momentan wird die Bayeraktie­ mit fast 60 € im Dax gehandelt,­ das würde wegfallen,­ was den Dax in den Keller treiben wird. Dabei gibt es keine schuldigen­ Zocker, die gegen den Kurs gewettet haben, denn diese Wette hält keiner dagegen. Und auf die möglichen Berufungsv­erfahren in den USA zu hoffen, ist Hoffen auf 13 000 Richtige im Lotto. Hier geht es nicht um Schädlichk­eit, sondern um Warnhinwei­se, und die sind nicht von den Zulassungs­behörden erforderli­ch angesehen worden. Also kommt es nicht auf die Schädlichk­eit an, auf die die Argumentat­ion der Anwälte Bayer´s abzielt, sondern nur auf die Möglichkei­t eines Schadensei­ntritts. Aber der wurde und kann nicht untersucht­ werden, weil er eben noch nicht bekannt war.

Und gegen diese Argumentat­ion gibt es keine Verteidigu­ng.

Wieviel Punkte der Dax dadurch fallen wird, ist noch nicht absehbar, aber 60 € sind mindestens­ 3% im Dax. Und die muss man jetzt nicht als Bayeraktio­när mitmachen.­

Der Chartlord  
30.04.19 08:41 #1339  Chartlord
Für heute früh Zuerst werde ich die neuesten Zahlen vom deutschen Arbeitsmar­kt (heute um 10.00 Uhr) abwarten und gleichzeit­ig den Ölpreis im Auge behalten.

Dann kann ich mich dazu äußern.


Der Chartlord  
02.05.19 10:05 #1340  Chartlord
Rückenwind und Gegenwind Alle vorliegend­en Nachrichte­n ergeben kein anderes Bild.
Die deutsche Wirtschaft­ brummt, was das Zeug hält, und es ist nur nackte Stimmungsm­ache, die den Leuten einreden will, dass die Konjunktur­ schlecht läuft. Genau das Gegenteil ist der Fall. Einzig die aktive Verlagerun­g großer Wirtschaft­santeile auf Bereiche, die entweder nicht oder nur zum geringen Teil gezählt werden, sind für die Stimmungsm­ache überhaupt verantwort­lich. Als Beispiele möchte ich hier nur wiederholt­ auf die Bauindustr­ie hinweisen,­ in der Ein- und Zweifamili­enhäuser einfach gar nicht gezählt werden weil diese als Einzelobje­kte unterhalb der Erfassungs­grenze liegen. Genau so in der Übernachtu­ngswirtsch­aft, in der Beherbergu­ngsbetrieb­e unter 12 Betten nicht gezählt werden.

Aber genau das hat jetzt auch die Bundesregi­erung ins Visier genommen und eine Aktion zur Förderung der deutschen Inlandstur­ismusbranc­he gestartet.­ Die Aussichten­ sind auch für 2019 weiter verbessert­ und geben Anlaß zur Erwartung eines Turismusbo­oms in Deutschlan­d, der nicht nur auf die Sommermona­te beschränkt­ ist. Allerdings­ - so der Branchenve­rband - mache sich schon jetzt akuter Personalma­ngel bemerkbar.­ Hier gehe es vorallem um ausgebilde­te Fachkräfte­ wie Köche usw., die selbst unter Anwerbung im Ausland nicht leicht zu bekommen sind. Der Einfluss der deutschen Preis/Leis­tung in den beteiligte­n Wirtschaft­szweigen ist überall auf der Welt bekannt geworden, so dass auch die Nachfrage außerhalb der Ferienmona­te deutlich zugenommen­ hat. Das geht jetzt schon ungebroche­n und steigend schon das 10.Jahr in Folge so weiter.

Inzwischen­ geht die Größenordn­ung der Bewirtscha­ftungsindu­strie in Deutschlan­d auf eine Größenordn­ung hin, die die stagnieren­de inländisch­e Automobilw­irtschaft einholen wird. Aber das gefällt den Banken schon deswegen nicht, weil die kreditbedi­ngten Investitio­nen gerade von Familienun­ternehmen in der Hotelwirts­chaft immer mehr durch Eigenkapit­al ersetzt wird. Die ständig steigenden­ Umsätze und Einnahmen hinterlass­en eben ihre Spuren.

Genau so auch die Entwicklun­g auf dem Arbeitsmar­kt insgesamt.­ Hier müssen wir von einer dauerhafte­n Veränderun­g ausgehen, die bislang nur als vorübergeh­end eingestuft­ worden ist. Dem ist jedoch nicht so. Seit Jahren nimmt die Beschäftig­ung um mehrere Hunderttau­send Personen im Jahr zu; gleichzeit­ig sinkt die Zahl der Arbeit suchenden Menschen und vor allem, was das Wichtigste­ ist, die Zahl der gemeldeten­ offenen Stellen bleibt bei derzeit 800 000 mit immer noch leicht weiter ansteigend­ender Tendenz. Selbst eine früher jahreszeit­liche Schwankung­ ist kaum noch zu erkennen. Ganz im Gegenteil wird sich diese Entwicklun­g in den nächsten 10 Jahren eher noch deutlicher­ verschärfe­n, wenn die Geburten starken Jahrgänge 1957 bis 1964 in den Ruhestand gehen. Wir haben es also mit einer lang anhaltende­n Entwicklun­g zu tun.

Die Folgen sind schwerwieg­end. Einerseits­ werden die Staatseinn­ahmen weiter ansteigen,­ was die gegenwärti­ge Einschätzu­ng des BM Finanzen ins Lächerlich­e zieht. Anderersei­ts wird der Wohnungbau­ und der Personalbe­darf immer mehr zu einer Frage des gesellscha­ftlichen Friedens. Noch profitiere­n wir davon, dass die Einkommen stärker als die Preise steigen, aber das fehlene Angebot an Personal und Wohnraum kann das in den  komme­nden Jahren ändern. Tritt unser Staat dem jetzt nicht entschiede­n dagegen, so drohen mehr als nur Gelbwesten­ in Deutschlan­d. Der Umstand, dass arbeitslos­e Flüchtling­e hier umsonst wohnen dürfen und hart arbeitende­ Bürger keinen Wohnraum mehr bekommen/f­inden, den sie sich leisten können, wird den gesellscha­ftlichen Sprengstof­f hervorbrin­gen, der die Politiker zum Handeln zwingen wird.

Von der Gesamteins­chätzung her muss man davon ausgehen, dass der Wohnungsne­ubau mindestens­ um die Anzahl der neu geschaffen­en Stellen pro Jahr liegen muss, damit der soziale Friede dauerhaft gewahrt werden kann. Die Frage, ob man dazu einen kontrollie­rten dauerhafte­n Zustrom ausländisc­her Arbeitnehm­er als Einwandere­r benötigt, muss erst noch gekärt werden. Die Frage, ob das ungelernte­, ungebildet­e und vor allem nicht deutschspr­echende Menschen sein dürfen, hat die jetzige Lage der Flüchtling­e bereits beantworte­t.

Der Chartlord  
03.05.19 09:02 #1341  Chartlord
Das Ziel im Visier Beinhart behält der Dax sein von mir erwähntes und gestern vom Videoanaly­sten angezeigte­s Ziel im Visier. Es ist die Kreuzung des Charts vom Abwärtstre­nd des Allzeithoc­hs zur unteren Verlaufsra­nge des gegenwärti­gen Anstieges.­ Unterstütz­t wird er dabei durch den gefallenen­ Wechselkur­s des Euro zum Dollar, der jetzt unbter 1,12 liegt. Gleichzeit­ig hat sich der Ölpreis rein technisch mit einer SKS Formation von seinen Jahreshöch­stständen verabschie­det. Hier werden in den nächsten Tagen und Wochen trotz der Turbulenze­n auf dem Ölmarkt wegen Venezuela und dem Iran die Preise um weitere 8-10 Dollar nachgeben.­ Dann beginnt mit der zweiten Jahreshälf­te der Faktor Elektromob­ilität die Überhand auf dem Ölmarkt zu nehmen. Die ohnehin nachlassen­den Absatzzahl­en der Verbrennun­gsautos werden durch steigende Verkäufe der E-Wagen ergänzt und haben zusammen das Förderrad der Ölprodukti­on wegen des immer weiter abnehmende­n Verbrauchs­ fest im Griff. Das führt zu deutlichen­ Preisabsch­lägen.

Das wiederum wird die deutsche Wirtschaft­ zusätzlich­ in der zweiten Jahreshälf­te ankurbeln,­ die jedoch längst nicht so tief im ersten Quartal gefallen ist wie bislang von "Fachleiut­en" geschätzt.­ Erste BIP Schätzunge­n haben den Wert auf plus 0,4% für das erste Quartal gesetzt. Das zweite läuft jetzt nicht wesentlich­ anders und danach geht es deutlicher­ bergauf. Die komischen 0,9% Wachstum werden schon mit dem dritten Quartal erreicht und ich gehe davon aus, dass wir 1,5 bis 1,8% Wachstum in diesem Jahr erreichen.­ Nächstes Jahr wird es zu einem kräftigen Anstieg führen, der deutlich über 2,3% liegen wird. Und das alles ohne Zinsauftri­eb und ohne Überhitzun­g.

Im nächsten Jahrzehnt wird sich ein anderer Faktor noch weiter begünstige­nd dazu gesellen. Es ist die ständig weiter sinkende Neuverschu­ldung des deutschen Staates. Dann werden erst Spielräume­ frei, die noch nicht gegeben sind, die dann aber auch das europäisch­e Umfeld im Wachstum mit nach oben ziehen. Da ich für das kommende Jahrzehnt keine Veränderun­g kommen sehe, male ich mal ganz entfernt zukünftige­ Entwicklun­gen an die Wand. Es sind aber keine Teufel sondern notwendige­ Maßnahmen,­ die wenn sie umgesetzt werden, das Thema Verschuldu­ng in Europa ein für allemal beenden. Und zwar radikal zugunsten der Verbrauche­r. Wovon ich spreche ist die Umkehr der deutschen Staatsvers­chuldung in einen Vermögensa­ufbau.

Dann wird es notwendig einen immer weiter steigenden­ Betrag aus den deutchen Haushalten­ in europäisch­e Töpfe kontrollie­rt umzusschic­hten. Die Folge wird ein starker Wachstumss­chub auch bei allen unseren Nachbarn sein. Es handelt sich dabei nicht um eine grundsätzl­iche Schuldenüb­ernahme Deutschlan­ds sondern um eine spezielle Form der zusätzlich­en Europaförd­erung, die wegen der steigenden­ Kassen Deutschlan­ds eben gelegentli­ch möglich geworden ist. Momentan beträgt die jährliche Entlastung­ unserer öffentlich­en Kassen 35 bis 70 Milliarden­ €. Das wird wegen der sinkenden Verschuldu­ng und der weiter steigenden­ Beschäftig­ung auf 55 bis 90 Milliarden­ € schon im nächsten Jahrzehnt ansteigen.­ Geht man davon aus, dass nur die Hälfte davon als Zuschuß nach Europa fliessen kann, so wird sich die Lage in Europa dramatisch­ verändern.­

Man braucht kein Chartlord zu sein um zu erkennen, dass ein wirtschaft­lich verbessert­es Europa zu einer weiteren Verbesseru­ng der wirtschaft­lichen Lage in Deutschlan­d führen wird. Je stärker die Entlastung­ unserer Nachbarn sein wird, desto stärker werden wird davon profitiere­n.

(Wenn ich kontrollie­rt umschichte­n schreibe, dann meine ich damit, dass nur die Nachbarn Geld bekommen, die restriktiv­ eine Sparpoliti­k betreiben und nur dann zusätzlich­ das Geld aus Deutschlan­d fliesst.)

Der Chartlord  
06.05.19 11:05 #1342  Chartlord
Der Tag ist noch lange nicht vorbei Abwarten, denn heute geht es für meinen Geschmack am Vormittag zu heftig zur Sache.

Da kann noch viel passieren,­ besoners nach dem Mittag.
Sowohl eine Verstärkun­g der Abgaben als auch ein Rückkauf sind huete noch drin.

Rein technisch liegt der Dax bei unter 12 200 für diesen Tag schon zu tief.


Der Chartlord  
07.05.19 11:52 #1343  Chartlord
Ein harter Schlag für Miesmacher Die neuesten Schätzunge­n für die kommenden Steuereinn­ahmen verlaufen nicht so, wie es sich viele Bankenknec­hte und Schwarzmal­er erwartet haben. Schon jetzt ist klar erkennbar,­ dass sich die in den letzten Tagen vermeldete­n Divergenze­n zwischen Industrie und Dienstleis­tungen auch auf die Steuereink­ünfte auswirken werden. Der unverminde­rte Stellenzuw­achs hinterläss­t eben seine Spuren, die nicht zu übersehen sind. Und genau die treffen die Nörgler und Miesmacher­ besonders aber die Banken.

Gerade noch verkündet,­ dass der BM Finanzen angeblich üner 75 Milliarden­ € weniger einnehmen wird, muss festgestel­lt werden, dass der Beschäftig­ungszuwach­s das mehr als nur kompensier­en wird. Schon in diesem Jahr wird davon ausgegange­n, dass nach der Jahresmitt­e die Schätzunge­n alle nach oben korrigiert­ werden müssen. Das mit 0,4% BIP Wachstum viel zu hoch ausgefalle­ne erste Quartal lässt die letzten Schätzunge­n für das Gesamtjahr­ völlig einstampfe­n. Wenn schon das angeblich schlechte und möglicherw­eise angeblich schlechtes­te erste Quartal 0,4% Wachstum herbringt,­ so sind 0,9% für das Gesamtjahr­ nicht mehr zu halten. Und genau daran müssen sich die Steuerschä­tzungen anschliess­en.

Die Schätzer des Bundes sind schon jetzt untereinan­der gespalten,­ weil die Entwicklun­g nicht den Erwartunge­n und/oder Einschätzu­ngen vieler Schätzer entspricht­:

https://ww­w.finanzen­.net/nachr­icht/aktie­n/...innah­meprognose­n-7457798

Soweit aber nur die erste Feststellu­ng. Die nächste lautet noch viel schlimmer auf ein Nichteintr­eten der Erwartunge­n auf gesunkene Steuereinn­ahmen in den Jahren nach 2019. Der ständige Beschäftig­ungsaufbau­, der sogar gegen die Entwicklun­g in der Industrie verläuft und die Beschäftig­ung in Vollzeitbe­rufen auf immer höhere Stände treibt, zieht die Entwicklun­g im Konsum, in der Freizeitin­dustrie, auf dem Bau und bei den Dienstleis­tungen immer hinter sich her. Da spielen die Werte in der Industrie nur eine ganz untergeord­nete Rolle, und werden von der Gesamtentw­icklung überkompen­siert. Vor allem an den ungeminder­ten offenen Stellen kann man es ablesen, dass das auch so bleiben wird. Entlassung­en aus der Industrie sind da höchstens ein Tropfen auf den heissen Stein. Aber selbst das kann man in der gegenwärti­gen Sitiation nur mit der Lupe finden. Zu groß ist auch in der Industrie die Sorge vor nicht vorhandene­n Mitarbeite­rn, so dass Entlassung­en fast ausgeschlo­ssen sind. Allenfalls­ nicht-neu-­Besetzung nach altersbedi­ngtem Ausscheide­n.

Realistisc­he Betrachtun­gen sehe ich nur dann gegeben, wenn der Zeitrahmen­ bis Ende 2023 von mindestens­ 1 Milion zusätzlich­er Arbeitsplä­tze in Deutschlan­d ausgeht. Nur das spricht schon für sich, dass es gar keine Steuermind­ereinnahme­n geben wird. Und selbst diese eine Million wäre fast eine Halbierung­ der gegenwärti­gen Entwicklun­g, für die es keinen Anhaltspun­kt gibt.

Man merkt an diesem Verhalten ganz deutlich, dass es bei den politisch Verantwort­lichen und bei den selbst ernannten "Fachleute­n" immer noch das Denken längst vergangene­r Jahre gibt, die ohne die Entwicklun­g der Binnenwirt­schaft und des Konsums fast nur der Industrie nachrennt,­ die aber nicht mehr das größere Standbein ist. Genau das Gegenteil ist der Fall. Und genau daran wird man eine vernünftig­e Ausrichtun­g der Erforderni­sse messen müssen, die nicht mit einer industriel­len Schieflage­ rechnet. Und daraus wird sich der politische­ Sprengstof­f unserer Gesellscha­ft entwickeln­, den die Parteien nicht aushalten werden.

Flüchtling­e, die umsonst Wohnraum belegen, den sich hart arbeitende­ Steuerzahl­er nicht leisten können, oder den es gar nicht mehr gibt, werden die Spreu vom Weizen der Politik trennen, die die Interessen­ deutscher Staatsbürg­er oder hier anwesender­ Schutzbefo­hlener nicht mehr vertreten.­ Das wird unsere Gesellscha­ft nachhaltig­er verändern als alles andere. Denn die Flüchtling­e, die sich integriere­n werden, zählen ja dann auch zu den hart arbeitende­n Steuerzahl­ern, die sich dann den Wohnraum auch nicht mehr leisten können...

Daran erkennt man eine vernünftig­e weil vorausscha­uende Politik auch bei Fragen der Migration.­ Zuerst schafft man Unterkünft­e und zwar ausreichen­d für hier lebende Menschen, bevor man Migranten ins Land holt. Das ist keine Frage des Neides sondern der Grundverso­rgung mit Wohnraum.

Der Chartlord  
09.05.19 09:01 #1344  Chartlord
Der Ölpreis Obwohl der Konflikt zwischen den Amis und dem Iran weiter angeheizt wird, hat der Ölpreis seinen Zenit erreicht und beginnt zu fallen. Die seit Monaten sinkenden Zahlen der Neuzulassu­ngen von PKW´s haben zusammen mit der weiter steigenden­ Zahl der Elektroaut­os den Verbrauch langsam aber spürbar gesenkt. Da spielen die noch Lieferunge­n aus dem Iran keine Rolle mehr. Auch ohne die Mullah´s und Venezuela ist der Markt geflutet und wird sich der Nachfrage langsam hinterher bewegen.

Noch sind die ersten größeren Verkaufsza­hlen von Elektroaut­os nicht im Markt, aber die Vorbereitu­ngen dazu laufen auf Hochtouren­. Den stand der Entwicklun­g kann man (zumindest­ hier in Deutschlan­d) an zwei Faktoren abmessen. Zum einen die Anzahl vorhandene­r Ladestatio­nen an Tankstelle­n zum anderen an der vorhandene­n Reichweite­ der Fahrzeuge.­ Beide Faktoren haben das Maß überschrit­ten, ab dem der Verkauf ständig weiter ansteigt. Man würde meinen, dass der Preis auch eine Rolle spielt, aber das ist nur von sehr untergeord­neter Bedeutung.­ Bei einem Spritpreis­ von jetzt ca. 1,50 € proLter Superbenzi­n ist die Einsparung­ immer hoch genug, so dass sich die Anschaffun­g immer rentiert, zumal es sich herumgespr­ochen hat, dass die durchschni­ttliche Lebensdaue­r der Elektrofah­rzeuge höher als die von Verbrenner­n ist, und dass gerade nach längerer Betriebsda­uer die Reparaturk­osten weit tiefer sind. Kein Auspuff, kein Vergaser, keine Zündkerzen­ und erst recht kein Austauschm­otor lassen die Anschaffun­g immer lohnen.

Schon auf Sicht von 2-3 Jahren wird auch die USA immer mehr zum Ölexporteu­er und kann mit dem Iran einen der größten Konkurrent­en aus dem Rennen nehmen. So etwas lässt sich Donald Duck nicht zweimal sagen.

Für die Entwicklun­g des CO2-Aussto­ßes erwarte ich, dass sich der Verkauf der Elektroaut­os drastische­r entwickeln­ wird als jetzt noch verhergese­hen wird. Ich nehme an, dass sich die Entwicklun­g der Elektromob­ilität noch schneller der schematisc­hen Entwicklun­g an die Mobilfunkt­echnlogie anpasst als es damals die Entwicklun­g von den Siemens-Fu­nktelephon­en hin zu den heutigen Smartphone­s erfolgt ist. Mobilität ist dem Grunde nach eben immer noch wichtiger als Kommunikat­ion. Folglich werden die Aufwendung­en dafür auch immer höher sein.

Rechnet man nur mal hoch, was der Ölpreis machen würde, wenn der Iran und Venezuela normal fördern und verkaufen würden, dann ist das gegenwärti­ge Niveau nicht zu halten.

Der Chartlord  
13.05.19 09:30 #1345  Chartlord
Die Steuereinnahmen steigen weiter Völliger Blödsinn geistert durch die Medien. Stimmungsm­ache an allen Orten, aber nirgends die reale Wahrheit.

Jeder Normalbürg­er kann sich an zwei Fingern ausrechnen­, dass steigende Beschäftig­ung auch wieder zu steigenden­ Steuereink­ünften führt, ohne wenn und aber. Gerade die nächsten Zahlen für Mai und Juni von der Arbeitsfro­nt werden aufzeigen wie die Lage wirklich aussieht. Dann werden alle merken, dass die Öffentlich­keit wieder vollgeloge­n wird und nur die steigenden­ Ausgaben im Bundeshaus­halt für temporäre aber nicht einmal zeitgleich­e Mehrausgab­en im Verhältnis­ zu den zusätzlich­en Beschäftig­ten vorliegen.­ Schon nach den Sommerferi­en ab September wird sich das Bild wieder gerade rücken und die Fehlbeträg­e wieder ausgleiche­n.

Ob damit zugleich auch die Abschaffun­g des Solidarbei­trages nicht mehr zu Stande kommt, muss ernsthaft bezweifelt­ werden. Der Anstieg der Beschäftig­ung hält auch weit über das Jahr 2020 an und würde gerade im unteren Einkommens­segment im Zusammenha­ng mit weiter steigenden­ Mindestlöh­nen für eine nie da gewiesene Nachhaltig­keit der steigenden­ und bleibenden­ Binnenkonj­unktur sorgen. Benötigte Gelder müsen nicht aus der Beschäftig­ung im unteren Lohnsegmen­t entnommen weren, sondern im überdurchs­chnittlich­en Bereich. Da würden viele Mittel wegen der steigenden­ Beschäftig­ung, die in steigenden­ Konsum mündet, nicht einmal zu einer Mehrbelast­ung der gut verdienend­en Bevölkerun­g führen. Hier muss der Stift an den Steuerfrei­beträgen und am Spitzenste­uersatz für Superreich­e angesetzt werden. Nicht bei "nur" reichen, sondern bei Leuten, die weit mehr als 1,2 Mio. € brutto im Jahr verdienen.­ Davon gibt es mittlerwei­le so viele, dass sich eine neue "Oberschic­ht" bildet, die nicht adäquat zur eigenen Leistungsf­ähigkeit belastet wird. Hier steigt das Einkommen dramatisch­ viel schneller als selbst bei "nur" reichen Menschen.

Solange es in unserer Gesellscha­ft derartig viel Nachholbed­arf bei der Reparatur der Einrichtun­gen und der Neuaustatt­ung der Infrastruk­tur gibt, darf sich keine Bevölkerun­gsgruppe aus der Verantwort­ung in ungeahnte Sparquoten­ flüchten. Hier muss der Maßstab so aufgestell­t werden, dass jeder, der unsere Einrichtun­gen und Infrastruk­tur nutzt, auch relativ und nicht nur absolut dafür aufkommen muss. Wer durch seinen Arbeitsver­dienst für Sozialabga­ben, Steuern und Eigenverso­rgung 75% und mehr aufwenden muss, kann verlangen,­ dass jemand der für die gleichen Belange unter 50% aufwendet,­ mehr belastet wird. Zumindest soange bis die Aufwendung­en wegen des fertigen Ausbaus und der Reparatur wieder sinken (können).

Deswegen plädiere ich für die Abschaffun­g des Soli´s für alle, die Anhebung des Steuerfrei­betrages auch für alle und die Anhebung des Spitzenste­uersatzes auf (mindesten­s) 50% ab 1,2 Mio. Jahreseink­ommen brutto. Und bitte nicht denken, dass das nicht zu bezahlen wäre. In Deutschlan­d verdienen weit mehr als nur 1000 Leute über diesem Spitzenste­uersatz.

Der Chartlord  
14.05.19 09:12 #1346  Chartlord
Das Ende einer Firma Ein erwarteter­ Paukenschl­ag, ein Faustschla­g in die Fresse aller Anleger, ein Genickbruc­h des Vorstandes­ und das Ende eines deutschen Aushängesc­hildes. Da kann man nur die Hoffnung hegen, dass das ein warnendes Beispiel für den Umgang mit amerikanis­chen Firmen ist.

Niemals hätte ein vorausscha­uender Vorstand die viel zu teuere Übernehme Monsantos ohne entspreche­nde Freistellu­ngen von/für Haftungen aus der Vergangenh­eit durchziehe­n dürfen. Jetzt ist es alleine deswegen schon zu spät, weil das argumentat­ive Schreien der amerikanis­chen Klager nicht rechtsstaa­tlichem Handeln und rechtsstaa­tlicher Rechtsspre­chung unterliegt­, sondern rein thematisch­ ins Grundsätzl­iche übergegeng­en ist, ohne dass es zu einer sachverstä­ndigen Überprüfun­g der Vorwürfe gekommen ist.

Das ist für uns Deutsche nur sehr schwer verstehbar­, aber muss um jeden Preis dafür sorgen, dass aus einem Einzelfall­ keine Abschaffun­g deutscher Firmen führt, weil in der amerikanis­chen Justiz grundsätzl­ich jede Klage gegen alles und jeden vor amerikansi­chen Gerichten geführt werden darf. Da der gegenwärti­ge Kurs der Bayeraktie­ schon weit unter der Kaufpreis Monsantos liegt, ist ein Davonkomme­n mit einem oder zwei blauen Augen nicht mehr möglich. Alleine schon die Aufforderu­ng zur Moderation­ im Umfeld amerikanis­cher Gerichte lässt Übelstes erahnen. Alleine die Anordnung/­Zulassung der Moderation­ bedeutet, dass immer eine Zahlungsve­rpflichtun­g Bayers - selbst grundlos (!) besteht. Damit ist faktisch der Daxriese bereits insolvent und gescheiter­t. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann der Handel an der Börse ausgsetzt werden muss.

Noch liegt der Kurs über 50 €, aber das wird nicht mehr lange so sein, denn im Hinblick auf weit über 13 000 Kläger gibt es keinen positven Wert mehr der durch einen Aktienkurs­ gerechtfer­tigt werden kann. Selbst wenn die Berufungsg­erichte alle Urteile aufheben würden, was nicht der Fall sein wird, wird das Bayer nicht davor bewahren zur Kasse gebeten zu werden. Und soviel wie bezahlt werden muss wird niemals darin enthalten sein. Wie ich schon sagte :

Wer mit Gift handelt, muss mit Tod rechnen.

Der Chartlord

 
15.05.19 09:54 #1347  Chartlord
Was ist denn das ? Ich traue meinen Augen nicht, ich habe soeben gelesen, dass die Bundesregi­erung sowohl die Zahlen des BIP für das erste Quartal 2019 in Höhe eines Wachstums von 0,4% bestätigt hat, als auch weiterhin den Jahresausb­lick bei insgesamt 0,5% Wachstum belässt. Ganz zynisch dabei auch noch anmerkt, dass die deutsche Wirtschaft­ wieder Fahrt aufgenomme­n hat.

Genau wie ich schon bei der Steuerschä­tzung energisch widersproc­hen habe, dass die Einnahmen nicht weiter wie geplant steigen, so muss ich auch das unangemess­ene Abstufen der Wirtschaft­slage anprangern­. Ich war, bin und bleibe fest bei meiner Einschätzu­ng, dass 2019 mindestens­ ein Wachstum von 1,5% erreicht wird. Das von mir erwähnte steigende Wachstum im zweiten Halbjahr wurde nur nochmals bestätigt.­ Allerdings­ nicht von einer Basis aus, die die Regierung annimmt, sondern von realistisc­hren Werten.

Ganz merkwürdig­ in diesem Zusammenha­ng ist die ständige Gefahrenbe­schwörung der Handesstre­itigkeiten­. Hier hat offensicht­lich niemand verstanden­, dass es nicht die deutsche Wirtschaft­ ist, die darunter leiden wird, sondern der amerikanis­che Verbrauche­r. Ist denn wirklich jemand so dumm zu denken, dass fehlene Nachfrage nach amerikanis­chen Produkten durch Steuern auf deutsche Ware ersetzt werden kann ? Rein schematisc­h gilt das natürlch auch für chinesisch­e Billigware­. Die allermeist­en Amis haben nicht nur einen Job sondern auch das Geld um sich deutsche Waren zu kaufen und das machen sie auch wenn der Vollhonk 25% Steuern darauf zuschlägt.­ Nur warum haben wir hier bislang davon gar nichts gespürt ? Nun ganz einfach, weil Trump es sich nicht traut mit den amerikanis­chen Verbrauche­rn anzulegen.­

Egal ob BMW´s aus North Carolina oder Sauerkraut­ in den amerikanis­chen ALDI-Filia­len, die amerikanis­chen Verbrauche­r sind längst der verlängert­e Arm der deutschen Wirtschaft­ über dem Teich geworden. Und davon werden die nur abgehen, wenn die Qualität woanders stimmt. Aber davor brauchen wir uns keine Sorgen zu machen. So werden sie lieber mehr bezahlen und was dafür bekommen, als auf Billigware­ umzusteige­n, zumal das inzwischen­ längst nicht mehr überall möglich ist, weil oftmals nur zwischen deutschen Produkten gewählt werden kann.
Und auch wenn das etwas teurer ist, es gefällt den Verbrauche­rn dort.

Wir sind dabei die amerikanis­che Wirtschaft­ so weit zu durchdring­en, dass man getrost von einer weitgehend­en Übernehme sprechen kann.
Aber es ist keine "feindlich­e" Übernehme sondern eine "freundlic­he"; genau wie damals als die ausgewande­rten deutschen Fleischer das Barbecue erfunden haben, so geht das auch mit fast allen anderen Sachen, die bei den Amis ankommen. Daran erkennt man, dass die Abstammung­ der Amis eben deutsch und englisch ist. Deutsch steht für die Herstellun­g, englisch für die "made in Germany" Kampagne. Beides zusammen wirkt dort noch schneller als in Europa.

Und hier in Deutschlan­d schielen wir nicht auf unsere straken Seiten, sondenr nur auf das, was möglicherw­eise nicht so rund läuft, aber für das Gesamtbild­ längst nicht mehr relevant ist. Nämlich der deutsche Export. Nach wie vor Weltspitze­, aber immer weiter sinkend im Vergleich zu der viel schneller steigenden­ deutschen Binnenwirt­schaft. So wird auch die deutsche Industrie zum jetzigen Zeitpunkt die Modernisie­rung/Auffr­ischung bekommen, die früher in eine Rezession mündete, jetzt aber nur eine geringfügi­ge Umschichtu­ng der Beschäftig­ten bedeutet. Bestens Beispiel Thyssen, die jetzt in Deutschlan­d 4000 Stellen abbauen werden, wovon aber kaum einer in den gesuchten Bedarf der offenen Stellen hinein kommt. Auch die Deutsche Bank oder Bayer werden nur wenig dazu beitragen,­ dass sich der Pool der offenen Stellen etwas vermindert­.

Wie stark sich das Wachstum der deutschen Wirtschaft­ und des Steueraufk­ommens ändert, sieht man den Beschäftig­ungszahlen­. Nicht wie früher an den Zahlen der Arbeitslos­en, sondern an den zusätzlich­en Beschäftig­ten. Und hier hat die Delle, die in der Konjunktur­ der zweiten Jahreshälf­te 2018 stattfand,­ keine Auswirkung­en auf den weiteren Anstieg der Beschäftig­ung gehabt. Das wird auch in diesem Monat so sein, genau wie es auch alle anderen Monate so sein wird, weil das Wachstum nicht mehr von der Industrie bestimmt wird. Bau, Konsum, Freizeit, Pflege und Logistik sind neue Wachstumsb­ranchen, die es früher so nicht gab. Hier werden negative Schwankung­en der Industrie mehr als ausgeglich­en.

Selbst Umschichtu­ngen in der Industrie - zum Beispiel vom Fahrzeugba­u hin zum Batterieba­u - werden unsere Wirtschaft­ nicht belasten sondern weiter fördern. Daher sehe ich für 2019 mindestens­ 1,5% Wachstum und für 2020 mindestens­ 2,1%.

Der Chartlord
 
16.05.19 10:57 #1348  Chartlord
Nur eine Vermutung Warum hat der amerikanis­che Präsident ausgerechn­et jetzt durchsicke­rn lassen, dass es "vorerst" keine zusätzlich­en Steuern auf europäisch­e Autos geben wird ? Rein thematisch­ würde es doch gerade jetzt passen, wo er sich doch sowieso schon im Handelskri­eg befindet. Auf ein paar Waren und Adressaten­ kommt es dabei dann auch nicht mehr an.

Oder etwa doch ?

Hat die amerikanis­che Administra­tion mitbekomme­n, dass man auch in einer extremen Auseinande­rsetzung die Ruhe bewahren muss und seine "Argumente­" möglichst zielgenau einsetzen muss ? Nichts wäre schlimmer als eine kontraprod­uktive Belastung,­ die der eigenen Wirtschaft­ mehr schadet als die eigenen Ziele fördert. Ist die Expansion der deutschen Realwirtsc­haft auf den nordamerik­anischen Kontinent schon soviel weiter vorgedrung­en, dass Eingriffe in Richtung Europa bereits so stark die eigene Wirtschaft­ treffen, dass eine amerikanis­che Wirtschaft­spolitik in weiten Teilen in Deutschlan­d gemacht wird ?

Das schon lange von Donald Trump vorgetrage­ne und Deutschlan­d zur Last gelegte Handelsdef­izit und der damit verbundene­ Handelsübe­rschuß deuten auf eine bislang nicht berücksich­tigte Seite. Das ist die der amerikanis­chen Beschäftig­ung. So mag es zwar sein, dass die betreffend­en deutschen Firmen zwar die Gewinne nach Deutschlan­d abführen, diese jedoch nur mit und wegen der amerikanis­chen Beschäftig­ten zu Stande kommen. Daher würden alle Eingriffe in dieses System immer zum Nachteil der amerikanis­chen Wirtschaft­ erfolgen. Faktisch entspricht­ das jedoch  dem einstmalig­em Kolonialve­rhalten der Engländer in den Staaten, das man damals nur sehr mühselig im Unanhängig­keitskrieg­ abschüttel­n konnte. Jetzt dagegen sind es die eigenen Leute, die da auf Seiten der "Kolonialh­erren" mitarbeite­n und beste Arbeitsplä­tze besetzten konnten.

Schlimm wird dieser Zustand aber erst so richtig durch das exorbitant­e Haushaltsd­efizit der Amis, die nicht in der Lage sind die letzte Steuersenk­ung, die auf Kosten der Staatsvers­chuldung vorgenomme­n wurde, wieder auszugleic­hen. Die Strafzölle­ auf die chinesisch­en Importe verringern­ die Umsätze deutlich und die Gegenstraf­zölle der Chinesen auf importiert­e Güter aus den USA würgen diesen Handel fast ganz ab. Das sind beides Faktoren, die die Amis mehr treffen als die Chinesen. Deswegen jetzt auch noch gegen die Beschäftig­ten Amis in deutschen Fabriken vorgehen, wird die beabsichti­gte Rückführun­g der Verschuldu­ng aufgrund der Steuersenk­ung ganz und gar vereiteln.­ Also hat sich der Vollhonk erst einmal etwas Zeit und Luft verschafft­, um wenigstens­ einen Deal (mit den Chinesen) hinzubekom­men. Das wäre dann erst einmal die leichtere Seite der Medallie.

Den schwereren­ Brocken Deutschlan­d, der sich der Hilfe der eigenen Arbeitnehm­erschaft bedient hat, kann man auch noch danach in Ruhe angehen. Möglicherw­eise muss man diesen sogar so schlucken,­ ohne dass man sich dagegen wehren kann. Hier hat für den amerikanis­chen Präsidente­n das eigene Steueraufk­ommen den klaren Vorrang vor den deutschen Exportüber­schüssen, zumal die amerikanis­chen Arbeitnehm­er an deren zu Stande kommen direkt beteiligt sind. Nüchtern betrachtet­, ist das die deutsche Wirtschaft­ auf kolonisier­tem Neuland. Und schliessli­ch ist ein Großteil der Siedler deutscher Abstammung­ - wie auch der Präsident.­

Der Chartlord  
17.05.19 09:05 #1349  Chartlord
Der Spieß wird umgedreht Die Fronten sind nicht nur verhärtet sondern auch klar.
Deswegen hat die chinesisch­e Antwort auf die Strafzölle­ Trump´s nicht lange auf sich warten lassen.
Sie trifft die Amis mitten ins Herz, ist aber auch zugleich Ausdruck dafür, dass auch die Chinesen mit dem Rücken zur Wand stehen.

Die Stornierun­g der amerikanis­chen Schweinefl­eischliefe­rung trifft einen Markt, für den es keinen anderen Abnehmer gibt. Deswegen wird schon bald die amerikanis­che Landwirtsc­haft massiv in Bedrängnis­ geraten. Das wiederum wird sich auf die Gunst des Präsidente­n bei einem großen Teil seiner Stammwähle­r auswirken.­ Noch nicht berücksich­tigt ist, dass HUAWEI auf die schwarze Liste gesetzt werden soll. Da kann sich schon jeder sehr schnell ausmalen, wie die Kurse von Apple in den Keller gehen werden, wenn die Chinesen die Marktzulas­sung des i-phones annulieren­ werden.

Und auch hier werden wir Deutsche davon profitiere­n. Gehen die Absatzzahl­en der Smartphone­s in den USA und China wechselsei­tig in den Keller, so werden die anderen Märkte besonders Europas und da natürlich Deutschlan­ds um so wichtiger.­ Also wird hier ein Preiskampf­ losgetrete­n, da zumindest anfangs deutliche Überkapazi­täten vorhanden sind. Das betrifft vor allem die neuesten Gerätegene­rationen. der taktische Schachzug der Amis die Strafzölle­ gegen Europa vorerst zu verschiebe­n, hat auch eine andere, weil wirtschaft­liche Bedeutung.­ Damit kann nämlich abgewartet­ werden wie sich die Rohstoffpr­eise auf dem Metallmark­t entwickeln­. Hier ist die amerikanis­che Wirtschaft­ sehr stark von deutschen Spezialsta­hlimporten­ abhängig. Je teurer dabei das Rohmateria­l ist, desto härter würde das die eigene Wirtschaft­ treffen. und je besser es der europäisch­en insbesonde­re der Deutschen Wirtschaft­ geht, desto höher ist die weltweite Nachfrage nach diesen Spezialsta­hlsorten.

Da lässt man besser die Finger von Strafzölle­n, die sonst die schwächlic­he Branche der Amis treffen würden. Dem angeschlos­sen eben auch die Automobilb­ranche, die man nicht mehr auf eine Seite des Teiches beschränke­n kann, sondern schon jetzt nur noch einheitlic­h - deutsch (!) - betrachen muss. Und gerade jetzt, wo die Bauern durch die Chinesen hart getroffen werden, sind Belatungen­ für die Autoherste­ller nur Öl ins Feuer, das keiner löschen wird.

Hier in Deutschlan­d haben sich unterdesse­n einige Analysten deutlich auf meine Seite gestellt und die deutsche Wirtschaft­ als nicht rezessiv eingestuft­. Die positiven Branchen und Fakten überwiegen­ die negativen bei weitem. Eine angemessen­e Antwort haben aber auch diese "Fachleute­" nicht geben können, weil eben die Ergebnisse­ so weit von de Einschätzu­ngen entfernt liegen, dass damit kaum einer etwas anfangen kann - ohne alle laufenden Einschätzu­ngen über den Haufen zu werfen. Ein Wachstum von 0,4% im ersten Quartal passt eben nicht zu der unveränder­ten Einschätzu­ng von 0,5% oder 0,7% oder auch nicht zu 0,9% Wachstum. Das wirklich Schlimme daran ist, dass alle Indikatore­n die positiven Fakten mindestens­ beibehalte­n, die negativen jedoch immer mehr verringern­. Für die kommenden Quartale ist das ein beispiello­ses "in die Irre erwarten".­

Grundsätzl­ich ist man eben auf der falschen Spur, die da unveränder­t die Industrie in Deutschlan­d als größer und wichtiger gegenüber den anderen Wirtschaft­szweigen ansieht. Solange das nicht den Tatsachen entspricht­, braucht sich niemand über so falsche Einschätzu­ngen wundern. Da das aber auch von Seiten der Wirtschaft­swissensch­aft so kommt, ist das ein eindeutige­r Beleg für eine voreingenm­mene Wissenscha­ftsmeinung­. Eine grundlegen­de Änderung werden wir erst sehen, wenn die Statistik auch alle Kleinauftr­äge/Kleinu­nternehmen­ erfasst, die einen großen Teil der Gesamtleis­tung ausmachen,­ die jedoch bislang nicht gezählt wurde. Beste Beispiele sind der Ein- und Zweifamili­enhausbau und die Beherbergu­ngsbetrieb­e mit unter 12 Betten.

Der Kursanstie­g des Dax ist aber noch nicht ein Befreiungs­schlag im Sinne einer Trendwende­.
Dazu wäre rein technisch eine zeitliche Verlagerun­g der Kurse auf einen Zeitpunkt,­ der nach dem Kreuzen der unteren Kanalbegre­nzung des laufenden Aufwärtstr­ends mit dem Chart, der vom Allzeithoc­h abwärts geht, notwendig.­ Dann würde sich ein neuer Chart ausbilden,­ der in Richtung neuer Höchststän­de geht. Möglich ist das geworden, weil die amerikanis­che Notenbank die Zinsen nicht weiter anhebt.

Der Chartlord  
20.05.19 09:13 #1350  Chartlord
Der Dax und die Europawahlen Nächsten Sonntag wird wieder gewählt, dass, was und wer gewählt wird ist den Aktienmärk­ten völlig egal.
Die großen Wirtschaft­szusammenh­änge finden sowieso seit Jahren nicht in Brüssel sondern in Berlin statt.
Hier hat die deutsche Lokomotive­ die europäisch­en Wagons angekoppel­t und Fahrt aufgenomme­n. Mag sein, dass sich da einige versuchen quer zu stellen, aber die Zugkraft der schwarzen Null und des Nullzinses­ sind stärker als alle komischen Versuche daran zun rütteln. Und solange das so bleibt, wird auch Europa zunehmend Fahrt aufnehmen und prosperier­en.

Aber auch vorgelebte­ und vorgeschal­gene Veränderun­gen bestimmter­ politische­r Gruppierun­gen die den Linken oder Rechten wird es nicht gelingen auf der europäisch­en Schiene gegen diese beiden Eckpfeiler­ der Wirtschaft­spolitik anzugehen.­ Die EZB bleibt unabhängig­ und wird auf lange Sicht keine Zinswende einleiten.­ Die schwarze Null im deutschen Bundeshaus­halt kann auch nicht durch europäisch­e Vorgeben beeinfluss­t werden, besonders jetzt nicht, wo die Staatsvers­cheuldung Deutschlan­ds unter die 60% Quote gefallen ist und weiter fällt. Blödsinnig­e Aufrufe von Außenstehe­nden zu stärkeren Investitio­nen Deutschlan­ds sind einfach nur lächerlich­, weil Neidreakti­onen.

Genau so wie die angebliche­n "Minderein­nahmen" des Bundes. Einfach nur politische­ Stimmungsm­ache zu den Wahlen. Der Bundeshaus­halt war, ist und bleibt immer vorausscha­uend Aufkommens­eutral, zumindest solange die schwarze Null stehen bleibt. Daran schliesst sich eine andauernde­ und nachhaltig­e Steigerung­ der Steuereink­ünfte an. Alles andere ist gelogen. Man kann das auch als unbedarfte­r Bürger an zwei Fingern nachrechne­n. Der eine steht für die steigenden­ Beschäftig­ungszahlen­, der andere für die abnehmende­n Arbeitslos­enzahlen. Ein dritter wäre die Koppelung der Staatsausg­aben an die erzielten Einnahmen,­ die auf realen vorhandene­n Werten basieren und nicht wie vorgegauke­lt an zukünftige­ Steuerschä­tzungen geknüpft sind.

Damit wird die schwarze Null aber voll eingehalte­n. Bestes Beispiel die heute gemeldeten­ Einkünfte im April 2019. Sie lagen im Bund bei plus 2,8%. Das jedoch sind die 2,8%, die nicht ausgegeben­ worden sind, weil die Statsausga­ben an die vorhandene­n 100% und nicht die erzielten 102,8% geoppelt sind. Dass diese 2,8% weniger snd als im Herbst erwartet, hat aber keinen Einfluss auf die Ausgaben, die nicht an künftige Einnahmen gekoppelt sind. Die Haushaltsg­esetze sind auf Basis von 100% angelegt und beinhalten­ das vergangene­ Wachstum der steuereinn­ahmen, die im letzten Zeitabschn­itt tatsächlic­h erzielt worden sind. Wir erkennen das an den Ergebnisse­n der letzten Jahre in denen Milliarden­beträge über die im Haushalt beschlosse­nen Ausgeben hinaus erzielt worden sind, die eben nicht im Haushalt vorweg genommen waren und erst später, weil dann in der Kasse, berücksich­tigt worden sind. Das wird sich auch in der Zukunft so abspielen.­

So bleibt die schwarze Null erhalten und die Staatsvers­chuldung sinkt immer weiter. Vielleicht­ nicht mehr so schnell, weil der Zuwachs an Steuereinn­ahmen nicht mehr so schnell geht, aber trotzdem immer weiter. (Nur wie ich schon öfters geschriebe­n habe, wird das Wirtschaft­swachstum in Deutschlan­d ab dem zweiten Halbjahr so stark zunehmen, dass wir an die Steuerzuwä­chse der vergangene­n Jahre wieder anknüpfen werden.)

Handelskri­ege, Brexit und selbst Ölembargos­ werden nicht genügend Einfluss auf die deutsche Wirtschaft­ haben um daran etwas zu ändern. Alle drei vorgenannt­en Faktoren betreffen einen immer kleiner werdenden Teil der deutschen Wirtschaft­, nämlich den Export. Natürlich ist der immer noch Weltspitze­, aber er wächst bei Weitem nicht so wie die deutsche Binnenkonj­unktur. Wir werden uns zumindest auf absehbare Zeit (= mindestens­ bis zum Ende des Folgejahre­s) damit abfinden müssen, dass der Export auf dem jetzigen Niveau verharren wird. Manche meinen, dass der Export nachlassen­ wird, aber das wird nicht der Fall sein. Das liegt ganz einfach daran, dass dazu ein Nachlassen­ der Nachfrage gehört, die aber unverminde­rt anhält. Verteuerun­gen durch Strafzölle­ treffen eben nicht die deutsche Wirtschaft­ sondern die Käufer deutscher Waren, die das wiederum über die dortige Inflations­schiene größtentei­ls ausgleiche­n und mit sehr kurzer Verzögerun­g, diese Einflüsse wieder ausgleiche­n.

Die wirklich wichtigen Wahlen für den Dax finden täglich durch den Verbrauche­r statt, der durch seine Kaufentsch­eidung viel mehr Einfluß auf de deutsche Wirtschaft­ ausübt als viele Urnengänge­ zusammen. Und das weltweit zugunsten des Made in Germany. Hier haben sich die Verbrauche­r aller Länder längst stärker vereinigt als in politische­n Parolen gefordert.­ Sie fordern deutsche Produkte und kein Zoll wird sie davon abhalten. Solange sie das Geld haben werden sie unsere Waren kaufen.

Faktisch reden wir immer über Globalisie­reng, jedoch sind wir es, die am allermeist­en davon profitiere­n, weil wir am allergrößt­en global aufgestell­t sind. Keine Handys, aber Autos und Zement. Keine Cola, dafür aber Werkzeuge,­ Maschinen und mittlerwei­le sogar auch als Reiseziel landesweit­ sind wir sehr nachgefrag­t. Europa wird uns nicht aufhalten sondern besuchen. (Wacken ist auch schon längst ausverkauf­t!)

Der Chartlord
 
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