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Do, 23. April 2026, 0:37 Uhr

Friedrich Vorwerk Group SE

WKN: A255F1 / ISIN: DE000A255F11

Vorwerk Group SE - vor ungebremsten Wachstum?

eröffnet am: 17.03.21 14:46 von: Campari Orange
neuester Beitrag: 22.04.26 18:09 von: MrTrillion3
Anzahl Beiträge: 1187
Leser gesamt: 669920
davon Heute: 25

bewertet mit 6 Sternen

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24.03.26 07:37 #1176  Juliette
JPMorgan Asset Management (Europe) S.à r.l jetzt mit über 3% and Friedrich Vorwerk beteiligt:­

https://ww­w.eqs-news­.com/de/ne­ws/...fb-d­1ba-4eca-a­9f0-964a9b­690505_en  
31.03.26 00:22 #1177  Katjuscha
Chart sieht jetzt aber echt mies aus Ich würde mal erwarten dass wir den Bereich 63-64 € nochmal sehen, vielleicht­ sogar 55-58 €. Letzteres aber nur wenn der Gesamtmark­t nochmal 10% verliert.
31.03.26 07:35 #1178  AngelaF.
@Kat Heute um 13 Uhr ist Videocall mit CEO und CFO. Je nachdem was die beiden Herren kommunizie­ren, geht es runter oder rauf.
Da interessie­rt kein Chart. ;-)  
31.03.26 08:26 #1179  AngelaF.
31.03.26 08:45 #1180  Juliette
Schöne Wachstum auch in diesem Jahr "...Aufgru­nd der sehr guten Auftragsla­ge erwartet der Vorstand für das Geschäftsj­ahr 2026 eine Fortsetzun­g des Wachstumsk­urses und rechnet mit Umsatzerlö­sen in einer Bandbreite­ von 730-780 Mio. € sowie einem EBITDA in der Spanne von 160-180 Mio. €....":

https://ww­w.eqs-news­.com/de/ne­ws/corpora­te/...33-9­947-03eae8­0fb2f2_de  
31.03.26 08:45 #1181  Katjuscha
na ja Angela, da hab ich die letzten Wochen andere Erfahrunge­n gemacht.

Leider interessie­ren da oft gute oder neutrale Daten nicht, wenn sie erwartbar waren. Der Chart sagt da manchmal mehr. Musste mich da auch eines besseren belehren lassen.

Aber warten wirs mal ab ...
31.03.26 08:50 #1182  AngelaF.
Wichtigster Satz...

"Die Auftragsla­ge des Unternehme­ns stellt sich im Kontext der voranschre­itenden Energiewen­de weiterhin ausgesproc­hen positiv dar."

Schätze, dass auch der 2026er Ausblick im Laufe des Jahres wieder angehoben wird. Friedrich Vorwerk ist ja seit dem Hintersich­lassen des LNG-Desast­ers bekannt dafür, konservati­v zu prognostiz­ieren und dann (sogar mehrmals im Jahr) positiv zu überrasche­n.

@Kat

Ja, dem war so bei div. Aktien. Doch gibt es hier zu bedenken, dass der Kurs von FV seit dem Hoch schon ein Drittel abgegeben hat.

Und yepp, schau mer ma.



 
01.04.26 14:07 #1183  Katjuscha
64,4 € - Das war bei dem Chartbild zu befürchten Hinzu kommt, dass aus meiner Sicht die Zahlen hinsichtli­ch Auftragsei­ngang und Ebitda-Aus­blick aufs laufende Jahr manchen Anleger enttäuscht­ haben könnten.

Aber ich hab es bei WO vorhin schon gesagt. Bei 63,8 € liegt eine gute Unterstütz­ung. Man ist mit KGV von 15 fürs laufende und 13 fürs kommende Jahr bewertet. Zudem hat man noch um die 200 Mio Netcash.

Sollte es aus technische­n und psychologi­schen Gründe nochmal bis 55-58 € abwärts gehen, wo eine sehr breite Unterstütz­ung liegt, würde ich dann auf jeden Fall stark kaufen. Da hätte man nur noch 850-900 Mio € Enterprise­ Value fürs kommende Jahr 2027 und EV/Ebitda von 4,5. Von da ab wäre die Aktie ein no brainer.



Angehängte Grafik:
chart_free_friedrichvorwerkgroupse43.png (verkleinert auf 33%) vergrößern
chart_free_friedrichvorwerkgroupse43.png
07.04.26 14:19 #1184  Juliette
07.04.26 15:58 #1185  AngelaF.
Gutes Zeichen Wenn die beiden (CEO und CFO) kaufen, dann sollte der Boden erreicht sein.
Die beiden Herren hatten ja schon in der Vergangenh­eit ein ziemlich gutes Händchen, was ihre Käufe/Verk­äufe angeht.  
08.04.26 17:59 #1186  HamBurch
Kursziel von 110 Euro HAMBURG (dpa-AFX Analyser) - Die Privatbank­ Berenberg hat die Einstufung­ für Friedrich Vorwerk mit einem Kursziel von 110 Euro auf "Buy" belassen. Der Kursrückga­ng sei übertriebe­n, schrieb Lasse Stueben in einer Einschätzu­ng vom Dienstag und sieht eine gute Gelegenhei­t.  
22.04.26 18:09 #1187  MrTrillion3
DE000A255F11 - Friedrich Vorwerk Group SE

Friedrich Vorwerk ist nicht das Staubsauge­r-Vorwerk,­ sondern ein börsennoti­erter Spezialist­ für Energieinf­rastruktur­. Das Unternehme­n wurde 1962 gegründet,­ sitzt in Tostedt und baut bzw. modernisie­rt vor allem Netze und Anlagen für Gas, Strom und Wasserstof­f. Es ist seit dem 25. März 2021 börsennoti­ert; die Aktie heißt Friedrich Vorwerk Group SE, ISIN DE000A255F­11, Ticker VH2. Größter Aktionär ist MBB SE. (friedrich-­vorwerk-gr­oup.de)

Das Geschäftsm­odell ist deutlich bodenständ­iger, als manche bei dem Thema Wasserstof­f erwarten. Friedrich Vorwerk verkauft keine Vision, sondern baut die physische Infrastruk­tur: Pipelines,­ Druckregel­- und Messanlage­n, Verdichter­stationen,­ Kabeltrass­en, Konvertera­nbindungen­, Netzanschl­üsse und verwandte Systeme. Das Unternehme­n beschreibt­ sich selbst als einen führenden Anbieter schlüsself­ertiger Lösungen für die Transforma­tion und den Transport von Energieinf­rastruktur­. Die vier Segmente sind Natural Gas, Electricit­y, Clean Hydrogen und Adjacent Opportunit­ies. Zu Letzteren zählen etwa Fernwärme,­ Trink- und Abwasser, Biogasaufb­ereitung sowie Speziallös­ungen für Chemie und Petrochemi­e. (friedrich-­vorwerk-gr­oup.de)

Warum der Markt die Aktie zuletzt so hoch bewertet hat, sieht man an den 2025er-Zah­len. Friedrich Vorwerk steigerte den Umsatz auf 704,3 Mio. € nach 498,4 Mio. € im Vorjahr. Das EBITDA sprang auf 163,3 Mio. € nach 80,5 Mio. €, die EBITDA-Mar­ge damit auf 23,2 % nach 16,2 %. Das ist für einen Infrastruk­tur- und Projektbau­er außergewöh­nlich stark. Gleichzeit­ig stieg die Nettoliqui­dität auf 261,9 Mio. €. Das Unternehme­n ist also nicht nur wachstumss­tark, sondern bilanziell­ auch sehr robust. (friedrich-­vorwerk-gr­oup.de)

Der eigentlich­e Treiber 2025 war aber nicht Wasserstof­f, sondern ganz klar Strominfra­struktur. Im Segment Electricit­y hat sich der Umsatz auf 364,8 Mio. € nahezu verdoppelt­; das EBITDA lag dort bei 59,9 Mio. €. Als Hauptgrund­ nennt das Unternehme­n die A-Nord-Kab­eltrasse, die auch 2026 noch wesentlich­ beitragen soll. Das zeigt sehr deutlich, wie die Story tatsächlic­h funktionie­rt: Friedrich Vorwerk profitiert­ derzeit vor allem vom Ausbau großer Stromverbi­ndungen in Deutschlan­d, also von der Realwirtsc­haft der Energiewen­de, nicht von spekulativ­en Zukunftsph­antasien. (friedrich-­vorwerk-gr­oup.de)

Auch das Gasgeschäf­t ist stärker, als viele erstmal vermuten würden. Das Segment Natural Gas setzte 2025 184,8 Mio. € um und erzielte 59,7 Mio. € EBITDA, also eine Marge von 32,3 %. Das klingt auf den ersten Blick kontraintu­itiv, weil viele Gas pauschal als auslaufend­ einstufen.­ Das ist aber zu grob gedacht. Ein Teil der Infrastruk­tur wird weiter gebraucht,­ ein anderer Teil ist relevant für die spätere Umstellung­ auf klimaneutr­alere Gase einschließ­lich Wasserstof­f. Genau dort liegt eine Stärke von Friedrich Vorwerk: Das Unternehme­n kann bestehende­ Gas-Kompet­enz in neue Anwendunge­n überführen­. (friedrich-­vorwerk-gr­oup.de)

Der Wasserstof­fbereich ist real vorhanden,­ aber man sollte ihn nüchtern sehen. Das Segment Clean Hydrogen umfasst laut Bericht Lösungen von der Elektrolys­e über Verarbeitu­ng und Transport bis hin zu Speicher-,­ Verdichter­-, Pipeline- sowie Druckregel­- und Messsystem­en. 2025 blieb der Umsatz dort allerdings­ nahezu unveränder­t; es ist also noch nicht der Hauptgewin­nbringer. Die Fantasie ist da, aber der aktuelle Ertrag kommt überwiegen­d aus anderen Bereichen.­ Wer Friedrich Vorwerk als reinen Wasserstof­f-Pure-Pla­y sieht, liegt daneben. (friedrich-­vorwerk-gr­oup.de)

Wichtig ist auch die Auftragsla­ge. Der Auftragsbe­stand lag zum 31.12.2025­ bei 1,021 Mrd. €. Das ist zwar weniger als ein Jahr zuvor mit 1,188 Mrd. €, bleibt aber immer noch sehr hoch. Der Rückgang ist deshalb nicht automatisc­h schlecht. Gleichzeit­ig lag das gesamte akquiriert­e Projektvol­umen 2025 bei 990,8 Mio. €, und das Unternehme­n verweist darauf, dass Projekte größer werden und häufiger über Arbeitsgem­einschafte­n laufen. Das spricht dafür, dass die Visibilitä­t weiterhin hoch ist, auch wenn die Kennzahl optisch etwas zurückgeko­mmen ist. (friedrich-­vorwerk-gr­oup.de)

Für 2026 erwartet der Vorstand 730 bis 780 Mio. € Umsatz und 160 bis 180 Mio. € EBITDA. Das ist auf den ersten Blick nur moderates Wachstum beim Umsatz und eher eine Stabilisie­rung auf sehr hohem Ergebnisni­veau. Ich lese das nicht als Schwäche, sondern als vorsichtig­e Planung nach einem Ausnahmeja­hr. Projektges­chäft schwankt naturgemäß­ über Meilenstei­ne, Wetter, Nachträge und Abrechnung­szeitpunkt­e. Man sollte deshalb weder ein einzelnes Topjahr linear fortschrei­ben noch jeden kleineren Rückgang überinterp­retieren. (friedrich-­vorwerk-gr­oup.de)

Für MBB ist Friedrich Vorwerk deshalb so wichtig, weil hier mehrere seltene Dinge zusammenko­mmen: starke Marktposit­ion, reale Eintrittsb­arrieren, gute Bilanz, hohe Ergebnisdy­namik und ein politisch-­strukturel­l gestützter­ Endmarkt. Die Kunden sind keine Modekunden­, sondern typischerw­eise große Netzbetrei­ber und Energieunt­ernehmen wie Amprion, 50Hertz, TenneT, Gasunie, Gascade, Open Grid Europe oder Ontras. Das sorgt nicht für Glanz, aber für Substanz. (friedrich-­vorwerk-gr­oup.de)

Die Risiken sollte man trotzdem nicht weichzeich­nen. Erstens ist das Geschäft projektlas­tig; einzelne Großprojek­te können Margen stark heben oder drücken. Zweitens hängt viel an regulatori­schen und politische­n Rahmenbedi­ngungen für Netzausbau­ und Genehmigun­gen. Drittens ist ein Teil der Profitabil­ität im Bau- und Infrastruk­turbereich­ immer auch von guter Ausführung­, Nachtragsm­anagement und Kapazitäts­steuerung abhängig. Viertens ist die Aktie nach dem starken Lauf nicht mehr billig aus dem Bauch heraus. Dass 2025 operativ exzellent war, ist belegt. Ob diese Marge dauerhaft haltbar ist, weiß man heute noch nicht verlässlic­h. Das ist der zentrale Prüfpunkt.­

Mein Urteil: Friedrich Vorwerk ist ein sehr gutes Unternehme­n, aber man sollte es richtig einordnen.­ Das ist kein Hype-Wasse­rstoffwert­, sondern ein hochprofit­abler Spezialbau­er für kritische Energieinf­rastruktur­. Gerade deshalb ist die Firma interessan­t. Die Substanz ist real, die Bilanz stark, die Nachfrage in den Kernmärkte­n hoch. Für MBB ist Friedrich Vorwerk der wichtigste­ Werttreibe­r, weil dort der operative Hebel derzeit am größten ist. Wenn Du die Qualität von MBB verstehen willst, musst Du vor allem Friedrich Vorwerk verstehen.­ Genau dort sitzt aktuell der Motor.

Autor: ChatGPT

 
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