Gerresheimer - gut - defensiv -
| eröffnet am: | 30.09.11 23:38 von: | 2141andreas |
| neuester Beitrag: | 21.04.26 16:45 von: | Gaz20E |
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Perspektiven nicht rosig.
Vertrauen futsch.
Übernahme? Nie im Leben in diesem Zustand
oder alles verläuft im Sande und die Glassparte wird gut verkauft + gutes Q4
dann sind wir bei 55 €
Ist das mittlerweile Rekord oder gab es schon Unternehmen mit fünf oder sechs Gewinnwarnungen in Folge?
Und wenn falls es das schon mal gab, was ist aus denen geworden? Haben die sich wieder gefangen oder sind die weg vom Fenster?
An der Börse gilt im Allgemeinen die Weisheit, nicht in ein fallendes Messer zu greifen. Fundamental und charttechnisch angeschlagene Unternehmen sind in den meisten Fällen keine guten Investments (zumindest nicht kurzfristig).
Im Speziellen gilt die Weisheit meiner Meinung nach aber nicht. Und Gerresheimer ist so ein spezieller Fall. Wir sprechen hier über ein kerngesundes, langfristig wachsendes und profitables Unternehmen, das seine Prognose ein wenig nach unten angepasst hat.
Das ist in meinen Augen kein Grund, die Aktie zweistellig in den Keller zu schicken. Und schon gar kein Grund für einen Kursverlust von über -60% auf 12-Monatssicht. Seit dem Allzeithoch vor ca. zwei Jahren hat die Gerresheimer-Aktie sogar über -70% an Wert verloren.
Die haben bereits zum 4ten mal den Ausblick gesenkt,
Ein wenig lol... Lustig
Da kommt eher noch eine weitere Umsatz und gewinnwarnung...
Sollte das Unternehmen so gesund sein etc, wäre die shortquote nicht so groß...
Da haben aber einige wenig Ahnung, was mit Gerresheimer los ist..
Gerresheimer Aktie im Krisenmodus: So reagieren die Analysten auf die Gewinnwarnung
09.10.2025 16:24 Uhr, Autor: Michael Barck
Nach der dritten Prognosesenkung von Gerresheimer binnen eines Jahres wächst der Druck auf das Management des Düsseldorfer Konzerns. Analysten fordern Klarheit über Margen, Cashflow und Schuldenentwicklung – die Reaktionen reichen von Buy bis Underperform.
UBS sieht die jüngste Anpassung des Ausblicks kritisch, bleibt aber vorerst bei der Einstufung mit „Buy” und einem Kursziel von 75 Euro. Die Bank betont aber, dass Rating und Zielmarke überprüft werden könnten, nachdem Gerresheimer bereits zum dritten Mal in diesem Jahr seine Prognose gesenkt hat. Laut UBS dürften die Markterwartungen für Umsatz und operatives Ergebnis um bis zu 5 bzw. 10 Prozent nach unten korrigiert werden, beim Ergebnis je Aktie sogar im zweistelligen Bereich.
Bernstein Research hält an der Einstufung mit „Underperform” mit einem Kursziel von 31,50 Euro fest. Zur Begründung verweist das Analysehaus auf eine schwächere Nachfrage nach Glas- und Kunststoffbehältnissen für oral einzunehmende flüssige Arzneien. Diese Entwicklung sei entscheidend und müsse vom neuen Finanzchef erläutert werden. Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu bereinigtem operativem Ergebnis dürfte zum Jahresende 2025 laut Bernstein bei rund 4,5 liegen.
Bei den Analysten von JPMorgan bleibt Gerresheimer auf „Overweight”. Kursziel von 99,30 Euro. Die Bank weist darauf hin, dass es sich um die vierte Gewinnwarnung in weniger als zwei Jahren handelt – und zugleich um die erste unter der Verantwortung des neu berufenen Finanzchefs von Gerresheimer. Sowohl Umsatz als auch operatives Ergebnis und Gewinn je Aktie hätten die Konsensprognosen verfehlt, die nun für 2025 um rund 4 und 9 sowie über 35 Prozent reduziert werden dürften.
Jefferies bestätigt die Kaufempfehlung für Gerresheimers Anteilscheine mit einem Kursziel von 66,80 Euro. Das Geschäftsmodell bleibe intakt, wenngleich frühere Ereignisse – darunter die BaFin-Prüfung des Geschäftsberichts, der verschobene Kapitalmarkttag und der CFO-Wechsel – die mittelfristige Perspektive belasten. Da die Marktschätzungen bereits unter den internen Planungen des Unternehmens liegen, dürften die jüngsten Nachrichten eigentlich kaum überraschen. Für die weitere Kursentwicklung sei entscheidend, dass Gerresheimer seine Ankündigungen nun auch umsetze.
Eine Warnung nach der anderen, jetzt noch die BaFin und der langjährige CFO, der das Schiff verlassen hat.
mMn geht das noch ein gutes Stück runter.
Unter 30 und 25 dürften ne Menge SL liegen...von daher habe ich entsprechend paar Körbchen aufgestellt, nachdem ich mich leider nicht getraut hatte, bei 60 short zu gehen. ..
imho
Zeitpunkt: 10.10.25 11:24
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Moderation auf Wunsch des Verfassers
Unten der Kurs von Amcor, einer der weltweit führenden Pharma-Verpacker aus der Schweiz (Marktkapitalisierung: knapp 10 Mrd. Euro, KGV 28).
Wie man sieht, ist der Kurs von Amcor in den letzten zwei Jahren ebenfalls deutlich gefallen - von 11,5 auf 8 $ -, und seit diesem Sommer gibt es bei Amcor eine ähnliche "Beschleunigung nach unten" wie bei Gerresheimer (von 10$ auf 8$ seit August).
Langfristig wird der Medikamentenkonsum auf der Welt jedoch nicht einbrechen, sondern dürfte (u.a. wegen immer mehr Generika) sogar merklich zunehmen. Und ohne Verpackung gibt es die Pillen nun mal nicht.
Die "Analyse" von Bernstein (der einzige von Gerr. genannte Analyst, der "sell" empfiehlt), sorgt bei mir für Stirnrunzeln:
aus #615: Bernstein Research hält an der Einstufung mit „Underperform” mit einem Kursziel von 31,50 Euro fest. Zur Begründung verweist das Analysehaus auf eine schwächere Nachfrage nach Glas- und Kunststoffbehältnissen für oral einzunehmende flüssige Arzneien. Diese Entwicklung sei entscheidend und müsse vom neuen Finanzchef erläutert werden.
Ich erläutere das mal stellvertretend: Der Bernstein-Analyst hat offenbar zu tief ins Glas geschaut ;-) Die genannte "schwächere Nachfrage" betrifft offenbar den gesamten Markt, wie der ähnliche Kursverlauf von Amcor zeigt. Da gibt es für den Gerr.-Finanzchef nicht viel zu "erläutern".
Außerdem ist gestern von Gerr. publizierte Umsatzkorrektur nur, der Umsatz soll im 3. Q. um 2 bis 4 % sinken. Gerr. sagt aber auch, dass er im 4. Quartal wieder steigen soll.
Will der Bernstein-Analyst auch den Finanzchef von Amcor fragen, wie er sich den Kursverlauf seit Sommer erklärt? Vielleicht können dann beide zusammen ein bisschen zu tief ins Glas schauen....
Seit ihrem Hoch im Jahre 2023 kennt die Aktie von Gerresheimer fast nur noch eine Richtung: die nach unten. Vor zwei Wochen sorgte die bekanntgewordene Prüfungseinleitung der BaFin für den Konzernabschluss zum 30. November 2024 und den zugehörigen Lagebericht für weiteren Druck. Anleger greifen nicht ins fallende Messer, mittlerweile ist aber nun bereits viel Negatives im Kurs eingepreist. Auf der Watchlist belassen.


