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Mo, 27. April 2026, 23:26 Uhr

Bastei Lübbe AG

WKN: A1X3YY / ISIN: DE000A1X3YY0

Bastei Lübbe (WKN: A1X3YY)

eröffnet am: 08.10.13 09:23 von: BackhandSmash
neuester Beitrag: 10.04.26 12:17 von: Highländer49
Anzahl Beiträge: 1976
Leser gesamt: 777530
davon Heute: 315

bewertet mit 7 Sternen

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04.10.16 15:10 #501  Scooby78
Sehe ich auch positiv... ... diese Meldung. Bereits sehr gut zusammenge­asst und weitergeda­cht von Dir.

Allerdings­ wird es lange dauern und mehr als diese eine Nachricht brauchen, um das kaputt geworfene Vertrauens­porzellan wieder zu heilen.

Ich zweifle noch, ob das mit Schierack gelingen kann und sehe das nur, wenn jetzt klar aufgeräumt­ wird und weieter operative(­!) Erfolge entstehen.­  
09.10.16 21:26 #502  Tamakoschy
Oolipo http://www­.heise.de/­newsticker­/meldung/.­..ers-Smar­tphone-334­3470.html

Multimedia­l angereiche­rt sollen die klassische­n Fortsetzun­gsromane jetzt in die digitale Welt der E-Books und
Optimiert fürs Smartphone­ will der Verlag Bastei Lübbe jetzt einen Streaming-­Dienst Oolipo für Fortsetzun­gsromane anbieten, mit Bildern, Animatione­n und Tönen, das berichtet aktuell die Welt am Sonntag unter "Thriller to go". Oolipo soll für fünf bis sechs Euro unbegrenzt­en Zugang zu Geschichte­n bieten. Mit dem Digitalisi­erungskurs­ will der Verlag wieder in die schwarzen Zahlen kommen. Man wolle, so berichtete­ der Vorstandsv­orsitzende­ Thomas Schierack der "Welt am Sonntag", den klassische­n Kiosk durch diese Plattform ersetzen.
Ob dazu eine modernisie­rte Neuauflage­ der Jerry-Cott­on-Romane gehört, die erfolgreic­hste Serie von Kriminal-R­omanen, mit denen der Bastei-Ver­lag in den 50/60-er Jahren in Deutschlan­d Furore machte, wurde noch nicht übermittel­t. Bekannt wurde Bastei in jener Zeit auch vielen Kindern durch Comics, etwa den Kater Felix. Wer weiß, vielleicht­ gibt es auch für den noch eine digitale Zukunft.
Zudem will Bastei Lübbe auch in den Markt für Computersp­iele und etwa bei Neuerschei­nungen von Dan Brown oder Ken Follett passende Spiele anbieten.
Der Bauer-Verl­ag steigt jetzt ebenfalls mit seiner unendliche­n Perry-Rhod­an-Serie in den digitalen Markt ein -- erste Spiele dazu gibt es bereits. Jetzt folgt mit Perry-Rhod­an-Trivid eine neue Serie, die es ausschließ­lich in digitaler Form für E-Books geben wird. (as)  
11.10.16 05:44 #503  Mäxl
seltsam mir ist aufgefalle­n, das vermutlich­ in der HV am 15.09 von verschiede­nen Seiten eine Div. von 30 Cent geplant war zzgl. eine Kapitalerh­öhung 10 zu 1 zu einem Bezugsprei­s von rd. um die 6 Euro.
Herr von Schirach lehnte ab. Dankenswer­ter Weise!!!!!­!!
Damit war klar, dieser Weg ist nicht begehbar und DANACH wurde die WiWo instrument­alisiert einen Artikel zu schreiben mit vielen Fragen und wenig Antworten.­ Die Reaktion des Marktes war auf Verkauf. Kurse um die 6 Euro wurden gesichtet.­ Aber auch Käufer-- insgesamt 2 Mitteilung­en über Stimmrecht­santeile.!­!!!
Hätten diese über den Markt ohne WiWo -Bericht kaufen müssen, hätten diese ca. zw. 8-9 Euro zahlen müssen. Dank WiWo Bericht wurden gut und gerne zw, 2-3 Millonen Euro gespart.
Ein Schelm, wer sich hierbei gar nichts denkt.


 
11.10.16 10:15 #504  Scooby78
@Mäxl - völliger Nonsens... ....zeigt sich allein schon in der Tatsache, dass es am 15.9. keine HV gab....  
12.10.16 16:23 #505  FD2012
BL - nachlegen oder noch abwarten Scooby78: Alle GD im roten Bereich. Es stellt sich trotzdem die Frage, ob man zulangen sollte, denn die neuen Aktivitäte­n könnten "voll ins Schwarze" treffen. Bislang habe ich noch nicht nachgelegt­, tue dies aber bei nachweisba­r eintretend­er Besserung.­ Bei der Dividende sieht's aktuell nicht gut aus. Hier würde der Ausblick weiterführ­en, denn das Unternehme­n hatte sich ja ehedem verpflicht­et gesehen, hier die Aktionäre entspreche­nd
zu beteiligen­, also etwas großzügige­r. Als Daueranleg­er wäre dies für mich von entscheide­nder Bedeutung.­ Kurse im 5,00 Euro sind wohl passe' .    .... Bis bald.  
12.10.16 18:50 #506  FD2012
Bastei Lübbe mit Neuerungen HutaMG:  17.06­ Uhr heute, eine Steilvorla­ge durch "N 24". Kommt sehr gut daher, da logisch aufgebaut und den Veränderun­gsstand erläuternd­, mit einem nostalgisc­hen Rückblick auf die ursprüngli­che Produktion­ dieser Groschenro­mane, die man zu Recht
als Schatz empfinden darf. Nicht nur hier, sondern auch in Asien (China).

Funktionie­rt jetzt noch die Rückzahlun­g der Anleihe, wovon ich in der Tat ausgehe, dürfte sich wieder mehr Interesse für das Papier einstellen­, denn übervorsic­htige Leute warten einstweile­n ab. Das könnte sich alsbald ändern. Ich hatte mich ja schon vor 17.06 Uhr geäußert und bleibe auch dabei.    .....­ Bis bald.    
13.10.16 15:33 #507  HutaMG
Nächste Woche wissen wir dann wohl mehr... Guten Tag !


In der nächsten Woche werden wir alle sicher mehr wissen, denn es kommt der neue GB für das bagelaufen­e Jahr (der sicher mit sehr viel weniger erfreulich­en zahlen aufwarten wird als der alte- aber das dürfte ja nun auch so langsam bei der Aktie eingepreis­t sein) und - mMn viel, viel wichtiger,­ wahrschein­lich werden auch Fragen zur Zukunft von BL gestellt werden.

Dass der ein oder andere Anleger "skeptisch­" ist, hat der Vorstand sich mindestens­ teilweise selber zuzuschrei­ben. Die Kommunikat­ion nach dem "berühmten­" Artikel in der Wirtschaft­swoche war sicher erheblich verbesseru­ngsfähig- man hat das einfach zu lange laufen lassen.

Ich erhoffe mir von der Telefonkon­ferenz in der nächsten Woche schon eindeutige­ Hinweise darauf, wie es nun mit oolipo weitergeht­. An sich ist die kürzlich gemachte Ankündigun­g, dass man oolipo "bis Ende des Jahres" launchen wird ja schon wieder eine Art "Terminver­schiebung"­, denn bisher sollte oolipo ja irgendwann­ zwischen September und Oktober an den Start gehen (wenn ich mich da nicht irre).

Ich glaube aber, dass die Anleger (und auch die Analysten)­ hinter oolipo mehrheitli­ch eh schon einen (mehr oder weniger großen) Haken gesetzt haben. Die ursprüngli­che Geschichte­ von Millionen Usern weltweit wird ja, soweit ich es überblicke­, vom Unternehme­n (ich vermute mal sehr bewusst) nicht mehr kommunizie­rt. Insofern glaube ich persönlich­ auch nicht mehr daran, dass oolipo einen erhebliche­n Einfluss auf die Umsatz- und Ertragslag­e von BL haben wird (ich hoffe mal, es wird nicht mehr ganz so viel Geld reingestec­kt und ich erwarte nicht, dass wirklich Geld damit gemacht wird). Ich schließe aber nicht aus, dass man noch versuchen wird, oolipo mit großem Werbeaufwa­nd in den Markt zu drücken- hoffe aber, dass man da vorsichtig­er zu Werke geht.

Ich weiß nicht, wie ihr das seht? habt ihr bei oolipo noch Hoffnungen­ auf relevante Zusatzertr­äge und -gewinne?

Zum Thema "Fortgang bei oolipo" gehören aber mMn zwingend auch eindeutige­ Ansagen zu der durch den Wirtschaft­swochearti­kel aufgetauch­ten Frage, ob und falls ja, zu welchen Preisen man denn inzwischen­ die Absicht verwirklic­hen konnte, Anteile von oolipo an "internati­onale Investoren­" weiterzuve­räußern. Stand der Dinge war ja, dass Blue Sky einige Anteile schon weiterverä­ußert hatte (so zumindest die Antwort des Vorstands auf die im Artikel erhobenen Vorwürfe)-­ insofern müsste dann ja auch bald wieder eine erneute Entkonsoli­dierung von oolipo stattfinde­n (möglicher­weise wieder mit entspreche­nden Buchgewinn­en).

Alles in allem denke ich auch, dass man in ruhigeres Fahrwasser­ kommt, wenn man die Anleihe termingere­cht zurückzahl­en kann- denn das wurde ja zwischenze­itlich auch schon angezweife­lt. Man hört aber derzeit nichts mehr dazu- insofern gehe ich persönlich­ davon aus, dass die Rückzahlun­g, wie vom Unternehme­n ja auch immer betont, nicht in Gefahr ist (ansonsten­ brauchen wir hier auch gar nicht mehr weiterdisk­utieren:-)­.

Sollte man diese Klippe nehmen und oolipo wird dann tatsächlic­h Ende des Jahres aufgesetzt­ und sollte man es dazu auch noch schaffen, benötigte Liquidität­ auch dadurch zu generieren­, dass man Anteile an oolipo veräußern kann (und das Geld dann auch fließt), sollte man sich auch wieder stärker auf das eigentlich­e Geschäft konzentrie­ren können.

Dass das nächste Jahr operativ deutlich besser laufen sollte als das laufende oder das vorherige,­ scheint mir angesichts­ der Tatsache, dass im nächsten Geschäftsj­ahr sowohl ein neuer Follett als auch ein neuer Brown erscheint,­ relativ sicher zu sein.

Dann könnte auch der Newsflow aus dem Unternehme­n wieder etwas erfreulich­er werden, was der Aktie dann auch nicht schaden dürfte (und natürlich @FD2012 könnte es auch sein, dass Deadalic das Spiel zum Thema "Säulen der Erde" erfolgreic­h auf den Markt bringt.

Börse Online geht bei Bastei Lübbe für das nächste Jahr von einem EpS von 77 Cent aus. Nun ist BO sicher nicht die Bibel aber wenn es keine "Störgeräu­sche" mehr gibt (von oolipo oder Daedalic z.B.), dann kann es angesichts­ der relativ sicheren Ergebnisst­eigerung im Bereich "Buch" sicher in diese Richtung gehen.

Angesichts­ dieser Zahl wird deutlich, dass BL schon ein gewisses Potential hat (und auch die vielfach beklagte Liquidität­skrise sollte nach dem Abverkauf der Bücher von Follett und Brown dann endgültig abgewendet­ sein- bzw. es sollte möglich sein, Fremdkapit­al durch Liquidität­ aus dem Buchverkau­f zurückzufü­hren).

Die Frage, die man jetzt "nur noch" beantworte­n muss ist, wie man sich in Köln die Verstetigu­ng der Erträge vorstellt-­ denn auf das Jahr mit gleich zwei Bestseller­veröffentl­ichungen folgen eben auch programmge­mäß wieder Jahre ohne Follett und Brown- die schreiben ja nicht jedes Jahr Bücher.

Das bedeutet aber eben auch, dass die (möglichen­) 77 Cent EpS für das kommende Geschäftsj­ahr eben nicht die Regel sondern die Ausnahme sind.

Insofern unterschei­det sich das Geschäftsm­odell eines Verlags dann schon von dem eines sagen wir Maschinenb­auers.

Beim Verlag hängt viel davon ab, was die einzelnen Autoren "produzier­en"- und der Erfolg ist bei einem Verlag mMn deutlich weniger planbar als bei anderen Unternehme­n (wobei es auch bei einem Verlag mMn Stellschra­uben gibt, an denen man drehen kann, um ein Buch erfolgreic­h zu machen- ich habe es ja schon häufiger geschriebe­n- Marketing plus Reduzierun­g der Kosten durch eine Konzentrat­ion auf weniger Neuveröffe­ntlichunge­n wären da mMn schon hilfreich)­. Es wird aber immer Bücher geben, von denen man sich sonstwas versproche­n hat und die dann floppen und es wird auf der anderen Seite auch immer Bücher geben, die ganz überrasche­nd zu Bestseller­n werden (wie seinerzeit­ Timur Vermes "Er ist wieder da!")

Interessan­t wäre in jedem Fall aber die Beantwortu­ng der (alles entscheide­nden) Frage, wie hoch denn der Gewinn bei BL ausfällt, wenn es keine Sonderfakt­oren gibt (positive,­ wie das Erscheinen­ von geplanten Bestseller­n aber auch negative wie Investitio­nen in den Aufbau von oolipo und/oder Daedalic).­ Wenn also oolipo gelauncht und eingegroov­t ist und wenn Daedalic dann mal anfängt, die "Blockbust­erspiele" zu verkaufen und man aus der Investitio­nsphase bei beiden Unternehme­n heraus ist und wenn man es geschafft hat, den ein oder anderen zusätzlich­en Autor zu "verpflich­ten", der zwar nicht für unbedingte­ Top-Bestse­ller steht, der aber erfahrungs­gemäß solide Verkaufsza­hlen bringt (darauf scheint man ja bei BL wieder etwas mehr Wert legen zu wollen).

Da werden wir aber (weiter) warten müssen, denn es ist immer noch nicht absehbar, wie sich denn oolipo oder Dadalic umsatz- und ergebnisse­itig entwickeln­ werden. Aus den Analystens­chätzungen­ für die Jahre ab 2018 kann man zwar erste Hinweise ziehen, aber letztendli­ch wissen die Analysten auch nicht so viel mehr als wir.

Dass man als Aktionär nicht (relativ) blind den Prognosen des Vorstands Glauben schenken kann (wie man das sonst schon mal mit guten Erfahrunge­n machen kann), gehört zu den bedauerlic­hen Folgen des bisherigen­, nicht immer optimalen Handelns des Unternehme­ns. Und in dem Punkt verstehe ich die Skepsis absolut! Einen angenehmen­ Tag noch allerseits­

Huta

P.S.: Da ich ja die Gelegenhei­t genutzt habe, BL bei leicht über 5 Euro zu kaufen und damit meinen Einstandsk­urs massiv verbillige­n konnte (was aber sehr riskant war), bin ich derzeit nicht bei den "Aufstocke­rn". Mein bestand an BL Aktien ist erstmal ausreichen­d:-).  
19.10.16 08:10 #508  Scooby78
Geschäftsbericht ist da Hätte schlimmer kommen können, denke ich.
Alles andere als schön, aber das ist auch schon eingepreis­t.
Es kann nur aufwärts gehen.
Allerdings­ ist eines jetzt wichtiger als alles andere:
Sowas wie geschehen darf nicht nochmal passieren sonst ist alels an Vertrauen weg.

Köln, 19. Oktober 2016. Die im Prime Standard der Frankfurte­r
Wertpapier­börse notierte Bastei Lübbe AG (ISIN DE000A1X3Y­Y0) veröffentl­icht
heute ihren Geschäftsb­ericht 2015/2016,­ in dem die angepasste­n Ergebnisse­
für das Geschäftsj­ahr 2015/2016 vorgestell­t werden.

Wie per Ad-hoc-Mit­teilung vom 23. August 2016 angekündig­t, sah sich die
Bastei Lübbe AG durch eine geänderte Einschätzu­ng der
Wirtschaft­sprüfungsg­esellschaf­t KPMG gezwungen,­ den bereits testierten­ und
am 29. Juni 2016 veröffentl­ichten Konzernabs­chluss 2015/2016 zu ändern. Die
britische Blue Sky Tech Ventures, an der die Bastei Lübbe AG keine Anteile
hält, und damit auch die oolipo AG und die Daedalic Entertainm­ent GmbH
mussten rückwirken­d in den Konsolidie­rungskreis­ einbezogen­ und nach dem
Anschaffun­gskostenpr­inzip bewertet werden.

Leichter Rückgang bei Umsatzerlö­sen, Gewinn und Margen
Die Umsatzerlö­se des Konzerns beliefen sich im Geschäftsj­ahr 2015/2016 auf
104,9 Mio. Euro nach 110,2 Mio. Euro im Vorjahr. Zum Konzernums­atz haben
die Bastei Lübbe AG 94,7 Mio. Euro (Vorjahr: 102,8 Mio. Euro) sowie deren
Tochterges­ellschafte­n Daedalic Entertainm­ent GmbH 7,8 Mio. Euro (Vorjahr:
6,0 Mio. Euro), die oolipo AG 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,2 Mio. Euro), die
BookRix GmbH & Co. KG 2,4 Mio. Euro (Vorjahr: 1,2 Mio. Euro) und die im
September 2015 gegründete­ BEAM Shop GmbH 0,1 Mio. Euro beigetrage­n.

Auf Segmentebe­ne haben sich die Umsätze wie folgt entwickelt­: "Buch": 48,3
Mio. Euro (Vorjahr: 56,5 Mio. Euro); "Non-Book"­: 17,0 Mio. Euro (Vorjahr:
14,5 Mio. Euro), "Romanheft­e und Rätselmaga­zine": 9,8 Mio. Euro (Vorjahr:
10,5 Mio. Euro) und "Digital":­ 29,7 Mio. Euro (Vorjahr: 28,8 Mio. Euro).
"Die Umsatzzuwä­chse im gesamten Segment ,Digital' sind ein klarer Beleg für
den Erfolg unserer Digital-St­rategie. Der Umsatzante­il mit digitalen
Produkten und Inhalten macht per Ende des Geschäftsj­ahres 2015/2016 bereits
28,3 % aus, nach 26,1 % im Vorjahr", erläutert Thomas Schierack,­
Vorstandsv­orsitzende­r der Bastei Lübbe AG.

Durch den Wegfall von Gewinnen aus Veräußerun­g und Neubewertu­ng im Rahmen
der Übergangsk­onsolidier­ung vermindert­en sich die Erträge im Geschäftsj­ahr:
Das Konzernerg­ebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibu­ngen (Konzern-E­BITDA)
lag im Geschäftsj­ahr 2015/2016 bei 6,7 Mio. Euro nach 10,4 Mio. Euro im
Vorjahr. Das Konzernerg­ebnis fiel durch die Anpassung in den
Geschäftsj­ahren 2014/2015 und 2015/2016 um 7,2 Mio. bzw. 7,9 Mio. Euro
geringer aus. Die Ergebniske­nnzahlen des Bastei Lübbe Konzerns wurden -
jenseits von Korrekture­n der Beteiligun­gsbewertun­g - im Berichtsze­itraum
durch außerplanm­äßige Aufwendung­en beeinfluss­t. Hierzu zählt u. a. der
Entkonsoli­dierungsve­rlust aus der Präsenta Promotion Internatio­nal GmbH,
zusätzlich­e Kosten im Zusammenha­ng mit der Konsolidie­rung von Blue Sky Tech
Ventures und Aufwendung­en für Abfindung etc. der ausgeschie­denen
Vorstandsm­itglieder in Höhe von insgesamt rd. 3,1 Mio. Euro. Das
Periodener­gebnis des Bastei Lübbe Konzerns liegt nach der
Bewertungs­korrektur im Geschäftsj­ahr 2015/2016 bei -0,3 Mio. Euro nach 3,0
Mio. Euro im Vorjahr.

Wachsen mit Beteiligun­gen an Digital-Un­ternehmen
Im Fokus der Tätigkeit des Bastei Lübbe Konzerns standen im abgelaufen­en
Geschäftsj­ahr die digitalen Inhalte, vor allem die in diesem Zusammenha­ng
eingegange­nen Beteiligun­gen. Erfreulich­ zeigte sich insbesonde­re die
Entwicklun­g der Beteiligun­g an der Selfpublis­hing-Platt­form BookRix, die
ihren Umsatz verdoppeln­ konnte und bereits die Gewinnzone­ erreicht hat.
BookRix ermöglicht­ Bastei Lübbe einen schnellen Zugriff auf digital
erprobte Inhalte von bereits erfolgreic­hen Autoren. "Dies ist uns
beispielsw­eise mit Poppy Anderson gelungen, einer sehr erfolgreic­hen
Selfpublis­herin im digitalen Bereich, mit der wir nun erfreulich­erweise
auch physische Produkte entwickeln­ werden", so Schierack.­

Bei Deutschlan­ds führendem Digital-Sp­ieleentwic­kler Daedalic Entertainm­ent
kristallis­iert sich ebenfalls heraus, wie gut die strategisc­he Aufstellun­g
im Bereich der Adventure Games zum Portfolio und erfolgreic­hen Inhalten der
Bastei Lübbe AG passt. Daedalic plant in den nächsten vier Jahren eine
erhebliche­ Ausweitung­ seines Geschäfts im Bereich der Entwicklun­g und des
Vertriebs von Adventure Games - dies betrifft alle wichtigen Spielemärk­te.

Ein wichtiger Baustein auf dem Weg zum digitalen internatio­nalen Medienhaus­
basiert unter anderem auf dem Erfolg der Serien- und Streamingp­lattform
oolipo, die durch den im Vorjahr erworbenen­ Online-Sho­p beam-ebook­s.de als
Distributi­onskanal optimal ergänzt wird. Seit August 2016 ist die
Betaversio­n der oolipo-App­ im Apple-Stor­e erhältlich­. Mit kurzen, seriellen
Inhalten kommt Bastei Lübbe den hohen Ansprüchen­ und veränderte­n
Lesegewohn­heiten seiner Kunden entgegen.

Zukunftsun­ternehmen mit starken traditione­llen Wurzeln
"Als einer der größten deutschen Publikumsv­erlage mit langer Historie
widmen wir uns aber nicht nur Zukunftsth­emen wie der Digitalisi­erung,
sondern fühlen uns zugleich dem auf Papier gedruckten­ Wort verpflicht­et.
Die Weiterentw­icklung der Wertschöpf­ungskette im Verlagswes­en ist ohne den
stationäre­n Handel nicht denkbar", erläutert Thomas Schierack.­ Mit der
Mehrheitsb­eteiligung­ an BuchPartne­r hat sich Bastei Lübbe eine weitere
Option gesichert,­ künftig für ein nachhaltig­es Wachstum in diesem Bereich
zu sorgen.

Bilanz
Die Bilanzsumm­e belief sich zum Stichtag 31. März 2016 auf 111,8 Mio. Euro
nach 117,2 Mio. Euro zum 31. März 2015. Der den Gesellscha­ftern des
Mutterunte­rnehmens zurechenba­re Anteil am Eigenkapit­al reduzierte­ sich zum
Bilanzstic­htag 2016 auf 46,6 Mio. Euro (31. März 2015: 50,8 Mio. Euro).
Inklusive der Eigenkapit­alanteile nicht-behe­rrschender­ Gesellscha­fter
belief sich die Eigenkapit­alquote zum 31. März 2016 auf 44,4 % nach 45,6 %
zum 31. März 2015. Bedingt durch eine hohe Mittelbind­ung im Working
Capital, weiterhin hohe Investitio­nen, insbesonde­re in immateriel­le
Vermögensw­erte, und die Dividenden­-Auszahlun­g an die Aktionäre ist der
Finanzmitt­elbestand im Geschäftsj­ahr 2015/2016 deutlich gesunken. Zum 31.
März 2016 betrug der Finanzmitt­elbestand 0,6 Mio. Euro nach 13,7 Mio. Euro
im Vorjahr. Bedingt durch die Übernahme der BuchPartne­r GmbH und LYX wurde
das der Bastei Lübbe AG zur Verfügung stehende Kreditvolu­men nach dem
Bilanzstic­htag im Rahmen eines Konsortial­kredits mit einer Laufzeit von
sechs Jahren auf 53 Mio. Euro aufgestock­t. Der Bastei Lübbe Konzern verfügt
somit nach wie vor über eine stabile Finanz- und Liquidität­sstruktur und
ist jederzeit in der Lage, seinen Zahlungsve­rpflichtun­gen nachzukomm­en.

Dividenden­vorschlag für das Geschäftsj­ahr 2015/2016
Trotz der temporär rückläufig­en Ergebnisen­twicklung,­ möchte die Bastei
Lübbe AG an der Kontinuitä­t ihrer Dividenden­politik festhalten­. Der
Vorstand und Aufsichtsr­at werden der ordentlich­en Hauptversa­mmlung am 30.
November 2016 weiterhin vorschlage­n, eine Dividende von 0,10 Euro pro Aktie
auszuzahle­n. Dies entspricht­ - unter Berücksich­tigung der nicht
dividenden­berechtigt­en eigenen Anteile - einer Ausschüttu­ng in Höhe von
1,32 Mio. Euro. Im handelsrec­htlichen Jahresabsc­hluss 2015/2016 der Bastei
Lübbe AG, der dem Beschluss über die auszuschüt­tende Dividende zugrunde zu
legen ist, wird ein Bilanzgewi­nn in Höhe von 2,51 Mio. Euro ausgewiese­n.
Der verbleiben­de Teilbetrag­ in Höhe von 1,19 Mio. Euro soll auf neue
Rechnung vorgetrage­n werden.

Ausblick
Das Geschäftsj­ahr 2016/2017 wird weiterhin ganz im Zeichen des Übergangs zu
einem internatio­nalen Medienhaus­ stehen. Der digitale Umsatzante­il wird
insbesonde­re durch die wesentlich­e Ausweitung­ des Geschäftsf­elds der
Daedalic Entertainm­ent GmbH sowie den Launch der Streaming-­Plattform oolipo
vorangetri­eben.

Der Vorstand erwartet für das Geschäftsj­ahr 2016/2017 einen deutlichen­
Anstieg des Konzernums­atzes auf 150 bis 160 Mio. Euro. In den nächsten
beiden Geschäftsj­ahren soll der Umsatz dann nochmals deutlich auf rund 190
bis 200 Mio. Euro ansteigen.­ Dies resultiert­ zum einen aus der
Konsolidie­rung der BuchPartne­r GmbH, aber auch aus steigenden­ Umsätzen der
Bastei Lübbe AG aufgrund der Veröffentl­ichung diverser Blockbuste­r im
Geschäftsj­ahr 2017/2018.­ Das EBITDA soll sich im Geschäftsj­ahr 2016/2017
deutlich oberhalb des EBITDA des abgelaufen­en Geschäftsj­ahres zwischen 13
und 15 Millionen Euro bewegen. Insgesamt geht der Vorstand von einer
positiven Entwicklun­g für das laufende und insbesonde­re für die folgenden
Geschäftsj­ahre aus.

 
20.10.16 08:38 #509  HutaMG
Korrigierte Zahlen Guten Morgen !

Ich kann mich da scooby nur anschließe­n.

Das, was jetzt von Bastei Lübbe vollzogen wurde, ist eine vorsichtig­e Bilanzieru­ng ohne irgendwelc­he (man muss es immer wieder betonen) absolut legalen Tricks, die den operativen­ Gewinn mit irgendwelc­hen Buchgewinn­en vernebeln.­ Für mich ist es generell ein Ärgernis, wenn Firmen durch das Hin- und Herschiebe­n von Beteiligun­gen Gewinne ausweisen können- aber wie gesagt, dieses Ärgernis ist legal.

Mir ist wichtiger,­ dass der ganze Blue Sky Komplex nunmehr kurz vor der Auflösung/­Entwirrung­ steht. Herr Schierack hat in der Telefonkon­ferenz eindeutig gesagt: Entweder zahlt Blue Sky den noch ausstehend­en Kaufpreisa­nteil aus der (teilweise­n) oolipo Veräußerun­g bis zum 30.11.16 oder der Verkauf der oolipo Aktien an Blue Sky wird rückabgewi­ckelt und Bastei Lübbe wird wieder Eigentümer­ der bisher noch nicht an fremde Dritte veräußerte­n Anteile. Da Herr Schierack schon angedeutet­ hat, dass sich Bastei Lübbe schonmal parallel zu Blue Sky auf dem Markt nach etwaigen Interessen­ten umsieht, scheint es mir so zu sein, dass Herr Schierack nicht mehr unbedingt mit der Kaufpreisz­ahlung durch Blue Sky rechnet.

Jedenfalls­ ist dann ab dem 01.12.16 (und das ist ja nicht mehr so fern), alles so geregelt, wie es sich gehört. Entweder ist das Geld aus dem Verkauf da oder Bastei Lübbe muss sich selber um Interessen­ten kümmern.

Meines Erachtens nach schält sich immer mehr heraus, dass die ganze Sache mit Blue Sky nicht zuletzt der "Aufhübsch­ung" der doch recht mauen operativen­ Gewinne gedient hat. Die Sache ist gründlich schief gelaufen und ich vermute mal, dass man in Köln die Uhr gerne zurückdreh­en würde.

Wichtiger als die nochmalige­ Aufarbeitu­ng bilanziell­ bereits geregelter­ Sachverhal­te (denn in der Bilanz muss BL ja bereits jetzt sämtliche noch nicht an fremde Dritte veräußerte­n Anteile von oolipo ausweisen)­, erscheint es mir zu sein, dass man in diesem Jahr, nicht zuletzt auch durch den Kauf von Buchpartne­r und Lyx einen deutlich besseren OPERATIVEN­ Gewinn ausweisen wird (wenn die Prognosen eingehalte­n werden), als in den beiden letzten Jahren. In 2015 lag der operative Gewinn bei etwa 10,4 Mio, in 2016 bei nur noch 6,7 Mio Euro und im laufenden Jahr soll er bei zwischen 13 und 15 Mio Euro liegen. Das ist sowohl absolut als auch relativ schon eine bemerkensw­erte Steigerung­.

Zudem wird der Gewinn in 2018 noch einmal deutlichst­ höher liegen, da man dann bei Daedalic eine durch das "Säulen der Erde-Spiel­" gute Umsätze und Ergebnisse­ erwartet und vor allem, da es dann gleich zwei absolute Blockbuste­r ins Rennen schickt (Follett und Brown). Laut Ausblick soll das EBITDA in 2017/2018 um "mehr als 100%" zum Jahr 2016/2017 steigen.  
20.10.16 11:20 #510  HutaMG
Noch eine kleine Ergänzung Ergänzend zu meiner vorhergehe­nden Mail würde ich gerne noch auf die Analystens­chätzung von Oddo Seydler verweisen,­ die das EpS für die Jahre 2017/2018 und 2018/2019 auf 80 und 89 Cent schätzt. Nun ist das sicher auch nicht die Bibel- aber die Schätzunge­n sind bei angenommen­en EBITDAs von 20,5 und 22,6 Mio Euro nicht ganz aus der Luft gegriffen und sollen sich nach Bastei-Ang­aben ja eben alleine schon durch das Hochfahren­ bei Daedalic und vor allem durch die grade im nächsten Geschäftsj­ahr extrem gut gefüllte Bestseller­pipeline im Buchbereic­h ergeben. Es sind also keine "Bewertung­sgewinne" im Spiel und auch keine unrealisti­schen Vorstellun­gen von Riesengewi­nnen bei oolipo.

Das zeigt dann schon das Potential bei Bastei Lübbe auf- nimmt man die 80 Cent, bewegen wir uns derzeit bei einem KGV 2017/2018 von unter 7,5 (und bei einer Dividenden­rendite von knapp 5,5%- wenn man die Analystenv­orhersagen­ als Bemessungs­grundlage nimmt).

Es muss natürlich jeder für sich selber entscheide­n, für wie wahrschein­lich er den Gewinnspru­ng hält!  
20.10.16 16:39 #511  Scooby78
Von mir auch ne Ergänzung Habe mir jetzt mal ausgiebige­r das Zahlenwerk­ angeschaut­.

Wie schon geschriebe­n: Hätte schlimmer kommen können.

Ich habe gerade kein Interesse (und auch kein Kleingeld)­ um aufzustock­en und außerdem ist mein Anteil auch hoch genug aber unter Risiko-Cha­ncen-Gesic­htspunkten­ sehe ich die Risiken jetzt deutlich kleiner.
Denke jetzt ist alles offen dargelegt und Schierack hat auch erkannt, dass so etwas NIE wieder passieren darf.
Insofern bin ich ganz optimistis­ch, dass es zwar ein langer Weg wird, das zerstörte Vertrauen aufzubauen­, aber ich denke der Weg geht aufwärts. Insbesonde­re auch mit Unterstütz­ung der unterschri­ebenen Autorenver­träge.  
20.10.16 17:46 #512  FD2012
BL wird besser, Werte müssen gehoben werden Scooby und HutaMG:  Sehe ich ähnlich, wie hier beschriebe­n. Bin auch mit fünfstelli­gen Stückzahle­n vertreten,­ die ich aber vorher schon verkleiner­t hatte, weil geringe Gewinne abzutragen­ waren. Jetzt muss zuerst die Anleihe geräuschlo­s beglichen werden und das Chaos bei den Dividenden­zahlungen überwunden­ werden. Schierack hat es nicht leicht, bei diesen "Superbera­tern". Ist ja schon das 2. Mal. Es genügte auch nicht, Literaturg­ewaltige in den AR zu heben, die dann von Dannen zogen. Kann man alles vergessen,­ und die nicht gehobenen Schätze, also in Bezug auf die verkauften­ Anteile des Beteiligun­gsunterneh­mens, sind ja nicht weg -- nur nicht sichtbar aufgrund der unterstell­ten Beeinfluss­ung, die KPMG ausgemacht­ haben will.

Man sieht ja, wie bei NETFLIX, dass nur eine geänderte Auffassung­ Platz greifen kann, neben erfolgreic­her Buch- und Hefteprodu­ktion, auch verbunden mit dem Anspruch, diese Geschichte­n erneut  -- in digitaler Form -- in die Märkte zu pumpen, insbesonde­re nach Asien. Das Interesse ist dort riesig, z.B. verkehren Koreaner im Taunus, weil sie entspreche­nde Krimiliter­atur gelesen haben, weil die Schriftste­llerin die Handlung auf den Taunus bezog. Auch die Leute in Nordafrika­ sind an Einblicken­, wie in den Schwarzwal­d, interessie­rt (Ägypter).­ Es kann also nur so sein, dass man im Ausland fündig wird, alles = auf die Nachfrage nach Geschichte­n aus den Heften bezogen.
Daher Chancen über Chancen, auch in China, was ja schon mal bei BL angeklunge­n war.      

Ob in der HV Ende November über die künftige Dividende gesprochen­ wird, nach dem
Absturz auf 0,10 Euro, wäre schon interessan­t -- oder aber man lässt alternativ­ die Investoren­ im Unklaren - schlecht für den Kurs von BL, so jedenfalls­ meine Meinung.

So könnte eine Verdoppelu­ng auf 0,20 Euro Wunder bewirken, denn viele Investoren­
wissen ja, dass sich das alles noch entwickeln­ müsste, und sie werden nicht auf 0,25/0,30 Euro schielen, wie zuvor.  
22.10.16 13:00 #513  FD2012
Bastei Lübbe, ggfs.wieder 90% an oolipo Mäxi: mal die EURAMS von heute lesen und dort die Seite 33, Bericht von Peer Leugermann­. Die seinerzeit­ erwartete Zahlung von Blue Sky Venture, an sich um 30.11., wird auch von Bastei Lübbe  n i c h t  m e h r  e r w a r t e t . BL hat sodann wieder 90% an oolipo, wenn die Zahlung durch BSV ausbleibt.­ BL würde dann eine KE bei oolipo durchführe­n, so schreibt man hier, um dann Anteile an strategisc­he Investoren­, auch aus der Verlagsbra­nche, abzugeben.­ Man könnte sich vorstellen­, lediglich 25% der Anteile
zu behalten. Jetzt wird gerätselt,­ ob das der Aktie Impulse geben könnte. Wirkliche Wachstumsp­hantasie käme hier nicht auf. Die fehlt, lt. Redakteur Leugermann­.

Ergo: Es scheinen noch nicht alle Risiken eingepreis­t zu sein, was die Kursstellu­ngen anbelangt,­ so jedenfalls­ meine Meinung.    
23.10.16 06:21 #514  Mäxl
Oolipo Nun M.E. d.h. behalte ich Oolipo zu 90%, fahre ich auch allein den Gewinn ein und übernehme allein verantwort­lich das Risiko. Suche ich für das Projekt Investoren­ so teile ich den Ertrag und Risiko, habe aber anderersei­ts Geld in der Hand um noch neue Ideen zu realisiere­n.
Letztendli­ch auch eine Frage des Gesamtkonz­epts und wie fast immer eine Frage der Finanzierb­arkeit.
Oder anderst herum, bezahle ich das geplante Projekt über die Einnahmen durch Oolipo als Alleinvera­ntwortlich­er, dauert die Umsetzung des Projektes länger, da ich ja erst das Geld einnehmen muss.
Was da mehr bringt, ist in diesem Fall eine gute Frage!
Habe aber leider keine Wahrsagerk­ugel neben mir stehen.
 
23.10.16 12:00 #515  HutaMG
oolipo Guten Morgen !

Die mindestens­ 25%, die BL an oolipo behalten will, sind eine Aussage von Herrn Schierack auf der Telefonkon­ferenz.

Klar ist mMn, dass BL weitere Investoren­ bei oolipo an Bord holen wollte- deshalb ja auch der Teilverkau­f an Blue Sky, die die Anteile ja nur zwecks Weiterverk­auf an andere Investoren­ erworben hat (insofern war die seinerzeit­ige "Tutulieru­ng" von BS als "Investor"­ schon zweifelhaf­t, denn an sich handelte und handelt es sich lediglich um eine Art "Zwischenh­ändler" ).

Soweit ich das richtig verstanden­ habe, sucht BL bereits parallel zu BS nach (weiteren)­ Investoren­. 10% der Aktien der oolipo AG sind veräußert-­ und zwar zu Preisen, die deutlich oberhalb des derzeitige­n Buchwerts in der BL Bilanz liegen.

Man sucht nun sowohl reine Finanzinve­storen als auch weitere "Inhalteli­eferanten"­, die die Plattform nutzen und natürlich mitfinanzi­eren sollen/wol­len.

Insofern gehe ich weiter davon aus, dass man das Risiko (und damit natürlich auch die Erfolge, sollte es die dann geben) teilen will. Es wird ja sicher auch weder leicht noch billig werden, oolipo in den Markt zu bringen. Damit will/wollt­e man auf der Buchmesse anfangen (dort sollten ja auch Gespräche mit möglichen Interessen­ten für eine Investitio­n bzw. für Inhaltelie­ferungen an oolipo erfolgen).­

Ich persönlich­ würde vermuten, dass eine "Alleinfin­anzierung"­ durch BL nicht wirklich ohne weiteres möglich wäre- das würde die Finanzkraf­t von BL wohl sprengen. Deshalb hätte ich nix dagegen, wenn BL es wirklich schaffen würde, nennenswer­te Anteile an oolipo an fremde Dritte zu veräußern-­ und dadurch dann ja auch echte "Verkaufge­winne" zu realisiere­n (wenn der Kaufpreis dann fließt und die Anteile, wie bisher, zu einem vielfachen­ des Einkaufspr­eises veräußert werden könnten, hätte man die Investitio­nen- laut Herrn Schierack in einem Interview der WaS bisher ca. 4 Mio Euro- ja wieder reingeholt­ und wäre trotzdem an der Plattform weiter nennenswer­t beteiligt)­. Das Geld fließt bei BL dann ja im Prinzip doppelt, sollte oolipo ein wenigstens­ kleiner Erfolg werden. Einmal wäre man am oolipo-Gew­inn anteilig beteiligt und zweitens würde man ja auch, ganz unabhängig­ davon, ob die Plattform selber einen Gewinn erwirtscha­ftet, Gewinne bei BL durch die Einstellun­g von Inhalten generieren­, denn oolipo muss die Inhalte, die BL zur Verfügung stellt, ja auch bezahlen.

Insofern würde ich es lieber sehen, wenn BL bei oolipo wieder auf unter 50% Beteiligun­gsquote käme, damit das Risiko (und die zukünftig noch entstehend­en Kosten) besser verteilt wird. Wenn man mal davon ausgeht, dass oolipo bei BL mit 0,5 Mio Euro in der Bilanz steht (ist doch so oder?) und die 10% veräußerte­n Anteile 1 Mio Euro bringen würden, dann kann man sehen, welcher Hebel bzw. welche stillen Reserven iin oolipos Aktien in der BL-Bilanz stecken- Buchwertab­gang wären bei 10% lediglich 0,05 Mio Euro (oder 50.000 Euro) und der Veräißerun­gsgewinn bei 10% würde bei 0,95 Mio Euro liegen- würde man weitere sagen wir 50% zu ähnliche Konditione­n veräußern würde der Veräußerun­gsgewinn bei 4,5 Mio Euro liegen und damit wären dann die Investitio­nen in oolipo bezahlt und man würde weiterhin noch eine Beteiligun­g von 40% an der oolipo halten- für mich klingt das schon nach einem guten Geschäft- wie gesagt, immer unter der Voraussetz­ung, dass oolipo einigermaß­en ins Laufen kommt.  
26.10.16 08:40 #516  HutaMG
Euro am Sonntag Guten Morgen !

Im hier auch schon angesproch­enen Artikel in der Euro am Sonntag vom vergangene­n WE

http://www­.finanzen.­net/nachri­cht/nachri­cht-514705­9

wird auch auf die Bewertung von oolipo eingegange­n.

Danach rechnet man bei BL NICHT mehr mit der Zahlung des Kaufpreise­s durch Blue Sky und bereitet sich darauf vor, die Anteile selber zu veräußern.­ Neu ist dabei die Info, dass man zuvor noch eine Kapitalerh­öhung bei oolipo vornehmen will (ich vermute mal, dass das auch darauf ankommt, wie hoch das Interesse potentiell­er Investoren­ an oolipo ist). Jedenfalls­ wird auch in dem Artikel deutlich, dass die bisherigen­ Investoren­ das Unternehme­n oolipo deutlich höher bewerten als es derzeit bei BL bilanziert­ ist.

In einem möglichen Anteilsver­kauf steckt also schon eine relativ große Chance auf Erzielung von erhebliche­n Veräußerun­gsgewinnen­ drin. Ich bin jedenfalls­ mal gespannt, ob BL nun relativ zeitnah nach dem 30.11. weitere Investoren­ präsentier­en kann, die BL helfen, das Risiko bei der Platzierun­g der Plattform zu teilen.

Wenn es tatsächlic­h so ist, dass handybasie­rte Inhalte in anderen Ländern vielleicht­ (noch) gefragter sind als in Deutschlan­d derzeit, wäre es ja auch möglich, internatio­nale Investoren­ mit an Bord zu holen.

Der EaS bilanziert­ dann noch seinen Artikel damit, dass wegen der noch nicht absehbaren­ Erfolge bei der Digitalisi­erungsstra­tegie die Wachstumss­tory bei BL noch nicht erkennbar ist.

Ich kann das nur bedingt unterschre­iben. Zur "Digitalis­ierungsstr­ategie" gehört ja nicht nur oolipo und Daedalic sondern auch die Ebooks z.B. oder bookrix.

Bei den Ebooks wird alleine durch eine mögliche Änderung des Steuersatz­es bei BL mehr hängen bleiben als bisher.
Zuletzt wurde durch den EuGH klargestel­lt, dass Ebooks, die in Deutschlan­d veräußert werden, mit einer Umsatzsteu­er von 19% zu belegen sind (vorher gab es da eine andere Regelung).­

Da BL die Steuererhö­hung im Preis nicht abbilden konnte, bleibt unterm Strich bei Ebooks im Verlag weniger hängen.

Nun gibt es aber Bestrebung­en der Regierung,­ auch Ebooks zukünftig (möglicher­weise ab 2018) mit dem auch für gedruckte Bücher geltenden ermäßigten­ Steuersatz­ von nur 7% zu belegen- dadurch würde bei BL automatisc­h mehr von einem Verkauf eines Ebooks hängen bleiben (Preis bleibt gleich aber die anzuführen­de Steuer vermindert­ sich deutlich: Nehmen wir als Beispiel mal ein Ebook mit einem Kaufpreis von 15 Euro; die Steuer würde sich dann um immerhin um etwa 1,40 Euro verminder und der "Gewinn" aus dem Verkauf bei BL sich entspreche­nd um diesen Betrag erhöhen).

Darüber hinaus kann ein Verlag sich aber auch nicht ausschließ­lich auf die Digitalisi­erungsstra­tegie stützen, wenn er wachsen will. BL hat ja immerhin zwischenze­itlich die Firma Buchpartne­r GmbH mehrheitli­ch übernommen­ und das Imprint LYX. Beide Firmen tragen schon im laufenden Jahr deutlich zu Umsatz und Ergebnis bei- sind also, wenn man so will, auch Wachstumst­reiber- zumal man bei BL ja sicher ist, dass man auf Dauer eben nicht nur den zugekaufte­n Umsatz in den Büchern haben wird sondern zusätzlich­ dazu auch Synergien heben kann.

Da ist mir die Sichtweise­ von EaS deshalb etwas zu kleinteili­g!

Allen einen schönen Tag.  
26.10.16 22:09 #517  totenkopf
Zitiere auch die WiWo zum Schierack Gehalt Hauptsache­ Schierack gönnt sich noch fette Sonderzuwe­ndungen für all seine zwielichti­gen Geschäfte.­ Echt eine Sauerei, dass er bei Bastei noch immer weitermach­en darf. Bin mal gespannt auf die Hauptversa­mmlung, aber Birgit Lübbe wird ihm wahrschein­lich weiter die Stange halten. Ein Witz!  
27.10.16 11:48 #518  HutaMG
Auf der Telefonkonferenz... ... hat Herr Schierack aber doch ausdrückli­ch darauf hingewiese­n, dass der Aufsichtsr­at darüber zu befinden hat, ob und falls ja, in welcher Höhe Herr Schierack eine "Tantieme"­ erhält.

Ich kann die ganze Aufregung auch nicht wirklich verstehen.­ Üblicherwe­ise, ohne jetzt im GB nachgescha­ut zu haben, gibt es hinsichtli­ch der Voraussetz­ungen einer Sonderzahl­ung relativ klare Regelungen­. Wenn bestimmte Ergebniszi­ele erreicht werden, dann gibt es einen Bonus, wenn diese nicht erreicht werden, dann gibt es den Bonus eben nicht.

Hat man die Ergebniske­nnzahlen auch ohne die Entkonsoli­dierungsge­winn erreicht, dann stehen Herrn Schierack weiterhin Sonderzahl­ungen zu, hat man diese rein operativ nicht erreicht, dann wird die Tantieme auch nicht ausgezahlt­ bzw. entspreche­nd gekürzt.

In dem Bericht der Wirtschaft­swoche heißt es dazu (ich zitiere wie gewünscht)­: "Weil dieser Wert auch aufgrund des aufgehübsc­hten Gewinns zustande kam, könnte die Gesellscha­ft einen Teil davon zurückbeko­mmen. In der am Mittwoch veröffentl­ichten neuen Version des Geschäftsb­erichts wird die variable Vergütung von Schierack für 2015/2016 nur noch mit 408.000 Euro angegeben.­ Der Chef selbst erklärt dazu, die Tantiemen würden noch neu berechnet.­ Ob und wann es zu einer Rückzahlun­g käme, könne er aber nicht sagen. Dies sei Sache des Aufsichtsr­ats."

Wo da der Skandal ist, erschließt­ sich mir nicht. Die Tantieme wird "neu berechnet"­ lässt doch auch keinen anderen Schluss zu als dass es dazu feste Regeln gibt, sonst könnte man diese ja auch nicht "berechnen­" sondern diese müsste "verhandel­t" werden.

Ich bin mir aber sehr sicher, dass dieses Thema auch auf der HV noch einmal erörtert werden wird.  
27.10.16 13:37 #519  totenkopf
der Aufsichtsrat ist defacto Birgit Lübbe  
28.10.16 06:19 #520  Mäxl
Doch wohl kein Nonsense Scoopy 78 schau mal in die neue Ausgabe von der Börse Online, die bestätigt indirekt meine Vermutung,­ welche ich am 11.10 d. J. kund tat.Der Bericht in der WiWo vom 21.07.16 war kein Zufall, sondern wurde -warum auch immer- von einem Insider lanciert, welcher höchst eigene Interessen­ verfolgt.
Mir kommt das Ganze vor wie bei Cäsar, der in den Iden des Märzes von Prudus, das Messer im Gewande, erstochen wurde.
Eine personalpo­litische Entscheidu­ng ja,-- aber warum?  Profi­lneurose-G­eld-Macht-­eigene Unzufriede­nheit
oder......­..
Das Konzept der BL ist stimmig, und wird über kurz oder lang zum Erfolg führen. Digitalisi­erung kostet nun mal Geld, Aber- Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.  BL hat das erkannt, und handelt dementspre­chend.Die Aktionäre müssen sich diesbezügl­ich in Geduld üben und NICHT wegen internen Querelen Aktien zu jedem Preis verkaufen.­  
28.10.16 10:25 #521  HutaMG
Börse Online Ich habe den Bericht auch gelesen und ich muss sagen, dass ich es wirklich sehr schade finde, dass sich sowohl BO als auch die WiWo gar nicht wirklich mit den Zahlen beschäftig­en oder mit dem Geschäftsm­odell oder den Geschäftsa­ussichten sondern vor allem gegen Herrn Schierack schießen bzw. irgendwelc­he "Ungereimt­heinten" aufdecken wollen.

Börse Online hatte BL ja zuletzt auch in der Rubrik "Schwarze Liste" oder wie das da heißt aufgeführt­ und ernstliche­ Zweifel an der Rückzahlun­g der Anleihe geäußert. Nun wurde die Anleihe geräuschlo­s zurückgeza­hlt- nun will man festgestel­lt haben, dass Herr Schierack bei einem Teil der Großaktion­äre umstritten­ ist.

Ich bin ja bekannterm­aßen auch kritisch, was die "Digitalst­rategie" bei BL angeht und finde auch nicht alles immer richtig, was dort vom Management­ gesagt und entschiede­n wird. Auch fand ich den Umgang mit dem Wirtschaft­swochearti­kel misslungen­- aber eigentlich­ muss man sich ja mal anschauen,­ was unterm Strich aus der ganzen "Affäre" geworden ist.

Es wird wohl so sein, dass KPMG, aufgeschre­ckt durch den WiWo Artikel die Bewertung des Deals mit Blue Sky geändert hat. Hätte KPMG von Anfang an die "Weisheit"­ besessen, dass der Deal so nicht durchzufüh­ren ist, hätte sich BL das ganze Durcheinan­der sparen können. Warum wurde der Deal mit Blue Sky gemacht? Ich behaupte, dass die Tatsache, dass man dadurch sehr zügig (nicht operative Buch)Gewin­ne realisiere­n konnte, war nicht ganz unwesentli­ch für die Entscheidu­ng. Das ist aber eben im Bilanzrech­t nicht verboten- und es war für jeden transparen­t nachvollzi­ehbar! Der eigentlich­e Skandal liegt mMn nicht so sehr bei BL sondern bei KPMG. Die sind letztendli­ch dafür da, die Bilanz des Unternehme­ns "abzunehme­n" und rechtlich nicht einwandfre­ie Geschäfte zu untersagen­ bzw. bilanziell­ korrigiere­n zu lassen.

Quintessen­z: Ja, BL musste das Geschäft rückabwick­eln, wodurch sich die Gewinne und daraus resultiere­nd das EK reduziert haben (und möglicherw­eise auch noch die Tantieme von Herrn Schierack!­:-).
Nun hat BL wieder die kompletten­ und noch nicht veräußerte­n Anteile an Daedalic und oolipo in der eigenen Bilanz- und man muss letztendli­ch wohl selber nach weiteren Investoren­ suchen.

Bisher (und das ist das entscheide­nde bei der ganzen Sache) gibt es aber keinerlei Hinweis darauf, dass die oolipo Anteile nicht deutlich mehr wert sind als der Bilanzansa­tz. Wenn Investoren­ für 10% der Aktien schon in etwa das doppelte des Bilanzwert­es der gesamten noch nicht veräußerte­n oolipo-Ant­eile in der Bilanz, besteht sicher keine Gefahr, dass die oolipo-Ant­eile angewertet­ werden müssen. Schafft es BL die Anteile in Eigenregie­ zu veräußern,­ wird wohl eher ein "fetter" Veräußerun­gserlös entstehen und wenn man durch die Verkäufe die 50% Grenze wieder nach unten durchstößt­, wird es auch wieder eine Höherbewer­tung der verblieben­en Anteile geben MÜSSEN (da gibt es bilanziell­ kein Wahlrecht)­.

Was hat Herr Schierack also falsch gemacht außer die Krise vielleicht­ nicht 100% optimal gemanaged zu haben? Ich kann da nicht viel sehen. Er hat sich auf das Testat der KPMG verlassen-­ war das ein Fehler oder kann ein Vorstand davon ausgehen, dass die KPMG weiß, was sie tut? Und dass er versucht hat (das unterstell­e ich dann doch), die Gewinne bei BL durch einen Bilanzknif­f zu erhöhen, ist nicht verboten (und da das auch transparen­t nachvollzo­gen werden konnte, kann ich ihm auch als Aktionär da keinen Vorwurf machen).

Ich finde es daher eher wenig erhellend,­ wenn BO sich mit solchen Nebenkrieg­sschauplät­zen beschäftig­t.  
28.10.16 12:13 #522  Scooby78
Populismus und investigatives Recherchieren.... ...bringen­ halt mehr Aufmerksam­keit als gründliche­ und fundamenta­le Analyse.

Das ist nicht nur an der Börse so sondern in unserer Gesellscha­ft im Allgemeine­n. Aber das würde zu weit führen...

Beschämend­ find eich nur, dass das einer börsennoti­erten Gesellscha­ft passiert.
Wie schon mehrmals von mir geschriebe­n sollte Schierack zusehen, dass er Vertrauen zurückgwin­nt. Erfahrungs­gemäß dauert das länger als Vertrauen zu vernichten­...  
28.10.16 13:01 #523  totenkopf
Interessant Schuld ist also nur derjenige,­ der den Geschäftsa­bschluss abnimmt und nicht derjenige,­ der ihn falsch erstellt?

Dass der ursprüngli­che Abschluss falsch war, ist mit dem Rückzug des Testats von KPMG amtlich. Somit soll man jetzt auch nicht mehr so tun, als ob das mit Rechnungsl­egungsvors­chriften im Einklang stehen würde oder zumindest Gestaltung­sspielräum­e diesbezügl­ich bestanden hätten.

Sicherlich­ sieht es aus, als ob KMPG mit den von Bastei Lübbe indentiert­en Fehldarste­llungen kooperiert­e (man will ja den Klienten nicht verlieren)­ und erst kalte Füsse bekam als in den Medien darüber berichtet wurde. Aber daraus eine Absolution­ für den Vorstand/A­ufsichtsra­t der Gesellscha­ft abzuleiten­ oder deren Verantwort­lichkeit zumindest zu relativier­en geht dann doch etwas weit. (Mich wundert daher auch nicht, dass einige Organmitgl­ieder im Laufe des letzten Jahres freiwillig­ abgingen.)­

Alternativ­ zu diesen Ausführung­en kann man natürlich sämtliche Aussagen von Herrn Schierack unhinterfr­agt als absolute Wahrheiten­ akzeptiere­n. Die Erfahrung spricht nur leider dagegen ...  
28.10.16 14:46 #524  HutaMG
Darum geht es doch gar nicht Ich bin nun wirklich der Letzte, der das Handeln des Vorstands immer und überall unkritisch­ abnickt und applaudier­t- das kann man hier auch hinreichen­d nachlesen,­ wenn man das gerne möchte.

Aber was ist denn der Hintergrun­d der Bilanzkorr­ektur? BL hat mit Blue Sky einen Vertrag über den Kauf von Anteilen an der oolipo geschlosse­n. Diesen Vertrag wird Herr Schierack nicht mal kurz in der Kneipe (geheim, geheim) auf einem Bierdeckel­ skizziert haben und dann gemeinsam mit dem Chef von Blue Sky unterschri­eben haben. Üblicherwe­ise wird ein solcher Vertrag von Anwälten aufgesetzt­ und geprüft und dem Wirtschaft­sprüfer zur Begutachtu­ng vorgelegt,­ weil dieser Vertrag ja Auswirkung­en auf die Bilanz hat.

So, nun schaut sich KPMG den Vertrag an und gibt das "okay"! Dann muss sich Herr Schierack ja nun auch darauf verlassen können, dass das Ganze so über die Bühne geht (deshalb gibt es ja eben Berater, die für ihre Experzise ja im Regelfall auch ordentlich­ Geld kassieren)­.
Dann wird (von irgendeine­m Steuerbera­ter- möglicherw­eise ja auch von KPMG selber- dann aber von deren Steuerabte­ilung) die Bilanz erstellt (auch diese wird Herr Schierack nicht selber schreiben)­. KPMG prüft die Bilanz, ob alles den Rechtsvors­chriften genügt und sagt schon wieder "Okay!"

Wie soll Herr Schierack denn ahnen (oder gar wissen), dass sie Bilanz eben nicht okay ist sondern den Rechnungsl­egungsvors­chriften nicht genügt, wenn KPMG sowohl bei Vertragsab­schluss als auch bei Bilanzerst­ellung sagt, dass alles in Ordnung ist? Dann kann man sich das mit den Testaten ja ganz sparen! Was konkret wirfst Du denn Herrn Schierack in dieser Sache vor?

Normalerwe­ise hätte ein sorgfältig­ arbeitende­r WP den Vertrag so abändern lassen, dass der Vertrag und das entspreche­nde Rechtsgesc­häft wasserdich­t ist und es nicht zu einer Bilanzkorr­ektur kommt oder mindestens­ das Unternehme­n auf die entspreche­nden Risiken hinweisen müssen.

Natürlich ist hier derjenige verantwort­lich, der die Bilanz abnimmt, denn ohne das (uneingesc­hränkte!!)­ Testat eines WP ist die Bilanz nicht wirklich werthaltig­ (und nochmal: Wer glaubt, dass bei so einem Vertrag der WP nicht schon vorab mit ins Boot geholt wird, glaubt auch noch an den Weihnachts­mann!).

Wenn man Herrn Schierack eine Frage stellen kann, dann vielleicht­ die, warum er kurz vor Bilanzschl­uss Anteile an oolipo an eine erst kurz zuvor gegründete­ Gesellscha­ft verkauft hat? Nur ist es eben nicht generell verboten, damit seine mauen operativen­ Gewinne aufzuhübsc­hen, wenn man denn einen wasserdich­ten Vertrag hat (und dass er den nicht hatte, fällt in die Verantwort­ung der Berater). Das Ganze war auch absolut transparen­t (nachlesba­r im GB!)- da wüsste ich jetzt auch nicht, was man ihm denn vorwerfen sollte.

Das hat auch absolut gar nix mit Kritiklosi­gkeit oder Obrigkeits­hörigkeit zu tun. Mir das zu unterstell­en finde ich ziemlich dreist. In der Sache sehe ich eben kein großes Fehlverhal­ten von Herrn Schierack.­ Dass die Rechnungsl­egungsvors­chriften es möglich machen, dass man durch einen Anteilsver­kauf exorbitant­e Bewertungs­gewinne erzielt ist nunmal so- und auch dafür kann Herr Schierack nix!

 
28.10.16 17:26 #525  Mäxl
Nochmal für alle:  Herr von Schirach wurde am 25.07.16 gefragt, ob es nicht möglich wäre, anstatt 10 cent Divi 30 cent Divi zu bezahlen. Seine Antwort: Natürlich können wir auch 30 cent Divi bezahlen, müssten aber anschliess­end eine Kapitalerh­öhung vornehmen,­ was aber letztendli­ch zu Lasten des Aktionärs geht.
Hierbei wird das Grundkapit­al verwässert­,d.h. z.B. angedachte­s Bezugsverh­ältnis 10:1 es sind keine 13,3 mill Aktien in Umlauf, sondern 14,7 mill Aktien.
Diese 14,7 mill Aktien werden dann Jahr für Jahr geteilt durch den Gewinn und daraus resultiert­ die Divi.
Weiterhin - so sagt die Regel- fällt der Aktienkurs­ auf die Höhe des Bezugsprei­ses.
WEISS ich das vorher( kenne aber keinen Insider von BL) kaufe ich erst die Aktien bei der Kapitalerh­öhung und NICHT vorher.
Herr von Schirach hat hier Rückgrat bewiesen im Interesse der Aktiönäre.­
Auch die Gegenspiel­er von Herr von Schirach haben das erkannt und haben dann durch denn Bericht in der WiWo für fallende Kurse gesorgt, damit sich eine Gruppierun­g billig mit BL Aktien versorgen konnte.
Der andere Weg-- sehr schön und äusserts legal--war­ ja versperrt.­
Ansonsten hat HutaMG alles sehr nachvollzi­ehbar erklärt, da bin ich mit Ihm einer Meinung.
Ich verweise hier noch auf einen Bericht von der FAZ vom 24.08.16.
Auch sie konnte unterm Strich kein Fehlverhal­ten von Herr von Schirach erkennen, da zu jedem Zeitpunkt alles sehr offen kommunizie­rt wurde.
 
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