FS KKR Capital A2P6TH
"Am 5. November 2025 gab das Unternehmen seine derzeitige Absicht für seine vierteljährliche Ausschüttungsstrategie für 2026 bekannt, die voraussichtlich aus einer vierteljährlichen Basisausschüttung
von 0,45 USD pro Aktie und einer vierteljährlichen Zusatzausschüttung bestehen wird, die im Laufe der Zeit je nach Höhe der gesamten Nettoanlageerträge des Unternehmens variieren wird. Für das erste
Quartal 2026 rechnet das Unternehmen derzeit mit einer Gesamtausschüttung von etwa 0,55 USD pro Aktie, was einer annualisierten Rendite von etwa 10 % auf den
NAV des Unternehmens pro Aktie zum 30. September 2025 entspricht."
https://fskkrcapitalcorp.gcs-web.com/static-files/...7ff-076072569d3f
Wohl nicht unvernünftig, nach den Problemen, die FS KKR mit einzelnen Kreditausfällen hatte.
Aktuell ist der NAV zwar stabil, aber die Kürzung spricht für den Realitätssinn der Manager.
Immerhin konnte der NAV stabilisiert werden, von 21,93 $ auf 21,99 $.
Zur geplanten Dividendenhöhe im kommenden Jahr wurde auch eine Aussage gemacht, man plant eine Ausschüttung, die etwa 10 % des NAV beträgt. Kurz überschlagen aktuell also 2,20 $ auf das Jahr oder 0,55 $ im Quartal. Eine saftige Dividendenkürzung, allerdings ist auch schon einiges im Kurs eingepreist. Selbst nach der Dividendenkürzung wäre das aktuell noch eine Rendite von gut 14 %. Allerdings hat FS KKR in der jüngeren Vergangenheit viele Enttäuschungen geliefert, da besteht meiner Meinung nach im Augenblick auch eine Bringschuld der Gesellschaft gegenüber ihren Aktionären. Es ist viel Vertrauen verspielt worden.
Zahltag war ja der 17.12 Beim Smartbroker alt immer pünktlich, nur dieses Mal ist noch nichts zu sehen.
Auch beim NAV gibt es eine böse Überraschung; nicht ganz so heftig, wie im II. Quartal, aber erneut sehr schmerzhaft. Das NAV sinkt um über einen Dollar von 21,99 $ auf 20,89 $. Offensichtlich bekommt man die Probleme mit einigen Portfolio-Gesellschaften nicht in den Griff. Für welche Expertise werden die Mitarbeiter da eigentlich bezahlt?
Da verwundert es auch nicht mehr, dass die Dividende nicht die angepeilten 0,45 $ + 0,10 $, sondern nur noch zusammen 0,48 $ erreicht.
Ich dachte wirklich, dass man bei FS KKR so langsam mit den Hiobsbotschaften durch wäre, aber insgesamt ist das Engagement dort nur eine schreckliche Geldverbrennung.
FS KKR BDC heißt korrekt FS KKR Capital Corp. (NYSE: FSK). Das ist kein klassischer Industriewert, sondern eine börsennotierte Business Development Company, also im Kern ein Kreditvehikel für private US-Unternehmen. FSK wurde 2007 gegründet, nahm 2009 den Investmentbetrieb auf, investiert vor allem in vorrangig besicherte Kredite an US-Mittelständler und wird extern von FS/KKR Advisor gemanagt. Der heutige Konzern entstand 2018 aus der Fusion von FS Investment Corporation und Corporate Capital Trust; 2021 kam noch die Fusion mit FS KKR Capital Corp. II dazu. Zum 31. Dezember 2025 lagen die Gesamtaktiva bei rund 13,7 Mrd. US-Dollar.
Die Grundidee hinter FSK ist nachvollziehbar: laufende Erträge aus Private Credit, eingesammelt über die Plattform von FS und KKR. Das kann sehr attraktiv sein, solange die Kreditqualität stabil bleibt, der NAV nicht wegbricht und die Refinanzierung sauber läuft. Genau da liegt aktuell aber der Haken. FSK will laufendes Einkommen und in kleinerem Maß langfristige Wertsteigerung liefern, ist als RIC strukturiert und gibt deshalb einen großen Teil der Erträge weiter. Das Modell trägt nur dann gut, wenn das Kreditbuch robust bleibt.
Die jüngsten Zahlen waren klar schwächer. Im vierten Quartal 2025 lag das Net Investment Income bei 0,48 US-Dollar je Aktie, das Adjusted NII bei 0,52 US-Dollar, und der NAV fiel von 21,99 auf 20,89 US-Dollar je Aktie. Für das erste Quartal 2026 senkte das Management die Ausschüttung auf insgesamt 0,48 US-Dollar je Aktie, davon 0,45 US-Dollar Basisdividende und 0,03 US-Dollar Supplemental Dividend, nachdem im vierten Quartal 2025 noch 0,70 US-Dollar gezahlt worden waren. Auf Gesamtjahressicht sank das Adjusted NII 2025 auf 2,34 US-Dollar je Aktie nach 2,88 US-Dollar im Vorjahr, während 2025 insgesamt 2,80 US-Dollar ausgeschüttet wurden. Unterm Strich heißt das: Die alte Ausschüttung war zu hoch und musste runter.
Positiv ist, dass FSK nicht nach einem akuten Liquiditätsnotfall aussieht. Das Unternehmen meldete 3,8 Mrd. US-Dollar Liquidität, 62 % unbesicherte gezogene Finanzierung, 90 % der Verbindlichkeiten mit Laufzeiten ab 2027 und einen gewichteten Durchschnittszins auf die Finanzierung von rund 5,1 %. Der Net-Debt-to-Equity-Wert lag Ende 2025 bei 1,22x. Das ist für eine BDC kein sofortiger Alarmzustand, aber bequem ist es auch nicht, vor allem dann nicht, wenn gleichzeitig der NAV fällt.
Die eigentliche Baustelle sitzt im Portfolio. Ende 2025 bestanden 57,8 % des Portfolios aus First-Lien-Krediten, 4,2 % aus Second-Lien-Krediten, 13,0 % aus Asset-Based-Finance-Investments und 15,1 % aus dem Joint Venture COPJV; 88,1 % der zinstragenden Investments waren variabel verzinst. Das klingt auf den ersten Blick ordentlich. Gleichzeitig stieg aber die Non-Accrual-Quote bezogen auf den Fair Value auf 3,4 % nach 2,2 % im Vorjahr; bei den Direct Originations sprang sie sogar von 0,8 % auf 3,4 %. Dazu kamen im vierten Quartal netto realisierte und unrealisierte Verluste von 0,89 US-Dollar je Aktie; auf Gesamtjahressicht lag der bereinigte realisierte und unrealisierte Verlust bei 2,24 US-Dollar je Aktie. Genau deshalb ist der NAV 2025 von 23,64 auf 20,89 US-Dollar gefallen. Das Kernproblem ist also nicht nur die gekürzte Dividende, sondern die Schwäche im Kreditbuch.
Bewertungstechnisch ist die Aktie deshalb extrem, aber nicht automatisch billig. Am 10.04.2026 lag der Kurs bei rund 10,13 US-Dollar. Gegen den zuletzt gemeldeten NAV von 20,89 US-Dollar entspricht das nur rund dem 0,48-Fachen des Buchwerts. Auf Basis der für Q1 2026 erklärten 0,48 US-Dollar Quartalsausschüttung ergibt sich annualisiert fast 19 % Rendite; selbst die Basisdividende allein kommt noch auf rund 17,8 %. Das ist kein Gratisgeschenk, sondern der Preis für massives Misstrauen des Marktes. Der Markt unterstellt damit weitere Abschreibungen, weitere Ausschüttungsrisiken oder beides. Dass Fitch FSK am 9. April 2026 auf BB+ mit negativem Ausblick herabgestuft hat, passt genau in dieses Bild.
Meine Einschätzung zur Aktie ist deshalb zweigeteilt. Operativ ist FSK kein hoffnungsloser Fall: Die Plattform ist groß, die Diversifikation mit 232 Portfoliounternehmen über 23 Branchen ordentlich, und die Liquidität verschafft Zeit. Aber als Aktie ist FSK im April 2026 kein Qualitätswert, sondern ein High-Yield-Sonderfall mit Vertrauensproblem. Mein Kursziel auf 12 bis 18 Monate liegt im Basisszenario bei 12,00 bis 13,50 US-Dollar. Das setzt voraus, dass sich der NAV grob um 20 US-Dollar stabilisiert und die gekürzte Ausschüttung hält. Im Bärenszenario sehe ich 8,00 bis 9,50 US-Dollar, falls weitere Problemkredite hochkommen und die Dividende nochmals sinkt. Im Bullenszenario halte ich 15,00 bis 16,50 US-Dollar für möglich, aber nur dann, wenn die Non-Accrual-Quote wieder zurückgeht, der NAV-Boden hält und sich der enorme Abschlag teilweise schließt. Diese Kursziele sind meine Bewertungsbänder auf Basis von NAV, Ausschüttungsfähigkeit und Kreditqualität, nicht einfach abgeschriebene Analystenziele.
Für die nächsten 5 bis 15 Jahre ist FSK aus meiner Sicht keine klassische Buy-and-Hold-Kernposition, sondern höchstens eine kleine, bewusst spekulative Einkommensbeimischung. Das Unternehmen kann in guten Kreditzyklen sehr hohe Ausschüttungen liefern. Aber ein BDC, der dauerhaft mit riesiger Rendite lockt und dabei den inneren Wert abschmilzt, ist auf lange Sicht kein guter Freund des Aktionärs. Mein Fazit ist daher klar: FSK ist auf dem aktuellen Niveau nicht offensichtlich unattraktiv, aber es ist auch ganz sicher kein ruhiger, konservativer Langfristwert. Wer hier kauft, kauft vor allem die Wette, dass 2025 der Tiefpunkt der Kreditprobleme war. Geht diese Wette auf, ist der Kurs zu niedrig. Geht sie nicht auf, ist auch ein zweistelliger Yield kein Schutz.
Autor: ChatGPT

