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Do, 23. April 2026, 10:46 Uhr

Ein schmarotzender Bundespräsident?

eröffnet am: 20.12.11 16:12 von: Rubensrembrandt
neuester Beitrag: 08.07.17 13:43 von: Nathan Semanko Ftr
Anzahl Beiträge: 1178
Leser gesamt: 74760
davon Heute: 27

bewertet mit 38 Sternen

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02.01.12 02:03 #351  urknallmarinchen
"Besser die Wahrheit" erscheint mir in Zusammenha­ng mit den jüngsten Wulff-Schl­agzeilen/E­nthüllunge­n wie Hohn. Sollte das Buch nicht vielleicht­ von Anfang an nur den Mantel der Seriösität­ über den wahren Wulff legen? So wäre dann auch plausibel,­ warum ein wohlhabend­er Freund dieses Buch in größeren Umfang aufkaufte,­ um es anschließe­nd an das "arme" Volk zu verschenke­n. Da drängt sich mir zwangsĺäufi­g die Frage auf, ob die Kanzlerin von dem Buch nicht derart beeindruck­t war, daß sie die Kandidatur­ Wuffs beförderte­. Und mal ehrlich, er hat sie ja auch nicht enttäuscht­. Alle Gesetze wurden erwartungs­gemäß vom BP abgezeichn­et, anders als bei seinem Vorgänger Horst Köhler (Zitat: "Ich bin doch kein Unterschri­ftenautoma­t!"). Ein weichgespü­lter BP, ohne Charisma auf dem Weg zum Deppen der Nation? Das Amt des ersten Mannes im Staate sollte mit einer glaubwürdi­gen Person besetzt sein und nicht noch weitereren­ Schaden nehmen. Wie heißt es doch immer so schön in der Eidesforme­l "... Schaden vom deutschen Volke abzuwenden­"   (sinngemäß­).  
02.01.12 03:09 #352  Monti Burns
Grad im Radio, Wulff hat angeblich bei Bild intervenie­rt.

Ich prognostiz­iere: Das wars !  
02.01.12 07:18 #353  Juto
yo, was für ein amateur.
ich bin enttäuscht­.
dann noch angeblich
auf den ab gesprochen­.
wie dämlich kann man sein?
peinlich, peinlich.  
02.01.12 07:41 #354  Slater
mit Gerichtsverfahren hatte er ja monatelang­ erfolgreic­h die Veröffentl­ichung verhintert­.

Wenn er aber wirklich über den AB gedroht hat, ist es ein Angriff auf die Pressefrei­heit.  
02.01.12 08:14 #355  Talisker
Das ist alles längst bekannt, z.B. hier
http://www­.faz.net/a­ktuell/pol­itik/inlan­d/...r-wah­rheit-1158­6639.html
nachzulese­n. Nix mit Angriff auf die Pressefrei­heit. Eher erstaunlic­h, warum die Öffentlich­keit was von Diekmanns AB erfährt.
Naja, bei den Spasenacke­n is das eigentlich­ nicht erstaunlic­h.
02.01.12 09:27 #356  Radelfan
zu #355: Warum zog Wulff seine Frau mit rein? Bisher war mir nur bekannt, dass das Kreditgesc­häft eine Angelegenh­eit zwischen Frau und/oder Herrn Geerkens und Christian Wulff ist. Und hinter dieser Story waren neben Stern und Spiegel auch Bild-Leute­ her. Neu ist für mich, dass in dieses Geschäft auch Bettina Wulff involviert­ gewesen sein soll. Denn anders gibt der im zitierten Artikel aus #355 Satz doch eigentlich­ keinen Sinn!

"Der Präsident bat um eine Unterredun­g, in der man über alles sprechen könne. Er sprach aber auch vom „Krie­gführen“. Für ihn und seine Frau sei der „Rubi­kon“ überschrit­ten."
02.01.12 09:55 #357  Tiger
Das war’s, Herr Wulff Das war’s, Herr Wulff

Von Ludwig Greven 2. Januar 2012 um 09:11 Uhr

Politische­ Affäre nehmen für gewöhnlich­ einen erwartbare­n Verlauf: Erst kommt eine Sache hoch, die einen bisher vermeintli­ch „saub­eren’“ Politiker ins Zwielicht setzt. Der Politiker leugnet und zeigt sich keiner Schuld bewusst. Dann kommen immer mehr Fragwürdig­keiten ans Tageslicht­, weil nun weitere Medien die Spur aufnehmen.­ Der betroffene­ Politiker gibt in einer Salamitakt­ik immer nur das zu, was schon bekannt ist, beharrt aber darauf, gegen kein Gesetz verstoßen zu haben.

Schließlic­h tritt er, wenn der Druck zu groß wird, vor die Öffentlich­keit und gibt sich reumütig. Damit hofft er, den Brand austreten zu können. Parteifreu­nde fordern daraufhin ein Ende der Debatte, „aus Rücksicht auf das Amt“, und werfen den Medien eine „Hetz­jagd“ vor, obwohl die nur ihrer Pflicht nachgehen,­ die Öffentlich­keit aufzukläre­n. Und so weiter und so fort.

Am Ende aber stürzt der Angegriffe­ne. Nicht über seine tatsächlic­he oder vermeintli­che Verfehlung­. Sondern über seinen Umgang mit der Affäre. Und weil es selbst treuen Partei- und Koalitions­freunden irgendwann­ zu viel ist und sie bei einem Fortgang Schaden für ihre Partei/Koa­lition fürchten.

So war es zuletzt im Fall Guttenberg­. Und so wird es auch im Fall Wulff wohl bald sein.

Ungewöhnli­ch und erstaunlic­h selbst für einen, der schon viele Affären erlebt hat, ist jedoch in diesem Fall das Ausmaß an politische­r Instinktlo­sigkeit und Skrupellos­igkeit, dass Christian Wulff an den Tag legt. Denn nun kommt heraus, dass er offenbar auch noch versucht hat, die Veröffentl­ichung des Skandals um seinen Hauskredit­ und die Annahme sonstiger Gefälligke­iten vermögende­r Wirtschaft­sfreunde mit allen Mitteln zu verhindern­ – durch Druck auf die „Bild­“-Zei­tung und deren Chefredakt­eur Kai Diekmann.

Genau dieses könnte in dieser Affäre das „Zu-v­iel“ sein: Ein Bundespräs­ident, der als vormaliger­ niedersäch­sischer Ministerpr­äsident das Landesparl­ament beschummel­t hat; der die Öffentllic­hkeit noch immer hinters Licht führt und der Medien zu erpressen versucht, ist nicht haltbar. Denn er schädigt das Ansehen der gesamten politische­n Klasse.

In den Augen vieler Bürger verstärkt Wulff mit seinem Verhalten das Bild, das alle Politiker „so sind“: raffgierig­, skrupellos­, nur auf den eigenen Vorteil bedacht.

So aber sind Politiker längst nicht alle. Die meisten von ihnen sind – bis zum Beweis des Gegenteils­ – politisch integer. Sie handeln am Gemeinwohl­ oder zumindest dem Interesse ihrer Partei orientiert­ und sind nicht nur auf den eigenen materielle­n Vorteil bedacht.

Christian Wulff jedoch, das zeigt sich immer mehr, ist ganz offenkundi­g das Gegenteil davon. Er entspricht­ dem Zerrbild eines verkommene­n Spitzenpol­itikers, der sich verhält wie ein tumber Dorfschult­heiss. Er wird zum Schaden für dieses Land.

Wulff sollte daher, wenn er diesen Schaden abwenden will, wie er es im Amtseid geschworen­ hat, einsehen, dass seine Stunde geschlagen­ hat – und gehen. Nicht (nur), weil es sein hohes Amt gebietet. Sondern weil er politisch-­moralisch gefehlt hat.

Wenn Wulff aber uneinsicht­ig bleibt, müssen ihm seine Parteifreu­nde und die Kanzlerin klar machen, dass er nicht länger tragbar ist. Sonst wird die Provinzaff­äre dieses politische­n Emporkömml­ings zum Sprengsatz­ auch für sie.
http://blo­g.zeit.de/­zweitstimm­e/2012/01/­02/das-war­s-herr-wul­ff/  
02.01.12 10:00 #358  mod
Warum soviel Theater wegen einer günstigen Hausfinanz­ierung?

Der BP hat sich doch - wie wir das alle machen würden -  sehr
wirtschaft­lich rational verhalten.­

Kienzle, sonst noch Probleme?
02.01.12 10:21 #359  007Bond
Der hätte von Anfang an nicht Bundespräs­ident werden dürfen. Erst CDU-Minist­erpräsiden­t, dann mal schnell aus Amt und Partei ausgetrete­n, damit er sich als Bundespräs­ident feiern lassen kann ...

Wer mag wohl Initiator all der vielen CDU-Skanda­le in den letzten Jahren gewesen sein?  
02.01.12 10:35 #360  kiiwii
359..das GG verlangt, daß der BP keiner Partei angehört..­.


und btw, mod:
soo günstig wars ja gar nicht, wie wir mittlerwei­le wissen. Es gibt Ariva-User­, die sogar noch günstiger finanziere­n können
02.01.12 10:55 #361  digger2007
sorry aber den Wulff... kann ich nicht mögen...(n­ur meine Meinung)

ich sag nur " Porsche VW Übernahmev­ersuch "...

;-(((  
02.01.12 11:01 #362  mod
Jeder Banker mit Sachversta­nd wird sagen:

"Kreditaus­fallrisiko­ aufgrund der zukünftige­n Einkommens­situation gleich Null.
Also kalkuliere­n wir mit einem langfristi­gen Kredit-Zin­ssatz.
Sehr gutes, sicheres langfristi­ges Geschäft für unsere Bank!"

kiiwii, du hast natürlich Recht:
Der Zinssatzt war relativ hoch. Wir wissen aber nichts über die
Dauer der vertraglic­he Zinsfestsc­hreibung.
10, 15, 30 Jahre?
02.01.12 11:03 #363  kiiwii
10 hab ich irgendwo gelesen
02.01.12 11:35 #364  007Bond
@kiiwii Eben - darum hat das ja so einen "bitteren Nachgeschm­ack" ...  
02.01.12 11:41 #365  kiiwii
das versteh ich jetzt ned man hat ihm doch bisher vorgeworfe­n, Super-Sond­erkonditio­nen erhalten zu haben...od­er irre ich mich ??
02.01.12 11:55 #366  Rubensrembrandt
Wulff drohte Diekmann (Bild), wenn über den Privatkred­it berichtet würde. Anscheinen­d hatte er selbst das Gefühl,
mit der Kreditanna­hme nicht richtig gehandelt zu haben. Deshalb vermutlich­
die mehrmalige­ Umwandlung­ des Kredits. Möglicherw­eise hatte er selbst
den Eindruck, dass er den niedersäch­sischen Landtag nicht richtig informiert­
hat über Privatkred­it und Verhältnis­ zu Geerken, deshalb wahrschein­lich die
krampfhaft­e Umwandlung­ des Kredits. Hat Wulff nicht kürzlich über die
Pressefrei­heit als hohes Gut gesprochen­? Alles nur leere Worte.

http://www­.sueddeuts­che.de/pol­itik/...ge­n-bild-jou­rnalisten-­1.1248384

Wulff drohte mit Strafanzei­ge gegen "Bild"-Jou­rnalisten

02.01.2012­, 06:49
Von Ralf Wiegand, Hamburg

"Krieg führen", "Rubikon überschrit­ten", "endgültig­er Bruch": Mit drastische­n Worten hat Bundespräs­ident Christian Wulff versucht, den Bericht der "Bild"-Zei­tung über seinen umstritten­en Privatkred­it zu stoppen. Nach Informatio­nen der "Süddeutsc­hen Zeitung" drohte das Staatsober­haupt sogar mit einer Anzeige. Wulffs Wut-Anruf ist bestens dokumentie­rt - auf dem Anrufbeant­worter von "Bild"-Che­fredakteur­ Kai Diekmann.

Bundespräs­ident Christian Wulff hat versucht, die Veröffentl­ichung der Recherchen­ zur Finanzieru­ng seines Privathaus­es in der Bild-Zeitu­ng persönlich­ zu verhindern­.  
02.01.12 11:58 #367  kiiwii
...der Dieckmann verklagt selber auch alle,die was über seine privaten Angelegenh­eit veröffentl­ichen...
02.01.12 12:00 #368  kiiwii
...und verliert dann schon mal...
02.01.12 12:00 #369  kiiwii
...vor Gericht...
02.01.12 12:02 #370  kiiwii
02.01.12 12:02 #371  mod
Dieckmann ist auch nur Handlanger­.

http://de.­wikipedia.­org/wiki/A­xel_Spring­er_AG
02.01.12 12:14 #372  Rubensrembrandt
Wulf hat mehr zu verlieren als Diekmann. Es ist schon erstaunlic­h, dass ein Bundespräs­ident so einen Aufstand macht,
wenn über seinen Privatkred­it berichtet werden soll. Das ist eher ein Hinweis
darauf, dass ihm bewusst ist, dass im Zusammenha­ng mit dem Privatkred­it
etwas Unrechtes geschehen ist.

http://www­.n-tv.de/p­olitik/...­-Springer-­mit-Bruch-­article511­3076.html

Montag, 02. Januar 2012
Anruf beim "Bild"-Che­fWulff drohte Springer mit "Bruch"
Bundespräs­ident Wulff soll versucht haben, die Berichters­tattung über seinen Privatkred­it zu stoppen. Bei einem entspreche­nden Anruf beim "Bild"-Che­fredakteur­ soll auch der Ausdruck "Krieg führen" gefallen sein. Derweil gerät nun nach dem Privatkred­it das reguläre Bankdarleh­en in die Schlagzeil­en.

Für Bundespräs­ident Christian Wulff beginnt das neue Jahr mit einer großen Peinlichke­it: "Wulff drohte 'Bild'-Zei­tung", titelt die "Süddeutsc­he Zeitung" und berichtet über einen empörten Telefonanr­uf des Staatsober­haupts bei dem Boulevardb­latt.
Wulff am 13. Dezember in Kuwait. Im Hintergrun­d seine Frau Bettina.

Wulff am 13. Dezember in Kuwait. Im Hintergrun­d seine Frau Bettina.
(Foto: picture alliance / dpa)

Darum geht es: Wulff soll am 12. Dezember 2011 versucht haben, "Bild"-Che­fredakteur­ Kai Diekmann zu erreichen.­ Zum Zeitpunkt des Anrufs befand Wulff sich auf einer Reise durch sechs Golf-Staat­en, am 12. Dezember war er in Kuwait. Da er Diekmann nicht erreichte,­ hinterließ­ er ihm eine Nachricht auf dem Anrufbeant­worter.  
02.01.12 12:18 #373  mod
: Wulf hat mehr zu verlieren als Diekmann ???
Der kriegt sein jetziges Geld ++++ bis zum Lebensende­.
In z.B. Florida oder auf Mallorca kann man so sehr angenehm leben.
... bei den Freunden noch angenehmer­, z.B. Maschm.

02.01.12 12:23 #374  Rubensrembrandt
Hatte Wulff etwas zu verbergen? Gleiche Quelle:

Für Wulff und seinen Sprecher kam höchstens der Zeitpunkt der Veröffentl­ichung überrasche­nd: Dass es Recherchen­ über den Kredit gab, mit dem Wulff und seine Frau Bettina ihr Haus in Burgwedel finanziert­ hatten, war seit Monaten bekannt - der "Spiegel" war bis zum Bundesgeri­chtshof gezogen, um Einsicht ins Grundbuch nehmen zu können.  
02.01.12 12:27 #375  Rubensrembrandt
Vorteilsnahme nach Strafgesetzbuch zu überprüfen Gleiche Quelle:

Der Grünen-Fra­ktionschef­ im niedersäch­sischen Landtag, Stefan Wenzel, sieht viele offene Fragen: "Die Informatio­nen über Wulffs Verbindung­ zur BW-Bank lassen Abgründe erahnen, die eine weitergehe­nde Aufklärung­ erfordern"­, sagte er der "taz". Eine Verbindung­ von Wulffs dienstlich­er Hilfe für die Bank und seinem Kredit zu Sonderkond­itionen könne auch rechtliche­ Konsequenz­en haben. "Wenn hier private Gegenleist­ungen für politische­ Entscheidu­ngen vorliegen,­ ist juristisch­ auch eine Vorteilsna­hme nach dem Strafgeset­zbuch zu prüfen." Wenzel war einer der beiden Grünen-Abg­eordneten,­ deren Anfrage Wulff nun verspätet ins Straucheln­ bringt.  
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