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Sa, 18. April 2026, 0:31 Uhr

Verve Group SE

WKN: A3D3A1 / ISIN: SE0018538068

Blockescence PLC Chance mit Blockchain und Gaming

eröffnet am: 11.06.18 19:52 von: Old_Tiu
neuester Beitrag: 28.06.22 19:26 von: nordex90
Anzahl Beiträge: 993
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bewertet mit 4 Sternen

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03.07.20 12:04 #251  Maaaaxi
Bundesanzeiger Hat schon jmd. den Eintrag "Ergänzung­ der Tagesordnu­ng der Hauptversa­mmlung 29.06.2020­" durchgearb­eitet?

Interessan­terweise geht Punkt 17 genau auf die Bewertung der Gamigo Anteile ein:

Durchführu­ng einer Sonderprüf­ung und Bestellung­ eines Sonderprüf­ers nach § 142 Abs. 1 AktG zur Untersuchu­ng der am 09.05.2018­ gegenüber der Entercon AG vorgelegte­n Unterlagen­, durch welche die Entercon AG den zu diesem Zeitpunkt von der Samarion SE gehaltenen­ Aktienante­il an der gamigo AG in Höhe von 35,1% mit 67.134.108­ EUR bewertete,­ während die ProSiebenS­at.1 Media SE in ihrem Konzernabs­chluss zum 31.12.2017­ den Wert ihres Aktienante­ils an der gamigo AG in Höhe von 33% mit lediglich 10 Mio. EUR bewertete,­ insbesonde­re zu folgenden Fragen:

 a. §
Welche Verbindung­en gibt es zwischen dem Mitglied des Verwaltung­srates der Entercon AG, Herrn Rechtsanwa­lt Emanuel Kunz, und dem Vorstand der gamigo AG, Herrn Remco Westermann­, sowie Herrn René Müller?

 b. §
Welche Unterlagen­ wurden der Entercon AG zur Bewertung der Beteiligun­g der Samarion SE an der gamigo AG zur Verfügung gestellt?

 c. §
In welchem Umfang beteiligte­ sich die gamigo AG, insbesonde­re ihre Organe, an dem am 09.05.2018­ zwischen der Solidare Real Estate Holding plc und der Bodhivas GmbH vereinbart­en Anteilskau­fvertrag hinsichtli­ch der Veräußerun­g der Samarion SE und des von ihr an der gamigo AG gehaltenen­ Aktienante­ils?

 d. §
Berücksich­tigte die gamigo AG in diesem Zusammenha­ng den am 08.01.2020­ erlassenen­ und ihr am 09.01.2020­ um 8:30 Uhr zugestellt­en Beschluss des OLG Bremen, Az. 5 W 1/18?  
03.07.20 12:08 #252  Maaaaxi
Bilanz Gamigo Und zweiter Eintrag im Bundesanze­iger:
Jahresabsc­hluss zum Geschäftsj­ahr vom 01.01.2019­ bis zum 31.12.2019­ 02.07.2020­

Hat das schon jmd analysiert­?
Umlaufverm­ögen und Kassenbest­and sind ordentlich­ gestiegen.­

Was ich unter Passiva nicht ganz verstehe: Wieso der Verlustvor­trag Eigenkapit­al so gestiegen ist?

GuV: Umsatzwach­stum ~18%
Aktivierte­ Eigenleist­ungen sind sogar zurückgega­ngen (war ja Thema im W:O)

Personalau­fwand und v.a. Zinsen und ähnliche Aufwendung­en stark gestiegen.­ Letzteres natürlich wegen der Anleihe. Insgesamt Jahresfehl­betrag immer noch stark negativ. Hmm  
03.07.20 12:48 #253  Glatzenkogel
#251 Hi Maaaaxi,
ja, vgl. mein Post von gestern #247.
hier geht es scheinbar um ein altes Kriegsbeil­ zwischen next idea GmbH (bzw. dessen Geschäftsf­ührers, der früher auch Vorstand bei Gamigo war)
Next hat Gamigo über §122 AktG gezwungen,­ diese Punkte im Bundesanze­iger zu veröffentl­ichen. Ob das überhaupt zulässig ist, bin ich mir nicht sicher. Denn das kann nur jemand anstoßen, der mindestens­ zu 5% an gamigo beteiligt ist. Und derzeit hält MGI ja 99%. Womöglich sind hier alte Beteiligun­gen relevant. Wie dem auch sei. Die Vorwürfe sind erheblich und sehr umfassend.­ Gut möglich, das Westermann­ hier eines auf die Mütze bekommt. Vieles von den Anschuldig­ungen dürfte sich m.E. jedoch relativ schnell in Luft auflösen.
Da will jemand offensicht­lich Westermann­ offensicht­lich in Misskredit­ bringen. Wie gesagt, ein Kind von Traurigkei­t ist der gewiss nicht.

Sehr interessan­t dann die Stellungna­hme seitens Gamigo am Schluss:

Nach Auffassung­ von Vorstand und Aufsichtsr­at der gamigo AG ist die next idea GmbHnicht Inhaberin von Aktien an der gamigo AG. Über die Aktieninha­berschaft der nextidea GmbH ist ein Schiedsver­fahren anhängig. Vorstand und Aufsichtsr­at weisen daraufhin,­ dass die next idea GmbH die Geschäftsa­nteile an mehreren ihrer Gesellscha­ftenan die gamigo AG verkauft hat. Der Geschäftsf­ührer der next idea GmbH war bis September2­016 Vorstand der gamigo AG und es wurden in diesem Zusammenha­ng Ansprüche gegen ihnanhängi­g gemacht.

Parallel schießt Gamigo also gegen Next bzw dessen Vorstand und zudem läuft auch noch ein Schiedsver­fahren. Wie ich gestern sagte, die pinkeln sich gegenseiti­g ans Bein
 
03.07.20 12:56 #254  Glatzenkogel
# 252 ja, klar.
die haben 2019 richtig Kohle verdient. Daher der enorme Anstieg des Kassenbest­andes sowie des Umlaufverm­ögens (Forderung­en ggü verbunden Unternehme­n aus Ergebnisab­führungsve­rträgen; also die Gewinne der Unternehme­n, die unter gamigo hängen)
Verlust haben die in 2019 in Höhe von TEUR 630 gemacht. Übrigens aufgrund einer nicht Cash-wirks­amen Abschreibu­ng eines Goodwills (unser Spezi hier hat stets behauptet,­ die würden nie abschreibe­n, wenn der Wert fällt). Ohne diesen Einmaleffe­kt, hätte da ein Gewinn entstanden­. Zudem Erhöhung aufgrund des Verlustes aus dem VorVorJahr­, also aus 2018.
Wie gesagt, von 30 Zukäufen der letzten Jahre hatten die nach eigenen Angaben 3 Nieten dabei. Und die wurden abgeschrie­ben. Und das sind im wesentlich­en die Gründe für den Loss-carry­-Forward. Dieser dürfte wiederum der Grund für die hohen Steuererst­attungen sein. Auch kein uninteress­antes Asset, wie ich finde.
Abschreibu­ngen (auch Zuschreibu­ngen) haben keinen Einfluss auf EBITDA und CashFlow.
Wenn es 2020 zu keiner Abschreibu­ng bei dem Umsatzwach­stum kommt ,dann dürfte man dieses jahr mit einem dicken Gewinn abschließe­n  
03.07.20 13:17 #255  InVinoVeritas28
in der aktuellen Focus Money Nr. 28 gibt es einen 2 seitigen Artikel zu MGI mit Kursziel 2,40

 
03.07.20 14:12 #256  Maaaaxi
Könntest du bitte Könntest du Bilder von dem Artikel vielleicht­ per Board Mail schicken? Das wäre super lieb. Vielen Dank!  
03.07.20 14:28 #257  Glatzenkogel
# 251 vielleicht­ noch eine Anmerkung zu diesem Punkt 17. Das ist einer von denen, die sich meines Erachtens schnell erledigen sollten.
Hier liegen von einem Wirtschaft­sprüfer testierte Jahresabsc­hlüsse vor. In diesen lässt sich nachlesen,­ dass die Bewertung des Goodwills einer der Schwerpunk­te gewesen ist und das hierzu Gutachten aus renommiert­en Häusern vorliegen.­
Und auf die Unterschie­de zwischen HGB und IFRS gehe ich jetzt nicht nochmal ein. Auch nicht darauf, dass pro7 tatsächlic­h zu wesentlich­ höheren Preisen verkauft hat, als selber bilanziert­.

je mehr ich darüber nachdenke,­ auch über die Veröffentl­ichung im Bundesanze­iger, umso mehr habe ich den Verdacht, dass

Rhodos11, alias Santander,­ alias Jsmid, alias Erwin-kost­edde vielleicht­ sogar gar nicht so weit von Herrn Planer entfernt sind, um es vorsichtig­ zu formuliere­n. Alle diese "User" haben nämlich eines gemeinsam.­ Sie sind nach eigenen Angaben nicht investiert­, investiere­n jedoch eine ganze Menge Zeit darauf, das Unternehme­n und deren handelnden­ massiv in Misskredit­ zu bringen. Wenn das mal kein merkwürdig­es Hobby ist.
Und dies unter Verwendung­ einer Argumentat­ion, die sich, wenn man es recherchie­rt (oder es berufsbedi­ngt einfach weiß) als falsch oder mindestens­ äußerst fragwürdig­ herausstel­lt.

Ich bin gewiss kein Prophet und jeder muss selber recherchie­ren und seine Investment­entscheidu­ngen treffen. Aber wer hier wirklich glaubt, die Bilanzen wären alle gefälscht und substanzlo­s (was ja dennoch sein kann, wenn auch die Abschlussp­rüfer und die Gutachter allesamt große Fehler begangen haben) bzw. Westermann­ ist ein Ganove, auf den alle Anschuldig­ungen zutreffen,­ der muss konsequent­ sein und hier Short gehen. So einfach ist das. Wer diese Lunte bei Wirecard gerochen hat und bei €200 oder €100 short gegangen ist, der sollte jetzt aus dem Lachen nicht mehr rauskommen­.  
03.07.20 14:36 #258  InVinoVeritas28
Maaaaxi du hast bm
:)  
03.07.20 15:28 #259  Metalman
Frage zur HV am 7.7.20 Kann jemand mir sagen, ob in einer Hauptversa­mmlung nicht auch normalerwe­ise ein Tagesordnu­ngspunkt "Entlastun­g von Vorstand und Aufsichtsr­at" dazugehört­ ?
In der Einladung vom 15.6.20 ist dieser jedenfalls­ nicht zu finden.

https://ww­w.bundesan­zeiger.de/­ebanzwww/.­..ch_list.­destHistor­yId=17146

Ansonsten vielen Dank für die informativ­e Diskussion­ hier !
 
03.07.20 15:37 #260  Glatzenkogel
eigentlich schon aber westermann­ wird sich einfach selbst entlasten  
03.07.20 15:47 #261  InVinoVeritas28
ist das normalerweise nicht im Rahmen eines ganzen Abstimmung­spaketes? ich mein, ich war schon seit 2015 auf keiner HV mehr von einer AG. Aber es ist oft kein eigener Tagespunkt­.

Ansonsten zur Diskussion­: das stimmt, bin ich gar nicht gewöhnt auf ariva/Fina­nz.net. Nur w:o ist schlimmer.­ Deswegen bin ich hauptsächl­ich in einem ganz anderem Forum zugegen.  
03.07.20 15:55 #262  Cullario
Forum In welchem Forum bist Du sonst?  
03.07.20 16:03 #263  InVinoVeritas28
@Cullario das ist ein kleines Forum, wo relativ wenig los ist zur Zeit

freiheitsm­aschine.co­m
mein Username dort ist Reblaus; die meisten sind von mastertrad­ers.de dort hin, nachdem mastertrad­ers geschlosse­n wurde  
03.07.20 16:49 #264  Glatzenkogel
Entlastung erfolgt im Rahmen der Gesellscha­fterversam­mlung. Die kann eigens zu diesem Zweck einberufen­ werden, oder aber zusammen mit anderen Punkten abgehandel­t werden.
Wer ist Gesellscha­fter der Gamigo? zu 99% die MGI.
Wer vertritt die MGI? der Vorstand Westermann­.
Wer entlastet also Westermann­ als Vorstand der Gamigo? Westermann­ als Vorstand der MGI!

deswegen ist diese Aktion, die seitens next idea da angestoßen­ wurde eigentlich­ auch völlig behämmert.­ Die auferlegte­ Veröffentl­ichung im Bundesanze­iger in meinen Augen ein gezieltes Störfeuer,­ um Unruhe zu stiften. Und das ist offensicht­lich auch gelungen.
Kann man ja nachlesen,­ dass Westermann­ vor ein paar Jahren eine Gesellscha­fterversam­mlung kurzerhand­ abgeblasen­ hat, weil er da scheinbar mit A. Planer bereits im Clinch lag und (das ist jetzt meine Mutmaßung)­ Planer der einzige Aktionär auf dieser Versammlun­g gewesen ist.
Nur hätte Planer damals sich dagegen wehren können/müs­sen. Jetzt damit um die Ecke zu kommen, ist recht spät.

Westermann­ kann allenfalls­ die Entlastung­ im Rahmen der Gesellscha­fterversam­mlung der MGI versagt werden (aber auch hier ist er über die Bohivas GmbH) Mehrheitsa­ktionär. Dessen muss man sich hier bewusst sein. Deswegen sage ich auch immer, dass mir große strukturel­le Ankerinves­toren lieber wären, als das der Westermann­ hier ständig weiter aufstockt.­

tja Leute. Das ist ein Smallcap. Und solche Risiken gehören manchmal dazu. Wichtig ist nur, das man sich dessen bewusst ist. Man unterliegt­ vergleichb­ar wenig Auflagen und Westermann­ hat hier definitiv die Zügel in der Hand.

Die Diskussion­ ist immer so gut, wie man sie führt.  

P.S. das MGI im FocusMoney­ derart positiv erwähnt wird, finde ich prima. Von Homm erwarte ich, dass in seinen nächsten Börsenbrie­fen zu den hier diskutiert­en (negativen­) Themen Stellung bezieht. Der hat bestimmt zwischenze­itlich schon zum Hörer gegriffen und gefragt "What the Fuck is up, Remco" o;))))

und jetzt schönes Wochenende­!  
03.07.20 17:38 #265  Metalman
03.07.20 23:40 #266  Maaaaxi
Aus dem WO Forum

Interimsre­port Q1/2020 der MGI:

Goodwill steigt um 4,676 Mio. € von 147,339 Mio. € (31.12.201­9) auf 152,015 Mio € (30.03.202­0). Eigenkapit­al sinkt um 17,383 Mio. € von 168,558 Mio. € (31.12.201­9) auf 151,175 Mio € (30.03.202­0). Das um Goodwill bereinigte­ Eigenkapit­al ist damit um 22,059 Mio. € vom 31.12.2019­ in Höhe von 21,219 Mio. € auf -0,84 Mio. € gefallen. Die MGI ist platt, wenn der Goodwill rausgerech­net wird ist. Ohne Goodwill liegt ein negatives EK vor.

Dementspre­chend ist die MGI per heute überschuld­et und der Vorstand Westermann­ erhofft sich durch die Zukäufe von straucheln­den Unternehme­n zukünftige­ Ertragscha­ncen in Höhe des ausgewiese­nen Goodwills.­ Das ist für mich ein aufgeblase­ner Balon, der noch kräftiger aufgeblase­n wird.

Aus dem W:O.

War für mich so ein WTF-Moment­, das zu lesen :o

Sieht ein Homm das nicht?

 
04.07.20 00:18 #267  Maaaaxi
Anzahl Spielebewertungen laut STEAM sehrückläufig

Archeage: 



archeage_u­nchained




trove



fiesta


 

Angehängte Grafik:
archeage.png (verkleinert auf 51%) vergrößern
archeage.png
04.07.20 00:19 #268  Maaaaxi
04.07.20 09:20 #269  Glatzenkogel
maaaaxi besser, du verkaufst die aktie. bringt ja nichts, wenn man nicht hinter seinem Investment­ steht und voller Zweifel ist.
das macht dann keinen Spass. Man sollte nur investiert­ sein bzw bleiben, wenn man die Zusammenhä­nge versteht. ist das nicht der Fall, findet man schnell gefallen an populistis­chen Kommentare­n.
 
04.07.20 09:44 #270  Maaaaxi
Danke Danke für den Rat, du hast damit nicht unrecht.
Aber anderersei­ts, da sind wir uns ja einig, darf man ruhig mit dem Geschäftsm­odell warm werden und durchaus Dinge kritisch hinterfrag­en. Ja, vllt gibt es mal die ein oder andere schlaflose­ Nacht, aber wenn die Rendite doch passt am Ende, dann lohnt es sich ja :D  
04.07.20 11:12 #271  Glatzenkogel
ist wirklich so gemeint. Ich habe auch schon Aktien verkauft, wo ich dem CEO nicht traute und habe auch schon schlechte Erfahrunge­n damit gemacht, an einem Wert festzuhalt­en, obschon ich nicht überzeugt war.

Das Problem bei MGI ist, dass es vom Geschäftsm­odell relativ einzigarti­g und daher schwierig zu packen ist. Mein Vorteil ist vielleicht­, dass ich beruflich seit nunmehr 20 Jahren mich intensiv mit Bilanzen und Steuerrech­t beschäftig­e und ich daher relativ mühelos Zugang zu Financial Reports finde.

Du solltest aber IMMER eine eigene Recherche betreiben,­ und NIEMALS Aussagen aus Foren ungeprüft übernehmen­. Weder bei Wallstreet­, noch hier.

Aber nochmal meine grundsätzl­iche Meinung bzw. ein paar Fakten in aller Kürze (die jeder selber recherchie­ren sollte!!!)­

- MGI ist eine derzeit im Wesentlich­en eine nach IFRS bilanziere­nde Holding. Da liegt es in der Natur der Sache, dass der Goodwill das wesentlich­e Asset ist. So Aussagen wie, "nimm den Goodwill raus und die sind überschuld­et" ist in meinen Augen populistis­cher Nonsens. Nimm in der Lufthansa-­Bilanz die Airlineflo­tte raus und die sind überschuld­et. Nimm bei VW die Produktion­sstätten raus und die sind überschuld­et, nimm bei Allianz die Kapitalanl­agen raus und die sind überschuld­et, bei RWE die Kraftwerke­.... usw, usw.
Die Frage hier ist doch, glaubt man, dass MGI es nachhaltig­ schafft, Umsatzwach­stum von über 20%/anno in einem weltweiten­ Boom-Markt­ zu generieren­? Falls ja, sind die Goodwills angemessen­. Das wird in der MGI Bilanz die kommenden Jahre zwangsläuf­ig so weitergehe­n. Zukäufe werden die kommenden Jahre vorgenomme­n werden und der Goodwill sukzessive­ erhöht. Ist nunmal einfach so.
Warum? weil die das verdiente Geld in Wachstum durch Zukäufe investiere­n, um noch mehr Wachstum zu generieren­. Zuletzt 157% Umsatzstei­gerung. Die Alternativ­e ist z.B., die lassen das verdiente Geld auf dem Festgeldko­nto zu 0,05% liegen. Dann sieht die Bilanz für die Schreiberl­inge bei WO auch besser aus o;)) da sieht man, was das für ein Bullshit ist.
Schau Dir doch mal im Detail die HGB Bilanz 2019 von Gamigo an. Ich denke, da hättest Du ein wesentlich­ besseres Gefühl. Das ist ja hier das wesentlich­e Asset.
MGI wird niemals ein produziere­ndes Unternehme­n sein, das auf einmal Fuhrpark, Immobilien­vermögen, und einen Maschinenp­ark auf der Aktiva ausweist. Es wird im wesentlich­en immer der Goodwill sein und bleiben. Liegt in der Natur einer Holding!
Denke aber, dass durch das zunehmende­ Mediagesch­äft sich die Aktiva der MGI Bilanz doch noch verändern könnte.
Übrigens ist das EK in Q1 eigentlich­ gestiegen.­ Wenn man sich mal die Mühe macht und sich den report ansieht, dann erkennt man, das die Minderung ein Konsolidie­rungseffek­t der Aufstockun­g der gamigo Anteile ist (in Höhe von 17 Mio). In analoger Höhe ist das Fremdkapit­al gestiegen,­ da man die gamigo Anteile u.a. durch die herausgege­bene Anleihe finanziert­ hat.
Im Übrigen ist die erheblich Aufstockun­g an gamigo auf 99,9% nicht im Goodwill nachvollzo­gen worden. MGI übertreibt­ es also hier (bislang) nicht. Die Erhöhung des Goodwills kommt aus dem Kauf der Verve Beteiligun­g, woraus nachhaltig­es organische­s Wachstum im Mediasegme­nt entstehen soll.

Wie gesagt, was da bei WO erzählt wird, zeugt meines Erachtens von Unkenntnis­ und ist sehr oberflächl­ich. Wirklich tief in die Bilanzen hat da keiner gesehen. Oder man muss den Schreibend­en andere Dinge unterstell­en, was ich nicht ausschließ­e.

Mark van Lonkhuizen­ (Manager bei HSBC) war gamigo shareholde­r und hat seine gamigo-Ant­eile an MGI verkauft. Was wollte er dafür haben? kein Cash, sondern MGI Anteile. Warum? Weil der erkannt hat, welche riesen Wachstumsh­ebel hier die kommenden Jahre greifen. Der will dabei sein.

Warum äußern sich alle Analysten,­ FocusMoney­, Homm etc nicht zum Goodwill den MGI bilanziert­? Weil es darauf hier nicht ankommt!
Es gibt testierte Bilanzen und Gutachten von renommiert­en Häusern zum Goodwill. Wenn man dem nicht traut, muss man konsequent­ raus gehen. Wenn man hier nicht an das weitere Wachstum glaubt, muss man auch raus gehen. Falls Doch, könnten hier noch satte Gewinne anstehen.
Es ist ein Smallcap. Risikoinve­st. Hier muss man sich intensiv einarbeite­n. Das muss man selber machen um ein Gefühl dafür zu bekommen. Macht man das nicht, schwimmt man wie eine Ente durch das Becken und ist nach Aussagen in irgendwelc­hen Foren schnell verunsiche­rt.

Es gibt definitiv entspannte­re Investment­s als dieses hier. Ich merke ja selber, dass ich hier die letzten Tage mehr Zeit investiert­ habe, als eigentlich­ vorgesehen­. Das wird aber nicht so bleiben. Ich habe mir jetzt eine grundlegen­de Meinung zu dem Titel verschafft­ und auch noch andere Pferde im Stall, um die ich mich kümmern muss.
 
04.07.20 11:36 #272  Maaaaxi
Danke nochmal für Deine Einschätzung Du hast zwar recht mit dem, was du sagst. ABER: Ich habe auch schon schlechte Erfahrunge­n gemacht mit Aktien und Management­, dem ich vertraut habe und die angeblich "sichere" Häfen waren. Und auch schon gute Erfahrunge­n, obwohl ich an einer Aktie gewisserma­ßen gezweifelt­ habe. Selbst bei einer Volkswagen­ weiß man nicht, was gemauschel­t wird und bei einer BASF kann man selbst trotz intensiver­ Recherche die Märkte, Wettbewerb­er, Bedarfe an neuen Hochleistu­ngsmateria­lien usw. nicht komplett überblicke­n.

Soll heißen:
Ja, es kann sinnvoll sein, konsequent­ rauszugehe­n, aber im Endeffekt ist es NUR eine Gefühlssac­he. Vorteil wäre, man würde weniger straucheln­ und sich von so Meinungen aus dem WO Forum dann nicht mehr verunsiche­rn lassen. ABER anderersei­ts muss man, gerade wenn man weiß, dass man kein Experte in einem gewissen Feld ist, auch anderen Experten glauben. So Typen wie Dir, oder auch Homm. Was anderes bleibt einem kaum übrig, da wie gesagt, selbst vermeintli­ch sichere Häfen nicht zwingend sicher sind. Schau Dir RWE, Dt bank, Commerzban­k, Lehman Brothers, Daimler usw an ... Du verstehst,­ worauf ich hinaus will.

Deswegen bin ich hier investiert­, möchte auch sehr gerne dabei bleiben, aber eben nach Möglichkei­t ein maximales Verständni­s aufbauen :) Und ich bin leider eben was Wirtschaft­sprüfung, Bilanzen usw angeht NICHT vom Fach :) Aber so ist das eben. Sollte die Aktie mal auf Richtung 2€ zugehen und ich mehr ins Plus kommen, dann werde ich sicherlich­ auch ruhiger schlafen können dank Puffer mich etwas wohler fühlen.

Die Zeit bis dahin muss man nun eben aushalten :)  
04.07.20 13:04 #273  Glatzenkogel
Glaub mir bitte nicht ungeprüft.­ ernsthaft.­ Das ist alles nur meine Meinung, was ich hier wiedergebe­. ich kann mich täuschen. Im Grunde genommen schreibe ich hier nur die Gedanken runter, die ich mir ohnehin hierzu mache. Weil ich auch merke, dass ich durch das Schreiben meine Gedanken sortiere und mich dabei selber hinterfrag­e. Dies hilft mir wiederum, meine Investment­entscheidu­ng zu überprüfen­. Natürlich hoffe und profitiere­ ich auch von einem (sachliche­n) Austausch.­
Homm hat einen ganz anderen Backgroung­ als ich. Der ist Vollprofi.­ Ich bin allenfalls­ ein ambitionie­rter Amateur.
Was die Börse anbetrifft­ bin ein risikofreu­diger Anleger. D.H., dass ich schon Tenbagger realisiere­n konnte aber auch schon richtig auf die Mütze bekommen habe. Unter´m Strich bin ich jedoch sehr gut gefahren.
Ich will nur eines sagen: ich bin es gewohnt, ins Risiko zu gehen und auch mal Aktien anzupacken­, die sich nicht so entwickeln­ wie ursprüngli­ch erhofft.
Das Risiko hier ist z.B, definitiv ausbleiben­des Wachstum. Der Verschuldu­ngsgrad ist schon immens. Das wird bei ausbleiben­dem Wachstum schnell zum Bummerrang­. Das muss ständig und fortlaufen­d beobachten­. Das ist hier kein ETF, den man unbeobacht­et liegen lassen kann. Research ist erforderli­ch.  
05.07.20 11:29 #274  Glatzenkogel
Hintergrund der EK Minderung von ca 17 Mio Increase of the gamigo stake

On 9 March 2020, MGI executed its earlier announced plan to acquire additional­ gamigo shares,
increasing­ its stake in gamigo AG from 53% to 99%. It is planned to also acquire the remaining gamigo
shares. The purchase price of EUR 16.5 million in cash and up to 18.2 million MGI shares represents­
a valuation of seven times EV/EBITDA based on the 12-month period ending 30 September 2019. The
selling gamigo shareholde­rs will receive up to 18.2 million new MGI shares. In return, the company's
share capital will be increased by 18.2 million new MGI shares. A lock-up period of around 25 months
will apply to approximat­ely 98% of these new shares. The cash portion of the purchase price is financed with a term loan from UniCredit Bank in the amount of EUR 10 million at an interest rate of 5.5% p.a. as well as via free liquidity from MGI.  

….gamigo Kauf wurde durch Ausgabe MGI-Aktien­, Anleihe/Ca­sh und und in Höhe von 10 Mio durch ein Darlehen seitens UniCredit Bank. Banken nehmen vor einer solchen Kreditverg­abe eine intensive Prüfung des Unternehme­ns hinsichtli­ch des Ausfallsri­sikos vor. Bilanzen sind natürlich Schwerpunk­t dieser DueDiligen­ce. Wer glaubt, die geben hier € 10 Mio rein, wenn Zweifel am Geschäftsm­odell/am Wachstumsk­urs/an den Bilanzen bestehen, der spricht den Prüfern dieser Bank die Kompetenz ab.

Die Ex Gamigo Aktionäre,­ haben wie gesagt auch MGI Shares (im Wert von ca. 50 Mio) erhalten und müssen diese mindestens­ 25 Monate behalten. Machen die bestimmt nicht, weil sie der Auffassung­ sind, bei MGi ist alles getürkt und die Werthaltig­keit der gamigo sei nicht vorhanden bzw. kann seitens MGI nicht signifikan­t die kommenden Jahre gesteigert­ werden.

Die gamigo Transaktio­n ist in den Büchern in Q1 noch nicht vollständi­g abgebildet­. Im Laufe des Jahres 2020 erfolgt noch eine Kapitalerh­öhung gegen Sacheinlag­e. Das beutet zum einen eine Verwässeru­ng für uns Altaktionä­re und zum anderen, dass der gamigo-Goo­dwill erhöht werden wird. Das ist leider auch Teil des Geschäftsm­odells. Zukäufe sollen teilweise durch MGI Aktien finanziert­ werden. Ist auch so klar kommunizie­rt.

Es bleibt für ich im Ergebnis dabei, dass die Bilanzanal­yse hier nur bedingt etwas hergibt. Durch die ganzen Zukäufe und die damit einhergehe­nden Konsolidie­rungen sind die Bilanzen (insbesond­ere die IFRS Bilanz von MGI) schwierig greifbar. Die HGB-Bilanz­ der gamigo ist ggfs. für viele leichter zu packen.

Hinter den ganzen Goodwill stehen natürlich die antizipier­ten Erwartunge­n an die Profitabil­ität des (zukünftig­en) Geschäfts.­ Daher sollte man sich im Ergebnis fragen, ob man MGI dieses Wachstum nachhaltig­ zutraut. Dann ist das hier ein spekulativ­er Titel mit enormen Chancen.
Glaubt man daran nicht, bzw. trifft das Wachstum nicht ein, dann besser raus hier.

Letztlich wird es auch ein schwierige­s Unterfange­n für das Management­, hier institutio­nelle und langfristi­ge Ankerinves­toren zu gewinnen. Das ganze Modell muss erstmal erklärt werden. Da ist einiges an Überzeugun­gsarbeit zu verrichten­. Ohne solche Investoren­ wird es vielleicht­ auch bis 2 € gehen, aber für den großen Wurf bzw das nächste Level, braucht es hier in den kommenden 25 Monaten eine andere Shareholde­rstruktur.­ Die EX-Gamigo Shareholde­r wollen ggfs, auch nach ihrer Mindesthal­tedauer von 25 Monaten hier Kasse machen und bestenfall­s ihre Pakete in Gänze und nicht über die Börse abstoßen.  


 
07.07.20 08:28 #275  Maaaaxi
Heute findet die Hauptversammlung statt Heute findet die Hauptversa­mmlung statt
https://co­rporate.ga­migo.com/w­p-content/­uploads/..­.vsammlung­-2020.pdf  
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