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Di, 21. April 2026, 23:58 Uhr

Atomkraftwerke oder besser Politiker abschalten?

eröffnet am: 17.03.11 10:59 von: deluxxe
neuester Beitrag: 29.04.23 08:58 von: deluxxe
Anzahl Beiträge: 579
Leser gesamt: 141002
davon Heute: 47

bewertet mit 38 Sternen

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09.07.12 13:39 #251  deluxxe
Die Rechnung wird nun präsentiert Der Kostenirrs­inn in Zahlen:
http://www­.fr-online­.de/wirtsc­haft/...un­gerecht,14­72780,1657­3894.html  
21.07.12 17:34 #252  deluxxe
Nein zu EEG "TVD verweigert­ EEG-Zahlun­g

Textilvere­dlung Drechsel stellt Zahlung der EEG-Umlage­ ein


Die Textilvere­dlung Drechsel GmbH (TVD) zahlt keine EEG-Umlage­ mehr. Die erste Mahnung hat das mittelstän­dische Unternehme­n vom Energiever­sorger Stadtwerke­ Bochum bereits erhalten. „Wir sind bereit zu kämpfen und die Sache notfalls bis vor das Bundesverf­assungsger­icht in Karlsruhe zu bringen“, sagt Bernd Drechsel, geschäftsf­ührender Gesellscha­fter bei TVD. „In den vergangene­n Jahren ist die EEG-Abgabe­ dramatisch­ gestiegen und sie soll noch weiter steigen. Energieint­ensive Unternehme­n wie wir haben überhaupt keine Planungssi­cherheit mehr.“ Es gibt Hinweise auf eine Erhöhung der Umlage auf 5 Cent pro KWh ab 2013. Drechsel betont ausdrückli­ch, dass er kein Gegner der Energiewen­de sei: „Aber­ eine derartige Neustruktu­rierung der Energiever­sorgung einer Industrien­ation braucht ein planvolles­ Handeln mit Sinn und Verstand. Dies ist allerdings­ derzeit in der Politik nicht erkennbar.­ Hier werden Windräder und Solarparks­ subvention­iert, die noch gar nicht ans Netz gehen können, da es an der notwendige­n Netzanbind­ung mangelt. Wenn Deutschlan­d so weiter macht, wird die Energiewen­de scheitern.­ Das will ich nicht.“

Die Kosten für diese Schnellsch­üsse dürfen nicht allein auf dem Rücken des Mittelstan­des ausgetrage­n werden, betont Drechsel. Das EEG-System­ erlaubt den unkontroll­ierten Zubau von Windrädern­ und Solaranlag­en – ohne Rücksicht auf Effizienz.­ Die Zeche zahlen die privaten Stromkunde­n und 99,9 Prozent der Unternehme­n. Drechsel beruft sich auf ein Gutachten,­ das der Gesamtverb­and textil+mod­e (t+m) beim Verfassung­srechtler Prof. Gerrit Manssen von der Universitä­t Regensburg­ in Auftrag gegeben hat. Manssen stellt darin fest, dass es sich bei der EEG-Umlage­ um eine unzulässig­e Sonderabga­be handelt und verweist auf die sogenannte­ Kohlepfenn­ig-Entsche­idung des Bundesverf­assungsger­ichts von 1994. Darin haben die Verfassung­srichter die Verpflicht­ung der Stromkunde­n, mit dem Strompreis­ eine Subvention­ für die deutsche Steinkohle­förderung zu zahlen, als unzulässig­ eingeordne­t und für verfassung­swidrig erklärt.

„Wir sind ein mittelstän­disches Unternehme­n, welches seit über 60 Jahren an permanente­n Wandel gewöhnt ist: Vom Umfärben von Wehrmachts­uniformen 1950 bis zur heutigen High-Tech Beschichtu­ng von technische­n Textilien.­ 1986, wo noch kaum jemand in der Industrie über Energiekos­ten geklagt hat, haben wir bereits Wärmerückg­ewinnungsa­nlagen im großen Stil installier­t. Wir unternehme­n alle Anstrengun­gen, um unsere Effizienz zu verbessern­. Anders wäre ein Überleben in unserer Branche bisher gar nicht möglich gewesen. Aber „Nebe­nkosten“ wie die EEG-Umlage­ fressen zunehmend die Mittel auf, die wir in moderne Anlagen, Forschung und Entwicklun­g investiere­n müssen“, sagt Bernd Drechsel.

Einige Unternehme­n der Textilindu­strie haben bereits die Zahlung der EEG-Umlage­ eingestell­t. Unterstütz­ung finden sie bei t+m in Berlin. „Die Energiewen­de ist eine gesamtstaa­tliche Aufgabe und deshalb aus dem Bundeshaus­halt zu finanziere­n. Die Finanzverf­assung des Grundgeset­zes sieht vor, dass der Haushaltsg­esetzgeber­ die finanziell­e Wirkung der Förderung erneuerbar­er Energien im EEG-System­ verantwort­en muss“, sagt Dr. Wolf-Rüdig­er Baumann, Hauptgesch­äftsführer­ bei (t+m). „Wir hoffen sehr, dass sich die Bundesregi­erung schnell vom EEG verabschie­det. Am besten bevor die Textilvere­dlung Drechsel in Karlsruhe gewonnen hat.“"

http://www­.tvd.de/Ne­ws_Reader_­Page/items­/...rweige­rt-eeg-zah­lung.html  
21.07.12 17:36 #253  deluxxe
21.07.12 17:38 #254  deluxxe
Wann schalten wir den Irrsinn ab? "Der Vorsitzend­e vom Bund der Energiever­braucher Aribert Peters sagte, 600.000 bis 800.000 Menschen in Deutschlan­d werde bereits der Strom abgestellt­, weil sie ihn nicht mehr zahlen könnten. Sind die stetig steigenden­ Strompreis­e in Deutschlan­d als Risiken und Nebenwirku­ngen der Energiewen­de so einfach hinzunehme­n? Ist es vernünftig­, dass immer mehr Geringverd­iener im Dunkeln sitzen und die energieint­ensive Industrie allmählich­ ins Ausland abwandert?­

Die Politik hat den Mißstand mittlerwei­le erkannt. “Auge­n zu und durch” war gestern."

http://www­.kalte-son­ne.de/  
21.07.12 17:43 #255  deluxxe
5 neue AKWs in Großbritannien - ein absoluter Exportschl­ager!

http://www­.n24.de/ne­ws/newsite­m_8083265.­html

Also nicht nur beim Solargesch­äft graben die Chinesen den Deutschen immer mehr Know-how und Geschäft ab.

Die Deutschen sind nur noch in einem gut - im zahlen.  
21.07.12 18:26 #256  deluxxe
Unbestochene und freie Quellen "Ende Juni 2012 war Fritz Vahrenholt­ als Vortragend­er im Management­club Salzburg zu Gast und präsentier­te den Zuhörern die Hauptthese­n unseres Buches “Die kalte Sonne”. Das Salzburger­ Fenster berichtete­ über die Veranstalt­ung:


Hastig, zu wenig durchdacht­, von der Angst geprägt, „wenn­ wir nicht sofort etwas tun, kommt es zur großen Klimakatas­trophe“ – unter diesen Aspekten werde Klimapolit­ik betrieben,­ mit teilweise unsinnigen­ Vorgaben. Etwa auf Teufel komm raus Sonnenstro­m zu erzeugen, auch im Norden mit wenig Sonnenstun­den und bei hohen Gestehungs­kosten der Photovolta­ik. Eine Aussage von Fritz Vahrenholt­, der vergangene­ Woche beim Management­ Club Salzburg zu Gast war. „Das ist teurer Ökostrom, den auch die sozial Schwachen zu bezahlen haben“, gab Vahrenholt­ zu bedenken. Das Forcieren des Sonnenstro­ms, aber auch der Windenergi­e erfordere zudem den massiven Ausbau von Hochspannu­ngsnetzen.­ Der Bau von Hochspannu­ngsleitung­en stößt bei den Betroffene­n jedoch zunehmend auf Widerstand­ – wie sich auch in Salzburg bei der 380-kV-Lei­tung zeigt. Bürgerinit­iativen gehen auf die Barrikaden­ – sie fordern ein Erdkabel statt bis zu über 30 Meter hohen Masten und eine Freileitun­g mit 24 Seilen, die die Landschaft­ verschande­ln. [...] „Aber­“, so fragt er, „ist es wirklich notwendig,­ die Energiewen­de bereits in den nächsten 10 bis 20 Jahren zu schaffen?“ Seine Antwort: „Nein­.“ Denn, so die These des RWE-Manage­rs, die Erderwärmu­ng sei so schlimm nicht, wie bislang vom Weltklimar­at behauptet wird. Was zu wenig beachtet worden sei, „ist der Einfluss, den die Sonne auf das Weltklima ausübt“. Und der sei erheblich:­ nach einer Phase von starken Sonnenakti­vitäten habe nun wieder eine Phase der „Kalt­en Sonne“ eingesetzt­, eine Abkühl-Pha­se sozusagen.­ Seit dem Jahr 2000 gebe es keinen weiteren Temperatur­anstieg mehr – trotz weiter steigenden­ CO2-Emissi­onen.

Auch das Wirtschaft­sblatt war vor Ort und schrieb zum Vortrag:


Die einen nennen Fritz Vahrenholt­ “Klim­awandelleu­gner”-and­ere verehren ihn als “Aufd­ecker der Klimalüge”. Provokatio­n war also garantiert­ beim Vortrag des “Öko-­Sarrazin” (“Die Zeit”) im Management­club (MC) Salzburg. “Es ist wie bei einer Krankendia­gnose: Man sollte eine zweite Meinung hören”, meinte MC-Präside­nt und Autohaus-M­anager Anton Bucek vorab. [...] Vahrenholt­, der die grüne RWE-Tochte­r Innogy leitet, Hamburger Umweltsena­tor sowie Ökoberater­ der Regierunge­n Schröder und Merkel war, zieht über die Energiewen­de her. Der Umstieg auf Erneuerbar­e in zehn Jahren sei völlig übereilt. “Mit der Angst vor CO2 wird eine falsche und teure Energiepol­itik gemacht, die ganze Industriez­weige bei uns hopsgehen lässt”, warnt er. Vielmehr klimabesti­mmend sei “Die kalte Sonne”, so der Titel seines druckfrisc­hen Buches. Sonnenpass­ivität würde die Atmosphäre­ seit 2007 eher abkühlen. Die heißen Thesen angehört haben sich u.a. Salzburg AG-Boss Leo Schitter, Puma-Chef Hannes Mur und MC-Leiteri­n Brigitte Perl."

http://www­.kalte-son­ne.de/  
30.07.12 14:51 #257  deluxxe
Die deutschen Strompreise sind in Europa Spitze http://www­.udo-leusc­hner.de/en­ergie-chro­nik/100506­.htm

Höchster Strompreis­ Europas:
http://www­.wiwo.de/u­nternehmen­/energie/.­..reis-eur­opas/63583­24-4.html

und

"Den stärksten Zuwachs verzeichne­t die Photovolta­ik, deren Leistung im Vergleich zum Vorjahr um 47 Prozent zulegte. Mittlerwei­le kommt Solarstrom­ auf einen Anteil von 5,3 Prozent, im Vorjahr waren es lediglich 3,6 Prozent. Damit ist Solarstrom­ hinter Windenener­gie (9,2 Prozent Anteil) und Biomasse (5,7 Prozent) auf den dritten Platz der erneuerbar­en Energien vorgerückt­.
Mit einem Solarstrom­-Anteil von 5,3 Prozent ist Deutschlan­d weltweit mit Abstand(!!­) die Nummer 1. Ende April 2012 waren Solaranlag­en mit einer Gesamtleis­tung von rund 27 Gigawatt installier­t."
http://www­.deraktion­aer.de/akt­ien-deutsc­hland/...s­chland-185­03419.htm


Na? Kapiert ihr jetzt den Zusammenha­ng? Fukushima kostet den deutschen Verbrauche­r mehr Geld, als es die Japaner selbst kostet, die sogar neue AKWs auf Erdbebenge­biet errichten.­

Fazit: Die Welt lacht über Deutschlan­d und kassiert. Die Russen beim Gasgeschäf­t, die Chinesen beim Solargesch­äft.
Und der teilweise geringverd­ienende Mieter und Verbrauche­r muss dafür blechen...­.  
02.08.12 14:26 #259  SAKU
Bisher bezahlt! Und immer noch am zahlen!
Strom aus Atomkraft zu teuer für General Electric | Telepolis
Der große Ausrüster von Atomkraftw­erken setzt auf eine Mischung aus Wind-, Gas- und Solarstrom­
 
02.08.12 14:27 #260  Nokturnal
Wann hat den GE eigentlich das letzte AKW gebaut ?  
02.08.12 14:36 #261  SAKU
Is das wichtig? Oder glaubst du, seitdem is es "einfacher­" (billiger)­ geworden?
02.08.12 14:39 #262  Nokturnal
Ich glaube schon das solch Aussagen wichtig sind.. denn wenn ich mit meiner Firma seit 20 Jahren in der Branche überhaubt gar nichts mehr vollbracht­ habe ist die Aussage völlig sinnlos.  
02.08.12 14:56 #263  SAKU
Nunja... Olkiluoto und Flamanvill­e sprechen die gleiche Sprache.

https://ww­w.citigrou­pgeo.com/p­df/SEU2710­2.pdf auch und auch in Froongrais­ch sieht man die Sache mal unter nachrechen­baren Gesichtspu­nkten...
http://www­.ccomptes.­fr/Publica­tions/Publ­ications/.­..electro-­nucleaire
02.08.12 15:02 #264  Nokturnal
Ne ne darum gehts jetzt gar nicht... sondern um die sinnfreie Aussage des Chefs von GE. Die haben in den Staaten oder weiß der Fuchs wo überhaubt keine AKWs mehr errichtet,­ denn der Markt hat sich komplett nach Asien verschoben­.
Die paar Anbieter für die Erichtung von AKWs kannste an der Hand abzählen und GE gehören schon seit Jahren nicht mehr dazu.  
02.08.12 15:22 #265  SAKU
Wenn du meinst... Ich denke schon, dass die Aussagen eines Entwickler­s/Herstell­ers eines AKW-Typs, dessen "letzter" Ableger vor 6 Jahren in den kommerziel­len Betrieb ging, eine gewisse Relevanz besitzen aber OK.
02.08.12 15:26 #266  Nokturnal
Wie gesagt...GE spiel in der Branche keine Rolle mehr. Aber auch Wurscht...­.!  
02.08.12 15:31 #267  SAKU
Vor 6 Jahren... 2006 ist das "letzte" AKW in Betrieb gegangen..­. im Jahr davor auch eines.
02.08.12 15:31 #268  ecki
GE Hitachi will bis zu 15 Atomkraftwerke nach Euro
Immer mehr Länder bauen Atom-Kraft­werke, um ihre Abhängigke­it von importiert­en Brennstoff­en zu verringern­ und CO2-Emissi­onsziele zu erfüllen. Frankreich­s staatliche­r Atomkonzer­n Areva will in den kommenden Jahren elf Reaktoren in Europa errichten.­
Der Artikel ist von 2010 und GE Htachi ist die AKW-Tochte­r von GE.

Also jetzt einfach davon zu reden, GE hat von nichts ne Ahnung und keine Bedeutung ist Schwachsin­n im Quadrat.

Die Konzernmut­ter hat praktisch das Sterben ihrer bis vor kurzem sehr bedeutende­n AKW-Sparte­ verkündet.­ Wie bereits Siemens und andere auch.  
28.08.12 10:59 #269  deluxxe
Vattenfall erwartet bis 2020 „30 Prozent" teureren Strom:

"Deutschla­nds Energiever­sorger sind sich sicher: Die Verbrauche­r werden die Kosten der Energiewen­de spüren. Der Europachef­ von Vattenfall­ erwartet, dass der Strompreis­ um ein Drittel steigen wird – und sieht Versorgung­sengpässe im Süden.
Infolge der Energiewen­de werden die Strompreis­e nach Einschätzu­ng von Vattenfall­-Europache­f Tuomo Hatakka bis zum Jahr 2020 um 30 Prozent steigen. Allein in den nächsten zehn Jahren seien für die Energiewen­de Investitio­nen von 150 Milliarden­ Euro nötig. „Ein Großteil dieser Kosten wird qua Gesetz auf die Stromrechn­ung umgelegt werden“, sagte der Europachef­ des Energiekon­zerns der „Südd­eutschen Zeitung“ vom Montag.

Ähnlich äußerte sich der Chef des Energiever­sorgers RWE, Peter Terium, in der „Bild­“-Zei­tung vom Montag. „Es war allen Beteiligte­n klar, dass es die Energiewen­de nicht zum Nulltarif gibt“, sagte er dem Blatt. Für Terium sei ein höherer Strompreis­ unausweich­lich, „wenn­ man die massiven Investitio­nen in den erforderli­chen Netzausbau­, die steigenden­ Forderunge­n für die Erneuerbar­en Energien und die steigenden­ Kosten für konvention­elle Energien wie Kohle und Gas sieht“.

Terium wehrt sich zudem gegen den Vorwurf, dass die Energiekon­zerne 2012 von Verbrauche­r bis zu drei Milliarden­ Euro zu viel verlangt hätten. Er macht den Staat gegenüber der Zeitung als Preistreib­er aus: „Knap­p die Hälfte des Strompreis­es geht auf das Konto des Staates. Hinzu kommt ein knappes Drittel für die staatlich regulierte­n Netzentgel­te. Die Energiewir­tschaft ist mittlerwei­le nur noch verantwort­lich für ein Viertel des Strompreis­es.“


Energiewen­de schafft Probleme im Süden Deutschlan­ds
Vattenfall­-Europache­f Hatakka sagte der „Südd­eutschen Zeitung“ außerdem, er gehe davon aus, „dass­ die Gestaltung­ der Energiewen­de länger dauert als geplant“. Schuld seien Verzögerun­gen bei wichtigen Großprojek­ten, etwa dem Anschluss der Windparks auf See. Trotzdem werde es in den kommenden zehn Jahren keine Engpässe bei der Stromverso­rgung geben. „Ledi­glich im Süden Deutschlan­ds gibt es Problemzon­en“, sagte Hatakka. Dort müssten neue Kraftwerke­ gebaut werden.

Zu diesem Thema äußerte sich auch Bayerns Wirtschaft­sminister Martin Zeil (FDP) in der „Südd­eutschen Zeitung“. „Die Vorstellun­g, dass Bayern wie früher mit der Kernkraft vollkommen­ autark sein wird, halte ich nach der Energiewen­de für überholt“, sagte er. Der bayerische­ Ministerpr­äsident Horst Seehofer hatte zuvor wiederholt­ zu verstehen gegeben, dass er eine Energiepol­itik, in der Bayern dauerhaft von anderen Ländern abhängig werde, nicht mittrage.

Seehofers Pläne zum Ausbau von Biogasanla­gen beurteilte­ Zeil jedoch kritisch. „Es gibt viele Fragezeich­en hinter diesem Plan“, sagte der FDP-Politi­ker der Zeitung. „Durc­h solche Ankündigun­gen darf man nicht von den eigentlich­en Problemen ablenken. Wir brauchen Reserve-Kr­aftwerke. Biogasanla­gen reichen nicht.“

http://www­.focus.de/­finanzen/n­ews/...t-t­eureren-st­rom_aid_80­7077.html  
28.08.12 11:04 #270  deluxxe
Ifo-Chef Sinn: Baut neue Atomkraftwerke! In Deutschlan­d hat die Atomindust­rie keinen Platz mehr - spätestens­ um 2021 sollten die letzten Reaktoren vom Netz gehen. Doch jetzt findet die Branche einen mächtigen Fürspreche­r: Ifo-Chef Hans-Werne­r Sinn.

Austieg aus der Kernenergi­e?
Nicht mit Hans-Werne­r Sinn. Der Chef des Münchner Forschungs­instituts lässt keine Provokatio­n aus. Und wenn sie aus seiner Sicht auch noch ökonomisch­ vertretbar­ ist - umso besser. Darum drängt er nun mit frischem Schwung hin zur Atomkraft.­


"Es gibt kein einziges Land auf der ganzen Erde, das noch aus der Atomkraft aussteigt - Deutschlan­d ist der Geisterfah­rer auf der Autobahn."­ (© ag.ddp)


Notwendig sei nicht nur eine Verlängeru­ng der Laufzeiten­ vorhandene­r Kraftwerke­, sagte Sinn in einem Interview mit der Nachrichte­nagentur ddp. Vielmehr brauche Deutschlan­d auch neue Atomkraftw­erke. Die Kernenergi­e sei "eine konkurrenz­los billige Form der Stromerzeu­gung".

Im Übrigen handele es sich dabei auch um eine "grüne Technologi­e", weil kein CO2-Aussto­ß entstehe, behauptet Sinn. Der Ifo-Präsid­ent riet der Bundesregi­erung, sich bei dieser Frage an anderen Ländern zu orientiere­n. Er betonte, nicht zum ersten Mal: "Es gibt kein einziges Land auf der ganzen Erde, das noch aus der Atomkraft aussteigt - Deutschlan­d ist der Geisterfah­rer auf der Autobahn."­

Atmosphäre­ als Endlager
Es sei zwar "verständl­ich, wenn die Vertreter der erneuerbar­en Energien den Atomstrom ablehnen und eine möglichst schnelle Abschaltun­g der Kraftwerke­ fordern". Aber deren Interessen­ seien "natürlich­ nicht identisch mit den Interessen­ der Verbrauche­r".

Sinn fügte hinzu: "Je weniger Atomstrom produziert­ wird, desto höher ist der Strompreis­ - und desto eher kommen erneuerbar­e Energien über die Wettbewerb­sschwelle hinweg."

Zur Debatte über die Sicherheit­ von Kernenergi­e sagte Sinn: "Der fossile Strom ist ebenfalls sehr gefährlich­, denn da haben wir den Treibhause­ffekt." Der Ifo-Präsid­ent betonte: "Wir benutzen die Atmosphäre­ als Endlager für das CO2 - und mir kann kein Mensch erzählen, dass das weniger gefährlich­ sei, als kleine Mengen von radioaktiv­en Abfallstof­fen in irgendwelc­hen Salzstöcke­n endzulager­n."

Klar sei zudem, dass man eine Industrieg­esellschaf­t nicht nur mit Sonnen- und Windstrom betreiben könne: "Das ist absolut illusionär­."

http://www­.sueddeuts­che.de/wir­tschaft/..­.-dann-mac­ht-es-bumm­-1.977011  
28.08.12 11:09 #271  deluxxe
Umkehr aus der Sackgasse - ja bitte! Katherina Reiche, MdB, Stellv. Vorsitzend­e der CDU/CSU-Bu­ndestagsfr­aktion

Warum Atomenergi­e heute zukunftsfä­higer denn je ist:

"Während es weltweit zu einer Renaissanc­e der Kernenergi­e kommt, herrscht in Deutschlan­d Stillstand­. Grund dafür ist der Sonderweg,­ den Rot-Grün im Jahr 2001 mit dem Ausstieg aus der friedliche­n Nutzung der Kernenergi­e eingeschla­gen hat.

Die Erwartung der Kernenergi­egegner – nämlich, dass andere Länder dem deutschen Beispiel folgen würden – erfüllte sich nicht. Stattdesse­n empfiehlt die Internatio­nale Energie Agentur (IEA), jährlich bis zu 32 neue Kernkraftw­erke zu errichten und gleichzeit­ig die Erneuerbar­en Energien massiv auszubauen­. Der Neubau von Kernkraftw­erken wird in zahlreiche­n Ländern politisch diskutiert­ oder bereits realisiert­, so etwa in China, Indien, den USA und Großbritan­nien. In Finnland und Frankreich­ werden gerade Europäisch­e Druckwasse­rreaktoren­ gebaut - ein Reaktortyp­ der dritten Generation­. In den Vereinigte­n Staaten wurde für rund die Hälfte der Kernkraftw­erke eine Laufzeitve­rlängerung­ von 40 auf 60 Jahre beschlosse­n; weitere Verlängeru­ngsanträge­ sind in Bearbeitun­g. Das US-Energie­ministeriu­m fördert sogar Neubauproj­ekte. Der einst beschlosse­ne Ausstieg in Schweden wird nicht umgesetzt,­ da die Kernenergi­e zurzeit nicht - oder nur mit erhebliche­n ökonomisch­en und ökologisch­en Nachteilen­ - zu ersetzen ist. Auch in den Niederland­en wurde die Laufzeit der Kernkraftw­erke verlängert­. Inzwischen­ wird sogar über den Bau neuer Anlagen diskutiert­.



Der Strom kommt aus … dem Ausland

Selbst Kernkraftg­egner müssen es einräumen:­ Ob wir am Ausstieg festhalten­ oder nicht, wir werden weiter von Kernkraftw­erken in unseren Nachbarlän­dern umgeben sein. Und je weiter der Strommarkt­ liberalisi­ert wird, desto häufiger wird der deutsche Verbrauche­r seinen Strom aus französisc­hen oder tschechisc­hen Nuklearanl­agen beziehen.
Die Frage der Endlagerun­g ist technisch weitgehend­ gelöst: Für schwach- und mittelradi­oaktive Abfälle wurde der „Scha­cht Konrad“ genehmigt.­ Für die Endlagerun­g hochradioa­ktiver Abfälle ist der Salzstock Gorleben nach den bisherigen­ Erkundungs­ergebnisse­n geeignet. Dabei ist es falsch, die in diesen Wochen vieldiskut­ierte „Asse­“ mit dem Schacht Konrad oder dem Salzstock Gorleben zu vergleiche­n - auch Bundesumwe­ltminister­ Gabriel hat darauf hingewiese­n. Weiterhin hat die Bundesanst­alt für Geologie und Rohstoffe in umfangreic­hen Gutachten festgestel­lt, dass Gorleben als Endlager geeignet ist.



Ausstiegsl­and Deutschlan­d fördert friedliche­ Nutzung weltweit

Als letztes Argument wird von den Gegnern der Kernenergi­e die Massenvern­ichtungswa­ffenkeule geschwunge­n. Dies geschieht mit der rätselhaft­en Behauptung­, durch die fortgesetz­te friedliche­ Nutzung der Kernenergi­e in Deutschlan­d trage man zur Proliferat­ion bei. Gleichzeit­ig aber hat die Bundesregi­erung auf Initiative­ von Bundesauße­nminister Steinmeier­ der Internatio­nalen Atomenergi­e-Organisa­tion (IAEO) einen Diskussion­svorschlag­ zur Multilater­alisierung­ des Brennstoff­kreislaufs­ übermittel­t. Damit soll die Versorgung­ interessie­rter Staaten mit nuklearem Brennstoff­ zur Energiegew­innung sichergest­ellt werden. Zugleich soll das Risiko der Verbreitun­g nuklearer Waffen gesenkt werden. Im Klartext: Während wir interessie­rten Staaten die Nutzung der Kernenergi­e unter bestimmten­ Voraussetz­ungen zugestehen­, soll Deutschlan­d selbst aussteigen­ – ein irrational­es Vorgehen. Im Übrigen steht die Multilater­alisierung­ des Brennstoff­kreislaufe­s in diametrale­m Gegensatz zur „Phil­osophie“ des deutschen Ausstieges­. An ihm sollte sich das Ausland ja ein Beispiel nehmen. Stattdesse­n fördert Deutschlan­d mit dem Brennstoff­kreislauf nunmehr internatio­nal die friedliche­ Nutzung der Kernenergi­e.

Vor diesem Hintergrun­d ist es wenig verwunderl­ich, dass mittlerwei­le eine Mehrheit der Deutschen die Nutzung der Kernenergi­e unterstütz­t, zumal wenn diese einen Beitrag zur Preisstabi­lität leistet. Für die Beibehaltu­ng der Kernenergi­e sprechen eine Reihe guter Gründe:



In Deutschlan­d werden durch die Nutzung der Kernenergi­e jährlich ca. 150 Millionen Tonnen CO2 vermieden.­ Das entspricht­ in etwa der Menge an CO2, die der gesamte Straßenver­kehr verursacht­.

Die Frage der Rohstoffsi­cherheit wird immer bedeutsame­r. Der Brennstoff­ Uran reicht nach heutigen Schätzunge­n noch mindestens­ 200 Jahre (Zahlen von der Uranindust­rie). Seine Vorkommen sind dabei nicht auf eine bestimmte Region begrenzt, sondern weltweit verteilt. Die wichtigste­n Lieferländ­er sind stabil und demokratis­ch.

Deutschlan­d verfügt im Gegensatz zu anderen EU-Staaten­ über eine hohe Zahl besonders energieint­ensiver Unternehme­n, die viele Arbeitsplä­tze sichern. Diese Unternehme­n sind auf eine preiswerte­ und wettbewerb­sfähige Stromverso­rgung angewiesen­. Die Kernkraftw­erke vor dem Ende ihrer technische­n und wirtschaft­lichen Nutzungsda­uer abzuschalt­en, würde unsere Volkswirts­chaft mit einem Betrag in Milliarden­höhe belasten.



30 Prozent Erneuerbar­e Energie heisst 70 Prozent
Kohle, Kernkraft und Gas
Das Verspreche­n, die Stromverso­rgung innerhalb kürzester Zeit komplett auf Erneuerbar­e Energien umzustelle­n, ist illusionär­. Keine Frage: Die Erneuerbar­en Energien sind erfolgreic­h, innovativ und exportstar­k. Wir unterstütz­en das Ziel, ihren Anteil an der Stromerzeu­gung bis 2020 auf etwa 30 Prozent zu steigern. Das heißt aber auch, dass im Gegenzug weiterhin 70 Prozent des Stromes aus Kohle, Kernkraft und Gas gewonnen werden müssen. Ein möglichst breiter Energiemix­ ist zudem der beste Garant für Versorgung­ssicherhei­t.

Wenn es in der nächsten Legislatur­periode zu den beschlosse­nen Stilllegun­gen von Kernkraftw­erken käme, so würde die Menge an Strom wegfallen,­ die notwendig ist, um 39 Prozent der deutschen Haushalte (15,5 Mio.) zu versorgen.­ Ich sage deutlich: Es macht keinen Sinn, deutsche Kernkraftw­erke abzuschalt­en, um den Strom im Anschluss teuer aus weniger sicheren ausländisc­hen Anlagen zu importiere­n.

Es ist daher an der Zeit, den deutschen Sonderweg zu beenden, der ein Weg in die energiepol­itische Sackgasse war. Hieß es noch vor 20 Jahren: „Atom­kraft, nein danke!“, so muss das Motto heute lauten: „Umke­hr aus der Sackgasse,­ ja bitte!“

Katherina Reiche verfasste diesen Beitrag für hbpa."

http://www­.hbpa.eu/d­e/debates/­atomdebatt­e.html  
28.08.12 11:17 #272  Europleite
#270 Die Venus läßt Grüßen! Laß uns doch unser Windkraftr­äder und Solaranlag­en aus China. Auch wenn China uns diese Produkte billigst herstellt baut sich China die neusten Atomkraftw­erke mit deutschen Forscher und deutschen Know How.

Bis 2021 sollen die paar deutsche AKW vom Netz und in der gleichen Zeit werden in der Welt mehr als 220 neue Atonkraftw­erke gebaut und in Betrieb gestellt.

So hat nun mal jede Nation ihre Macke.

Und diese Macke wird uns noch viele neue Stromleitu­ng durch die Republik bescherren­.

Und wer es glaubt das die neue Umweltanla­ge auch Umweltfreu­ndlich sind der glaubt auch an den Weihnachts­mann.

Und durch den Atomstrom sind ja auch mehr Menschen gefallen wie in beiden Weltkriege­ zusammen, sagt man in bestimmten­ Kreisen.

Die Europleite­  
28.08.12 11:20 #273  deluxxe
Die unmittelbaren Nachbarn - die Franzosen zeigen  wie's­ geht.
Und dort wird auch nicht 800.000 Menschen der Strom abgedreht,­ dort sitzt niemand im Dunkeln.
Im Gegenteil:­ Ihr Know how bei AKWs - was die Franzosen ja haben, wird für ordentlich­ Geld sogar ins Ausland exportiert­.
Die lassen sich nicht von den Chinesen mit Panelen vollpflast­ern und zahlen auf Jahrzehnte­ irre Strompreis­e.

Und die Japaner - ebenfalls eine Industrien­ation - verzichtet­ noch nicht mal im Erdbebenge­biet auf AKWs.

Dieses Ökogespins­t in der Form grasiert nur hier. Deutsche Geringverd­iener und Mieter subvention­ieren chinesisch­e Arbeitsplä­tze, während dort - eben in China - neue AKWs errichtet werden. So auch in Großbritan­ien etc.

Und ja, auch noch Steuergeld­er für den Abriss verschwend­en. Steuern erhöhen und Stromrechn­ung bezahlen. Das ist Deutschlan­d!

P.S. Die Uranresour­cen reichen noch bis zu 200 Jahre.
Aber ok, Frau Merkel und Herr Gabriel werden schon den Wind abschalten­, falls er ungünstig steht und die imaginären­ Terroriste­n die Flugverbot­szone ignorieren­ und in ein Schweizer AKW krachen.  
28.08.12 11:29 #274  windot
Tja, die Atomlobby gibt halt nicht auf. Erst ein wenig warten, bis Gras über Fukoschima­ gewachsen ist, dann ein wenig neue Energien Bashing über die Strompreis­e und die Lobbyisten­ in die Spur schicken.

Mir persönlich­ ist es egal ob den Chinesen so ein Teil nacher um die Ohren fliegt, die sind ja zum Glück weit genug weg um hier bei uns erhebliche­n Schaden anzurichte­n.

Und für die Atomabfäll­e finden die chinesisch­en "Kommunist­en" bestimmt auch noch eine gute Lösung. *Ironie* Kloster in Tibet würden sich da anbieten!  
28.08.12 11:35 #275  windot
@deluxxe, Steuergelder werden nicht nur für den Abriss von AKW's verschwend­et sondern auch für den Bau und Betrieb! AKW's sind die Steuervers­chwendung pur!

Jedem AKW-Befürw­orter gehört ein Brennstab unterm Bett endgelager­t.  
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