Merkel muss weg
02.10.17 18:02
#26
n1608
Brömme, Religionsfreiheit gilt nur für Religionen
nicht aber für politische Ideologien. Und ein aus der Türkei und Saudi-Arabien politisch motivierter und finanzierter "Islam" ist doch eher eine Ideologie, als eine Religion. Oder willst Du jetzt hier DITIB oder den Wahabismus verteidigen?
02.10.17 18:09
#27
Dr.UdoBroemme
Witzbold
Dann könntest du genauso den Christen die Religionsfreiheit absprechen, da es auch unter den Christen extremistische Strömungen gibt.
Einfach den Islam von einer Religion zu einer politischen Ideologie umzudefinieren ist schon absoluter Schwachsinn.
Einfach den Islam von einer Religion zu einer politischen Ideologie umzudefinieren ist schon absoluter Schwachsinn.
02.10.17 18:32
#28
Karlchen_V
Wer sich einigermaßen mit Religionswissenschaften
auskennt, weiß natürlich, dass jede Religion eine poltitische Ideologie ist. Einfach mal etwa die Klassiker Max Weber oder Emile Durkheim lesen. Was soll Religion denn sonst sein?
Jetzt hat man in Deutschland die Religionsfreiheit im Grundgesetz stehen. So weit liberal und okay. Allerdings neigt man hierzulande dazu, politisch ne ganze Menge zu verbieten. Kann Parteien treffen, politische Vereinigungen oder Schriften. Hier gibt es nun einen Konflikt, denn offenbar werden politische Ideologien unterschiedlich behandelt. Wenn sie in einem religiösen Gewand daherkommen, werden sie anders behandelt als wenn sie in einem anderen, quasi profanen Kleid daherkommen.
Da muss man sich nun mal entscheiden. Man kann beispielsweise nicht Hitlers "Mein Kampf" verbieten, aber den Koran einfach verteilen lassen. Jede Dummheit sollte gleichbehandelt werden.
Jetzt hat man in Deutschland die Religionsfreiheit im Grundgesetz stehen. So weit liberal und okay. Allerdings neigt man hierzulande dazu, politisch ne ganze Menge zu verbieten. Kann Parteien treffen, politische Vereinigungen oder Schriften. Hier gibt es nun einen Konflikt, denn offenbar werden politische Ideologien unterschiedlich behandelt. Wenn sie in einem religiösen Gewand daherkommen, werden sie anders behandelt als wenn sie in einem anderen, quasi profanen Kleid daherkommen.
Da muss man sich nun mal entscheiden. Man kann beispielsweise nicht Hitlers "Mein Kampf" verbieten, aber den Koran einfach verteilen lassen. Jede Dummheit sollte gleichbehandelt werden.
02.10.17 18:35
#29
Tomkat
nein! jede politische ideologie ist religion ...
früher hat man den shice zum eigenen machterhalt und zur kontrolle von affenmenschen eingeführt.
auch heutzutage hat beides bestand ...
auch heutzutage hat beides bestand ...
02.10.17 18:48
#30
Weckmann
Nur mal so nebenbei: Das GG gewährleistet die
Glaubens-, Gewissens-, Religions- und Weltanschauungsfreiheit.
"Art. 4
(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.
(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet."
https://dejure.org/gesetze/GG/4.html
Hmm, liebe AfD, "es lebe die Verbotsfreiheit", oder wie soll man das von Euch verstehen?
"Art. 4
(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.
(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet."
https://dejure.org/gesetze/GG/4.html
Hmm, liebe AfD, "es lebe die Verbotsfreiheit", oder wie soll man das von Euch verstehen?
02.10.17 18:49
#31
snappline
Beleutete es mal genauer Jungs
irgendwann kommt man zu dem Schluß wir leben Demokratie ja, und im Ursprung ist Europa seit 2000 Jahren ein Gottesstaat
02.10.17 21:18
#32
Jack_USA
Mit politischer Ideologie ist gemeint
daß diese weltliche Macht anstrebt. Das kann man jedoch der Kirche seit der Aufklärung und Säkularisation nicht mehr anlasten. Das Christentum als "Ideologie" hat eh nie weltliche Macht angestrebt. Das waren die Kirchen und deren Vertreter. Wenn man nun nur das Beispiel des Religionsstifters nimmt, dann war Jesus sicher nicht machtversessen, noch hat er irgendwelche weltliche Posten angestrebt.
Im Falle des Islam ist die Sache anders, eine Kernaussage ist die Einheit von Staat und Religion. Der Islam hat den Anspruch auf weltliche Machtausübung und ist damit nach unserem Verständnis nicht mehr privat, sondern politisch. Dieser Anspruch muss von zivilisierten Nationen auf deren Boden zurückgewiesen und überall dort beseitigt werden muss, wo sich dieser Anspruch manifestiert.
Im Falle des Islam ist die Sache anders, eine Kernaussage ist die Einheit von Staat und Religion. Der Islam hat den Anspruch auf weltliche Machtausübung und ist damit nach unserem Verständnis nicht mehr privat, sondern politisch. Dieser Anspruch muss von zivilisierten Nationen auf deren Boden zurückgewiesen und überall dort beseitigt werden muss, wo sich dieser Anspruch manifestiert.
02.10.17 21:24
#34
Jack_USA
In Deutschland wird ja vieles gedanklich
in einen Topf gesteckt. Islam mit Christentum etwa. Dabei wird mal eben die Aufklärung ignoriert sowie die Tatsache, daß Jesus und Mohammed völlig unterschiedliche Werte vertreten und gepredigt haben: ersterer war ein revolutionärer Friedensstifter, letzterer ein Verbrecher und Massenmörder, der seine "Religion" anderen mit Gewalt aufzwang.
Wer also so etwas tut, verzapft nur Mist.
Wer also so etwas tut, verzapft nur Mist.
02.10.17 21:32
#35
Jack_USA
Weckmann
die Ausübung der Religion darf natürlich in keinster Weise Grundrechte einschränken oder gar verletzen. Und das ist der Knackpunkt.
Beispiel: der Islam verbietet bei Androhung der Todesstrafe den Religionswechsel zu einer anderen Religion, was gleich mit mehreren Grundrechten kollidiert.
Beispiel: der Islam verbietet bei Androhung der Todesstrafe den Religionswechsel zu einer anderen Religion, was gleich mit mehreren Grundrechten kollidiert.
02.10.17 21:37
#36
Jack_USA
Ausübung der Inka-Religion
ist ja auch nicht durch GG gedeckt, weil Menschenopfer ebenso mit den Grundrechten kollidieren. Letztlich stehen also die Grundrechte immer über der Freiheit der Religionsausübung und das ist gut so und historisches Erbe und Folge u.a. der Aufklärung.
02.10.17 21:38
#37
Dr.UdoBroemme
*lol*Das Christentum als "Ideologie" hat eh nie
weltliche Macht angestrebt.
Schon mal was vom Canossagang gehört? Und wer da die weltliche Macht hatte und wer da hingebuckelt kam?
Ganz abgesehen von der absolut gewalttätigen Missionierung mit unzähligen Todesopfern. Und die Kreuzzüge waren natürlich auch völlig unpolitisch.
Schon mal was vom Canossagang gehört? Und wer da die weltliche Macht hatte und wer da hingebuckelt kam?
Ganz abgesehen von der absolut gewalttätigen Missionierung mit unzähligen Todesopfern. Und die Kreuzzüge waren natürlich auch völlig unpolitisch.
02.10.17 21:48
#39
Jack_USA
Udo
Wenn man nicht unterscheidet zwischen der kernaussagen der Religionen und deren weltlichen Institutionen, dann ist man natürlich verwirrt, wie du grade. Die Exzesse der kirchlichen Institutionen haben nichts mit den Kernaussagen des Christentums zu tun.
Im Kern geht es bei Religionen immer um die Person der Religionsstifters und das Beispiel und die Werte, die von diesen vermittelt wurden, seien das Jesus, Buddha oder Mohammed.
Um den Anspruch kirchlichen Institutionen auf weltliche Macht und auf absolute Wahrheit hat sich die Aufklärung gekümmert. Diese Dinge haben jedoch null mit Jesus zu tun
Im Kern geht es bei Religionen immer um die Person der Religionsstifters und das Beispiel und die Werte, die von diesen vermittelt wurden, seien das Jesus, Buddha oder Mohammed.
Um den Anspruch kirchlichen Institutionen auf weltliche Macht und auf absolute Wahrheit hat sich die Aufklärung gekümmert. Diese Dinge haben jedoch null mit Jesus zu tun
02.10.17 21:57
#41
Dr.UdoBroemme
Hast du mal ins Alte Testament geguckt?
Da kann der Koran kaum an Blutrünstigkeit, Gewalt und Kriegsrhetorik mithalten.
Ist ja nicht so, als ob die Bibel nur aus dem NT besteht.
Ist ja nicht so, als ob die Bibel nur aus dem NT besteht.
02.10.17 22:04
#42
Jack_USA
Udo
Macht Dir und mir keine Angst, was da drinne steht, weil das in unseren zivilisierten Kulturkreis alles interpretierbar ist, was im Testament steht. Seit der Aufklärung musste die Kirche den Anspruch auf absolute Wahrheit aufgeben und die Menschen dürfen eigenständig und frei denken.
Der Islam verbietet jedoch jegliche Interpretation der Aussagen des Koran und setzt diese damit als absolut, was von zivilisierten Gesellschaften natürlich nach den historischen Erfahrungen mit den Kirchen abgelehnt werden muss.
Der Islam verbietet jedoch jegliche Interpretation der Aussagen des Koran und setzt diese damit als absolut, was von zivilisierten Gesellschaften natürlich nach den historischen Erfahrungen mit den Kirchen abgelehnt werden muss.
02.10.17 22:06
#43
Juto
jack usa
typisches beispiel,
wie man mal eben mirnix/dirnix
irgendwas in die socialmedias raushauen kann.
ist ja nur in die tastatur tippen und auch enter drücken.
es ist soo leicht.
und alle könnens lesen.
supi.
wie man mal eben mirnix/dirnix
irgendwas in die socialmedias raushauen kann.
ist ja nur in die tastatur tippen und auch enter drücken.
es ist soo leicht.
und alle könnens lesen.
supi.
02.10.17 22:09
#44
Jack_USA
Juto
klar und das habe ich genau woher? viel spass bei suchen. Ich kann halt eigenständig denken, und bin damit andern Leuten, die auf Muddi hören, argumentativ voraus. :D
02.10.17 22:15
#46
Dr.UdoBroemme
Komisch, das mit der Interpretatierbarkeit
Glaubst du wirklich, dass es bei den ganzen Moslems nur eine Auslegung des Korans gibt? Zur Stimmungsmache wird das natürlich gerne behauptet, die Realität sieht allerdings etwas anders aus.
Natürlich gibt es auch "moderne" Auslegungen, was immer verwechselt wird, ist die männerdominierte Macho-Welt, die ihren Machtanspruch gerne als religiös vorgegeben verkaufen will,.
Natürlich gibt es auch "moderne" Auslegungen, was immer verwechselt wird, ist die männerdominierte Macho-Welt, die ihren Machtanspruch gerne als religiös vorgegeben verkaufen will,.
02.10.17 22:37
#47
Karlchen_V
Man man man, gehts denn noch simpler?
Jede Religion und jede Ideologie hat ihren Ursprung und ihre Funktion. Und Religion ist immer Spiegelbild der Gesellschaft bzw. der Gläubigen - und wirkt zurück. Und so ist nun einmal das Machotum substantieller Bestandteil von Religionen - nicht zuletzt des Islam. Und das kann man nicht irgendwie "modern" wegdeuten oder wegplaudern, denn dann geht es an die Substanz.Gibt aber Leute. die das glauben - weil sie es glauben wollen.
02.10.17 22:43
#48
Dr.UdoBroemme
Ich denke ja zuerst war das Machotum da und dann
erst die Religion. Die Religion wurde nur benutzt, um das Machotum als gottgegeben festzuschreiben.
Von daher ist weniger die Religion als das Machotum das Problem.
Von daher ist weniger die Religion als das Machotum das Problem.
02.10.17 22:45
#49
Motzer
Neues/Altes Testament
Für Christen sind die Aussagen des NT verbindlich. Das AT ist zwar Bestandteil der Bibel, aber es muss durch die Brille des NT gelesen werden.
Jesus hat ja einige Aussagen des AT direkt außer Kraft gesetzt: "zu den Alten wurde gesagt: .... Ich aber sage euch: ..."
Wenn sich ein Christ direkt auf das AT beruft, hat er die christliche Botschaft nicht verstanden.
Jesus hat ja einige Aussagen des AT direkt außer Kraft gesetzt: "zu den Alten wurde gesagt: .... Ich aber sage euch: ..."
Wenn sich ein Christ direkt auf das AT beruft, hat er die christliche Botschaft nicht verstanden.
02.10.17 22:45
#50
Jack_USA
Udo
Das ist eine kategorischen Grundaussagen, ja. Es gibt aber tatsächlich Unterschiede in der Religionspraxis, insbesondere zwischen Schiiten und Sunniten.
Der liegt m.E. vor allem darin begründet, daß den Schiiten wegen der Ali-Geschichte Selbstzweifel und Selbstanklage besondere Bestandteile ihrer religiösen Identität sind, wobei ja das dort noch mehr bedeutet, als hierzulande, was aber damit ihre Korrekturfähigkeit begünstigt. Interessant ist etwa, daß Iran, ein Land mit einer bemerkenswerten Geschichte, trotz Mullah-Diktatur eine begrenzte demokratische Kontrolle durch das Volk zulässt.
Was auch sehr interessant ist, daß die Alawiten und Aleviten beide schiitische Spektren des Schiismus sind, die wohl die tolerantesten islamischen Religionsgemeinschaften überhaupt darstellen.
Interessant ist ferner, daß der internationale Terrorismus, von dem wir als westliche Welt betroffen sind, nicht schiitisch, sondern durchweg sunnitisch ist.
In der islamischen Welt werden Differenzen zwischen den konkurrierenden Konfessionen nicht friedlich, wie bei uns, sondern mit Gewalt ausgetragen, eine Folge davon, daß der Islam unaufgeklärt ist.
Der liegt m.E. vor allem darin begründet, daß den Schiiten wegen der Ali-Geschichte Selbstzweifel und Selbstanklage besondere Bestandteile ihrer religiösen Identität sind, wobei ja das dort noch mehr bedeutet, als hierzulande, was aber damit ihre Korrekturfähigkeit begünstigt. Interessant ist etwa, daß Iran, ein Land mit einer bemerkenswerten Geschichte, trotz Mullah-Diktatur eine begrenzte demokratische Kontrolle durch das Volk zulässt.
Was auch sehr interessant ist, daß die Alawiten und Aleviten beide schiitische Spektren des Schiismus sind, die wohl die tolerantesten islamischen Religionsgemeinschaften überhaupt darstellen.
Interessant ist ferner, daß der internationale Terrorismus, von dem wir als westliche Welt betroffen sind, nicht schiitisch, sondern durchweg sunnitisch ist.
In der islamischen Welt werden Differenzen zwischen den konkurrierenden Konfessionen nicht friedlich, wie bei uns, sondern mit Gewalt ausgetragen, eine Folge davon, daß der Islam unaufgeklärt ist.

