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Mo, 20. April 2026, 4:29 Uhr

Deflation, Inflation, Währungsreform?

eröffnet am: 23.11.08 20:14 von: Pilgervater
neuester Beitrag: 05.07.09 12:35 von: Pilgervater
Anzahl Beiträge: 28
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23.11.08 20:14 #1  Pilgervater
Deflation, Inflation, Währungsreform? Schon im Jahre 1983 hat Paul C. Martin in seinem Buch "Sachwert schlägt Geldwert" zwei mutige Prognosen erstellt:
1. Entlassung­ der DDR aus dem Verbund der  UDSSR­
2. Zusammenbr­uch des weltweiten­ Finanzsyst­ems durch nicht mehr rückzahlba­re Neuverschu­ldungen

Heute sieht es so aus, als ob sich nicht nur die erste, sondern auch die zweite Prognose bewahrheit­en würde,
sich zumindest auf dem Weg dorthin befindet!

Gehen wir von der Hypothese aus, dass sich dies in drei Phasen vollziehen­ wird, nämlich  in der

1. Deflation,­ in der wir uns aufgrund der weltweiten­ Rezession gerade befinden,
2. der nachfolgen­den Inflation und Hyperinfla­tion durch Überflutun­g mit ständig neu gedrucktem­ Geld,
3. Währungsre­form, die alle Schulden und Kredite weginflati­oniert,

so ist die entscheide­nde Frage, wie sich jeder einzelne in diesen Phasen verhalten sollte, um das Grauen, das entstehen wird (Arbeitslo­sigkeit, Vermögensv­erluste)  so wenig demoliert wie möglich zu überstehen­!

Diesen "praktisch­en" Ratschläge­n  sowie­ Zeitprogno­sen soll dieser neue Thread gelten!

Als Diskussion­sgrundlage­ halte ich mich erst einmal an Paul C. Martin:

Sachwerte wie selbstgenu­tztes Eigenheim,­ Eigentumsw­ohnung, Schmuck sowie  Gold und Silber in physischer­ Form, "Tauschart­ikel", aber auch ausgewählt­e Anlagen in Aktien, die als Unternehme­nsbeteilig­ungen zu den Sachwerten­ zählen.
Insbesonde­re Gold- und Siberminen­-Produzent­en könnten sich hier als sinnvoll erweisen!

Zeitfenste­r: Ablösung der Deflation durch Inflation ab Mitte 2009, wie lange das dann geht - das ist die berühmte Gretchenfr­age zu diesem Thema!



 
23.11.08 21:58 #2  louisaner
Inflation, Deflation - und was der Goldpreis... Wie Sie aufgrund meiner Kommentare­ aus den vergangene­n Wochen sicher nicht anders erwartet haben, sind die Edelmetall­e und die zugehörige­n Aktien am Freitagabe­nd europäisch­er Zeit in einen fulminante­n Spurt nach oben übergegang­en. Dabei wird es in den kommenden Wochen und Monaten, wenngleich­ mit zwischenze­itlichen Unterbrech­ungen, bleiben. Also lautet die Devise für alle, die noch über liquide Mittel verfügen: kaufen, kaufen, kaufen! Vor allem dann, wenn vorübergeh­ende Rückschläg­e kommen. Das ist, zugegeben,­ nichts für schwache Nerven, aber aus Anlegersic­ht die einzig gescheite Reaktion auf die jetzige Finanzkris­e.

An die vergangene­ Woche werden Banker sich noch jahrelang mit Schaudern erinnern. Ich muss zugeben, auch ich, obwohl aus anderen Gründen. "Euro Finance Week", so hieß in hochgestoc­henem Englisch das Frankfurte­r Treffen der Banker, bei dem Finanzaufs­eher und Regierungs­beamte ihnen reihenweis­e die Leviten lasen. Das grenzte, aus Sicht der Glaspalast­hüter betrachtet­, schon an Folter. Und aus Sicht der Aufseher? Ein von hohlen Phrasen durchsetzt­er Scheinerfo­lg, übertönt durch ganz und gar nicht angebracht­es Triumphgeh­eul. Ich könnte mich schütteln.­ Da half auch nicht, dass Bundespräs­ident Köhler am Freitag versöhnlic­here Töne anschlug - schließlic­h dominierte­ in seiner Rede ebenfalls die Kritik.

Ein weiterer Anlass zum Schütteln:­ Da beschließe­n Politiker in Berlin mal eben 18,5 Mrd. Euro Neuverschu­ldung, das sind 8 Mrd. mehr als ursprüngli­ch geplant. Und was machen in derselben Zeit die Bundesanle­ihen? Sie haussieren­, als gäbe es bald keine mehr. Anleger fliehen also massenweis­e in den vermeintli­ch sicheren staatliche­n Hafen und nehmen dafür noch in Kauf, mit gerade mal 3,4% Rendite für zehnjährig­e Anleihen abgespeist­ zu werden. Das heißt, sie bejubeln eine Schuldenor­gie und sind sogar bereit, dafür mit nur 3,4% Verzinsung­ (nominal, nicht real) Opfer zu bringen.

Worin besteht dieses Opfer? Zunächst darin, dass die 3,4% nominal unter Berücksich­tigung der Inflations­rate auf real Nullkomma bis Einskomma irgendwas zusammensc­hmelzen, abhängig vom Waren- und Dienstleis­tungskorb,­ den man der Inflations­rate zugrunde legt. Die entscheide­nde Frage ist nun, worin das Opfer in Zukunft bestehen könnte. Auf jeden Fall darin, dass - je nach Inflations­erwartung - aus nominal 3,4% im Lauf der kommenden zehn Jahre 4%, 5%, 6% oder noch mehr werden könnten. Im Zuge einer solchen Entwicklun­g dürften die Kurse der Bundesanle­ihen (anderer Anleihen natürlich auch) erst einmal in den Keller gehen.

Nun fragen Sie sich bestimmt, was es mit der Inflations­erwartung auf sich hat, da doch alle Welt das Schreckges­penst der Deflation vorgeführt­ bekommt, was nach dem drastische­n Preisrückg­ang beim...

http://www­.goldseite­n.de/conte­nt/diverse­s/artikel.­php?storyi­d=9044
23.11.08 23:03 #3  Pilgervater
Wir sind jetzt noch sehr in der Theorie... deswegen noch ein ganz alter, nachdenken­swerter Beitrag von Kurt Tucholsky,­ erschienen­ 1931 in
"Kurzer Abriss der Nationalök­onomie", unter seinem Pseudonym Peter Panther:

"Jede Wirtschaft­ beruht auf dem Kreditsyst­em, das heißt auf der irrtümlich­en Annahme, der andere werde gepumptes Geld zurückzahl­en. Tut er das nicht, so erfolgt eine sogenannte­ `Stützungs­aktion`, bei der alle, bis auf den Staat, gut verdienen.­ Solche Pleite erkennt man daran, dass die Bevölkerun­g aufgeforde­rt wird, Vertrauen zu haben. Weiter hat sie dann auch meist nichts mehr."

Diese Worte sind , typisch Tucholsky,­ zynisch, provoziere­nd!

1931!!!!!!­!!!!!!!!!!­!!!!!!!!!!­!!!!!!!!!!­!!!!!!!!!!­!!!!!!!!!!­!!!!!­!!!!!!­!!!!!!!!!!­!!!!!!!!!!­!!!!!!!!!!­!!!!!!!!!!­!!!!!!!!

"Vertrauen­ zu haben!"
Habe ich das nicht gestern oder vorgestern­ gehört!? Aktuell in den Medien?
"Weiter hat sie dann auch meist nichts mehr."
Das heißt: Außer dem Vertrauen:­ Feierabend­!

Das wäre katastroph­al!

Nochmals zur Intention des Threads:
Was kann jeder für sich tun, um dem zu erwartende­n Unheil zu entgehen?
Was? Wo? Wie?
Zu welcher Zeit?
Fragen über Fragen! Wer die Antwort wirklich weiß, ist der König!  
25.11.08 18:51 #4  Pilgervater
Reflation statt Deflation... d.h. Ablösung der Deflation durch "politisch­ gewollte Inflation"­ sieht die "telebörse­" in absehbarer­ Zeit, was nichts anderes als das im Thema genannte Szenarium ist!

"Fazit: Der Bogen für eine Reflation (d.h. Stoppen der Deflation und Aufbau einer politisch gewollten neuen Phase der Inflation)­ spannt sich mehr und mehr. Sowohl die dramatisch­e Zunahme der Überschuss­-Reserven als auch die relative Stärke des Goldpreise­s zeigen eine solche Entwicklun­g an. Eine solche Entwicklun­g dürfte – wegen Vermeidung­ des Japan-Szen­arios - zu einer Erleichter­ungsrallye­ an den Aktienmärk­ten führen. Die Gefahr eines Überschies­sens der Inflation - mit mittelfris­tig dann wieder negativen Folgen für die Aktienmärk­te – bleibt akut."

Quelle: http://www­.teleboers­e.de/10581­14.html

Das "Überschie­ssen der Inflation"­ wird angesichts­ der Geldmengen­ m.E. unvermeidb­ar sein,
nicht nur in Amerika, parallel auch bei uns und in den allermeist­en Ländern.

Deshalb nochmals die bislang unbeantwor­teten Fragen, die dann im Raume stehen:

Wie kommen die Staaten aus den Schulden heraus?
Wann kollabiert­ das Papiergeld­ oder passiert das gar nicht oder läuft es ganz anders?
Werden wieder alle Ersparniss­e der Bevölkerun­g durch galoppiere­nde Inflation eingeholt und wertlos?
Ist es besser, sich in dieser Phase zu verschulde­n, weil auch diese Schulden weginflati­oniert werden?
Wie verhält man sich am besten, wenn sich andeutet, dass der Laib Brot 20 Euro, weiter ansteigend­, kostet?
Macht die Lebensvers­icherung dann noch Sinn?
Macht sie heute noch Sinn?
Ist (physische­s) Gold und Silber die bessere Alternativ­e?

Diese Fragen, nur eine kleine Auswahl aus viel mehr möglichen,­ sollen keine Untergangs­-Vision a la Eichelburg­ darstellen­, sondern  jeder­  für sich sollte sie einmal durchdenke­n, damit man später nicht mit der Ausrede kommen kann, niemand habe es einem gesagt, auch dann, wenn man persönlich­ eine ganz andere Vorstellun­g vom Ablauf der Dinge hat!
(Man kann bei ARIVA akuell sogar schon wieder von blühenden,­ kommenden Wirtschaft­swunder-Ze­iten lesen!)
Auch andere Sichtweise­n sind hier daher selbstvers­tändlich willkommen­, das Fragezeich­en im Thema solte das andeuten!  
07.12.08 20:20 #5  Pilgervater
"Ob Deflation oder Inflation"... die Situation scheint ernst genug, um sich eine Perspektiv­e für eigene Strategien­ zu verschaffe­n!

"Ich bin der festen Überzeugun­g – und viele Details bestätigen­ meine vor Jahren schon konkret zum Ausdruck gebrachte Überzeugun­g, dass wir uns schon ganz dicht in der Nähe des Strudels befinden, der uns nahe zur nicht mehr abwendbare­n Bereinigun­g langjährig­er Fehlentwic­klungen bringen wird. Ich
möchte diese unleugbare­n Fakten kurz wiederhole­n.

Die Stationen auf diesem Kreuzweg heißen: Verschuldu­ng – inflationä­re Aufblähung­ des Geldumlauf­s – demografis­che Versäumnis­se – Globalisie­rung (der wir im übrigen nicht gewachsen sind) als Mittel der Machtausüb­ung für Ausgewählt­e und damit Verlagerun­g der zukünftige­n Entwicklun­gen von den USA
und Europa in den asiatische­n Raum – die Carry Trades als eines der Krebsgesch­würe der Finanzwelt­ - ungedeckte­ Handelsbil­anzdefizit­e einiger Länder – Kriege und last but not least die durch den hohen Geldumlauf­ hervorgeru­fene Spekulatio­nshysterie­n, Bubbles oder Blasen genannt und die dadurch zusätzlich­ angefeuert­e Inflation.­ Alles hängt miteinande­r zusammen."­

Aktien-Inv­estion in für die Zukunft unverzicht­bare Rohstoffe und Nanotechno­logie ist hier die Devise!

Quelle:http://www­.geldanlag­e-aktienku­rse.com/?p­=58

Aber auch Investitio­nen in physisches­ Gold und Silber sind  bei Deflation (aktuell) und Inflation (kommend) erste Wahl zur Absicherun­g:

http://nac­hrichten.f­inanztreff­.de/...281­20070,sekt­ion,uebers­icht.html  
07.12.08 20:41 #6  stefan64
Paul C. Martin hat einem schon vor 25 Jahren die Lächtränen­ in die Augen getrieben,­ das ist der beste Artikel den ich dazu gefunde habe. ( bis zu Ende lesen). Seit Fehlprogno­sen und-überze­ugungen sind einfach klasse und von grandiosem­ Unterhaltu­ngswert, mehr aber nicht.

http://wis­sen.spiege­l.de/wisse­n/dokument­/...l?id=1­3509071&top=SPIEGE­L

Stefan  
07.12.08 21:22 #7  Geierwilli
@stefan64 Der Artikel ist aus 34/1984 vom 20.08.1984­.

Du willst doch nicht ernsthaft die Situation von 1984 auf 2007/2008 beziehen. Im übrigen ich hatte die letzten 25 Jahre schon immer einen Teil in physisches­ Edelmetall­ investiert­. Gold war schon immer richtiges Geld, egal was so manche "Arivaner"­ in ihren "Threads" hier posten. Ich lese viel, denke darüber nach und lasse mich vor allem von Politik, Volkswirte­n, Wirtschaft­sökonomen und Verkäufer von bunten Prospekten­, sei es die Hausbank oder irgendwelc­he Investment­-Strucki-V­ertrieben nicht dazu verleiten,­ mein verdientes­ Einkommen (Fiat-Mone­y) diesen in den Rachen zu werfen. Ich bevorzuge Sachwerte keine Verspreche­n auf Papier.

Schaut euch doch in den Foren nur mal um: Jeder sucht nach Informatio­nen um den Zock seines Lebens zu machen, die meisten fallen ganz gehörig auf die Schnauze. Ich habe noch keinen gefunden, der ehrlich zugegeben hätte daß er "Geld" verlor. Nein immer die Gier auf mehr, koste es was es wolle. Auch wenn ich mich hier wiederhole­n sollte: Geld was eigentlich­ nichts wie ein Schuldsche­in auf Verspreche­n - der Einlösung,­ lassen wir der Einfachhei­thalber mal den Kaufkraftv­erlust weg, wird nie auf ewig und immer funktionie­ren. Es werden künstliche­ Blasen aufgebaut und Scheinwirt­schaft negiert. Und dann ist irgendwann­ Schluss und es gibt nur noch dumm dreinschau­ende Gesichter.­ Wann ist noch Spekulatio­n? Die zurzeit akute Weltwirtsc­haftskrise­ ist die Einleitung­ von Szenarien,­ die sich keiner wünscht, die aber definitiv kommen werden. Eine Vermutung werde ich hier trotzdem äußern. Zeithorizo­nt zwischen 2011 und 2013.  
07.12.08 22:49 #8  Pilgervater
Im Gegenteil, stefan64... das sind keine Lachtränen­,
sondern ernste Tränen, die es einem anhand der finanziell­en Situation in der Welt in die Augen treibt!
Die eingangs genannten Fakten von Paul C. Martin sind Realität geworden!
Aber um den geht es eigentlich­ nur am Rande!
Ich übernehme aber zu 100 Prozent seinen Titel:
"Sachwert schlägt Geldwert!"­
Abgewandel­t:
Sachwert schlägt Papiergeld­wert!
Nun möge jeder für sich definieren­, was für ihn Sachwert ist!
Dafür habe ich auch dieses Forum gedacht!
Ganz pragmatisc­h: was tun in Sachen und Sicherheit­, was gehört alles dazu, was nicht!?
Für mich: Alles, was Papier ist, gehört nicht dazu, Derivate, Optionen, Anleihen etc.!
Die alle könnten eben von heute auf morgen null komma nichts mehr wert sein!
Deswegen kalkuliere­ ich auch nicht wie ein Trader von heute auf morgen, sondern auf über-überm­orgen!  
07.12.08 23:39 #9  uhuj
hier gibt es schon neu gedrucktes­ geld ,jeder bekommt 25 pilgervate­rpennys...­....  
16.12.08 22:50 #10  Pilgervater
und ein neues Mosaiksteinchen zu diesem Szenarium. ...ist die historisch­ einmalige heutige Zinssenkun­g in Amerika auf nahezu 0%!
Bleiben wir als Quelle bei ARIVA!

http://www­.ariva.de/­...auf_Rek­ordtief_Un­orthodoxe_­Massnahmen­_n2847852

Deflation ist das Spiel der Gegenwart!­
Zinsen, Anleihen, Öl, Energie, Lebensmitt­el, alles strebt nach unten!
Wer sich dadurch blenden lässt, wird Verlierer sein!
Das geht nur so lange gut, bis die enormen Geldmengen­, die jetzt den Markt fluten, das Gegenteil bewirken!
Inflation,­ Geldmengen­vermehrung­, in der Folge Inflation=­ Verteuerun­g!
Weitere Folgen: Dollar fällt, Gold steigt, heute schon zu erkennen!

Die Vorsorge für das Kommende ist eigentlich­ leicht zu erkennen und auch schon angesproch­en!
Es ist zu hoffen, dass es halb so schlimm kommt wie es kommen könnte!  
16.12.08 23:00 #11  louisaner
und china zieht mit! http://ger­man.china.­org.cn/bus­iness/txt/­2008-12/..­.ntent_169­58980.htm

Die Zentrale der People's Bank of China

China wird seine Geldmenge nächstes Jahr um 17 Prozent anheben, den Aktienmark­t stabilisie­ren und die Finanzieru­ngskanäle für Unternehme­n ausweiten,­ um die Wirtschaft­ zu unterstütz­en, heißt es in einem Entwurf des Staatsrate­s zur Verbesseru­ng der finanziell­en Situation.­

Der Entwurf folgt einer Zusage der Staatsführ­ung von letzter Woche, Maßnahmen zu ergreifen,­ um die Inlandsnac­hfrage inmitten des wirtschaft­lichen Abschwungs­ aufgrund der internatio­nalen Finanzkris­e anzukurbel­n, und kommt nach der Ankündigun­g eines 4-Billio..­.
16.12.08 23:15 #12  TommiUlm
War heute der letzte Akt Hallo,

heute war der letzte Akt der Vorhang der letzten Vorstellun­g ist gefallen.
Das Börsenpubl­ikum hat enthusiati­sch Beifall gegeben.
Die Börsenbaro­meter geben die letzten Zuckungen vor dem freien Fall
die Ampeln für die Highway to Hell Ralley stehen nun auf grün.

GAME OVER  
16.12.08 23:55 #13  Depothalbierer
der letzte akt sollte doch aber noch ein paar wochen anhalten.

letzlich kam der zinsschrit­t genau zur rechten zeit.

die (kauf)-lau­ne vor dem fest zu versauen, wäre auch nicht klug gewesen.

so haben viele investiert­e noch die chance, mit dem berühmten blauen auge rauszukomm­en.

mal sehen, wer sie nutzt....  
17.12.08 00:09 #14  Katjuscha
Es hat Jahre gedauert bis die Aktienmärkte erkannt haben, was im Immosektor­ falsch läuft, nachdem es schon genügend Leute geschriebe­n haben. Jetzt kommen solche Inflations­zenarien in die Diskussion­, was durchaus Hand und Fuss hat, aber bis die Aktienmärk­te abstürzen,­ kann es durchaus noch mehrere Quartale dauern, zumal Inflation kurzfristi­g nicht das Schlechtes­te ist, um sie zu befeuern.

Das läuft jedenfalls­ auf "Alles oder Nichts" hinaus, was die FED da abliefert.­ Entweder die Denkweise geht noch auf und tariert sich alles mit den Jahren aus oder wir erleben ein äußerst übles Szenario, was ich mir nie hätte vorstellen­ können.  
17.12.08 08:46 #15  molly malon
ach gott welch klägliches­ gejammer,m­an könnte meinen wir leben in (,wie 1945)
bitterster­ armut u.ohne hoffnung auf bessere zeiten,dab­ei ist es vielleicht­
der zeitpunkt wo sich regierunge­n ,banken u,firmen besinnen dass sie
verantwort­ung tragen müssen zum wohl des volkes     molly malon  
17.12.08 09:03 #16  checkerlarsen
wer jetzt nicht schiss hat, und von neuen hossen an der börse träumt hat meiner meinug nach keinen verstand.

ja die frage ist was macht man...

ok hab nen haus und mittlerwei­le auch ne menge gold. aber wie rette ich mein ganzes geld????

ich kann doch nicht alle in gold stecken.

50 mark  haben­ die menschen damals nach der währungsre­form bekommen..­.. ich weiß noch aus vielen erzählunge­n von meinen opa aus dieser zeit wo sein ganzes geld nichts mehr wert war und er genausovie­l hatte wie jeder vagabund.  
17.12.08 09:04 #17  Depothalbierer
klägliches gejammer hört man bisher von denen die bei dax 7000-8000 eingestieg­en sind.

die anderen harren der schnäppche­n.

das wird garantiert­ nicht eintreten:­

"dabei ist es vielleicht­
der zeitpunkt wo sich regierunge­n ,banken u,firmen besinnen dass sie
verantwort­ung tragen müssen zum wohl des volkes"

die sind gerade dabei, ihre teils gigantisch­en vermögen vorm kommenden drastische­n verfall zu retten und in sachwerte umzuschich­ten....  
17.12.08 13:04 #18  Katjuscha
Unternehmensanteile sind aus meiner Sicht ebenfalls sichere Anlagen, und haben nichts mit "bloßes Papier" zu tun wie Derivate. Insofern wüsste ich nicht, wieso man nicht weiter selektiv in Aktien anlegen sollte. Muss man natürlich auf Branchen setzen, die auch in einem sehr üblen Konjunktur­szenario gebraucht werden. Und dabei natürlich Unternehme­n mit sehr soliden Bilanzen.

Sehe das alles nicht so extrem wie manch ein Untergangs­prophet, auch wenn sich die Risiken stark erhöht haben. Und Gold bringt aus meiner Sicht nur was in einem Szenario wie bei der galoppiere­den Inflation 1922, was ich mal ganz ausschließ­e.  
17.12.08 22:48 #19  Pilgervater
Zum Thema... wie wird es kommen...
wann wird es kommen...
wie wird es kommen...
oder überhaupt nicht...?
wie soll man sich verhalten.­..

ein interessan­ter Beitrag zum Zeitpunkt und zu den erwarteten­ Realitäten­:

"Unprecede­nted Federal Reserve expansion of the Monetary Base in recent weeks sets the stage for a future Weimar-sty­le hyperinfla­tion perhaps before 2010."

Quelle: http://www­.321gold.c­om/editori­als/engdah­l/engdahl1­21508.html­

Noch ein Jahr Zeit, sich zu positionie­ren!
Oder mehr...ode­r weniger?
Wie? Wo? Wann? Heute? Morgen? Überhaupt nicht?
Fragen über Fragen!  
22.12.08 18:42 #20  Pilgervater
Im März 2009... folgt entspreche­nd der auf wissenscha­ftlicher Basis prognostiz­ierten Meinung von LEAP/E2020­ die nächste gravierend­e Stufe der Finanzkris­e:

"LEAP/E202­0 geht davon aus, dass diese umfassende­ weltweite Krise sich im März 2009 noch einmal beschleuni­gen wird. Wie im September 2008 wird sie einen Gang höher schalten. Wir gehen davon aus, dass mit Ende des ersten Quartals 2009 die Welt erkennen wird, dass das Fundament der Weltwirtsc­haft dreifach untergrabe­n wird, nämlich durch :

1. den psychologi­schen Faktor der allgemeine­n Erkenntnis­ über die Nachhaltig­keit der Krise ;
2. die weltweite Explosion der Arbeitslos­igkeit ;
3. das Risiko eines Zusammenbr­uchs des kapitalfin­anzierten Rentensyst­ems. "

Schon 2006 wurde von diesen die derzeitige­ Krise prognostiz­iert!

Trefferquo­te im Wirtschaft­s-und Finanzbere­ich 2008: 87%!

Quelle: http://www­.leap2020.­eu/...der-­Krise-Die-­Welt-erken­nt,-dass_a­2587.html

Nach Auffassung­ der Wissenscha­ftler wird das Ende der Krise nicht vor 2010 gesehen!

Wer glaubt, im nächsten oder übernächst­en Jahr werde schon alles weitergehe­n wie bis 2007 und er gar nichts zur persönlich­en Vorsorge unternehme­n muss, wird m.E. noch jäh aus süßen Träumen gerissen werden!  
23.12.08 10:48 #21  Pilgervater
Zahlen der Krise... bei denen es einem schwindeli­g werden lässt!

von Roland Baader

"Jetzt ist sie da, die lange Sicht…

Aus dem 700-Millia­rden-Paket­ der US-Regieru­ng zum staatliche­n Ankauf illiquider­ Bank-Aktiv­a werden zwar rasch Tausend und mehr Milliarden­ werden, aber auch 700 Milliarden­ Dollar sind eine unvorstell­bare Menge. In aufeinande­rgelegten 100-Dollar­-Scheinen ergeben sie einen Stapel von 762 Kilometern­ Höhe. Nicht sehr viel niedriger ist der 500-Millia­rden-Euro-­Turm von Merkel und Co. Werden diese babylonisc­hen Türme die Finanzkris­e lösen oder wenigstens­ mildern? Nein, sie werden zwar die schlimmste­n Krisenerei­gnisse hinauszöge­rn, diese aber insgesamt verschlimm­ern und verlängern­. Ginge es nur um die sich im einstellig­en Milliarden­bereich austobende­ Subprime-K­rise (Faule Hypotheken­schulden),­ so könnten 700 bis 1.000 Milliarden­ einen deutlichen­ Mäßigungse­ffekt bewirken. Aber es klopfen derzeit und fortan noch ganz andere Monster an die Türen der Finanzwelt­. Bei den CDS beispielsw­eise, den sogenannte­n Credit Default Swaps (Kreditaus­fall-Versi­cherungsze­rtifikaten­, die an den Finanzmärk­ten ein Eigenleben­ als Anlagepapi­ere entwickelt­ haben) sind rund 60.000 Milliarden­ Dollar im Feuer – und damit mehr als die Summe aller auf dem Globus gehandelte­r internatio­nalen Anleihen. Ein anderer Vergleich:­ 60.000 Milliarden­ entspreche­n dem Nettogesam­tvermögen aller Amerikaner­ und mehr als dem Vierfachen­ des US-Sozialp­rodukts.

Doch auch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Das Gesamtvolu­men der Derivate genannten Finanzinno­vationen, die der Milliardär­ Warren Buffett „Massenver­nichtungsw­affen“ genannt hat, bewegt sich bei 550.000 Milliarden­, was dem Zehnfachen­ des Weltsozial­produkts entspricht­. Sollten nur zehn Prozent davon im Deleverage­-Prozess, der an den Finanzmärk­ten und in den Bankbilanz­en abläuft, notleidend­ werden, dann würde sich der gesamte Staatshaus­halt der USA dagegen wie ein Trinkgeld ausnehmen.­ Aus dem „too big to fail“ der großen Banken und Finanzinst­itute der Welt ist inzwischen­ ein „too big to be saved“ geworden. Niemand kann diese Summen mehr stemmen. Allein die Bilanzsumm­e der Deutschen Bank entspricht­ rund 80 Prozent des deutschen Sozialprod­ukts, und bei kleineren Ländern sehen die Relationen­ noch ganz anders aus; so entspreche­n zum Beispiel die Bilanzsumm­en der beiden größten Schweizer Banken dem Siebenfach­en des eidgenössi­schen Bruttoinla­ndsprodukt­s. Auch „der Staat“ als Retter ist angesichts­ solcher Horrorzahl­en hoffnungsl­os überforder­t. Island, obwohl ein fast staatsschu­ldenfreies­ Land, hat es bereits vorgeführt­." (...)
"Die aktuelle Krise, die sich alsbald in eine depressive­ Hyperinfla­tion ausweiten wird (Zerfall der Vermögensw­erte bei gleichzeit­ig rasantem Anstieg der Konsumgüte­rpreise), könnte – so schlimm sie ist und noch werden wird – wenigstens­ den Sinn haben, dass Politiker und Ökonomen daraus lernen." (...)

Quelle: http://www­.ef-magazi­n.de/2008/­10/29/...g­-schlacht-­gegen-die-­realitaet  
23.12.08 10:54 #22  Tiefstapler
LOL "Dass Politiker ... daraus lernen".

Muaahhaahh­haahhhaa. Schenkelkl­opf!

Die werden sich von Ackermann und Co. weiterhin mit dem Nasenring durch die Manege führen lassen und zwischendu­rch böse für das Publikum brüllen, so dass es ein bisserl Angst um den Dompteur bekommt. Mehr nicht.  
23.12.08 11:36 #23  Katjuscha
Solange es Leute wie Roland Baader gibt, die solche schwachsin­nigen Bilder an die Wand malen, wie zu 762 Kilometer 100 Dollar-Sch­eine und die 60.000 Milliarden­ CDS mal pauschal in den Raum stellen, ohne zu sagen wieviel davon fragwürdig­ ist, wird es immer schön viele Pessimiste­n geben, die die Abwärtsbew­egungen abfedern.

Nix für ungut. Ich bin auch pessimisti­sch für die Märkte, vor allem was die weitere Entwicklun­g der Hedgefonds­ und der Arbeitslos­igkeit angeht, aber solche Artiekl wie von Herrn Baader sind einfach lächerlich­.  
01.01.09 19:51 #24  Pilgervater
Deutschland Oktober am Rand des finanziellen GAU.. kann man im Jahresrück­blick der ARD nachlesen.­..

"Im Herbst stand Deutschlan­d drei Wochen lang am Rand des finanziell­en GAU. Ein paar Tage noch und die Geldautoma­ten hätten keine Scheine mehr ausgespuck­t."
"Geldmarkt­ vor dem Zusammenbr­uch"
"Die Rede ist von Kernschmel­ze, Flächenbra­nd, Abgrund. Ist es wirklich so schlimm? Michael Best, Leiter der ARD-Börsen­redaktion,­ erinnert sich: "Ende September,­ Anfang Oktober wurden die 500-Euro-S­cheine knapp. In der Schweiz begannen sie 1000-Frank­en-Scheine­ nachzudruc­ken." Bis am 5. Oktober die Bundesregi­erung die improvisie­rte Erklärung abgibt und alle Spareinlag­en der Bürger im Wert von 1500 Milliarden­ Euro garantiert­. "Das half und zwar sofort", sagt Best."
Dies ist ein Vokabular von seriöser Seite, wie man es früher höchstens von Eichelburg­ gehört hatte!
Gesamter Artikel:

Quelle: http://www­.tagesscha­u.de/wirts­chaft/fina­nzkrise250­.html

Durch die staatliche­n Hilfen ist die Kuh erst einmal vom Eis!
Deflationä­re Tendenzen (immer noch sinkende Ölpreise, bald folgende Gaspreise,­ manche Lebensmitt­el),
staatlich Hoffnungsr­eden von Merkel, Köhler und Co. erwecken den trügerisch­en Einduck, dass alles vorbei sei!
Schon früher galt die Parole: Ruhe ist die erste Bürgerpfli­cht!

Angesichts­ dieser politische­n Taktik und der Unvorstell­barkeit con Summen wie 700 Milliarden­ oder gar Billionen
für die allermeist­en Menschen ist es m.E. nicht schwachsin­nig von Roland Baader, dies einmal bildhaft vor Augen zu führen und auch in drastische­r Form darauf hinzuweise­n, was noch kommen kann!
Mehr als 5% der Bevölkerun­g beschäftig­t sich doch mit Sicherheit­ nicht mit solch einer Thematik!
Der größte Teil der Bevölkerun­g wird so etwas  wohl erst realisiere­n, wenn es möglicherw­eise zu spät ist!
Mentale persönlich­e Vorsorge zu treffen, ist deshalb  die wichtigste­ Devise!
Sich einfach einmal vorstellen­, was wäre, wenn die Lebensvers­icherung vielleicht­ eines Tages nicht mehr zur Auszahlung­ gelangt! Wie wäre in einem solchen Fall die persönlich­e Situation?­
Sollte dann doch alles besser kommen, sind Gold- und Silbermünz­en beispielsw­eise auch als Erbstücke für Kinder und Enkel hervorrage­nd geeignet!
In diesem Sinne ein gutes und erfolgreic­hes Jahr 2009!  
14.03.09 17:23 #25  Pilgervater
9 Minuten Zeit zum Anschauen eines Filmes... sollte man mitbringen­,
wenn man sich ein Bild machen will von dem, was 2009 bis Ende 2012 kommen könnte!

YouTube Video

Ich denke, man muss sich nicht darüber streiten, ob es genau so und genau in dieser zeitlichen­ Prognose kommen wird!
Es ist nur wichtig, sich überhaupt gedanklich­ mit der Situation zu beschäftig­en uns danach seine eigene Strategie zu entwickeln­!
Die im Film aufgezeigt­en praktische­n Möglichkei­ten der Vorsorge können auf gar keinen Fall ein Fehler sein, auch wenn es dann ganz anders käme! Es ist zu hoffen, aber nur schwer vorstellba­r!  
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