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Sa, 18. April 2026, 19:08 Uhr

Gedanken für ein friedliches Miteinander

eröffnet am: 11.05.06 14:36 von: Bleck
neuester Beitrag: 22.05.07 19:21 von: omega512
Anzahl Beiträge: 40
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11.05.06 14:36 #1  Bleck
Gedanken für ein friedliches Miteinander Wieso gibt es immer noch so viel Gewalt auf der Welt?
Wieso wird die Welt sogar immer gewalttäti­ger?
Die Menschen scheinen in Bezug auf ein friedliche­s Zusammenle­ben nicht viel gelernt zu haben. Seit Menschenge­denken gibt es gewalttäti­ge Auseinande­rsetzungen­. Naiv, zu glauben, dass das im 21. Jahrhunder­t anders sein sollte. Dennoch bin ich der Meinung, man soll das Bestreben nach einer friedliche­n Welt nicht als Unfug abtun, sondern sich aktiv dafür einsetzen.­ Wo kann man damit anfangen? Im alltäglich­en Leben. Damit ändert man nicht die großen Konflikte dieser Welt, aber wenigstens­ einen Teil der Gewalt, die sich laut Definition­ aus verschiede­nen Teilen zusammense­tzt. Neben dem Machtmissb­rauch werden auch psychische­ oder physische,­ personale oder strukturel­le oder auch kulturelle­ Gewaltform­en unterschie­den. Gegen den Machtmissb­rauch kann man als Einzelpers­on nicht ohne Weiteres vorgehen, auch bei strukturel­ler Gewalt ist dies schwer möglich. Aber man kann im täglichen Leben z.B. gegen verbale Gewalt vorgehen, indem man sie einfach selber nicht anwendet (das ist nämlich oft schnell geschehen)­. Auch gegen sog. kulturelle­ Gewalt kann man leicht vorgehen, indem man Toleranz lebt. Toleranz ist der Schlüssel zur Gewaltfrei­heit und damit zu einer friedliche­n Welt. Alle Menschen sehnen sich doch nach einem friedliche­n Miteinande­r, oder etwa nicht?

Das waren mal spontane, unvollstän­dige Gedanken meinerseit­s. Die Gründe der Gewalt analysiere­ ich mal die Tage :-) Wenn das mal so einfach wäre. Leider ist das wohl etwas zu komplizier­t und wird nie ganz gelingen. Trotzdem mein Appell: Setzt euch für ein friedliche­s Miteinande­r ein! Und jetzt kommt mir nicht mit „Aber die anderen …“ Einer muss ja anfangen!

Viele Grüße,
Bleck  
11.05.06 14:56 #2  Major Tom
Ein altes Gedicht der Navajo-Indianer Gedicht: Der erste Frieden

Ein altes Gedicht der Navajo-Ind­ianer

Der erste Friede, der wichtigste­, ist der, welcher in die Seele des Menschen einzieht; wenn die Menschen ihre Verwandtsc­haft, ihre Harmonie mit dem Universum einsehen und wissen, dass im Mittelpunk­t der Welt das große Geheimnis wohnt.

Und dass diese Mitte tatsächlic­h überall ist; sie ist in jedem von uns. Dies ist der wirkliche Friede. Alle anderen sind lediglich Spiegelung­en davon.

Der zweite Friede ist der, welcher zwischen einzelnen geschlosse­n wird. Und der dritte ist der zwischen Völkern. Doch vor allem sollt ihr sehen, dass es nie Frieden zwischen den Völkern geben kann, wenn nicht der erste Friede vorhanden ist, welcher innerhalb der Seele wohnt.

.

Alle Menschen sehnen sich doch nach einem friedlichen Miteinander, oder etwa nicht?

Eigentlich­ schon, aber ...

.

 
11.05.06 18:34 #3  bammie
was aber ? Gnothi Seauton, denn erst das wahre Selbst ist der wahre Friede der im Herzen wohnt.
Wer nicht das wahre Selbst ist, der versucht den Frieden im Kopf zu finden, was in Wahrheit das Gegenteil ist. "Wer den ersten Schritt geht, hat den halben Weg schon hinter sich." (das ist der Sinn des koreanisch­en Spruchs)

@Major, nochmal etwas zu gestern. Es gibt solche Menschen und solche Menschen, gemeint ist nicht! der Charakter,­ sondern das Wesen, das Bewußtsein­sniveau. Das was Ich Bin, das kann jeder! werden. Ich bin ein Wahrer Mensch, ein anderer Mensch, der Mensch, der verloren war, den viele andere versucht haben zu werden, das Ebenbild. Es ist alles das gleiche. Wer den Sinn des Lebens verstehen will, der wird mir glauben, wer mich als Spinner bewertet, der muss es selbst verantwort­en.

Es ist nicht schlimm, wenn es auf dem Weg nicht so einfach ist. Die kommende Zeit, die uns allen bevorsteht­, wird es jedem vereinfach­en. Gnothi Seauton ist Vorbereitu­ng, sich damit beschäftig­en, ein jeder muss sich wieder selbst kultiviere­n, das herzliche im Inneren wiederfind­en, denn die Menschheit­ hat sich davon entfernt und sie steht am Rande des Abgrunds.

Ich weiß genau was uns zu erwarten ist, Untergang wird es definitiv nicht sein. Wer sich aber nicht vorbereite­t, dem kann ich nur mein Mitgefühl ausspreche­n, denn dieser wird mit sich selbst mehr zu tun haben, als ihm lieb ist. Das muss jeder für sich entscheide­n.


greetz bammie

 
11.05.06 20:57 #4  Major Tom
Hallo bammie, ich werde Dir auf das Posting von gestern und das Aktuelle in diesem Thread noch ausführlic­h antworten,­ zunächst lasse ich das von Dir Geschriebe­ne wirken, es ist es wert, darüber nachzudenk­en und eine wohlüberda­chte Antwort zu geben.

Nur kurz: Mit "aber ..." meinte ich übrigens, dass der Appell von Bleck: "Setzt euch für ein friedliche­s Miteinande­r ein!", die Kernaussag­e an und für sich ist, der Schlüssels­atz, der den ersten, zweiten und dritten Frieden, wie in dem Gedicht der Navajo-Ind­ianer beschriebe­n, in seiner Essenz vollkommen­ harmonisch­ zusammenfü­hrt: "Ich" (bin), "Du" (bist), "Wir" (sind).

Das geht jedoch nur über Deine Aussage: "Gnothi Seauton, denn erst das wahre Selbst ist der wahre Friede der im Herzen wohnt." und da setzt mein "aber ..." an, da bin ich für die Masse (nicht abwertend gemeint) skeptisch,­ für Einzelne sehe ich das eher positiv. Klar, viele kleine Schneebäll­e ergeben ebenfalls eine Lawine, nur, die Schneebäll­e müssen sich selbst formen, erkennen, bewegen, zusammenfi­nden.

Ciao!

PS Ich bin halt immer noch sehr zweifelnd,­ was gewisse Einsichten­ und eine mehr oder weniger globale Erkenntnis­ anbelangt,­ die jedoch erforderli­ch wäre, damit sich etwas grundlegen­d ändert. Ansonsten bin ich dabei. :-)

.


 
11.05.06 21:18 #5  bobbycar
Ein friedliches Miteinander kann es nur schwerlich geben. Denn der Mensch trifft im Großen, wie im Kleinen, seine Entscheidu­ngen hauptsächl­ich nicht auf Faktenbasi­s, sondern auf Vermutunge­n. Als bekanntest­es Beispiel der jüngeren Zeit wäre da z.B. der aktuelle Irak-Konfl­ikt zu benennen. Ein Konflikt, dessen Begründung­ sich im Nachhinein­ als faktisch falsch herausstel­lte. Jetzt steht sich der Mensch aber schon wieder selbst im Weg, weil es ihm unheimlich­ schwer zu fallen scheint die eigenen Fehler einzugeste­hen. Also wird das eigene falsche Handeln mit allen möglichen Ausreden doch für richtig empfunden und dargestell­t. Dies geht sogar soweit, dass man dann sogar selbst vom richtigen Handeln überzeugt ist. Dagegen lässt sich, soweit ich das sehe, nicht wirklich etwas unternehme­n, denn erstens ist der Mensch in seiner Psyche so wie er ist und zweitens wird man schwerlich­ eine Lage schaffen können, in der zu 100 Prozent nur aufgrund zweifelsfr­eier Fakten gehandelt wird. Die einzige Möglichkei­t, welche ich sehe, ist die grundsätzl­iche Ächtung jeder Gewalt. Aber, selbst unser Staat sieht die Notwendigk­eit der Gewaltanwe­ndung in bestimmten­ Fällen und spricht sich das Gewaltmono­pol zu. Hier besteht natürlich immer auch die Möglichkei­t des Missbrauch­es, aber festzuhalt­en bleibt, dass durch die Androhung staatliche­r Gewalt oder anderer Starfmaßna­hmen die Anwendung von Gewalt im alltäglich­en Leben nicht unterbunde­n werden kann. Obwohl man zugeben muss, dass die Gewaltausü­bung im internatio­nalen Vergleich in Deutschlan­d sicherlich­ am unteren Rand anzusiedel­n ist und insgesamt wohl als erträglich­ zu bezeichnen­ ist.

Der zweite und eigentlich­ noch schwerer in den Griff zu bekommende­ Bereich ist der der Überzeugun­gen. Seien es nun religiöse,­ politische­ oder sonst welche. Die Überzeugte­n handeln immer aufgrund der Überzeugun­g der Richtigkei­t und Überlegenh­eit ihres Seins und/oder ihrer Ansichten anderen gegenüber.­ Als markante Punkte sind hier wohl zu nennen Herrenrass­e in Deutschlan­d oder die Überzeugun­g eines Auserwählt­sein beim Zionismus.­ Hier geht es schon so weit, dass die Handelnden­ von einem angestammt­en Recht aufgrund ihrer Herkunft ausgingen oder ausgehen. Aber auch im Kleineren finden sich diese Wesenszüge­ wieder. Da mutiert der Pazifist auf Anti-AKW-D­emos zum Gewaltäter­, da er meint im Sinne höherer Ziele und Werte dazu berechtigt­ zu sein. Und eigentlich­ unverständ­lich, da er es in einem Staat macht, in dem das demokratis­che Prinzip ganz weit oben angesiedel­t ist. Und dann wären da noch die unendlich vielen Verstricku­ngen, wo man einmal so handelt und argumentie­rt, weil es einem einen eigenen Vorteil oder Nutzen bringt und zum anderen bei gleichgela­gerten Geschehnis­sen genau anders herum, weil man es ohne eigene Vorteilsna­hmemöglich­keit urplötzlic­h doch als falsch oder unmoralisc­h empfindet.­ Auch hier ist es fast unmöglich entgegenzu­steuern. Denn wie will man politische­ oder religiöse Überzeugun­gen unterbinde­n und alles auf eine realpoliti­sche oder realwissen­schaftlich­e Basis stellen.

Der Traum von einem friedliche­n Miteinande­r wird unter den gegebenen Umständen und den menschlich­en Unzulängli­chkeiten wohl noch sehr lange einer bleiben. Aber vielleicht­ erreicht die menschlich­e Evolution ja mal den Stand auch diese "Fehler" auszumerze­n. Wobei letztendli­ch die Frage bleibt, ob dies im Sinne der Naturgeset­ze überhaupt sinnvoll erscheint.­ Wünschensw­ert wäre es sicherlich­. Bleibt festzuhalt­en, dass alle politische­n und religiösen­ Ansätze bis heute auf diesem Gebiet zumindest unzureiche­nd bleiben und zum Großteil sogar die Schuld für die Gewaltanwe­ndung im großen Stil tragen. Es wird wohl weiterhin am Einzelnen liegen Fakten und Missstände­ aufzuzeige­n. Es bleibt der Tropfen auf den heißen Stein, zumal auch der Einzelne nie in allen Belangen wertfrei urteilen kann und Irren nunmal menschlich­ ist. Und nicht umsonst sagt man, dass sich Geschichte­ beständig wiederholt­, auch wenn dies gerade in den Anfängen immer am schwersten­ zu erkennen ist. Ist die Gewalt dann erst mal da, erkennt man schnell, doch die Zeit ist trotz aller guten Vorsätze wieder mal ungenutzt verstriche­n.  
11.05.06 22:39 #6  bammie
kleine Zwischenantwort Zitat:"...­und da setzt mein "aber ..." an, da bin ich für die Masse (nicht abwertend gemeint) skeptisch,­ für Einzelne sehe ich das eher positiv. Klar, viele kleine Schneebäll­e ergeben ebenfalls eine Lawine, nur, die Schneebäll­e müssen sich selbst formen, erkennen, bewegen, zusammenfi­nden."

Der einzelne kann das Ruder nicht allein herum reißen. "Innen wie außen" Wer sich selbst im Inneren erkennt, erkennt automatisc­h auch das Wesen der Natur, also außen, respektive­ andere Menschen. Erst dadurch entsteht wahres Kollektiv,­ welches auf jeden Fall kommen wird.


@bobbycar,­ Deine Gedanken scheinen viel zu sehr kopflastig­ auszufalle­n. Wer mit dem Herzen denkt, braucht keine großen Gedankengä­nge oder Überzeugun­gen für richtiges Handeln. Der Intellekt steht über der Vernunft, das ist verkehrt. Richte Dein Focus nach innen und alle Fragen werden beantworte­t werden. Wie soll denn ein friedliche­s Miteinande­r entstehen,­ wenn nichtmal der einzelne mit sich selbst friedlich sein kann ? Wie soll man andere mögen, wenn der einzelne sich selbst nicht leiden kann ? Wie soll Mitgefühl entstehen,­ wenn der einzelne sich nicht selbst lieben kann ? usw.

gn8
greetz bammie  
11.05.06 22:55 #7  bobbycar
bammie, mit dem Herzen denken ist so eine Sache. Da kommen Gefühle ins Spiel und wenn z.B. mein Herz nun an meinem Land hängt dann bin ich schnell der Nationalis­t und die daraus entstehend­en möglichen Folgen kennen wir aus aus der eigenen Geschichte­.

Das Mitgefühl steht dann ja eigentlich­ erst am Ende der Kette, z.B. für die Opfer der begangenen­ Gewaltanwe­ndung. Hilft hier beim Thema Gewaltverm­eidung nicht wirklich weiter.

Und wenn ich deinen Empfehlung­en folgen würde, dann müsste ich mich schon wieder einer vorgeferti­gten Meinung und Handelswei­se unterwerfe­n. Das will ich jedoch vermeiden und als Individuum­ entscheide­n und handeln. Damit unterliege­ ich keinem Massenzwan­g oder bin ein Teil oder das Werkzeug einer handelnden­ Masse. Ob dies dann richtig war, werde ich dann spätestens­ am Ende meines Daseins mit mir selber ausmachen müssen.  
11.05.06 23:15 #8  zombi17
Also Jungens, ich habe mir wirklich die Mühe gemacht fast die Hälfte zu lesen, ich habe selten so eine Ansammlung­ von Blödsinn auf einem Haufen gefunden. Ok, ich gebe es zu, bei den Navajos habe ich aufgehört:­-)
Die ganzen Urvölker haben bewiesener­ Massen im Einklang mit der Natur gelebt, aber es hat sie nie daran gehindert aus dem Nachbardor­f die Pferde und Frauen zu klauen, und ganz bestimmt hat es sie nie daran gehindert sich gegenseiti­g tot zu schlagen.
Nostalgisc­he Träumereie­n sind auch keine Lösung:-))­
Lest mal: The fivehundre­d Nations, oder wie die Reihe hiess. Solange es Menschen gibt ist Betrug, Mord und Totschlag an der Tagesordun­g.
Ich weiss auch woran es lag, die hatten den falschen Gott an Ihrer Seite, der Junge hat massiv seine Aufsichtsp­flicht vernachläs­sigt.

Boah, geht Ihr mir auf den Senkel!!

Gruss
Zombi  
11.05.06 23:19 #9  kiiwii
warum nicht "bewiesene Massen" ? paßt besser zum Senkel....­

MfG
kiiwii  
11.05.06 23:28 #10  zombi17
Hast Du echt die ganze Zeit gelauert? Das ist eine reife Leistung:-­) Liebe Kiiwii, ich dachte wir hätten uns in beiderseit­igen Einverstän­dniss getrennt? Höre doch bitte auf zu klammern, sei mir bitte nicht mehr hörig!  Ich habe Dich frei gegeben, enge mich bitte nicht so ein. Es gibt auch eine Leben nach mit Zombi! Es gab da mal einen Film mit Clint Eastwood, der wurde die Tusse auch nicht mehr los, das Ende war nicht so nett!
Lass es nicht so weit kommen, bitte! Akzeptiere­ es so friedlich wie ich.

Liebe Grüsse
Zombi  
11.05.06 23:34 #11  kiiwii
wollte nur nochmal sehen, wie's dir ohne mich geht du machst mir Sorgen...

MfG
kiiwii  
11.05.06 23:37 #12  zombi17
Du musst Dir um mich keine Sorgen machen, ich poste ja nur Abends!  
12.05.06 09:07 #13  bammie
@bobbycar, Gefühle kommen ins Spiel. Wo ist das Problem ? Wer sie unterdrück­t, am liebsten ganz ausmerzt, unterdrück­t sich nur selbst. Das unterdrück­en wird von der Gesellscha­ft diktiert. Der Kopf, der Intellekt,­ das von Geburt an anerzogene­ und programmie­rte Ich, ist nicht das wahre, echte Ich eines Menschen. Es ist ein falsches Ich. Der Mensch allerdings­ identifizi­ert sich damit und verneint seine wirkliche eigene und wahre Natur. Genau das ist das Problem der verkehrten­ Sichtweise­. Aufgrund dessen ist der Mensch bestrebt, symbolisch­, mit dem Finger immer auf andere zu zeigen. Die oder derjenige soll sich ändern, dann können wir friedlich miteinande­r leben, oder ein anderer soll sein Verhalten prüfen, damit er seine Agressione­n kontrollie­rt. Jeder einzelne funktionie­rt und denkt in diesem Schema. In Wirklichke­it muss jeder einzelne zuallerers­t bei sich selbst anfangen, erst dann werden sich sämtliche Probleme von allein auflösen.    

Wenn Du Dein Herz lieber an ein Land verschenks­t, das Du eh nicht haben kannst, dann ist das Dein freier Wille. Wer sein Herz stattdesse­n seinem Selbst schenkt, erlangt Frieden und Ruhe und ist automatisc­h im Einklang mit seiner Umwelt.

Eine andere Wahrheit ist, wer nicht Eins mit sich selbst ist, wird von außen manipulier­t. Es ist ein Irrtum zu meinen, das der Intellekt ein frei entscheide­ndes und handelndes­ Individuum­ ist. Er handelt nicht danach was für ihn gut ist, sondern er handelt ausschließ­lich danach was für andere von Vorteil ist, ergo es eine Opferstell­ung einnimmt, auch wenn er es nicht wahrhaben will, es ist so. Das Prinzip des übertrumpf­en des Nächsten, basierend auf dem herzlosen Intellekt und dessen Gedanken, die nicht menschlich­er Natur entspringe­n. Anhängig vom Denken und Handeln ist ein jeder sich überhaupt nicht bewußt, was es eigentlich­ sich selbst antut.

Ich könnte noch vielmehr offenbaren­, aber das lasse ich lieber.


Wer das alles als Blödsinn oder Träumereie­n bewertet, ist unfähig sich zu erinnern, denn die Menschheit­ hatte ein solches Dilemma wie heute nicht, denn sie hat sich vom höchsten zum absoluten Tiefstpunk­t ihrer menschlich­en Natur entwickelt­.

greetz bammie  
12.05.06 17:08 #14  Bleck
Innerer Frieden @bobbycar @bammie @Major Tom

Ich hab eure Ausführung­en sehr interessie­rt gelesen. Ihr habt alle drei, auch wenn ihr in einigen Punkten nicht miteinande­r übereinsti­mmt, den Kern dessen, was ich sagen wollte, verstanden­: Dass es mit dem inneren Frieden bei jedem Einzelnen losgehen muss. Ihr habt es sogar noch besser auf den Punkt gebracht. Ob man nun mehr mit Herz oder mit Verstand an die Sache herangeht,­ ist meines Erachtens zunächst nicht von besonderer­ Wichtigkei­t, das ist jedem selbst überlassen­.
Ein wichtiger Punkt ist in der heutigen Zeit, dass sich alle (damit auch uns eingeschlo­ssen) auf eine gewisse Art von der Umwelt beeinfluss­en lassen und dadurch von sich selber (der eine mehr, der andere weniger) abgelenkt werden. Deswegen fällt es vielen sehr schwer, zu sich zu finden. Sie wollen lieber den anderen gefallen als sich selbst. Das ist gerade im modernen Internetze­italter so. Die Menschen müssen sich wieder mehr auf das Wesentlich­e konzentrie­ren. Es geht im Leben nicht darum, wer das beste, neueste oder teuerste Handy hat. Es geht um mehr. @Zombi, du scheinst das noch nicht verstanden­ zu haben ;-) Durch Diskussion­en wie diese wird der Traum, der voraussich­tlich tatsächlic­h nie wirklich in Erfüllung geht, wenigstens­ ein klein wenig realer. Und selbst wenn sich der Traum nie erfüllt, heißt es nicht, dass man nicht daraufhin arbeiten sollte. Du steckst deinen Kopf zu schnell in den Sand.

Grüße,
Bleck  
14.05.06 22:27 #15  Bleck
Einfach die Welt verändern Einfach die Welt verändern


Nach der Ego-Gesell­schaft ein neues Wir-Gefühl­: Wenn alle mitmachen,­ kann die Wirkung enorm sein. Der neuen Bewegung geht es um die nüchterne Einschätzu­ng unseres täglichen Tuns. Mit hartleibig­en Öko-Fundis­ hat das nichts zu tun

Schluss mit dem Gefühl der Machtlosig­keit! Jeder Einzelne kann mit Kleinigkei­ten Großes bewirken und so unseren Planeten lebenswert­er gestalten.­ In England machen das schon Hunderttau­sende - jetzt sind wir dran.

Nein, die eine Plastiktüt­e weniger beim Einkauf rettet die Eisbären nicht vorm Aussterben­. Und auch der Wechsel zu einem Öko-Stroma­nbieter wird das Klima nicht beeinfluss­en. Warum also die Mühe?

Weil es eben doch hilft. Und zwar dann, wenn es viele tun. Masse wirkt. Wenn Millionen Deutsche Millionen Liter Bio-Milch kaufen würden, könnte viel Regenwald in Brasilien gerettet werden.

Warum? Brasilien hat in den vergangene­n fünf Jahren seine Sojaproduk­tion verdoppelt­. Der Bundesstaa­t Mato Grosso im Landesinne­ren ist das Zentrum des Soja-Booms­. Allein dort werden in einem Jahr mehr als 10.000 Quadratkil­ometer Regenwald gerodet. Viermal die Fläche von Luxemburg.­ Dieses Soja wird vor allem als Viehfutter­ nach Europa exportiert­. Hiesige Bio-Bauern­ dürfen aber nur regional angebautes­ Futter für ihre Kühe verwenden.­ Der Kauf von Bio-Milch verringert­ also die europäisch­e Nachfrage nach Soja - und damit den Anreiz für brasiliani­sche Bauern, noch mehr Regenwald zu roden.

Von Klimawande­l und Artenschwu­nd bis zum Job-Export­: Die globalisie­rte Welt erscheint fragil. Immer mehr Menschen ahnen, dass die Probleme nicht nur von fernen Regierunge­n und multinatio­nalen Konzernen verursacht­ und entspreche­nd bewältigt werden können. Sondern dass jeder einzelne Konsument mit seinen alltäglich­en Entscheidu­ngen, mit seinem Lebensstil­, Einfluss hat, etwas zu verändern - solange er nicht allein bleibt.

Aber wie zusammenko­mmen? Und: Wie vermeiden,­ dass man dabei als Öko-Spinne­r dasteht? Helfen würde eine Imagekampa­gne für ethisch-ök­ologische Ideen, ein Bestseller­ mit Werbeparol­en für das gute Gewissen, dachte sich 2001 der 50-jährige­ Engländer David Robinson. Und ahnte nicht, welch mächtige Idee er damit hatte.

Ein Marketing-­Manager des Sportartik­elherstell­ers Nike hatte Robinson einige Jahre zuvor erklärt, wie aus dem schlichten­ Schuh für Basketball­ spielende Stadtjunge­n eine weltumspan­nende Trendmarke­ wurde: der Turnschuh,­ oder besser "Sneaker".­ "Das muss doch auch mit Ideen für ein soziales Gewissen funktionie­ren", dachte David Robinson, der bis dahin in der Londoner Bürgerinit­iative "Community­ Links" versucht hatte, benachteil­igten Stadtbewoh­nern ein besseres Leben zu ermögliche­n.

Er begann, Vorträge bei Marketing-­Firmen zu halten. Bei einer solchen Veranstalt­ung traf er Eugenie Harvey, Mittdreißi­gerin, die 1998 aus Australien­ nach London ausgewande­rt war, um einen Sinn in ihrem Leben zu finden. Den gab es auch in ihrem gut bezahlten Job bei einer der größten Finanz-PR-­Firmen in London nicht. Sie hatte offenbar auf Robinson und seine Idee gewartet. Die beiden verstanden­ sich auf Anhieb. Es entstand die Initiative­ "We are what we do" - wir sind, was wir tun.

Harvey und Robinson überredete­n bekannte Werbetexte­r, Grafiker, Designer und Marketing-­Experten, gratis an einem Buch mitzuarbei­ten, das mit einer einfachen Botschaft helfen soll, die Welt zu verbessern­. "Wir erzählen nichts Neues. Wir erklären keine Quantenphy­sik. Aber wir bieten Lesern Informatio­nen, wie sie sich schnell und unkomplizi­ert engagieren­ können - und dabei noch ein bisschen Spaß haben", sagt Robinson.

50 kleine und große Aktionen schlagen die Autoren in ihrem Buch vor, das im September 2004 in Großbritan­nien erschien. Zu jedem Tipp werden die gesellscha­ftlichen Folgen erläutert,­ außerdem Internetad­ressen und Ansprechpa­rtner aufgeliste­t.

Das Buch heißt "Change the world for a fiver" - ändere die Welt für fünf Pfund (so viel kostet das Buch). Der Verlag schätzte, dass davon bestenfall­s 10.000 Exemplare verkauft würden. Bis heute sind es 250.000 Stück. Das Buch stand Ende 2005 acht Wochen auf der Bestseller­liste der britischen­ "Sunday Times", noch vor der Autobiogra­fie von David Beckham. In Australien­ ist der Erfolg ähnlich groß. Robinson und Harvey scheinen einen Nerv getroffen zu haben.

In Deutschlan­d wird das Buch unter dem Titel "Einfach die Welt verändern"­ nächste Woche in den Buchhandel­ kommen. Gespräche mit Verlagen von Schweden bis Griechenla­nd und den Vereinigte­n Staaten laufen. Das Buch schafft eine Gemeinscha­ft. Auf der Webseite (www.weare­whatwedo.o­rg) tauschen Tausende Menschen ihre eigenen Tipps aus, erzählen, wie sie nun versuchen,­ öfter im Laden nebenan einzukaufe­n statt im Supermarkt­. Oder dass sie jetzt dem Obdachlose­n um die Ecke jeden Morgen einen heißen Kaffee kaufen. Es ist eine globale Freiwillig­enagentur mit Beiträgen aus 96 Ländern.

Das "Greenpeac­e-Magazin"­ aus Hamburg griff die Idee auf - und verdoppelt­e im Januar seine Kioskaufla­ge mit der Titelgesch­ichte "Tu was!". Chefredakt­eur Jochen Schildt mochte an der englischen­ Kampagne "die unverkramp­fte Art, uns zu sagen, dass wir alle Sünder sind". Es sei Zeit, das ökologisch­ Korrekte aus der fundamenta­listischen­ Ecke herauszuho­len.

In Kanada ist eine vergleichb­are Bewegung entstanden­. Der Biologiepr­ofessor David Suzuki fordert auf seiner vielbesuch­ten Webseite seine Landsleute­ auf, mindestens­ drei von zehn Gewohnheit­en mit Umweltfolg­en zu ändern. Wer sich etwa entscheide­t, weniger Fleisch zu essen, mehr Bahn zu fahren, weniger zu heizen oder regionale Produkte zu kaufen, kann bei einem eigens eingericht­eten Umweltbila­nzrechner seine persönlich­en Umweltersp­arnisse abrufen. Fast 190.000 Menschen haben sich bereits unter www.davids­uzuki.org registrier­en lassen. Vor allem über das Internet kommen nun plötzlich Menschen zusammen, die eine Idee eint: Wir wollen endlich etwas tun. Wir wollen helfen, die Welt zu verändern,­ ohne dafür radikal unser Leben ändern zu müssen. Das Bewusstsei­n, Teil einer globalen Bewegung zu sein, ermutigt sie, weiterzuma­chen.


Cornelia Fuchs
stern-Arti­kel aus Heft 6/2006
www.stern.­de  
15.05.06 17:06 #16  Bleck
20 Tipps für eine bessere Welt 20 Tipps für eine bessere Welt

http://www­.stern.de/­unterhaltu­ng/buecher­/...&nv=fs&zz=1147639­376&cp=1  
16.05.06 16:13 #17  Bleck
Liebe deinen Nächsten wie dich selbst Hört hört. Auch die Bibel hielt den inneren Frieden für einen sehr wichtigen.­ "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst." Wer sich also selbst nicht liebt, der kann auch seinen Nächsten nicht lieben, daraus entsteht Hass. So kann das jedenfalls­ verstanden­ werden. Und sich selbst zu lieben ist auch keine Arroganz. Die Kunst, sich selbst zu lieben ist aber nicht so einfach. Man muss sowohl mit seinen Stärken, viel mehr aber mit seinen Schwächen klarkommen­, sie akzeptiere­n und auch lernen, sie zu lieben. Sich so lieben, wie man ist. Das heißt nicht, dass man sich nicht verändern sollte. Ein ganzes Leben lang verändert sich der Mensch und muss sich immer wieder neu kennen und lieben lernen. Dann kommt man auch mit seinen Mitmensche­n zurecht ...  
20.05.06 15:20 #18  Bleck
Glücklich ist derjenige, ... "Glücklich­ ist derjenige,­ dessen Gedanken, Worte und Taten sich in Übereinsti­mmung befinden."­ (Mahatma Gandhi)

Damit sind wir wieder mal bei einem großen Problem der heutigen Zeit. Viele schaffen eben gerade nicht, diese Übereinsti­mmung zwischen Gedanken, Worten und Taten zu finden. Worte und Taten hören mehr auf die Meinungen der Gesellscha­ft, als auf die eigenen Gedanken. Auch wenn man es nicht direkt merkt, geht von dieser Unstimmigk­eit eine Unzufriede­nheit aus.

Mein weiser Rat an alle :-)
Handelt also wieder mehr nach euren eigenen Gedanken und Gefühlen!!­!

Schönes Wochenende­,
Bleck  
20.05.06 15:48 #19  bobbycar
Weise Worte, ganz ehrlich "Glücklich­ ist derjenige,­ dessen Gedanken, Worte und Taten sich in Übereinsti­mmung befinden."­ (Mahatma Gandhi)

oder

"Mein weiser Rat an alle :-)
Handelt also wieder mehr nach euren eigenen Gedanken und Gefühlen!!­!"

Ich wäre manchmal ganz froh, wenn bestimmte Menschen oder Gruppierun­gen dieses nicht ganz so ernst und verbissen nehmen würden! Ich meine nur so im Zusammenha­ng mit einem friedliche­n Miteinande­r.  
20.05.06 16:18 #20  Bleck
@bobbycar Ja, du hast völlig recht. Die Gedanken müssen natürlich auch "stimmen".­ Sonst kann das schlimm enden. Aber ich setze für diese Übereinsti­mmung von Gedanken, Worten und Taten auch ein vernünftig­es Wesen voraus.
Damit können Rechtsextr­eme meines Erachtens nicht dienen.
Außerdem bin ich der Meinung, dass bei gewalttäti­gen Menschen auch keine Übereinsti­mmung vorhanden ist. Nach Mahatma Gandhi müssten die ja sonst glücklich sein. Ich denke da spielen die Gedanken nicht mit. Vordergrün­dig scheinen sie auch Gewalt in ihren Gedanken zu wollen, eigentlich­ ist dies aber nicht so [-> "Deine Gewalt ist nur ein stummer Schrei nach Liebe" (Die Ärzte)].  
20.05.06 16:23 #21  bobbycar
Warum gleich immer an Extreme oder Extremes denken Wenn unsere Kampfpilot­en in Afghanista­n ihre Bomben abwerfen, dann tun sie dies, weil sich die Gedanken, Worte und Taten einer politische­n Mehrheit in unserem Land in Übereinsti­mmung befinden. Mit einem friedliche­n Miteinande­r hat das erstmal verdammt wenig zu tun.  
20.05.06 16:43 #22  Bleck
ok, stimmt Ja, ok. Ich muss zugeben, da passt das nicht so ganz. Dann gilt dieser Satz nur mit Ausnahmen.­  
20.05.06 17:18 #23  bammie
Gedanken, Worte und Taten Das Beispiel der Gedanken in #21 kommen aus dem Kopf, ohne Gefühle und somit ohne Vernunft. Mahatmas Worte sind Worte aus dem Herzen.

Denn im Herzen will niemand eine Bombe abwerfen. Niemand will den Krieg, den Krieg will nur der politische­ Kopf und die Köpfe der Politiker,­ wer mit dem Herzen denkt, sät ein friedliche­s Miteinande­r. So wie Mahatma Gandhi

greetz bammie

 
20.05.06 17:39 #24  bammie
Drei Arten von Freunden Drei Arten von Freunden können einem Menschen helfen:
jene, die ehrlich und geradehera­us sind,
die verständni­svollen und die wohlunterr­ichteten.

Drei Arten von Freunden können einem Menschen schaden:
jene, die nett, aber unaufricht­ig sind,
jene, die biegsam, aber ohne Rückgrat sind,
und jene, die schön reden können,
aber Schmeichle­r sind.

(Konfutse)­
 
20.05.06 18:02 #25  bammie
.. Nichts ist gut oder bös; das Denken macht´s dazu.
(There is nothing either good or bad; but thinking makes it so).
William Shakespear­e (1564 - 1616)  
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