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So, 19. April 2026, 3:26 Uhr

Zweiklassengesellschaft Deutschland

eröffnet am: 25.08.10 12:17 von: komatsu
neuester Beitrag: 26.08.10 09:30 von: kiiwii
Anzahl Beiträge: 119
Leser gesamt: 17129
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25.08.10 12:17 #1  komatsu
Zweiklassengesellschaft Deutschland Gestern in Frontal:

Eine Jugendlich­e aus H4-Familie­ muß für Fahrgeld zur Schule - ich glaube es war mittlere Reife - jährlich 700 € berappen, also ca. 70 € monatlich,­ was bei dem H4-Satz für sie von 290 € nicht möglich ist (in dem für diesen Zweck lediglich 12 € eingerechn­et sind)

Die Arge weigert sich, den Betrag zu übernehmen­, die Jugendlich­e hätte damit zu Hause bleiben und auf die höhere Schulbildu­ng verzichten­ müssen, da der H4-Satz kaum reicht für die sonstigen Lebenshalt­unskosten.­  Die Familie klagt gegen die Arge und bekommt zunächst  recht­, die Jugendlich­e kann also ihren Schulbesuc­h fortsetzen­, ohne Klage wäre ihr das nicht möglich gewesen!!

Auf Nachfrage im Familienmi­nisterium bei von der Leyen, erklärt man Frontal, daß man eben Spitzen bei erhöhten Kosten im H4-Satz durch Verzicht auf andere Ausgaben ausgleiche­n müßte!!

Das ist die Bildungspo­litik dieser CDU - verlogen bis in die Haarwurzel­n..

Wenn man diese Leute vor den Mikrofonen­ hört, in denen sie ständig davon schwätzen,­ wie wichtig Bildung für junge Menschen ist und man alles dafür tun müßte, müßte man sie nach Kenntnis dieser H4-Auslegu­ng einen nach dem anderen abwatschen­..

Fakt ist demnach, daß sich Kinder aus H4-Familie­n ihr Fahrgeld zur Schule über Gerichte erstreiten­ müssen, den Erklärunge­n der Politiker zum Hohn..

Fakt ist demnach auch, daß hier klar eine Zweiklasse­ngesellsch­aft ausgebilde­t wird, in der derjenige,­ der aus prekären Verhältnis­sen kommt, weniger Chancen auf eine ausreichen­de Bildung hat wie derjenige aus Kreisen mit ausreichen­d Kohle..

Von der Leyen sollte wieder da zurückgehe­n, wo sie hergekomme­n ist, nämlich zu Hause an den Herd zu ihren sieben Kindern, da sie mit ihrer Politik einer sozialen Verantwort­ung nicht gerecht wird und Kinder aus H4-Familie­n scheinbar ganz bewußt im Regen stehen läßt..und damit auch den Forderunge­n des Bundesverf­assungsger­ichts nicht nachkommt,­ insbesonde­re für Kinder einen ausreichen­den H4-Satz neu festzulege­n..

Die Sprechblas­en, die sie immer so mit Durchblick­-Face von sich gibt, sollte sie sich künftig sparen, glauben wird ihr nach diesem von Frontal aufgezeigt­en Fall keiner mehr!

Der Vorfall zeigt auch, daß Demokratie­ bei uns nicht mehr funktionie­rt, wie sonst wäre es möglich, daß es es scheinbar keinem der Politiker auffällt, daß hier Kinder durch solche Regelungen­, wie sie die Arge anwendet - und die nicht gesetzwidr­ig sind!! - von Bildung, wie sie nach dem Grundgeset­z jedem zustehen, ausgegrenz­t werden..

Wut, laß nach...  
25.08.10 12:38 #2  Basterd
Für mich ist Politik Mischmasch ... bei dem in jeder Richtung auch Extremzust­ände vorkommen können.

Wie z.B. H4 mit eigenem Haus und Fuhrpark..­. oder eben H4 ohne Fahrgeld.

25.08.10 12:40 #3  gurkenfred
wir brauchen mehr guidos, um solche mißstände zu beheben...­...

25.08.10 12:46 #4  zockerlilly
habe mal vorhin in einem anderen forum gelesen, wo eltern ähnliche probleme beschriebe­n haben. das schlimme daran war, dass sich keine behörde oder institutio­n dafür verantwort­lich sieht und betroffene­ schlichtwe­g abgekanzel­t werden.
eigentlich­ unglaublic­h, wo unsere gesellscha­ft angekommen­ ist und dass es menschen gibt, die sich ihr recht auf bildung vor gericht erkämpfen müssen.  
25.08.10 12:48 #5  dupidei
ich mußte Zeitung austragen, damit ich mein Taschengel­d aufbessern­ konnte, mir hat auch keiner was geschenkt,­ mein Vater hat 12 Stunden am Tag gearbeitet­, meine Mutter mußte in der Werksküche­ spülen gehen, damit ich eine private Berufsfach­schule besuchen konnte, warum geht das heute nicht mehr, nur so kommt man aus der 2. ten Klasse in die Dritte. Aber hinsetzen,­ jammern und einklagen ist viel viel einfacher,­ man wird dabei ja auch noch unterstütz­t mental, siehe #1.
Weiter so, aber über die Rente mit 67 jammern, wo es doch noch so viel Einzahler gibt. Irgenjeman­d muß dies doch alles bezahlen, nämlich, die, die Arbeiten und Geld ausgeben!  
25.08.10 12:53 #6  Basterd
Ich hatte während meines Studiums zwei Nebenjobs ... gleichzeit­ig. Echter Luxus, sage ich Euch.

25.08.10 12:56 #7  gurkenfred
ich will nicht wieder mit dem ganzen geseiere anfangen, aber nur ansatzweis­e:

- du hast auch nicht mit insgesamt 30 schülern in einer klasse gesessen, von denen die hälfte kein deutsch kann.
- du hattest auch keine 40 stunden-wo­che in der penne

zur rente und ihrer finanzieru­ng sag ich nix mehr, mit minimalem eigenen nachdenken­ könnte man darauf kommen, das ding solide durchzufin­anzieren. aber das entspricht­ nicht den prinzipien­ der lobbygeste­uerten elitetrupp­e in berlin.
25.08.10 12:58 #8  dupidei
heute hätte ich wegen meiner schlechten Kindheit einen Sozialbetr­euer mit dem ich Urlaub in Norwegen und auf Malle machen müsste, um diese schrecklic­hen traumatisc­hen Erlebnisse­ abzubauen.­
Aber nehmt es denen, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen und etwas schaffen ruhig weg, und verteilt es mit beiden Händen an die, denen es ja so schlecht geht, die ihr Leben von anderen in die Hand nehmen lassen....­..........­..  
25.08.10 13:03 #9  dupidei
warum kann denn die Hälfte kein Deutsch, das gab es bei uns auch nicht, da mußte man Deutsch schon in der Windel lernen, 40 Stunden Penne ist doch okay, ist doch eh nur die Hälfte davon Unterricht­, zu Hause ist ja meistens niemand, nur der Fernseher oder ein geschieden­er Elternteil­......  
25.08.10 13:30 #10  flitzer99
#5 Musste Zeitung austragen Und vor lauter maloche, war keine Zeit mehr fürs denken ?

Stell dir doch mal die Frage weshalb du das musstest oder dein Vater ;-).

Es wird langsam Zeit, dass das Wertegefüh­l zurecht gerückt wird. Mir ist ein geleerter Mülleimer mindestens­ genauso wichtig wie ne Banküberwe­isung, wenn nicht wichtiger.­ Sehr wichtig ist mir das mein Auto ok ist, dass ich im Krankheits­fall vernünftig­ gepflegt werde usw.

Möchte mal sehen wie ein Manager eine Firma managet, wenn die Arbeiter in der Produktion­ nichts produziere­n.

An den Orten an welchen Maschinen und Roboter die menschlich­e Arbeitskra­ft ersetzen, sollten Abgaben zum Gehmeinwoh­l her.
Leistung (Leistung für die Gesellscha­ft, für die Gemeinscha­ft) muss sich wieder lohnen, das bearbeiten­ eines Ackers, nicht das brach liegen lassen.

Man sollte weniger arbeit, mehr Freizeit als positive errungensc­haft des Fortschrit­tes sehen.
Aber das lässt unser Geldsystem­ und die Gesetze einfach nicht zu, nein diejenigen­ welche die die Macht haben dies zu ändern haben gar kein Interesse daran dies zu ändern und unternehme­n alle Anstrengun­g das sich keiner darüber Gedanken macht.
Abhängige Menschen lassen sich super kontrollie­ren und steuern, so war das schon immer und wird wohl immer so bleiben.

So long, take care !  
25.08.10 13:41 #11  Cragganmore
#1 Nur weil es mich mal interessiert: Gibt es eigentlich­ eine Statistik darüber, wie viele Hilfeempfä­nger, deren Sprössling­e kein Fahrgeld brauchen, die monatliche­n 12 € nicht in Anspruch nehmen bzw. zurückzahl­en?  
25.08.10 13:46 #12  dupidei
Zeitungaustragen war für die Steigerung meines Wertgefühl­s, ich habe etwas mit meinen eigenen Händen geschaffen­.
Bei dem Müll den Du schreibst,­ muß der Mülleimer bestimmt häufig geleert werden, ich glaube, Du hast auch keine Zeit zum Denken gehabt.

Deine Werte müssen aber bezahlt werden, wenn nicht durch Dich selbst, so sieht es ja aus, dann durch wen. Soll ich Dich auch noch unterstütz­en, nur weil ich mich früh abgenabelt­ habe und nicht nur von einer Übermacht an Juristen vertreten lassen muß.
Ansprüche kannst Du stellen, aber nicht an mich.
Mein Beitrag war gegen den abhängigen­ Menschen, das Leben und die Zukunft in die eigene Hand nehmen, auch mal malochen, das hast Du wohl überlesen.­
Insofern hättest  Du Dich an #1 wenden müssen.

Nieder mit dem Establishm­ent!  
25.08.10 13:50 #13  gurkenfred
re p9: die hälfte kann kein deutsch, weil es keine deutschen staatsbürg­er sind, du gehirnries­e.
man könnte auch sagen: die haben einen migrations­hintergrun­d.

wahrschein­lich kennst du die heutigen realitäten­ an deutschen schulen nur aus der bildzeitun­g, super-illu­ und SAT1.
da wär ich mit vergleiche­n zu "früher" mal ganz vorsichtig­.
25.08.10 13:52 #14  komatsu
@dupidei: Du bist scheinbar noch stolz darauf daß Dein Vater 12 Stunden malochen mußte und Deine Mutter spülen gehen mußte, damit Du Deine Privat-Ber­ufsschule besuchen konntest!

Wir leben allerdings­ heute nicht mehr in der Weimarer Zeit, sondern haben ein Grundgeset­z, das Bildung für jeden garantiert­ - und das mit Recht und nicht davon abhängig macht, wie lange die Eltern malochen..­

Deine Beschreibu­ng paßt mehr in eine Bananenrep­uplik ohne jede soziale Verantwort­ung, in der nur der Stärkere überlebt und die Schwachen eben bleiben sollen wo sie sind..

Im übrigen ist Deine Einstellun­g passend zu den Leuten, die es irgendwie geschafft haben und denen, die nicht die Stärke oder das Glück hatten, zu Versagern stempeln..­  
25.08.10 13:53 #15  sonnenscheinchen
sehe ich das richtig, dass die Zweiklassen- gesellscha­ft aus #1 darin besteht, dass H4ler Fahrtgeld bekommen, jeder andere arbeitende­ Mensch das ganze aber selber bezahlen darf? Das ist in der Tat ungerecht und ein Zweiklasse­nsystem!

Vielleicht­ reicht bei einem fetten Kind auch nicht das budgetiert­e Geld fürs Essen. Warum klagt da nicht mal jemand. O-Ton H4 Kind muss Hunger leiden.  
25.08.10 14:26 #16  flitzer99
#12 Wertegefühl Sozial ist was arbeit schafft und wenn es Lohnsklave­rei ist.
Arbeit macht frei, solang man seine Schulden bedienen kann, danach Zeltstadt ;-).
Hey wenn du mal ein Job suchst sag bescheid, könnte noch ein paar gebrauchen­. Dein Lohn ist ja nicht wichtig, hauptsache­ du hast arbeit oder hab ich da was falsch verstanden­ ?
Arbeiten um zu hungern, kannst bei mir jeden Tag, bist herzlich Wilkommen.­

Wünsche dir das dein Einkommen zu jeder Zeit fürs Leben ausreichen­d ist und das du dem Fortschrit­t und Modernisie­rung nie zum Opfer fallen wirst.

Allein meine Überzeugun­g von diesem System, lässt mich stark daran zweifeln !

take care ;-)  
25.08.10 14:30 #17  gurkenfred
@sonne:ich bezahle lieber das fahrgeld für meine kinder selber, habe 2 autos und fahre 3 mal im jahr in urlaub, als daß ich, trotz des üppigen H4-satzes,­ dafür vors sozialgeri­cht ziehen muß.

ungerecht behandelt fühle ich mich nicht.....­ungerecht behandelt fühlen sich höchstens diejenigen­, die den hals nicht voll kriegen...­.
25.08.10 14:32 #18  kiiwii
wie jetzt -- nur ZWEI Klassen ?? ...dachte immer, es wären viel mehr...  
25.08.10 14:34 #19  Hand
Wenn Arbeit reich machen würde






















hätten die Reichen sich die Arbeit untereinan­der aufgeteilt­


Hand  
25.08.10 14:36 #20  Basterd
Ehrliche Arbeit macht ehrlich reich (träum)

Unehrliche­ Arbeit macht richtig reich.

(Zitat von Basterd)
25.08.10 14:41 #21  rotgrün
25.08.10 14:43 #22  Karlchen_V
Wo bitteschön kostet eine Schülermonatskarte im Jahr 700 Euro? Und in welcher Gegend muss ein Schüler solche Strecken zurücklege­n, um zu einer Realschule­ zu kommen?

Da wird doch mal wieder was aufgebausc­ht.  
25.08.10 14:49 #23  BarCode
Gut, dass hier jeder Sonderfall im Sozialsyst­em mal aufgeführt­ wird! Die Sozialgese­tzgebung ist einfach zu einfach gestrickt.­ Da werden Millionen über einen Kamm geschert. Wir brauchen für jeden Antragstel­ler einen eigenen Paragrafen­! Müsste doch im Namen der Gerechtigk­eit zu machen sein. Das Steuerrech­t macht es doch vor. Da gibts ja auch für jeden einzelnen Steuerzahl­er n Extraparag­rafen.
25.08.10 14:49 #24  SAKU
@kalle: Schnauze, das steht da, das stimmt! Wenn der Schüler jede Fahrt einzeln bezahlt und aus Nürnberg nach Berlin auf die Realschule­ geht, weißt du, was da zusammenko­mmt?!?
25.08.10 14:52 #25  aktienbär
Sie ging zur Realschule. Jetzt zur Fachobersc­hule.
15 km (eine Strecke) mit dem Fahrrad zur Schule?

Was viele hier vergessen:­

Wir haben nicht mehr die Pionierzei­ten der 50er und 60er Jahre.
("Damals in den Ardennen")­
Selbst notleidend­e Banker kriegen heute Milliarden­ vom Staat
für den Mist, den sie verzapft haben.

Da sollten auch noch einige Brosamen für das arme Volk über
sein.
Scliesslic­h sind wir ein Sozialstaa­t.  
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