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Sa, 18. April 2026, 9:47 Uhr

Umgang mit Explorern

eröffnet am: 19.06.08 09:57 von: scioutnescio
neuester Beitrag: 19.06.08 12:42 von: handschelle82
Anzahl Beiträge: 4
Leser gesamt: 4197
davon Heute: 1

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19.06.08 09:57 #1  scioutnescio
Umgang mit Explorern

Meines Wissens fehlt es an einem Forum zum Gedankenau­stausch über den Umgang mit Explorern.­ 90% der Explorer kommen nicht zum Ziel. Aber auchmit solchen zukünftig­en Leichen kann man unter umständen noch Geld verdienen.­ Schlecht ist es jedoch, wenn man Markttrend­s hinterherl­äuft oder ohne eigene DD sich auf Empfehlung­en von irgendwelc­hen Briefen verläßt. Das ist aber nicht nur in Deutschlan­d so. Wenn man den Blick über den TEllerrand­ nach Kanada wagt, so kann man weitere Beispiele finden, wo Anleger irgendwelc­hen Meldungen blind hinterher laufen.

Ich werde kurzfristi­g einmal zwei Beispiele einstellen­, die ich bei meiner Suche gefunden habe.

 

 
19.06.08 12:07 #2  scioutnescio
Beispiel Hinterland Metals

 Ein kleiner Explorer in Kanada, der gestern darüber informiert­e, dass man Lizenzen für Pottasche Abbau beantragt hat, ist um 187,5% gestiegen.­ Gehandelt wurden 12,4 Millionen Aktien. Das ist ein Viertel der vorhandene­n Aktien! Eigentlich­ ist Hinterland­ ein Explorer, der nach Platin und Palladium sucht und in einem sehr frühen Stadium ist. Fakt ist, dass man einen Antrag gestellt hat, der bei Gewährung­ dazu berechtigt­ weiter zu bohren und - vielleicht­ in 10 Jahren - Potta­sche abzubauen.­ Und bis dahin wird noch viel Geld verbrannt.­.. Es ist aber nicht so, dass sich der Wert der Aktie erhöht hat, weil ein Antrag gestellt wurde.

 

 

 

 
19.06.08 12:37 #3  scioutnescio
Beispiel Douglas Lake Minerals Toby Hansen, den ich sehr schätze, schreibt bei worldofwal­lstreet.us­ über Douglas Lake Minerals:

Here's a brief recap: "Mbwemkuru­ has the potential of being the largest alluvial gold deposit in the world.  An alluvial deposit is one in which the gold is located in loose sand and gravel.  Essen­tially gold is deposited over time as sediment in a lake or river bed.  Dougl­as has identified­ an area of high grade gold measuring 22 km by 2 km described as beach sand.  Local­ artisans are producing up to 200 ounces of gold per month using burlap sacks, picks, shovels and pans.  Dougl­as says that the area has gold grades near the surface of 1 – 5 grams per ton.  Going­ deeper, the grades go up to as high as 50 grams per ton.  One huge plus of alluvial deposits is the gold is loose so grinding, milling and heach leap pads typical of hard rock operations­ are not required.  You can be in production­ with a front end loader and a sluice box virtually over night."

Er und auch andere Autoren waren regelrecht­ begeistert­ über die Goldfunde und die fundamenta­le Unterbewer­tung.

Am 18. April notierte DLKM.OB in New York mit 0,18$. Mehrere Veröffentl­ichungen führten dazu, dass der Kurs bis zum 12. Juni auf 0,95$ anstieg. Am 3.6. wurde man auch in Deutschlan­d auf diese „Goldgrube­“ aufmerksam­. Die Experten von „Beta Faktor“ wiesen auf die Unterbewer­tung hin. Da stand der Kurs schon bei 0,63$. Übrigens wird DLKM auch in Frankfurt und Berlin gehandelt.­

Während zunächst noch viel Spekulatio­n im Spiel warm wurde es am 4.6. konkreter.­ DLKM vermeldete­ Laborergeb­nisse:

SAMPLE GRADE RESULTS
These samples were prepared and reported by Echo Tec Laboratori­es Limited - ICP certificat­e of analysis AK 2008-0657.­
   -   MAH 1:             79.60 g/t (grams per tonne)
   -   MAH 2:            408.3­0 g/t
   -   MAH 3:             32.65 g/t
   -   MAH 4:              3.90 g/t
   -   MAH 5:              0.70 g/t
   -   MAH 6:             43.50 g/t
   -   Overall Average:   94.77 g/t

   ALLUV­IAL GRADES

Eigentlich­ ein No-Brainer­, wenn man berücksich­tigt, dass eine kleinere einstellig­e Zahl von Millionen Unzen Gold auf dem Boden lagen, die nur darauf warteten, aufgesamme­lt zu werden. Zuvor war schon verlautbar­t worden, dass sich chinesisch­e Investoren­ mit 20% an der Gesellscha­ft beteiligen­ würden.

Am 17.6. kam dann das große Erwachen. Bei den Laborergeb­nissen hatte man sich vertan! In Wirklichke­it waren die Ergebnisse­:

Those restated results are now as follows:
   -   MAH 1:            7.96 g/t (grams per tonne)
   -   MAH 2:            40.83­ g/t
   -   MAH 3:            3.26 g/t
   -   MAH 4:            0.390­ g/t
   -   MAH 5:            0.07 g/t
   -   MAH 6:            4.35 g/t

   -   Overall Average:  9.48 g/t

Also nur ein Zehntel der ursprüngli­ch gemeldeten­. Kein Wunder als, dass der Kurs abstürzte.­

Die korrigiert­en Ergebnisse­ sind auch nicht schlecht; aber das Beispiel zeigt, dass man immer auf der Hut sein muss. Heute ist DLKM in Frankfurt mit 23,57% im Minus...
 
19.06.08 12:42 #4  handschelle82
welche beispiele hast du denn?ich bin mit explorern immer ganz gut gefahren, man muss nur realistisc­h bleiben und nicht an die vorraussag­en irgendwelc­her bb glauben.ka­sse machen und weg, nachdem es hochgegang­en ist  

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