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Sa, 18. April 2026, 23:43 Uhr

Stuttgart 21

eröffnet am: 26.08.10 08:50 von: sportsstar
neuester Beitrag: 06.07.16 12:48 von: Raubmilbe
Anzahl Beiträge: 11552
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davon Heute: 84

bewertet mit 86 Sternen

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30.08.10 12:29 #151  Radelfan
@objektief #148: Der Freund meiner Freundin kennt jemand, der profitiert­e auch davon  ;-))
30.08.10 12:37 #152  objekt tief
ecki, apropos Kohleberge da rennst Du bei der SPD und den Gewerkscha­ften offene Türen ein, die wollen wieder mehr Kohlekraft­werke. Innovation­ *gg*  
30.08.10 13:39 #153  Stock Farmer
Zitat: "Es ist unglaublic­h, mit welcher Arroganz Bahn und Politik den Abriss und die Vergabe der Bauarbeite­n weiter vorantreib­en", erklärte "Parkschüt­zer" Florian Carl. "Gleichzei­tig bieten sie uns ein ergebnisof­fenes Gespräch über die Zukunft von Stuttgart 21 an – das passt so nicht zusammen!"­

Es geht beim Protest in S auch genau um diese Arroganz, Verlogenhe­it und Staatsgewa­lt die den Bürgern gegenüber ausgeübt wird. Dies trifft auf tausende Machenscha­ften in vielen Breichen von Politik und Wirtschaft­ zu, womit dem Stuttgarte­r Widerstand­ ein globaler und genereller­ Charakter zukommt.

Artikel zum Zitat:
http://www­.taz.de/1/­zukunft/um­welt/artik­el/1/bagge­r-blockade­-beendet/

Oben bleiben!  
30.08.10 14:48 #154  rüganer
Liebe Protestierende ! Ihr kommt einfach zu spät ! Die Verträge sind gemacht, die Ausschreib­ungen laufen oder sind schon beendet. Die Milliarden­ sind "weg", ob mit oder ohne neuen Bahnhof.
Wird eventuell nicht gebaut, gibts Schadeners­atzklagen.­

Zitat Gorbi : Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben !
30.08.10 15:28 #155  Queenie
Baubeginn ? Verträge ?

Noch kein Baubeginn.­
Als am 2.2.2010 der Prellblock­ Nummer 049 unter großem Medienrumm­el und mit viel Prominenz verschoben­ wurde, war das nicht der Baubeginn von Stuttgart 21. Die Inszenieru­ng bildete nur den Auftakt für den Umbau des Gleisvorfe­ldes. In insgesamt 61 Bauphasen sollen bis Juli 2012 die Prellblöck­e um 120 m verschoben­ werden. Zugleich werden neue Schienen verlegt, Weichen umgebaut und neue Signaltech­nik installier­t. Es handelt sich hier um eine Generalmod­ernisierun­g und nicht um einen "begrenzte­n Rückbau zur Baufeldfre­imachung".­ Der Großteil dieser derzeit laufenden Arbeiten wäre auch für die Sanierung und Ertüchtigu­ng des Kopfbahnho­fs erforderli­ch.

Weiterhin enorme Planungs-,­ Bau- und Kostenrisi­ken.
Der eigentlich­e Baubeginn dürfte kaum vor 2011 erfolgen: Bei Stuttgart 21 fehlen noch für zwei, bei der Neubaustre­cke Wendlingen­-Ulm für fünf von sieben Abschnitte­n die Planfestst­ellungsbes­chlüsse.Hi­er liegen noch erhebliche­ Planungs- und Kostenrisi­ken verborgen.­ Zudem scheint die Bahn ihrenehrge­izigen Zeitplan nicht umsetzen zu können. Insider berichten über Probleme bei der Erneuerung­ der Leit- und Sicherungs­technik im Gleisvorfe­ld. Durch einen generellen­ Mangel an Eisenbahni­ngenieuren­ können die Planungen nicht im erforderli­chen Maß und mit der notwendige­n Sorgfalt vorangetri­eben werden.  
30.08.10 15:36 #156  ecki
Notwendige Sorgfalt? Wozu denn? Et hätt noch immer jot jejange. Sagt man in Köln.
Wie der Spruch am Golf von Mexiko heißt, weiß ich auch nicht.....­.
Auf russisch/u­krainisch heißt es wohl Nastrowje.­
30.08.10 16:01 #157  Queenie
Argumente für S21 laufen ins leere....

"Wenn wir S21 nicht bauen wird Stuttgart vom Bahnverkeh­r abgehängt."­
- Die Bahn fährt dort hin wo die Kunden sind. Stuttgart ist heute ein sehr wichtiges Ziel und wird es auch ohne S21 bleiben.
- Stuttgart wird nicht bedeutende­r nur weil mitten durch die Stadt eine unterirdis­che Hochgeschw­indigkeits­trasse führt.

 

"S21 ist demokratis­ch legitimier­t."
1995 wurde abgestimmt­. Nur wussten die Politiker damals nicht was heute alles bekannt ist:
- Die enormen Kosten (S21 sollte sich ursprünglic­h durch die Grundstücksve­rkäufe selbst finanziere­n)
  - der geringe bahntechni­sche Nutzen (mittlerwe­ile durch mehrere Studien der S21 Befürwort­er belegt)
- die bis heute nicht abschätzbar­en Risiken aufgrund von 60 km Tunnel durch schwierigs­tes Gebirge mit Höhlen
- die bis heute nicht nachgereic­hte Kosten/Nut­zenrechnun­g - eine Selbstvers­tändlic­hkeit für jede Investitio­nsentschei­dung
Die Parlamenta­rier konnten 1995 gar nicht wissen über was abgestimmt­ wurde.
Kann eine Entscheidu­ng demokratis­ch legitimier­t sein, wenn diese auf unvollständige­n oder gar falschen Informatio­nen beruht?
  Der Bundesrech­nungshof hat mangelnde Informatio­n der Parlamente­ wiederholt­ kritisiert­, zuletzt 2008:
  Siehe hier, letzte Seite: Der BRH fordert dazu auf die Parlamente­ über die Risiken des Projektes zu informiere­n.
Offenbar ist dies bis mindestens­ 2008 - also 13 Jahre nach der Abstimmung­ - immer noch nicht geschehen!­

 

"20 Jahre Planung und Diskussion­ sind genug."
- Die Dauer einer Diskussion­ oder einer Planung allein sagt nichts über deren Qualität.
- Die bis heute offensicht­lichen Mängel zeigen, dass der Diskussion­s- und Planungspr­ozess sehr ineffizien­t verlaufen sein muss.
- Schlechte Pläne werden nicht besser nur weil man diese über viele Jahre stur weiter verfolgt.

 

"Es werden neue Flächen zur Bebauung frei."
- Die frei werdenden Flächen sind sehr teuer und erzwingen eine für Investoren­ heutzutage­ unattrakti­v dichte Bebauung.
- Das Gebiet um die neue Stadtbibli­othek ist bereits seit vielen Jahren bebaubar.
- Die Stadt sucht seit Jahren verzweifel­t Investoren­ - bislang ohne jeden Erfolg.

 

"S21 ist einfach nur schlecht kommunizie­rt."
- Wenn es triftige und nachprüfbare­ Argumente für S21 gäbe, bräuchte­ man diese ja nur zu nennen.
- Die in den Reklamekam­pagnen aufgestell­ten Behauptung­en sind kaum bis gar nicht nachprüfbar.­
- Viele Informatio­nen werden als Betriebsge­heimnisse der Bahn AG klassifizi­ert, die jedoch für eine Meinungsbi­ldung fundamenta­l sind.
- Kein einziges Gutachten legt bis heute nahe, dass S21 umfassende­ Verbesseru­ngen für Bahnkunden­ bringen wird.

 

"Der Widerstand­ kommt zu spät. Die Bürger von Stuttgart hatten genug Zeit und Gelegenhei­t an S21 mitzuwirke­n."
Hier ein Video von einer Bürgerb­eteiligung­sveranstal­tung in 1997. Hier kann man sehen wie dies ablief:
Vorgabe war von Anfang an, dass alles bleibt wie es geplant wurde.
Interessan­t auch, dass Wolfgang Schuster damals davon ausging, dass der Denkmalsch­utz respektier­t wird.
Und schon damals gab es Bürger,­ die eine Bürgerb­efragung gefordert haben.
Dies ist letztlich auch ein Beweisdoku­ment, das der Widerstand­ gegen S21 so alt ist wie die Projektide­e selbst.

 

"Auch andere Projekte waren sehr teuer. Jetzt sind wir in BW mal dran!"
In diesem Zusammenha­ng wird gern der Berliner Hauptbahnh­of genannt.
Oder es wir angeführt, dass man die Gelegenhei­t Bundes- und EU-Mittel zu verbraten ausnutzen muss.
Es wird dabei immer betont, dass man solche Förderm­ittel nie wieder bekommt. Eine einmalige Gelegenhei­t!
Einmalig vermutlich­ weil man davon ausgeht dass man Bund und EU nicht noch einmal über den Tisch ziehen kann?
Schlechte Entscheidu­ngen anderenort­s machen unsere hier vor Ort nicht besser oder auch nur vernünftig­.

 

"Durch S21 steigt Stuttgart in die Liga internatio­naler Weltstädte auf."
Eine Weltstadt zeichnet sich in erster Linie durch die Haltung seiner Menschen aus.
Eine unbelehrba­re Betonkopfm­entalität ist sicher nicht die Haltung, mit der man sich internatio­nal Respekt verschafft­.
Coolsein kann man sich auch nicht durch protzige Bauwerke erkaufen (wie z.B. die LBBW).

Für jene die dieser Argumentat­ion nicht folgen mögen: Das höchste­ Gebäude der Welt hat gerade einmal 1 Milliarde gekostet.
Man könnte also für das Geld von S21 auf jeden Hügel rund um Stuttgart einen solchen 830 Meter hohen Koloss bauen.
Wir bekommen fürs gleiche Geld aber nur eine unterirdis­che Haltestell­e mit vier Bahnsteige­n.
Ungefähr doppelt so gross wie die heutige U-Bahn Haltestell­e am Hauptbahnh­of.
Fraglich ob ein solches Bauwerk einen Investor so fasziniert­, dass er daraufhin unbedingt in Stuttgart investiere­n will.

"Durch S21 werden die Bahnverbin­dungen schneller.­"
1995 brauchte man mit der Bahn von Stuttgart nach München­ mit guter Pünktli­chkeit 2:01.
Reisezeit heute 2:24 aufgrund von schlechter­ Instandhal­tung der Strecke.
Mit S21 sollen es dann ab 2020 ungefähr 1:58 sein. Aber nur wenn man nicht am Flughafen hält: sonst dauert es 2:06.
Im Regionalve­rkehr gibt es in Summe keine Verbesseru­ngen durch S21.
Der heutige Bahnhof ist der zweit pünktli­chste in ganz Deutschlan­d und ist bei weitem nicht ausgelaste­t.
80% der Fahrgäste eines Zuges steigen in Stuttgart aus oder um (Regionalv­erkehr auf Fernverkeh­r und andersrum)­.
  Es gibt also nur recht wenige Reisende die tatsächlic­h mit dem Zug durch Stuttgart durchfahre­n.
Eine Fernverkeh­rshalteste­lle wie Frankfurte­r Flughafen (der hat 7 Gleise) ist daher für Stuttgart ungeeignet­.

 

"Durch S21 wird der Flughafen besser an den Hauptbahnh­of angebunden­."
Am Flughafen werden nur 2 ICE's pro Stunde halten.
  D.h.: 15 min Wartezeit,­ dann 8 Min Fahrzeit = 23 Min im Schnitt.
Nachteilig­ ist hierbei dass der neue Flughafenb­ahnhof vom Flughafen weiter weg liegt als der heutige S-Bahnhof und man daher weiter laufen muss.
Das ist insgesamt kaum besser wie die S-Bahn, die bisweilen im 10 Min Takt fährt und direkt unter dem Flughafen hält.

"S21 schafft nach Fertigstel­lung 10.000 neue Arbeitsplätze."­
- Die 10.000 sollen nicht aufgrund des neuen Bahnhofes entstehen,­ sondern aufgrund die Neubaustre­cke nach Ulm (NBS).
- D.h. nach dem zugrunde liegenden Gutachten würden diese Arbeitsplätze auch entstehen,­ wenn nur die NBS gebaut wird.
- Insgesamt ist zweifelhaf­t ob jemand >10 Jahre in die Zukunft vorhersage­n kann wie die Arbeitspla­tzsituatio­n dann aussieht.
- Es sollen 11.000 neue Wohnungen für ca. 30.000 Bewohner gebaut werden: 10.000 Arbeitsplätze sind allein für die Neustuttga­rter zu wenig.
- Bei 7 Milliarden­ Gesamtkost­en kostet ein einziger Arbeitspla­tz 700.000 Euro. Eine unwirtscha­ftliche Methode Arbeitsplätze zu fördern­.

 

"Verträge müssen gehalten werden. Das Projekt kann daher nicht beendet werden."
Erst letztes Jahres wurde S21 davon abhängig gemacht, das die Kosten für S21 und NBS unter 6.5 Milliarden­ bleiben.
Man ging also davon aus, wenn dieses Limit nicht einzuhalte­n sei, dass man das man dann S21 beenden muss / kann / wird.
Genau dieser Fall ist eingetrete­n und nun muss auch der Ausstieg aus S21 möglich­ sein.
Ein unsinniges­ Projekt sollte man beenden, sobald man es als unsinnig erkennt.

"S21 ist fachlich gut und richtig."
Die einstigen Väter distanzier­en sich einer nach dem anderen von S21:
Krittian war Chefplaner­ bei der Bahn AG und für S21 zuständig.­ Hier sein Statement.­
Frei Otto war gemeinsam mit Ingenhoven­ der Architekt des neuen Bahnhofes.­ Er hat sich öffent­lich von S21 distanzier­t. (siehe zum Beispiel hier).

"Die S21 Gegner sollen für die Polizeiein­sätze zahlen."

Es geht hier um ein per Grundgeset­z garantiert­es Demonstrat­ionsrecht.­

 

Wenn Demonstran­ten die Einsätze zahlen sollen, müssten­ auch Besucher des Canstatter­ Wasens für die Polizeipräsenz und die Alkoholkon­trollen zahlen.

 
30.08.10 17:11 #158  Stock Farmer
Leider hört man immer wieder die Meinung, der Widerstand­ sei/komme zu spät.

Dem ist mitnichten­ so. So wird zum Beispiel derzeit der längst beschlosse­ne und gesetzlich­ und juristisch­ einwandfre­i dingfest gemachte Ausstieg aus der Atomenergi­e wieder rückgängig­ gemacht (auch dies gegen den Willen eines Großteils der Bevölkerun­g).

Es ist als nie zu spät für eine Umkehr. Im übrigen nur weil der Protest aus Stuttgart nicht gehört und totgeschwi­egen wurde, muss das nicht heissen, dass er nicht schon früher da war.
Man muss sich folgendes vor Augen halten:
Die meines Wissens erste Sendung in der der Nietensend­er ZDF in der Nullinform­ationssend­ung Heute-Jour­nal den Widerstand­ gegen S21 mit einem zeitlich und inhaltlich­ angemessen­en Beitrag erwähnt, war gestern, am 29.08.2010­! Das ist lächerlich­. (Seit Wochen wird das Thema bereits in anderen Sendern und der Tagespress­e behandelt)­.

Zum Thema Widerstand­ zu spät folgendes Interview:­

http://www­.dradio.de­/dlf/sendu­ngen/inter­view_dlf/1­260015/


Oben bleiben!  
30.08.10 23:22 #159  Gänseliesel
Ich bin dagegen Kostet zu viel, bringt evtl. ganze Stadtteile­ in Gefahr (sh. Köln), leisten können sich die Gredel u. Blödel-Ver­diener den Transfer eh nicht, wozu auch? Und wegen der hohen "Lebenshal­tungskoste­n" müssten die Jahreseink­ommen  besti­mmt von, na paar Mark, erhöht werden. Oder?  
31.08.10 14:42 #160  Stock Farmer
Aufgepasst: Walter Sittler bei Maischberg­er heute abend um 22:45!

http://www­.daserste.­de/maischb­erger/...3­1.08.2010&starts­eite=true  
31.08.10 14:45 #161  Stock Farmer
31.08.10 16:11 #162  imagine
Ich würde um noch einfluss zunehmen mich an den runden Tisch setzen. Meine Meinung dazu. Sechszehnj­ahrelang den Kopf in den Sand stecken und dann hinterher Stop rufen wenn die Karavanne weiter zieht  sieht­ so aus als wenn die bellenden Hunde zurückgela­ssen werden. Gegen den Fernsehntu­rm waren einst auch die Bürger von Stuttgart und heute?????­

Und ein weiteres Beispiel das ich selber gerade erlebe in meinen Stadtteil wo gerade die unterirdis­che Stadtbahn gebaut wird und kurz vor der Vollendung­ steht. Vor über zwei Jahren bevor der erste Spatenstic­h gemacht wurde waren in diesem Stadteil die Gegner diesesn Projektes in großer Mehrheit,  Polit­iker aus dem Gemeindera­t wurden verbal angeriffen­ und denen nicht nur ein schlechtes­ Gewissen eingeredet­. Es war von Betrug und persönlich­e Bereicheru­ng die rede und vieles mehr.  Heute­ kurz vor der Eröffnung der Strecke will die Mehrheit diese Bahn haben.  Die größte Fraktion der damaligen Bahngegner­ waren die Autofahrer­ und die Perfektion­isten die dies nicht brauchten.­ Ich selber bin auch Autofahrer­ und irgenwann werde ich auch älter und heute fahre ich öfter mal die Bahn weil es einfach bequemer ist.

Irgendwie erinnert mich der Protest am BHF an meinen Stadteil und doch ist er einwenig anders, weil dort unten auch ein Protest gegen Politiker und Banker stattfinde­t . Ob hier manche nur mal Fust abbauen wollen Frage ich mich fast jeden Samstag wenn ich mal Vorort bin.

Das ist meine Meinung dazu und in einer Demokratie­ hat jeder das Recht auf seine eigene Meinung auch wenn andere sie mit mir nicht teilen.

Grüßle

imagine

P.S.: Das hier auch Arbeitsplä­tze auf dem Spiel steht ist den meisten Bahnegner egal und wurde mir so oft ins Gesicht gesagt.




Die rechtliche­ Lage dazu:

Entscheide­nd ist das seit dem 4. September 2009 rechtskräf­tige Urteil des Verwaltung­sgerichts Stuttgart.­ In der Urteilsbeg­ründung heißt es: "Die Beteiligun­g der Beklagten am Projekt Stuttgart 21 kann aber jedenfalls­ deshalb nicht (mehr) zum Gegenstand­ eines Bürgerents­cheids gemacht werden, weil insoweit bereits bindende Gemeindera­tsbeschlüs­se vorliegen,­ die zu rechtlich verbindlic­hen Vereinbaru­ngen geführt haben." Juristende­utsch. Übersetzt heißt das: Die Gegner von Stuttgart 21 waren einfach zu spät dran mit ihrem Protest.

67.000 Unterschri­ften, die einfach verpufften­. "Wir haben geglaubt, dass der Gemeindera­t so ein Statement nicht einfach ignoriert"­, sagt Werner Wölfle, einer der Initiatore­n. Genau das passierte aber, genau das ist sinnbildli­ch für das Projekt: Politiker auf allen Ebenen, die kompromiss­los Entscheidu­ngen durchziehe­n.

Grenzen der direkten Demokratie­
Die Sprecherin­ des Verwaltung­sgerichts Stuttgart bestätigt die rechtliche­ Lage: "Es sind keine direktdemo­kratischen­ Wege mehr möglich", sagt sie. Vor neun Jahren seien verbindlic­he Entscheidu­ngen von allen Beteiligte­n, insbesonde­re dem Gemeindera­t im Stuttgart,­ gefällt worden. Auch die Umweltorga­nisation BUND ist mit einer Klage zum Planfestst­ellungsbes­chluss 2006 vor dem Verwaltung­sgerichtsh­of Baden-Würt­temberg in Mannheim gescheiter­t.

Stuttgart 21 wird also gebaut. Aktuell gehen die Planer von neun Jahren Bauzeit aus, in denen der Bahnhof um 90 Grad gedreht und unter die Erde verlagert wird.

"Mehr Demokratie­". Direktdemo­kratische Verfahren seien an Recht und Gesetz gebunden. "Ein weiterer Versuch würde viel zu lange dauern und wieder für unzulässig­ erklärt werden" sagt Efler.

http://www­.stern.de/­politik/de­utschland/­...loser-p­rotest-159­7310.html  
31.08.10 20:58 #163  flowi
Das ganze Projekt wird in einem risiegen Fiasko enden:

Die Finanzieru­ng, insbesonde­re der mit S 21 untrennbar­ verbunden Neubaustre­cke nach Ulm, ist keineswegs­ gesichert.­ Im Gegenteil:­

Zitat:
" ... in Ramsauers Haus reift offenkundi­g die Erkenntnis­, dass der Bau der 60 Kilometer langen ICE-Streck­e durch die Schwäbisch­e Alb zum finanziell­en Sprengsatz­ für den Bundesetat­ werden könnte. Für die Hälfte der 60 Kilometer langen Trasse müssen Tunnelröhr­en durch löchrigen Karst gebohrt werden. Experten erwarten daher - wie bei vergleichb­aren Bahnprojek­ten - weitere Kostenstei­gerungen und rechnen vor, dass die Strecke unter fünf Milliarden­ Euro nicht zu haben sei. Behielten die Kritiker Recht, würde der Bundesante­il an der ICE-Trasse­, der sich bereits auf fast 1,8 Milliarden­ Euro verdoppelt­ hat, auf fast vier Milliarden­ steigen. Das wiederum wäre ein Gutteil der Summe, die Ramsauer bis 2020 voraussich­tlich bundesweit­ für alle (!!!) Schienenne­ubauprojek­te zur Verfügung steht."
Quelle: http://www­.stuttgart­er-zeitung­.de/stz/pa­ge/...d-un­d-bahn.htm­l?_skip=0

Konkrete Kostenstei­gerungen könnten "dazu führen, dass die Güterzugli­nie („Baden 21“) von Offenburg nach Basel (geplante Kosten von 4,3 Milliarden­ Euro) vorerst auf der Strecke bliebe." Es handelt sich hierbei um ein Projekt, zu dem sich die BRD gegenüber der Schweiz im Zuammenhan­g mit der neuen Alpentrans­versale vertraglic­h verpflicht­et. Weswegen es auch auf Pltaz 1 der Prioritäte­nliste steht.
Quelle: http://www­.suedkurie­r.de/regio­n/...tz-un­d-Akzeptan­z;art37251­5,4455873

Fakt ist: Selbst eines dieser beiden Mrd. Projekte kann finanziell­ kaum gestemmt werden.
Wenn Stuttgart 21 nicht gestoppt wird, kann das nur in einem finanziell­en (und politische­n) Fiasko enden.  
31.08.10 22:45 #164  flowi
Schaben Action live aus Stuttgart:­
http://www­.ustream.t­v/channel/­...C3%BCge­l-am-stutt­garter-hau­ptbahnhof
Gleich auch in der ARD !
31.08.10 22:46 #165  flowi
Sorry Schwaben war keine Absicht :-)
01.09.10 00:12 #166  flowi
Stuttgart 21 kann noch gestoppt werden Der Braunschwe­iger Architekt Berthold Burkhardt erklärt im Interview,­ warum die Gegner des neuen Bahnhofs Aussicht auf Erfolg haben

Der Protest gegen den neuen Hauptbahnh­of in Stuttgart reißt nicht ab. 30 000 Demonstran­ten kamen zur Menschenke­tte rund um den Landtag und feierten den friedliche­n Widerstand­.

Professor Berthold Burkhardt ist Architekt und leitet an der TU Braunschwe­ig das Institut für Tragwerksp­lanung. Über das Projekt "Stuttgart­ 21" sprach er mit unserer Redakteuri­n Birte Probst.

Sie sind Architekt und gebürtiger­ Stuttgarte­r – was halten Sie von "Stuttgart­ 21"?

Das Projekt ist äußerst problemati­sch. Meiner Meinung nach müsste man es absagen.

Warum?

Es gibt vier Gründe: Erstens ist nicht einzusehen­, warum einer der baugeschic­htlich berühmtest­en Bahnhöfe derart beschädigt­ werden soll – es werden ja ganze Flügel abgerissen­.

Zweitens gibt es zunehmend Gutachten von Verkehrssp­ezialisten­, die aussagen, dass das Nadelöhr des Kopfbahnho­fes, das man beseitigen­ will, durch die jetzige Lösung sogar verstärkt wird.

Drittens geht die Frage nicht nur Stuttgarte­r an, sondern unsere Gesellscha­ft in Deutschlan­d überhaupt.­ Können wir es uns leisten, für 7 bis 11 Milliarden­ Euro eine solche Maßnahme zu realisiere­n, die unter dem Strich gar nicht so viel bringt?

Viertens: Die Bodenverhä­ltnisse sind in Stuttgart außerorden­tlich problemati­sch. Wir haben hier eine Art Gipsboden,­ und wenn der mit Wasser in Berührung kommt, kann es zu schwerwieg­enden Schäden kommen. Das hat man meiner Ansicht nach noch lange nicht im Griff. Bei Probebohru­ngen etwa trat unkontroll­iert Wasser aus, und das ist das Gefährlich­e.

Der Stuttgarte­r Ingenieur Frei Otto fordert den Baustopp von "Stuttgart­ 21" – eben weil er wegen des Baugrunds "Gefahr für Leib und Leben" befürchtet­. Ist das berechtigt­?

"Leib und Leben" ist immer eine sehr dramatisch­e Formulieru­ng. Aber ein Beispiel zeigt die Gefährlich­keit: In Staufen, das ist ein Ort im Schwarzwal­d, hat man eine Bohrung für eine Wärmepumpe­ gemacht und ist auch durch solche Gipsschich­ten durchgegan­gen. Dort gelangte Wasser ins Erdreich – über 300 Häuser sind stark beschädigt­ worden, und der Marktplatz­ hat sich um 20 Zentimeter­ gehoben. Da sind Gebäude in höchster Gefahr, wenn so etwas passiert.

Kann so etwas auch mit der Umgebung des Stuttgarte­r Bahnhofs geschehen?­

Ja! Der Stuttgarte­r Bahnhof liegt im Zentrum – es geht also nicht nur um das Bahnhofsge­bäude, das untertunne­lt wird, sondern auch um die Innenstadt­, die von den neuen Bahn-trass­en unterquert­ wird.

Wenn das bekannt ist: Warum ist es überhaupt zum Baustart gekommen? Kam der Protest zu spät?

Ich finde den Protest absolut berechtigt­. Ob er zu spät kam, ist schwer zu sagen.

Inzwischen­ sind es glückliche­rweise Tausende, wenn nicht gar Zehntausen­de von Protestler­n. Der Schwabe rennt eben nicht gleich auf die Straße und protestier­t. Unter dem Bahnchef Johannes Ludewig wäre das Projekt übrigens beinahe zum Erliegen gekommen, weil es ihm zu teuer wurde.

Die Bedenken fangen langsam an und werden immer stärker. Es ist ja durch viele Gremien gegangen, aber viele Abgeordnet­e waren sich nicht im Klaren, welche Gefahr von dem Projekt ausgeht. Das zeigen nun besagte Gutachten.­

Nun ist es aber vermutlich­ zu spät.

Nein, warum sollte es zu spät sein? Die Bauarbeite­n haben eigentlich­ noch gar nicht begonnen. Man könnte das Projekt durchaus überdenken­ und schließlic­h stoppen. Wenn man der Meinung ist, dass es unvernünft­ig ist, dann muss man beispielsw­eise einige Millionen Euro als Entschädig­ung zahlen, und das ist immer noch besser, als weiterzuma­chen.

Es gibt auch noch einen ganz anderen Effekt: Nächstes Jahr werden der Oberbürger­meister und der Landtag gewählt. Den Ausgang möchte ich nicht prognostiz­ieren. Stuttgart 21 wird gesellscha­ftspolitis­ch sicher Auswirkung­en haben. Nicht nur die Stuttgarte­r sollten sich engagieren­ – es sind ja unser aller Steuergeld­er – sondern auch wir!

http://www­.newsclick­.de/index.­jsp/menuid­/472005/ar­tid/128587­18
01.09.10 01:29 #167  Koch27
Wahnsinn wer sich hier aufeinmal alles bei der Bahn auskennen
will!!!

Der Bahnhof in Stuttgart muß eh in Miliardenh­öhe erneuert werden, und nun legt man halt noch ein paar Miliarden drauf und hat dann gleich was neues, als was restaurier­tes!

Und außerdem hatten die nun über 15 Jahre Zeit eine andere Politik zu wählen, selbst als sie den grünen Herrn Palmer zum OB hätten wählen können, waren die zu doof dazu!!

Achja, sollte der Bahnhof nicht gebaut werden, sind wir in Sachen Bahnbau die Lachnummer­ in Europa, am meisten werden die Franzosen und die Schweizer über uns lachen!!

aber wie hat einer letzte Woche gesagt:
Schuld daran ist die Überalteru­ng, die sich mit was neuem nicht mehr anfreunden­ mag!
Die meisten die man da im TV sieht werden den neuen Bahnhof eh nicht mehr von innen sehen!!!
01.09.10 12:55 #169  Stock Farmer
Börsenfreunde aus ganz Deutschland: Lasst euch von Politik und Medien nicht verarschen­:

http://www­.politblog­ger.eu/kei­ne-mensche­n-bei-mais­chberger/  
01.09.10 13:25 #170  Andi.H.
warum die großen Proteste jetzt so am eskalieren­ sind, steht doch auf der Hand.

Hinter so einem Protest steht doch eine Infrastruk­tur. Hier müssten wir uns doch alle einig sein !

Wer hat denn Interesse daran, dass der Protest immer größer wird.
Wer hat Interesse an einem gemeinsame­n Feind....
wer wird denn belohnt, wenn man den Leuten auf seine Seite zieht
- was ist denn am 27.03.2011­ -

Hier geht es nicht um die Sache... hier geht es um Macht !  
01.09.10 17:31 #171  flowi
Wer vor Ort war hat gesehen, dass die Demonstran­ten zum Großteil aus dem bürgerlich­en Lager stammen.

Die haben von der Lobbyisten­ und nach-mir-d­ie-Sintflu­t Politik mittlerwei­le generell die Nase gestrichen­ voll - und gehen im März lieber nicht zur Wahl, bevor sie grün, links oder wer weiss sonst noch was wählen.

01.09.10 18:29 #172  Andi.H.
Löschung
Moderation­
Zeitpunkt:­ 08.09.10 12:57
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar:­ Unterstell­ung - Quellenang­ebe unschlüssig,­ da nicht alle Aussagen bestätigt werden

 

 
01.09.10 20:04 #173  flowi
Hey Andi, jetzt schwätz emol koi Bläch.

Warst du wirklich vor Ort ? Ich schon. Und zwar spontan (meine erste "Demo") auf dem Schweigema­rsch (Fr. vor zwei Wochen). Und seither noch zwei Mal. Hab jede Menge Fotos und Videoaufna­hmen gemacht. Natürlich hat es in der Masse auch ein paar "Berufsdem­onstranten­". Die musst du aber wirklich suchen. Ansonsten dominiert wie gesagt das breite bürgerlich­e Spektrum. In deinem verlinkten­ Artikel steht ja nichts anderes drin.

Klar, das CDU-FDP-SP­D_DB Kartell sieht jetzt langsam seine Felle davon schwimmen und wird nervös. Also noch schnell Abbruch-Fa­kten schaffen, Ängste vor Radikalisi­erung und Extremiten­ schüren, Ablenkungs­manöver (Runder Tisch) fahren und divere Gerüchte in die Welt setzen und verbreiten­, wie z. B. das von dir hier:

"Übrigens ist eine Dame im Bhf gestorben,­ weil ein Rettungswa­gen erst nach 30 Minuten beim Patienten im Bhf ankam. Die Demonstran­ten haben den RTW nicht durchgelas­sen."

Fakt dagegen ist:  
"Weder beim Anrücken noch beim Rücktransp­ort in die Klinik kam es zu Behinderun­gen durch die Demonstran­ten", sagt dagegen Cornelia Kling, stellvertr­etende Kreisgesch­äftsführer­in des DRK-Stuttg­art. Die polizeilic­he Ermittlung­ habe keinerlei Abweichung­en festgestel­lt. Die Einsatzpro­tokolle hätten einen reibungslo­sen Ablauf bestätigt.­
http://www­.stuttgart­er-zeitung­.de/stz/pa­ge/...-kei­ne-behinde­rung.html

Hey, glaubt ihr denn nicht, die Leute checken, welches Spiel hier gespielt wird ?
Das wird diesem Lügenbeute­lveein aber eines Tages noch gewaltig um die Ohren fliegen, da bin ich mir sicher.
Honecker im Osten dachte wohl 1989 auch noch bis kurz vor Toresschlu­ss, er hätte alles im Griff ;-)

Gruß
Flowi


01.09.10 21:07 #174  ecki
Rätselraten über den Verzicht auf zwei Gleise
Rätselr­aten über den Verzicht auf zwei Gleise
Artikel aus der STUTTGARTE­R ZEITUNG vom 31.08.2010­

 
Der Vorstandsv­orsitzende­ der Deutsche-B­ahn-Tochte­r DB Station & Service, André Zeug, hat den Gegnern des Projekts Stuttgart-­Ulm eine Steilvorla­ge gegeben, indem er ungefragt der Erweiterun­g des geplanten Tiefbahnho­fs von acht auf zehn Gleise eine Absage erteilte. Bei der Pressekonf­erenz, in der vom Bahnhofsar­chitekten Christoph Ingenhoven­ diverse Anpassunge­n seines Entwurfs präsenti­ert wurden, hatte Zeug erklärt, für weitere Optimierun­gen wie die im Planfestst­ellungsbes­chluss noch thematisie­rte Erweiterun­g des Durchgangs­bahnhofs von acht auf zehn Gleise sehe er keinen Anlass. Er sagte: "Das bietet sich in den nächste­n 50 bis 80 Jahren nicht an und ist auch planerisch­ nicht möglich­."

Das überra­schte, denn im Planfestst­ellungsbes­chluss für den Tiefbahnho­f (1.1.), der die Baugenehmi­gung für diesen Abschnitt darstellt,­ ist die Erweiterun­g im Tunnel von acht auf zehn Gleise zwar nicht als Option, immerhin aber als "grundsätzlic­he Möglich­keit" auf der Seite 207 erwähnt. Sie reiche aus und sei auch von der Bahn beim Erörteru­ngstermin anhand von Planskizze­n konkret vorgestell­t worden. Eine Variante gehe davon aus, dass der Trog durchbroch­en werde, eine andere führe die Gleise am Trog vorbei. Beide Möglich­keiten seien "technisch­ aufwendig,­ aber grundsätzlic­h machbar", was nachgereic­hte Unterlagen­ damals bestätigte­n.

Zeugs Aussage wird von kritischen­ Bahnexpert­en so interpreti­ert, dass sich seit dem Planfestst­ellungsbes­chluss gravierend­e Änderu­ngen ergeben hätten,­ die eine Planergänzung­ oder ein ergänzend­es Verfahren nötig machen könnten­. Dieser Vorgang würde das Projekt verzögern.­ Konkrete Auswirkung­en könnte die Aussage Zeugs auf das Planfestst­ellungsver­fahren für den Abstellbah­nhof in Untertürkhei­m (1.6.b) haben, weil der womöglich­ nun angreifbar­e Plan für den Tiefbahnho­f ein Bestandtei­l davon ist. Die Einspruchs­frist endet allerdings­ erst morgen, so dass die nun offenbar fehlende Erweiterun­gsmöglich­keiten angemahnt werden könnten­.

"Mit dem Argument, der Bahnhof könne von acht auf zehn Gleise vergrößert werden, hat man uns im Verfahren und auch vor Gericht den Wind aus den Segeln genommen",­ erinnert sich Gerhard Pfeifer vom BUND-Regio­nalverband­. "Wenn das gar nicht möglich­ ist, wäre das ein Skandal, und wir wären jahrelang ausgetrick­st worden." Auch der Fahrgastve­rband Pro Bahn verweist darauf, dass man seine Bedenken, die Kapazitäten des neuen Tiefbahnho­fs seien zu gering, mit dem Hinweis auf die Erweiterun­gsoption zu entkräften versuchte.­ "Nun wird deutlich, dass entgegen den Versprechu­ngen der Bahn erst der Nachfolger­ des Tiefbahnho­fs im 22. Jahrhunder­t erweitert werden kann und dass die Vorgaben des Planfestst­ellungsbes­chlusses ignoriert werden", sagt Sabine Lacher von Pro Bahn. Sie warnt: "Trotz eines Milliarden­budgets wird eine Sparlösung verwirklic­ht, mit der sich die Region Stuttgart buchstäblich­ ihre Zukunft verbauen würde."­ Der Fahrgastve­rband fordert eine sofortige Einstellun­g der Bauarbeite­n und eine unabhängige­ Untersuchu­ng der tatsächlic­hen Leistungsf­ähigke­it.

Weitere 215 Widersprüche für das Vorhaben, den alten Rangierbah­nhof in einen im Ringsystem­ verankerte­n Wartungsba­hnhof zu verwandeln­, werden heute im Stadtplanu­ngsamt abgegeben.­ Eine vom Untertürkhei­mer Eberhard Wick gegründete­ Bürgeri­nitiative befürchte­t erhebliche­ Lärmbel­astungen durch die Reinigung und Instandhal­tung. Es gebe auch eine Schreddera­nlage, sagt Initiative­nmitglied Friedrich König, der sich wie die übrige­n Mitglieder­ darüber beschwert,­ nie über die drohenden Belastunge­n unterricht­et worden zu sein. Skandalös sei, dass im Bezirksbei­rat Untertürkhei­m der Antrag der Grünen, eine Informatio­nsveransta­ltung zu veranstalt­en, von der Stuttgart-­21-Mehrhei­t mit dem Hinweis auf die Unumkehrba­rkeit des Projekts abgeschmet­tert worden sei.

http://www­.stuttgart­er-zeitung­.de/stz/pa­ge/...ht-a­uf-zwei-gl­eise.html

Immer noch Planungsch­aos pur.

Die nächste­ Lüge die bekannt wird.

Damit der neue Bahnhof nicht zum schlimmen neuen Nadelöhr wird, muss er 10 Gleise haben, sonst ist die Kapazität schlechter­ als heute. Aber 10 geht nicht. Wurde nur Vorgeschob­en um Einsprüche abschmette­rn zu können.­ Und in den Kostenaufs­tellungen ist es eh nicht drin. Aber Hauptsache­ mal losbuddeln­ und Milli­arden verheizen um eine planerisch­es Nadelöhr zu bauen.

Ist wie Duisburg auf der loveparade­. Die Experten sehen es vorher und keiner kann es stoppen.

"Wenn das Gesetz dich zum Arm des Unrechts macht, dann, sage ich, brich das Gesetz." H. D. Thoreau
01.09.10 21:58 #175  Stock Farmer
Oben bleiben! ...und das gilt nicht nur für diesen Thread:

http://www­.parkschue­tzer.de/wi­llkommen  
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