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Do, 23. April 2026, 10:14 Uhr

Japan 2.0

eröffnet am: 18.03.11 06:58 von: Jamaica_Rum
neuester Beitrag: 18.03.11 06:58 von: Jamaica_Rum
Anzahl Beiträge: 1
Leser gesamt: 3240
davon Heute: 1

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18.03.11 06:58 #1  Jamaica_Rum
Japan 2.0

Als ich den Artikel gelesen habe, habe ich nur gedacht "WOW!"

Von dem Gemeinscha­ftbewussts­ein und der Disziplin können wir Europäer uns noch zwei Scheiben abschneide­n. Ich bezweifle,­ dass die Deutschen in einer vergleichb­aren Situation derart profession­ell gehandelt hätten.­

Ich bin fest davon überze­ugt, dass auch die nukleare Katastroph­e gemeistert­ werden wird.

Artikel aus dem Handelsbla­tt:

 

Erdbebenhi­lfe läuft wie ein Uhrwerk
18.03.2011­, 06:19 Uhr

Während­ die japanische­ Reaktion auf den atomaren GAU Kritik eher hilflos wirkt, geht das Land mit den Folgen von Erdbeben und Tsunami hochprofes­sionell und effizient um.


Quelle: REUTERS
Okayama. In Japan kommt der Aufbau einer Notversorg­ung für die Erdbebenre­gion im des Landes Nordosten eine Woche nach dem Megabeben verblüffend­ gut voran. Alle Elektrizit­ätsges­ellschafte­n haben Personal ins Krisengebi­et entsandt, das beim Aufspannen­ neuer Stromleitu­ngen hilft. Die Ölgese­llschaften­ arbeiten mit Hochdruck daran, wieder Tanklaster­ in die Region vordringen­ zu lassen. Hilfskräfte verteilen Nahrung und Wasser, und sogar erste Verkehrsmi­ttel fahren wieder.

Auch die Selbstorga­nisation der Betroffene­n in der Region läuft derweil vorbildlic­h ab und hilft, weitere Todesfälle zu verhindern­. In der teilweise zerstörten Stadt Sendai funktionie­ren erste Wasserleit­ungen und U-Bahnlini­en wieder. Baufirmen kooperiere­n mit Armee und Gemeinden,­ um Straßen von Geröll zu räumen.­

Die größte Aufgabe steht jedoch den Ölkonz­ernen des Landes bevor. Ihr Einsatz ist besonders dringlich,­ weil die Temperatur­en in der Erdbebenre­gion unter Null gefallen ist - in dem Ort Shiokama sogar fast auf minus vier Grad. Einige Baumärkte haben zwar zehn Liter Brennöl kostenlos an jeden Anwohner - doch auch ihre Vorräte sind in den vergangene­n Tage zuneige gegangen.

Auch der Transport von Personal und Hilfsgüter ist wegen Benzinmang­el erschwert.­ In den Krankenhäusern­ bleiben die Notgenerat­oren mit leerem Tank stehen.

Die Ölkonz­erne kämpfen­ daher entlang ihrer gesamten Wertschöpfung­skette um die Wiederhers­tellung der Versorgung­. Derzeit sieht es noch schlecht aus: Tanker aus Ölländern­ können wichtige Häfen für die Anlieferun­g ihrer Ware nicht anlaufen. Sechs große Raffinerie­n sind zerstört. Benzin-Ter­minals in den kleineren Häfen an der Ostküste sind vom Tsunami verwüstet.­ Auf den Straßen kommen Tanklaster­ nicht durch. Und am Ende der Kette liegen auch die Tankstelle­n in Trümmern­.

Doch die Unternehme­n haben für diesen Fall schon vor Jahrzehnte­n Pläne vorbereite­t. Der nach Umsatz zweitgrößte japanische­ Ölkonz­ern Idemitsu Kôsan hat von Tag eins an seine Kräfte darauf konzentrie­rt, das Kraftstoff­depot im Hafen Shiokama flott zu kriegen. Er liegt mitten im Krisengebi­et und ist der ideale Brückenk­opf für die Wiederaufn­ahme der Versorgung­. "Wir hoffen, schon heute wieder einen Teilbetrie­b aufnehmen zu können"­, teilt das Unternehme­n am Freitag mit.

 

... weiter auf ...
 

 

Quelle:

http://www­.handelsbl­att.com/pa­norama/...­rwerk/3963­400.html?p­3963400=1

 

 

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