LOGITECH International S A
WKN: 908642 / ISIN: US5414191073Interessante Schweizer Midcaps
| eröffnet am: | 07.11.05 15:07 von: | lancerevo7 |
| neuester Beitrag: | 07.11.05 15:07 von: | lancerevo7 |
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bewertet mit 2 Sternen |
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Trotz der jüngsten Kurseinbussen im Oktober ist die Performance der Schweizer Börse für das laufende Jahr recht ansehnlich. Sowohl der Swiss Market Index (SMI) der Blue Chips, als auch der SMI-MID, der die 30 grössten Schweizer Aktien der 2. Reihe enthält, haben 2005 bis dato eine Performance von rund 20 Prozent erzielt. Und ein etwas weiter gefasster Rückblick bis zum Anfang des Jahres 2004 zeigt, dass der SMIM den SMI deutlich outperformt hat. Ganz unabhängig davon, ob diese bessere Performance auch in den nächsten Monaten Bestand hat, bleibt ein Engagement in Schweizer Mid Caps eine attraktive Anlage. Damit die Anleger auf die richtigen Pferde der zweiten Reihe setzen, hat Stocks sämtliche 30 SMIM-Aktien auf ihre Qualität hin durchleuchtet, ob sie das Zeug haben, den Investoren zu weiteren Kursgewinnen zu verhelfen. Folgende sieben Aktien sind zu favorisieren:
Actelion hat bis Ende Jahr noch zahlreiche Studienergebnisse im Köcher: So werden zum einen für die beiden bisher einzigen Umsatzträger Tracleer (gegen Überdruck in der Lungenarterie, PAH) und Zavesca (Gaucher, eine Zellspeicher-Krankheit) weitere Anwendungsgebiete – so genannte Indikationen – getestet, und zwei Wirkstoffe gegen Lungenfibrose befinden sich in der letzten klinischen Testphase III. Dieser Nachrichtenfluss wird den Kurs der Actelion-Aktie nachhaltig beeinflussen, die sich seit Jahresbeginn wieder emporgehangelt hat. Wie nah Sonnen- und Schattenseite bei Biotech-Titeln beieinander liegen, wurde genau vor Jahresfrist deutlich, als sich männiglich über die Wirksamkeit von Pfizers Viagra bei PAH stritt. Heute scheint klar, dass die US-Pille keine nachhaltige Alternative zu Tracleer ist – eine Studie zur kombinationsweisen Verabreichung ist in Bearbeitung. Noch sind die Baselbieter sehr stark vom Markterfolg ihres Hauptumsatzträgers abhängig, doch die breite Pipeline und die Ankündigung, auch in den Bereich Antibiotika vorstossen zu wollen, verleihen dem Titel langfristig Fantasie.
Valora befindet sich einmal mehr in einer schwierigen Restrukturierungsphase. Lange Zeit machten beim Berner Mischkonzern vor allem die peripheren Unternehmenssparten Sorgen, während das Kerngeschäft mit den Kiosken solide Erträge lieferte. Doch nun krankt auch dieser Bereich, weil ein ausuferndes Sortiment geführt wird und der Trend zu Convenience-Shops etwas verschlafen wurde. Massive Kosteneinsparungen und ein neues, trendigeres Kiosk-Konzept sollen Abhilfe schaffen. Die Chancen für das Gelingen des Turnaround stehen gut. Bis dahin brauchen die Valora-Aktionäre noch etwas Geduld. Die Aktie ist auf Grund starker Verleiderverkäufe inzwischen günstig geworden. Das Unternehmen jedoch steht auf finanziell soliden Beinen und sollte in ein, zwei Jahren gestärkt – und mit deutlich höherem Aktienkurs – aus der Restrukturierung herauskommen.
Kühne + Nagel gehört zwar in den Bereichen Seefracht und Luftfracht bereits zu den weltweit führenden Unternehmen, doch Stillstand bedeutet bekanntlich Rückschritt. Ganz nach diesem Motto verstärkt sich nun das von Mehrheitsaktionär Klaus-Michael Kühne geführte Unternehmen auf einem Gebiet, wo es bisher Nachholbedarf gab. Durch die Übernahme von ACR Logistics stösst Kühne + Nagel auf einen Schlag auch in die Spitzengruppe der Kontraktlogistiker vor. Dieser Kauf passt genau, denn der Schweizer Konzern dehnt seine Kundenbasis damit auf Branchen aus, in denen er bisher nicht stark vertreten war. Die Aktie ist im Branchenvergleich etwas höher bewertet. Dies ist jedoch kein Grund, sich von diesem Titel zu verabschieden. Die gemessen am KGV höhere Bewertung ist angesichts des Wachstumstempos, das Kühne + Nagel vorlegt, durchaus berechtigt. Ein Blick auf andere Bewertungskennzahlen wie zum Beispiel das Kurs/Umsatz-Verhältnis von lediglich 0,7 zeigt, dass die Kühne + Nagel- Aktie noch keineswegs teuer ist. Kann die grösste Übernahme in der Firmengeschichte auch gut «verdaut» werden, steht einer weiteren erfreulichen Entwicklung des Aktienkurses nichts mehr entgegen.
Georg Fischer überzeugt auf allen Ebenen. Angefangen beim Management. Der Kostenreduktionskurs von Konzernchef Kurt E. Stirnemann trägt Früchte. Allerdings setzt er den Sparhebel nicht überall an. Insbesondere die Forschungs- und Entwicklungsabteilung läuft an einer etwas längeren Leine. Und das ist gut so. Damit haben sich die Schaffhauser bei ihren Kunden, den Automobilherstellern respektive
-zulieferern eine exzellente Stellung erarbeitet. Doch nicht nur die Automotive-Sparte, die 50 Prozent zum GF-Umsatz beiträgt, läuft nach Wunsch. Auch die anderen Bereiche (Machine Tools/Agie Charmilles Group und Piping Systems) machen Fortschritte. Alles in allem ist der Industriezulieferer sowohl strategisch als auch operativ sehr gut unterwegs. Da zusätzlich auch die Bilanz und die Cashflows stimmen, ist aus Anlegersicht, um zu wissen, ob die Aktie kaufenswert ist oder nicht, noch ein Blick auf die Aktienkennzahlen vonnöten. Und diese sind durchs Band weg attraktiv tief. Somit ist die Aktie von Georg Fischer auch 2006 eine heisse Kandidatin auf eine zweistellige Performance.
Logitech ist ein Wachstumstitel, der seinen Namen mehr als verdient. Das schweizerisch-amerikanische Unternehmen liefert seit Jahren ein Rekordergebnis nach dem anderen ab. Und ein Ende dieser Entwicklung ist noch für längere Zeit nicht in Sicht. Die Logitech-Pipeline ist auch für das nächste und übernächste Jahr wieder randvoll. Zur Freude der Anleger. Und diese dürften an ihrem Titel, obwohl die Aktie nicht mehr günstig ist, weiter ihre Freude haben. Setzt Logitech seine strategischen Partnerschaften konsequent um und behält sie ihre hohe Innovationskadenz weiter bei, werden in den nächsten Jahren sowohl die Umsatz- als auch die Gewinnzahlen deutlich steigen. Die Aktie wird dieser Entwicklung über kurz oder lang folgen.
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| Daten: 02.11.2005 13:21 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Legende : Pfeil nach oben: entwickelt sich besser als der Gesamtmarkt Pfeil flat: entwickelt sich wie Gesamtmarkt Pfeil nach unten: entwickelt sich schlechter als der Gesamtmarkt KF: kurzfristig, 3-6 Monate; LF: langfristig, 12-18 Monate |
