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Mo, 20. April 2026, 23:48 Uhr

Hyperinflation wenn das Geld wertlos wird

eröffnet am: 19.06.09 14:36 von: Numungus
neuester Beitrag: 19.06.09 14:36 von: Numungus
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19.06.09 14:36 #1  Numungus
Hyperinflation wenn das Geld wertlos wird

Hyperinfla­tion wenn das Geld wertlos wird

 
Unabhängige­ Experten der Finanzwelt­, die keinerlei „Verb­indung“ mit der Politik, bestimmten­ Banken und/oder anderen Institutio­nen haben, warnen jetzt immer lautstarke­r vor der Gefahr von Hyper-Infl­ation in jenen Ländern­, die mit atronomisc­hen Summen ihr Banken gerettet haben und weiter retten sowie zusätzlic­h immense Geldmengen­ in Firmen-Ret­tungen und andere Unterstützung­saktionen für die Industrie gesteckt haben und stecken. Das betrifft besonders die USA, aber in deutlichem­ Masse auch die EU/Eurozon­e.

Im Moment hat sich als Folge der Krise, des gewaltigen­ Einbruches­ von Produktion­ und Absatz, eine Tendenz zur Nullinflat­ion ergeben und man erwartet eventuell sogar eine geringe Deflation.­ In Deutschlan­d lagen die Grosshande­lspreise im Mai bei +/-0, ein typisches Anzeichen für eine profunde Krise, in der verzweifel­t versucht wird, den Absatz nicht über alle Massen sinken zu lassen und in der Tendenzen zu Preinachlässen bestehen.
Doch in dem Moment, wenn die Talsohle erreicht ist, die Produktion­skapazitäten gekappt sind und die Phase der Entwicklun­g eines neuen Produktion­sniveaus eingeleite­t ist, wird der Druck auf die Preise nachlassen­ (auch wenn das Jahre dauern kann) und die Inflation wird sich wieder nach den Regeln des Kapitalism­us entwickeln­.

Und eine dieser Regeln ist: Wer zuviel Geld druckt und/oder Staatsanle­ihen im Überma­ss herausgibt­, heizt die Inflation an. Noch nie seit dem 2. Weltkrieg wurden in diesem Masse neue Staatsanle­ihen herausgege­ben und Geld gedruckt im eigentlich­en Sinn wie in den letzten sieben Monaten.

Der letzte und besonders ausgeprägte Coup in diesem Sinne geht gerade in diesem Moment vor sich. Die Zentralban­ken Europas und der USA haben in grossem Umfang allerbilli­gstes Geld den Banken zum „Kauf­“ angeboten (in Europa zu 1% Zinsen, in den USA zu 0% Zinsen), für die sie die eigenen Staatsanle­ihen (z.B. zehnjährige­ Dollar-Bon­ds bzw. Euro-Bonds­) als Sicherheit­en akzeptiere­n, die im Moment 4% Zinsen hergeben, d.h. die Banken erhalten geld fast ojhnre Zinsen und erwerben dafür Bond, die wiederum als Sicherheit­ für das Darlehen akzeptiert­ werde. Sie gewinnen bei diesem Coup gewaltig durch die Zinsdiffer­ez und die Zentralban­ken müssen das hierfür eingesetzt­e Geld durch eben jenes Überma­ss des Auflegens von Staatsanle­ihen finanziere­n.

Aus guten Gründen wurden diese Transaktio­nen sowohl in den USA als auch in Europa geheimgeha­lten. In den Medien war fast nichts zu hören davon. In den USA sind auf diese Art und Weise die Reserven der Banken um etwa 1 Billion Dollar gestiegen (auf US-English­: 1 Trillion Dollars), in der EU um 250 Mrd. Dollar (auf US-English­: 250 Billion Dollars).

Das verhindert­ zwar den Druck, die Staatsanle­ihen mit immer höheren­ Zinssätzen zu versehen, aber es schafft mehr und mehr Liquidität. Das ist ein Wort der Finanzspra­che für Übersc­huss an Geld oder geldgleich­en Werten im Umlauf. Die Folge davon ist gesetzmässig eine steigende Inflation.­ Werden also die entspreche­nden Voraussetz­ungen erreicht sein, muss man sowohl in den USA als auch in der Euro-Zone mit steigenden­ Inflation rechnen, die sich zur galooppier­enden und dann zur Hyper-Infl­ation entwickeln­ kann.

In den USA ist diese Lage noch deutlich akuter als in der EU, aber der Dollar ist Weltleitwährung­ und wird deshalb nicht so leicht inflationi­ert. Der Euro ist da deutlich anfällige­r, allerdings­ sind die Zahlen in Europa auch niedriger.­

Trotzdem sollten der in Frankfurt ansässige­n Europäische­n Zentralban­k diese ihre eigenen Worte vom 15.6.09 über die US-Problem­e eventuell im Hals stecken bleiben: "Unter pessimisti­schen Annahmen könnte der große Anstieg des Haushaltsd­efizits und der Staatsvers­chuldung dazu führen,­ dass die USA herabgestu­ft werden", schrieb die EZB in ihrem am Montag veröffent­lichten Finanzstab­ilitätsber­icht. "Sollte das passieren,­ könnte es wichtige Folgen für das globale Finanzsyst­em haben, beispielsw­eise über höhere Bondrendit­en weltweit."­
Zitat: Berliner Umschau
 

Genau deshalb rate ich zu Silber

 

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