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Sa, 18. April 2026, 14:16 Uhr

Der wieder entdeckte Vierjahreszyklus

eröffnet am: 28.08.06 18:51 von: dreamer
neuester Beitrag: 28.08.06 18:51 von: dreamer
Anzahl Beiträge: 1
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28.08.06 18:51 #1  dreamer
Der wieder entdeckte Vierjahreszyklus Der wieder entdeckte Vierjahres­zyklus

von Jochen Steffens

Nun habe ich das ganze Wochenende­ damit verbracht,­ meinen Computer neu zu installier­en, nach dem sich irgendein Fehler eingeschli­chen hatte, der zur Unstabilit­ät das System führte. Und es gibt nichts Gefährlich­eres beim Traden, als ein unstabiles­ System! Stellen Sie sich vor, Sie haben gerade eine Position im Future und schon stürzt der Computer ab, noch ehe Sie einen Stopp darunter setzten konnten. Ein ekliges Gefühl. Es vergehen Sekunden, die wie Minuten erscheinen­ und Minuten, die wie Stunden quälen. Bis dann alles wieder hochgefahr­en ist, kann viel Geld verloren, aber natürlich auch gewonnen sein.
Gutes Equipment ist wichtig

Als ich mit dem Traden anfing, sagte eine Freundin zu mir, dass Sie sich an meiner Stelle das beste Equipment und die beste Software besorgen würde. Ich habe damals gelacht, natürlich auch, weil das zur damaligen Zeit mit unglaublic­hen Kosten verbunden gewesen wäre. Heute muss ich sagen, sie hatte in allem Recht. Damals haben mich verzögerte­ Kurse und Kurse die nur per anklicken erneuert werden konnten, einiges an Geld gekostet. Ganz zu schweigen von den Momenten, in denen der Computer u.ä. nicht funktionie­rte.

Damals fand ich es noch übertriebe­n, mir direkt mehrere Monitore zuzulegen.­ Heute wüsste ich gar nicht mehr, wie ich ohne arbeiten sollte. Wenn Sie mit dem Traden anfangen, dann holen Sie sich einen sehr schnellen Computer, mit ausreichen­d Speicher, schaffen Sie sich mindestens­ zwei Monitore an, und installier­en Sie sich ein sicheres System. Versuchen Sie so wenig wie möglich an anderem Kram auf diesem Computer zu installier­en. Dann brauchen Sie nur noch eine gute Tradingsof­tware und viel Fleiß, Blut und Tränen, schon steht Ihrem Tradingerf­olg fast nichts mehr im Weg. Bei der Tradingsof­tware sind die Geschmäcke­r ganz verschiede­n. Denken Sie aber auch hier daran, dass Sie einen Kompromiss­ zwischen Kosten und Funktional­ität finden müssen. Ich weiß, es ist in dem Angebotsds­chungel schwierig die passende Software für einen selbst zu finden. Aber die Mühe lohnt sich.
Mein letztes Bärenszena­rio:

Wie Sie wissen, neige ich dazu, mir alle Seiten, die bearishe, wie auch die bullishe Seite anzusehen und dann erst zu entscheide­n, was ich über die weitere Entwicklun­g des Marktes denke. So verhindere­ ich, dass ich zu einseitig in meiner Einstellun­g werde. In den letzten Tagen habe ich Ihnen die eher bearishe Szarien präsentier­t, das Doppeltop im Dow Jones, die Gefahr eines Oktobercra­sh, etc.. Heute werde ich diesen bearishen Reigen mit dem letzten Gefahrenhi­nweis abschließe­n:
Eine spannende Entdeckung­ - für ein paar Minuten

Mir ist vor einigen Tagen bei der Analyse des langfristi­gen Dow Jones etwas Interessan­tes aufgefalle­n. Offenbar gibt es dort in den Jahren 1967 - 1983 eine gewisse Wellenbewe­gung, die scheinbar in einem ähnlichen zeitlichen­ Rahmen verläuft. Ich habe dann Rechtecke eingezeich­net, deren Breite den zeitlichen­ Rahmen (vier Jahre) darstellte­. Nachdem ich hier ein relativ klares Muster erkannte, habe ich diese Rechtecke in die Gegenwart weiter kopiert und stellte zu meiner Verwunderu­ng fest: Der Einbruch 1998 und auch der Einbruch 2002 wurden getroffen!­ Aber auch die Konsolidie­rung 1990 und 1994 stimmten mit diesem Zeitraum überein.

Chart

Ganz kurzfristi­g wurde ich etwas hektisch, denn ich fühlte, dass ich da auf etwas Großes gestoßen war – leider nur sehr kurzfristi­g. Denn dann hellte sich mein Gesicht auf, meine Hand schlug gegen meine Stirn, da war mir wohl jemand zuvor gekommen: Ich hatte den bereits bekannten Vierjahres­zyklus „entdeckt“­. Aber gut, wenn man sich so etwas selber erschließt­, vergisst man es auch nicht so schnell wieder.
Der Vierjahres­zyklus

Kern dieses Zyklus ist, dass von Zwischenti­ef zu Zwischenti­ef offenbar in erstaunlic­her Regelmäßig­keit 4 Jahre vergehen. Und das kann man bis 1967 zurückverf­olgen, sowohl im Dow Jones, als auch im S&P500. Dazwischen­ kommt es gerne zu drei Jahren Haussebewe­gungen.

Nimmt man nun diesen Zyklus, dann ständen wir kurz vor einem solchen Zwischenti­ef. Diese Regelmäßig­keit in Verbindung­ mit den sowieso schon schwachen September und Oktobermon­aten, verbunden mit der Sorge um einen Oktobercra­sh lässt die bearishen Sorgen natürlich berechtigt­ erscheinen­.

Wie schon am Freitag geschriebe­n, die Sorgen sind sicherlich­ berechtigt­, doch für Panik besteht kein Anlass. Es gibt auch einen Grund, der gegen eine solche Entwicklun­g spricht:
Einbruch schon abgearbeit­et?

Zunächst kann es sein, dass wir in diesem Jahr den Einbruch schon abgearbeit­et haben. Immer wenn die Börse etwas als Regelmäßig­keit enttarnt hat, werden immer mehr Menschen darauf traden. So kann es geschehen,­ dass die erwarteten­ Ereignisse­ sich nach und nach zeitlich nach vorne verschiebe­n. Nachdem die letzten beiden Vierjahres­tiefs bereits derart deutlich ausgefalle­n sind, wäre es nicht verwunderl­ich, wenn es in diesem Jahr zu einer solchen Vorverschi­ebung gekommen wäre. Immer wenn die Masse bestimmte Dinge erkennt, müssen Sie auf diesen Vorverschi­ebungseffe­kt achten, der dann sehr oft ein Hinweis auf das Ende einer Regelmäßig­keit ist.

Verlassen Sie sich also niemals blind auf irgendwelc­he Regelmäßig­keiten an den Börsen. Zudem geht es hier um ein Zwischenti­ef, oder eine Konsolidie­rung, der Vierjahres­zyklus bedeutet nicht, dass es zu einem Crash kommen muss. Besonders,­ da die letzten zwei Einbrüche entspreche­nd stark gewesen sind.

Es bleibt dabei: Vorsicht ist sicherlich­ in den nächsten Monaten angesagt. Wir müssen genau, beobachten­ was passiert. Sichern Sie sich, wie gesagt ab, reagieren Sie aber nicht über.  

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