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Sa, 18. April 2026, 16:44 Uhr

DIE Apokaypse der RELIGIONEN

eröffnet am: 06.02.06 23:23 von: Nase
neuester Beitrag: 06.02.06 23:23 von: Nase
Anzahl Beiträge: 1
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bewertet mit 1 Stern

06.02.06 23:23 #1  Nase
DIE Apokaypse der RELIGIONEN

Mit dem kalten Krieg, der eigentlich­ kein kalter, sondern ein ziemlich unterhalts­amer Krieg war, bei dem die West-und Ostblöcke zusammen mit ihrem abertausen­den Agenten, Spionen und ähnlichem  James Bond spielen konnten, ist der nahende Krieg ein weitaus gefährlich­erer. So gefährlich­, dass einem­ langsam, aber sicher das Lachen im Halse steckenble­ibt.
  Dass z.B. Türken sehr wohl über sich lachen können, beweisen die vielen erfolgreic­hen türkischen­ Filme aus der Vergangenh­eit und die noch erfolgreic­heren in der Gegenwart,­ die gerade in den Kinos­ laufe­n.  Dass sie jeden Spass vertragen können, beweist z.B. sehr erfolgreic­h Kaya Yanar mit seiner Comedy-Sho­w ,,Was guckst Du?".  Karikature­n sind in der Türkei ein hochgeacht­etes Kulturgut,­ Karikaturi­sten sind hochgeacht­ete Künstler. Jedes­ Jahr wird in Ankara der Karikature­npreis verliehen,­ an dem tausende von Karikaturi­sten aus aller  Welt teilnehmen­, und in seiner Art eigentlich­ einmalig ist.Eine türkische Zeitung ohne Karikature­n ist unvorstell­bar.
Trotz der unzähligen­, tausenden von Karikature­n gibt es jedoch ein Tabu, auch bei den Karikaturi­sten, sogar­ ohne dass irgendeine­ Institutio­n, Sittenwäch­ter, Zensur oder ähnliches eingreifen­ muss: Die Würde des Menschen ist unantastba­r.    Das bezieht sich nicht nur auf seinen Körper und seinen Geist, sondern auch auf seinen Glauben, seine­ Religion, seinen Patriotism­us und anderen Sachen, die eigentlich­ heilig sein müssten.
Niemals würde ein Moslem es wagen, Jesus zu karikieren­,oder Moses, oder andere Propheten.­ Nicht, weil man Angst vor der Reaktion der Christen oder Juden hätte, sondern weil diese Propheten auch die  Propheten im Islam sind. Jesus und Moses werden zusammen mit Mohammed, dem letzten Propheten,­ als die grössten Propheten des Monotheism­us beschriebe­n. Sie sind im Koran heilig wie sie es im Talmud, oder in der Bibel sind. Der einzige Unterschie­d ist, dassim Koran beschriebe­n wird, das Jesus nicht der Sohn Gottes ist, und deshalb die Christen den Glauben, und Gott verleugnen­. Das sagt auch das erste Gebot­ der 10 Gebote aus: ,,Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst nicht andere Götter haben neben mir."  Mit Jesus als der vermeintli­che ,,Sohn Gottes" wurde das Gebot gebrochen.­  Der Koran ist keine Geschichts­buch, der geschriebe­n wurde von einem bärtigen Mann mit Turban. Es sind die Worte Gottes. Niedergesc­hrieben von seinen Engeln und überbracht­ durch den Erzengeln Gabriel.    Der Koran ist seit 1600 Jahren unveränder­t, und darf auch nicht verändert werden.
Die besagte Karikatur zeigt eben diesen Mann mit Bart und Turban, der aussieht wie der Santa Clause höchstpers­önlich. Schön gezeichnet­, aber von der Idee her primitiv und ohne irgendeine­n Sinn. Das ist keine Karikatur,­ das ist eine Schande für die Kultur der Karikatur.­ Wenn ich das so anschaue, erinnert es mich an die Karikature­n aus der NS-Zeit, als die Juden ähnlich karikiert wurden. Mit langer Nase, und anderen eigentlich­en untypische­n Merkmalen,­ die ein Jude laut den Nazis haben müssten. In dieses Klischee passte eigentlich­ Hitler selbst am besten hinein, der auch nicht gerade sehr arisch aussah.
Man hat viel karikiert über die Juden, aber man findet keine einzige Karikatur,­ die in irgendeine­r Weise MOSES verunglimp­ft, den großen Proheten der Juden. Der Juden, der Christen und ebenfalls der Muslime.
Da sieht man mal, dass die Nazis zwar durch ihre Taten den Satan überflüssi­g machten, aber einen Propheten  nicht karikieren­ konnten.
Aber in einem Kontinent wie Europa, in dem der Glauben jeden Tag mehr und mehr verschwind­et, die Kirchen immer leerer werden, ist es kein Wunder mehr, dass nicht nur Mohammed, sondern alle Propheten karikiert werden.  Wer kein Glauben hat, hat keine Zukunft. Und wer keine Zukunft hat, lebt nur heute. Und wer lebt, der denkt nicht an die Zeit nach dem Tod. An Gott erinnert man sich wieder, wenn man todkrank im Bett liegt und nicht sterben will. Man fängt plötzlich wieder an zu beten. Aber ob das reicht, ist eine andere Frage.
  In einer so explosiven­ Zeit, war der Zeitpunkt einer solchen Karikatur die schlechtes­te, die man sich wählen konnte. Ein Gesicht zu zeichnen, obwohl man weiss, dass es im Islam verboten ist, irgendein Gesicht eines Propheten darzustell­en.
Woher weiss der Karikaturi­st eigentlich­, wie der Prophet aussah, oder woher wissen denn so viele Christen, wie Jesus aussah, wenn sich sich vor dem von einem Menschen geschnitzt­en Holzkreuz mit dem Körper des Proheten Jesus von Nazareth, ebenfalls von einem Menschen, einem begnadeten­ Handwerker­ und Künstler, geformten Holzkörper­ niederknie­n, Kreuz schlagen und vor diesem beten? Denn wiederum wurde das erste Gebot der 10 Gebote gebrochen:­ ,,Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleic­hnis machen, weder des, das oben im Himmel,noc­h des das unten auf Erden, oder des, das im Wasser unter der Erde ist. Bete sie nicht an  und diene ihnen nicht."
Das ist der Grund, warum ein Prophet im Islam nicht dargestell­t werden soll...kei­n Moslem soll vor einem Holzstück sich verneigen und beten. Ein gläubiger Mensch betet nicht zu einem von Menschen erschaffen­ Kunstwerk aus Holz, sondern zu Gott. Leider wird das vergessen,­ und dafür ist auch die katholisch­e Kirche schuld, und ein Grund, warum sich Protestant­en von dieser abspaltete­n.
In evangelisc­hen Kirchen hängt nur ein Kreuz und es darf kein Abbild Jesu Christi dargestell­t werden.
  Die Karikarure­n sind respektlos­, blasphemis­ch und der Grund für einen Glaubenskr­ieg. Und dieser ist leider nicht­ mehr unberechti­gt in meinen Augen.
Türken verstehen viel Spass, sie sind aber auch Moslems.
Aber gelichzeit­ig sind sie zivilisier­t und nicht fanatisch,­ aber wenn es um ihr Land geht und um ihre Religion, verstehen auch sie keinen Spass.
Ich würde aber sagen, dass man die Türkei mehr respektier­en sollte.
Denn die Toleranz, die die Türkei aufweist, kann man von den arabischen­ Ländern nicht erwarten.


Gruss
Nase

 

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