US-Rezession trotz starkem Arbeitsmarkt
03.02.23 12:05
Merck Finck
München (www.aktiencheck.de) - Heute Nachmittag richtet sich der Fokus der Anleger auf die US-Arbeitsmarktdaten, so die Experten von Merck Finck a Quintet Private Bank.
"Obwohl Amerikas Arbeitsmarkt vorerst stark bleiben dürfte, deuten die meisten anderen Konjunkturdaten - angeführt vom Häusermarkt - auf eine milde US-Rezession im ersten Halbjahr hin", sage Robert Greil. Der Chefstratege von Merck Finck sehe das aber nicht arg negativ: "Die verzögert wirkenden, von der Fed gesteuerten schlechteren Finanzierungsbedingungen kühlen sowohl die Wirtschaft als auch die Inflation in den USA ab - das sich abschwächende Lohnwachstum deutet ebenfalls in diese Richtung." Greil übertrage dies auf unsere Seite des Atlantiks: "Ich rechne damit, dass wir diese Effekte aufgrund der erst später als von der FED begonnen EZB-Leitzinserhöhungen um einige Monate zeitverzögert auch im Euroraum inklusive Deutschlands sehen werden."
Kommende Woche sei die Makrodaten-Agenda relativ dünn: In Deutschland wolle das Statistische Bundesamt ihre vorläufigen Inflationszahlen für Januar vorlegen, die bereits für diese Woche geplant gewesen seien und überraschend verschoben worden seien. Außerdem stünden hierzulande am Montag die Auftragseingänge und am Freitag die Industrieproduktion - beide für Dezember - an.
Für den gesamten Euroraum kämen am Montag noch die Einzelhandelszahlen für diesen wichtigen Weihnachtsmonat hinzu.
Während in Großbritannien das Bruttoinlandsprodukt im Schlussquartal 2022 das Highlight sei, seien dies in den USA die Dezember-Handelsbilanz am Dienstag sowie das von der Michigan-Universität erhobene Verbrauchervertrauen für Februar am Freitag. Und in Asien stünden am Freitag primär Preisdaten im Vordergrund: Chinas und Japans Produzentenpreise sowie die chinesischen Verbraucherpreise. (03.02.2023/ac/a/m)
"Obwohl Amerikas Arbeitsmarkt vorerst stark bleiben dürfte, deuten die meisten anderen Konjunkturdaten - angeführt vom Häusermarkt - auf eine milde US-Rezession im ersten Halbjahr hin", sage Robert Greil. Der Chefstratege von Merck Finck sehe das aber nicht arg negativ: "Die verzögert wirkenden, von der Fed gesteuerten schlechteren Finanzierungsbedingungen kühlen sowohl die Wirtschaft als auch die Inflation in den USA ab - das sich abschwächende Lohnwachstum deutet ebenfalls in diese Richtung." Greil übertrage dies auf unsere Seite des Atlantiks: "Ich rechne damit, dass wir diese Effekte aufgrund der erst später als von der FED begonnen EZB-Leitzinserhöhungen um einige Monate zeitverzögert auch im Euroraum inklusive Deutschlands sehen werden."
Für den gesamten Euroraum kämen am Montag noch die Einzelhandelszahlen für diesen wichtigen Weihnachtsmonat hinzu.
Während in Großbritannien das Bruttoinlandsprodukt im Schlussquartal 2022 das Highlight sei, seien dies in den USA die Dezember-Handelsbilanz am Dienstag sowie das von der Michigan-Universität erhobene Verbrauchervertrauen für Februar am Freitag. Und in Asien stünden am Freitag primär Preisdaten im Vordergrund: Chinas und Japans Produzentenpreise sowie die chinesischen Verbraucherpreise. (03.02.2023/ac/a/m)
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