US-Einzelhandel: Keine Puste mehr zum Jahresendspurt
10.02.26 15:30
Nord LB
Hannover (www.aktiencheck.de) - Im Dezember hat der US-Einzelhandel wider Erwarten keine Umsatzsteigerungen erzielt, sondern verharrt mit 0,0% M/M auf dem Niveau des Vormonats, so die Analysten der Nord LB.
Dennoch hätten die Einzelhändler das Jahr besser beendet als es begonnen habe. Das durchaus turbulente 2025 habe zunächst im Schatten des Amtswechsels in der US-Administration gestanden, wobei der Januar mit -0,9% M/M den niedrigsten Wert in dieser Periode ausgemacht habe. Nach dem "Liberation Day" sei es noch einmal zu vermehrter Unsicherheit bei den Konsumenten gekommen, die zunächst ihr Geld zusammengehalten hätten; dies habe zur Folge gehabt, dass das zweite Quartal ebenfalls eine holprige Phase durchlittten habe. Das vierte Quartal präsentiere sich mit der heutigen Veröffentlichung in Summe noch positiv, adverse Effekte hätten zum Beginn allerdings belastet. Beim Jahresendspurt sei dem Einzelhandel aber dann wohl doch die Luft ausgegangen.
Auch ohne die automobilen Unterkomponenten – also KfZ und Teile – habe mit einer Wachstumsrate von 0,0% M/M kein gesteigerter Umsatz generiert werden können. Diese Komponente habe sogar einen Rückgang um 0,2% M/M gesehen. Einzig die Tankstellen vermochten ein Umsatzplus von 0,3% M/M zu erzielen, so die Analysten der Nord LB.
Die eng mit dem Immobiliensektor verknüpften Baumaterialien inkl. Gartenequipment hätten Zuwächse von 1,2% M/M verbuchen können. Die ebenfalls den Immobilien zuzuschreibende Möbelkategorie sei in dem gleichen Zeitraum um 0,9% M/M gesunken. Letztere Komponente scheine ohnehin ein "Low-Performer" zu sein, denn hier seien die Vorzeichen in der jüngeren Vergangenheit meist negativ gewesen.
Die jüngsten Daten und Nachrichten scheinen sich allgemein eher positiv auf die Märkte auszuwirken, so die Analysten der Nord LB. Einerseits hätten die BIP-Zahlen in Q3/25 überrascht, aber auch die Stimmungsbarometer hätten sich zuletzt aufgehellt. Vor allem jedoch die frühzeitige Bekanntgabe, dass Kevin Warsh den Staffelstab von Powell als Chef der Fed übernehme, dürfte für Beruhigung gesorgt haben. Der künftige Fed Chair sei eher als geldpolitischer Falke bekannt und habe wohl eine Präferenz für "angemessene" Zinssenkungen, ohne dabei auf eine allzu lockere Strategie zu setzen. Das bis Mai weiterhin von Powell geführte FOMC werde allerdings bis zum Stichtag noch das Ruder in der Hand haben und sicherlich auch auf die heutigen Daten schauen. Eine Zinssenkung sollte bei dieser negativen Überraschung wieder einen Tick wahrscheinlicher werden, auch wenn man die Daten nicht überinterpretieren sollte.
Die heutigen Einzelhandelsdaten aus den USA würden mit einem Nullwachstum im Dezember überraschen. Geneigte Marktbeobachter hätten in Summe wohl eher mit einem Wachstum von 0,4% M/M gerechnet. In Summe sei das viertel Quartal noch positiv, was für die Einzelhändler zumindest ein kleines "Trostpflaster" darstellen sollte. Im Jahresverlauf von 2025 habe es durchaus heftige Umsatzrückgänge gegeben, auch wenn man sich am aktuellen Rand wohl mehr erhofft habe. Durch die heutigen schwachen Daten sollte eine zeitnahe Zinssenkung bei der Fed Funds Target Rate einen Tick wahrscheinlicher werden, in Summe sollten die Zahlen aber sicherlich auch nicht überinterpretiert werden. (10.02.2026/ac/a/m)
Dennoch hätten die Einzelhändler das Jahr besser beendet als es begonnen habe. Das durchaus turbulente 2025 habe zunächst im Schatten des Amtswechsels in der US-Administration gestanden, wobei der Januar mit -0,9% M/M den niedrigsten Wert in dieser Periode ausgemacht habe. Nach dem "Liberation Day" sei es noch einmal zu vermehrter Unsicherheit bei den Konsumenten gekommen, die zunächst ihr Geld zusammengehalten hätten; dies habe zur Folge gehabt, dass das zweite Quartal ebenfalls eine holprige Phase durchlittten habe. Das vierte Quartal präsentiere sich mit der heutigen Veröffentlichung in Summe noch positiv, adverse Effekte hätten zum Beginn allerdings belastet. Beim Jahresendspurt sei dem Einzelhandel aber dann wohl doch die Luft ausgegangen.
Die eng mit dem Immobiliensektor verknüpften Baumaterialien inkl. Gartenequipment hätten Zuwächse von 1,2% M/M verbuchen können. Die ebenfalls den Immobilien zuzuschreibende Möbelkategorie sei in dem gleichen Zeitraum um 0,9% M/M gesunken. Letztere Komponente scheine ohnehin ein "Low-Performer" zu sein, denn hier seien die Vorzeichen in der jüngeren Vergangenheit meist negativ gewesen.
Die jüngsten Daten und Nachrichten scheinen sich allgemein eher positiv auf die Märkte auszuwirken, so die Analysten der Nord LB. Einerseits hätten die BIP-Zahlen in Q3/25 überrascht, aber auch die Stimmungsbarometer hätten sich zuletzt aufgehellt. Vor allem jedoch die frühzeitige Bekanntgabe, dass Kevin Warsh den Staffelstab von Powell als Chef der Fed übernehme, dürfte für Beruhigung gesorgt haben. Der künftige Fed Chair sei eher als geldpolitischer Falke bekannt und habe wohl eine Präferenz für "angemessene" Zinssenkungen, ohne dabei auf eine allzu lockere Strategie zu setzen. Das bis Mai weiterhin von Powell geführte FOMC werde allerdings bis zum Stichtag noch das Ruder in der Hand haben und sicherlich auch auf die heutigen Daten schauen. Eine Zinssenkung sollte bei dieser negativen Überraschung wieder einen Tick wahrscheinlicher werden, auch wenn man die Daten nicht überinterpretieren sollte.
Die heutigen Einzelhandelsdaten aus den USA würden mit einem Nullwachstum im Dezember überraschen. Geneigte Marktbeobachter hätten in Summe wohl eher mit einem Wachstum von 0,4% M/M gerechnet. In Summe sei das viertel Quartal noch positiv, was für die Einzelhändler zumindest ein kleines "Trostpflaster" darstellen sollte. Im Jahresverlauf von 2025 habe es durchaus heftige Umsatzrückgänge gegeben, auch wenn man sich am aktuellen Rand wohl mehr erhofft habe. Durch die heutigen schwachen Daten sollte eine zeitnahe Zinssenkung bei der Fed Funds Target Rate einen Tick wahrscheinlicher werden, in Summe sollten die Zahlen aber sicherlich auch nicht überinterpretiert werden. (10.02.2026/ac/a/m)
