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Fr, 17. April 2026, 9:48 Uhr

Richtungswechsel: Gen Osten für Aktien, gen Westen für Anleihen


09.03.23 16:27
Merck Finck

München (www.aktiencheck.de) - Lange Zeit war die strenge COVID-Politik Chinas der Bremser für die Entwicklung der asiatischen Aktienmärkte, so Robin Beugels, Leiter Investment Management & Client Solutions bei Merck Finck a Qunitet Private Bank.

Jetzt, wo sich in China - nicht zuletzt durch die im Gegensatz zu anderen Märkten weiterhin unterstützende Geldpolitik - wieder Aufschwungsdynamik entfalte, sehen Merck Finck die Chance für eine Neubewertung von Aktien im asiatisch-pazifischen Raum. Zwar zeige sich dies bereits in allmählich steigenden Aktienkursen, aber noch seien die Ausgangsbewertungen niedrig, die Gewinnerwartungen hoch, und die volle Wirkung des von der Wiedereröffnung angetriebenen Wachstums noch nicht vollständig in den Aktienmärkten eingepreist.

Merck Finck schichte daher einen Teil unseres breiten Schwellenländerengagements zugunsten des asiatisch-pazifischen Raumes um. So wolle man direkter von den Vorteilen des chinesischen Wirtschaftswachstums profitieren. Gleichzeitig erhöhe man auch die direkte Positionierung in Japan, das nach Erachten von Merck Finck auch von einem Wiedererstarken der Chinesischen Konjunktur profitieren sollte.

In die andere Richtung schaue Merck Finck beim Thema Anleihen. Angesichts der jüngsten und erwarteten weiteren Leitzinserhöhungen in den USA und Europa halte Merck Finck die Renditedifferenz, die Staatsanleihen der Schwellenländer in Hartwährung bieten würden, nicht mehr für so attraktiv wie noch zum Ende des vergangenen Jahres. Mit sicheren Anleihen der Industrieländer könne Merck Finck aktuell eine ähnlich gute Rendite erzielen, ohne das Kreditrisiko in den Schwellenländern einzugehen zu müssen. Deshalb baue Merck Finck in seinen Portfolios Staatsanleihen der Schwellenländer ab zugunsten von Staatsanleihen mit hoher Qualität aus den westlichen Industrieländern. Da deren Zentralbanken möglicherweise mehr Zinserhöhungen vornehmen würden als von den Märkten derzeit eingepreist, verkürze Merck Finck die Duration bei seinen Staatsanleihen-Einzelpositionen und damit auch auf Portfolioebene.

Mit diesem Schritt verringere Merck Finck die Sensitivität der Anleihenallokation hinsichtlich Zinsschwankungen und erhöhe gleichzeitig ihre Qualität, was auf Portfolioebene zu einer leichten Reduzierung des Gesamtrisiko führe. (09.03.2023/ac/a/m)