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Fr, 17. April 2026, 21:02 Uhr

Heute im Fokus: EWU-Daten


14.02.24 09:10
Helaba

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Das datenseitige Interesse gilt heute der Revision der Wachstumszahlen der Eurozone im vierten Quartal sowie den Daten zur Beschäftigungsentwicklung und zur Industrieproduktion zum Ende des Vorjahres, so die Analysten der Helaba.

Die bisher gemeldeten BIP-Wachstumsraten im Schlussquartal würden unter den großen Euro-Ländern erheblich differieren. So habe Spanien weiterhin mit einem ansehnlichen Wachstum von +0,6% Vq. glänzen können, während Deutschland endgültig zum Bremser geworden sei und eine Schrumpfung von 0,3% Vq. gemeldet habe. Auf ein Jahr hoch gerechnet lägen rund 2,7%-Punkte zwischen der Entwicklung auf der iberischen Halbinsel und hierzulande. Italien und Frankreich lägen dazwischen in der Nähe der Nulllinie.

In der Summe würden sich die positiven und negativen Entwicklungen aufheben, sodass das EWU-BIP auch nach der zweiten Schätzung stagniert haben dürfte. Wesentlicher Einfluss auf die Zinserwartungen dürfte sich nicht ergeben. Auch bei der Industrieproduktion gebe es positive und negative Entwicklungen in den verschiedenen Euroländern. Eine Stagnation im Monatsvergleich scheine daher möglich und so werde wohl der auf das Marktgeschehen ausgehende Impuls eher gering sein.

Von Interesse könnten die Beschäftigtenzahlen in der Eurozone sein. Gebe es hier Anzeichen einer nachlassenden Dynamik, die Vorbote eines verringerten Lohnanstieges sein könnte? Ausgemachte Sache sei dies nicht. Im bisherigen Verlauf des Jahres 2023 sei die Beschäftigung gleichwohl bereits langsamer gestiegen. Die zuletzt auf ein Rekordtief gesunkene EWU-Arbeitslosenquote deute aber auf die weiterhin solide Verfassung des Arbeitsmarktes hin. (14.02.2024/ac/a/m)