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Fr, 17. April 2026, 13:35 Uhr

Heute im Fokus: Deutsche Produktion


08.10.24 08:30
Helaba

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Es gibt nur noch schlechte Nachrichten von der deutschen Industrie. Oder doch nicht, fragen die Analysten der Helaba.

Fakt sei, dass die Stimmung nicht nur unter den Finanzmarktteilnehmern (ZEW, sentix) getrübt sei, sondern auch bei den Unternehmen (PMI, ifo). Zudem sei mit den gestrigen Daten zur Auftragsentwicklung deutlich geworden, dass das nach oben revidierte, dicke Auftragsplus zu Beginn des dritten Quartals im August mit enttäuschenden Zahlen überkompensiert worden sei. Sowohl die Bestellungen aus dem Inland als auch diejenigen aus dem Ausland seien sichtbar gesunken.

Auch die Stahlproduktion habe im Monatsvergleich im Minus gelegen. Dennoch gebe es auch positive Indikationen für die heute anstehende Industrieproduktion. Zu nennen sei zum einen das vom VDA gemeldete Produktionsplus der Automobilindustrie. Zum anderen solle nicht übersehen werden, dass der Umsatz im verarbeitenden Gewerbe insgesamt im Berichtsmonat um 3,2% habe zulegen können. Ein Produktionsplus solle daher nicht ausgeschlossen werden, zumal im Juli ein kräftiges Minus registriert worden sei. Mit den erst morgen im Kalender zu findenden Exportzahlen fehle jedoch noch eine wichtige Zahl und diese werde nach einem positiven Juliwert wieder schwächer erwartet.

Vor diesem Hintergrund hielten die Analysten gegenüber der Konsensschätzung ein leicht positives Überraschungspotenzial für gegeben, sie rechneten aber nicht damit, dass das Juliminus überkompensiert werde. Mithin werde es wohl kaum Anlass geben, die Wachstumsprojektionen für das deutsche BIP nach oben anzupassen. Mit Blick auf die Zinssenkungsspekulationen in der Eurozone bleibe festzuhalten, dass eine Reduktion des EZB-Leitzinsniveaus im Oktober marktseitig nahezu vollständig eskomptiert sei.

In den USA stünden der Handelsbilanzsaldo und das Mittelstandbarometer zur Veröffentlichung an. Einen wesentlichen Einfluss auf Zinserwartungen und Marktgeschehen erwarteten die Analysten nicht. (08.10.2024/ac/a/m)