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Fr, 17. April 2026, 9:04 Uhr

Gold: Zerreißprobe


11.12.23 11:02
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Laut mehrerer Analysten dürfte die neue Handelswoche eine Zerreißprobe für den Goldpreis werden, so Michael Diertl vom Anlegermagazin "Der Aktionär".

Der Fokus liege dabei auf dem FED-Meeting am Mittwochabend. Sollte sich die Notenbank um ihren Vorsitzenden Jerome Powell erneut hawkish zeigen, könnte das den Preis für das Edelmetall weiter unter Druck setzen.

Ole Hansen, Leiter der Rohstoffstrategie bei der Saxo Bank, sei der Meinung, dass die Rally am letzten Montag auf ein neues Allzeithoch und der anschließende Abverkauf nicht förderlich für die langfristige Preisentwicklung von Gold gewesen seien. "Technisch gesehen hat Gold viel Arbeit vor sich, um den entstandenen Schaden wieder gut zu machen", so der Experte. Er gehe zudem davon aus, dass der Preis zunächst weiterhin unter der Marke von 2.050 USD handeln werde, da Gold im Hinblick auf mögliche Zinssenkungen im kommenden Jahr zu weit vorausgelaufen sei.

Zudem sei die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen am Freitagnachmittag durch stärker als erwartete US-Arbeitsmarktdaten leicht gesunken, was dem Edelmetallkurs ebenfalls zugesetzt habe. Auch für die ersten Wochen des neuen Jahres würden sich die Analysten eher verhalten zeigen. Sie seien sich aber einig, dass Gold schwankungsanfällig bleiben werde. "Mindestens werden wir volatile Märkte sehen, und der Raum für positive Überraschungen für Gold wird begrenzt sein", habe Hansen kommentiert.

Craig Erlam, Senior Market Analyst bei OANDA, habe gesagt, dass er in naher Zukunft ebenfalls eine erhöhte Volatilität bei Gold erwarte. "Es war wirklich eine aufregende Woche für das gelbe Metall, und mit der US-Inflation und der Zinsentscheidung der Fed nächste Woche wird die Volatilität eher nicht verschwinden", habe er gesagt.

Die abgelaufene Handelswoche sei schöne für Goldbullen gewesen, das technische Bild habe sich deutlich eingetrübt. Aus kurzfristiger Sicht bleibe das Edelmetall unter Druck, mittel- und langfristig betrachtet rechne Der Aktionär jedoch mit deutlich höheren Goldpreisen. (11.12.2023/ac/a/m)





 
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